War ich zu streng?!

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von reethi 20.02.06 - 15:45 Uhr

Hallo :-)

Mein Kleiner (fast 5) hat mir heute Mittag ein wunderbares Beispiel geliefert an dem was man nicht darf. Und das was man nicht darf testet er in letzter Zeit aus - da könnte ich platzen...
Ich habe ihn vom Kindergarten abgeholt und er rennt zwar mit gucken, aber ohne anhalten über den Überweg... ich will ihn zurückpfeifen, aber er rennt fröhlich lachend weiter und tritt im Vorbeilaufen auch noch gegen parkende Autos... und zu guter letzt ruft er auch noch "A...Mama"... Na wunderbar! Okay, er testet seine Grenzen, aber das habe ich noch nie erlebt - mann, war ich sauer!
Zu Hause gab es dann Ärger: Er durfte erstmal in sein Zimmer und darüber nachdenken was denn Falsch gelaufen wäre. Ausserdem kein Fernsehen heute, kein Computerspiel und sein Fahrrad und sein Kettcar sind auch weg. Er ist dann später gekommen und hat sich entschuldigt - und wusste auch genau was er falsch gemacht hat. Aber ich weiss nicht - war ich zu streng? Hätte es nicht auch gereicht ihm nur eine Sache zu verbieten? Konsequenz muss sein, das finde ich wichtig, aber ein bisschen schlechtes Gewissen habe ich schon... #augen
Liebe Grüsse
Neddie

Beitrag von soistdasnunmal 20.02.06 - 15:58 Uhr

hallo
nein, lass man dein gewissen, auch wenn ichs etwas streng finde, aber jeder reagiert anders in solchen situationen. ich bin ja nicht so sehr dafür kinder in ihre zimmer zu schicken,"zum nachdenken" aber das ist eben ansichtssache. ich finde, wenn er sich nun entschuldigt hat, was in dem alter doch auch schwer ist, dann würd ich nochmal kurz ihm sagen WIE gefährlich das war , naja und das andre eben auch, aber ich denke er hats verstanden und dann würd ich ihm heut ruhig seine spielsachen wieder lassen. der tag ist zu lang. er hats kapiert denke ich.

Beitrag von katzeleonie 20.02.06 - 17:15 Uhr

Hallo Neddie,

ich versteh Deine Reaktion, Du hast Dich sehr erschrocken und warst dann sehr wütend.
Und in dieser Überreaktion hast Du viele Verbote auf einmal gegeben. Er weiß ja was er falsch gemacht hat, ich würde es bei einem Verbot belassen, schon wegen dem Tritt gegen die Autos und ihm auch erklären, warum Du den Rest zurücknimmst, das hat dann ja nichts mit Inkonsequenz zu tun, sondern einfach damit, daß Du Dich wieder etwas beruhigt hast.
Ja, sie testen immer wieder unser Verhalten, die lieben Kleinen.

Alles Liebe
katzeleonie:-)

Beitrag von kessy16 20.02.06 - 18:58 Uhr

Hallo,

ach ich weiß nicht.

Ich meine, er hat ja auch nicht nur eine Sache falsch gemacht, nein, er hat sein Leben gefärdet, hat fremdes Eigentum so gut wie geschädigt und hat Dich zum Schluß auch noch beleidigt und nicht auf Dich gehört.

Ich würde es so lassen, damit er merkt, wie sauer er Dich damit gemacht hat.

LG

Kerstin

Beitrag von max_guevera 20.02.06 - 20:45 Uhr

Hallo,
mal eine Frage: Er hat bei der Straße geguckt und ist weiter gelaufen. Kam denn ein Auto?
Gruß
Max

Beitrag von reethi 21.02.06 - 07:09 Uhr

Hallo Max,

ja, es kam ein Auto. Das hat gehalten, weil er rüber ist. Gott sei Dank ist der Überweg so gemacht, dass Autos abbremsen müssen.

Ich denke auch schon, dass er es verstanden hat. Aber trotzdem finde ich auch, dass er weiss, dass es mit einem Entschuldigung nicht einfach getan ist, um der Konsequenz zu entgehen.
Viele Grüsse
Neddie

Beitrag von max_guevera 21.02.06 - 12:53 Uhr

Hallo Neddie,
dann hast du völlig richtig gehandelt.
Zugegebenermaßen habe ich vermutet, dass er sauer war, weil er geguckt hat, kein Auto kam und du gemeckert hast. Aber da er ja eindeutig in Gefahr und sein Verhalten danach unmöglich war, sind deine Strafen völlig in Ordnung.
Gruß
Max

Beitrag von eifelsonne 21.02.06 - 07:34 Uhr

Keinesfalls!

Beitrag von stehvieh 21.02.06 - 09:22 Uhr

Hallo!

Konsequenz war bitter nötig, da hast du recht! Ich finde aber auch, ins Zimmer und Nachdenken ohne Fernsehen und Computer (dann hätte er ja nicht nachgedacht) wären genug gewesen - Fahrrad und Kettcar sind doch eh draußen, wo er gerade nicht war, also der Teil war ein bisschen unlogisch (hätte ich als Kind auch nicht verstanden).

Also, er hat sich entschuldigt, also war die Maßnahme nicht falsch. Nur ein bisschen zu weit getrieben für meinen Geschmack. Aber ich hab leicht reden, meine ist noch nicht mal ganz 2 Jahre #;-).

LG
Steffi

Beitrag von angelina82 21.02.06 - 17:20 Uhr

Du hast richtig reagiert und ich finde, dein Sohn hat das auch verstanden, das ist ja am Ende das wichtigste. Meine Schwester hatte damals eine von meinem Onkel gescheuert bekommen (was er nieeee gemacht hat mit uns) und das hatte bei ihr am Effektivsten gewirkt, da das Auto nur noch ein paar zentimeter vor Ihr noch bremsen konnte. Jedes Kind tickt anderst, sei froh, dass das reicht, damit er das versteht.

angelina82

Beitrag von stefanie1972 22.02.06 - 20:40 Uhr

Fernsehen und Computerspielen? Mit 4 Jahren? OK, war nicht Deine Frage, aber vielleicht ist das auch ein bißchen viel für ihn ...
Gruß
Steffi

Beitrag von reethi 23.02.06 - 09:28 Uhr

Hallo Steffi :-)

Nein, finde ich nicht. Das macht er ja nicht 24 Std am Tag. Aber Benjamin Blümchen am Nachmittag, oder ein Lernspiel am PC das finde ich okay.

Viele Grüsse,

Annette

PS: Auf jeden Fall hat er es verstanden worum es geht und passt auf der Strasse besser auf.

Beitrag von kneppe 24.02.06 - 14:33 Uhr

Hi,

also ich denke in Solchen Situation muss man schon die nötige Strenge zeigen, damit diese Ausnahmefälle nicht zur Regel werden. Allerdings hätte ich persönlich ihn nicht mit 5 Sachen bestraft sondern nur mit einer. Gleich alles verbieten ist vielleicht schon ne Spur zu hart, aber nur Du weisst, wie man Deinen Sohn am besten kriegen kann.

LG Melanie