thema tod, wie erklären?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bigbossjj01 20.02.06 - 16:59 Uhr

hallo,

meine kleine wird dieses jahr 5 und langsam taucht auch das thema tod auf. wie habt ihr das euren kleinen erklärt?
habt ihr denn buchvorschläge für mich?
über ratschläge und vorschläge wäre ich dankbar.

grüße bea

Beitrag von sophiesmama70 20.02.06 - 17:09 Uhr

Meine Tochter ist jetzt 3 1/4 und bei uns kam das Thema leider schon letztes Jahr im Sommer, als mein kleiner Neffe tödlich verunglückt ist.

Wir haben ihr erklärt, daß er einen Unfall hatte und jetzt im Himmel bei den Engeln ist. Schwierig war dann der Gang zum Friedhof, weil sich das ja mit der "Himmeltheorie" widerspricht. Aber wir haben ihr dann einfach erklärt, daß das Grab ein Ort ist, wo man ihm nah sein kann und wir haben ihm an seinem Geburtstag auch ein GEschenk aufs Grab gestellt.

Komischerweise hat sie am Anfang gar nicht so viel davon geredet, aber so nach einem halben Jahr fing das dann an. Ich denke daß sie so lange gebraucht hat, das zu verarbeiten. Vielleicht war es aber auch nur so, daß man dann über ihn sprechen konnte, ohne daß man gleich "losheulen" mußte.

Es war auf alle Fälle nicht einfach, aber ich denke sie hat es verstanden.

Gruß Sabine

Beitrag von flocke123 21.02.06 - 10:00 Uhr

Hallo,

wir hatten mal aus der Bücher das Bilderbuch "Der alte Bär muß Abschied nehmen". Autor weiß ich nicht mehr genau, es ist aber erschienen im Nord-Süd-Verlag.

Es geht um einen alten Bären, der krank und schwach geworden ist, nach einem langen und erfüllten Bärenleben. Als die anderen Tiere im Wald die Nachricht hören, dass der Bär krank ist, versammeln sie sich alle bei ihm, aber sie sind still und bedrückt. Sie wissen nicht recht, was sie tun sollen. Der Bär aber erzählt ihnen, dass seine Zeit gekommen ist um sich auf die Reise zu machen, die jeder irgendwann einmal machen muß. Aber der Bär hat geträumt, dass er wieder erwachen und mit all seinen Verwandten und Freunden zusammen sein wird. Die Tiere haben Angst davor, dass der Bär sie verlässt. All die Jahre war er immer für sie da gewesen. Dennoch müssen sie ihn gehen lassen. Trost finden sie in ihren Erinnerungen und darin, dass sie fest zusammen halten.

Die Geschichte ist schön geschrieben und illustriert. Kinder können sich gut mit der Rolle des kleinen Fuchses identifizieren, der neugierig ist, nicht einfach hinnehmen will und der zum Schluß doch Trost findet.

Ich fand das Buch sehr schön.

Meine Tochter ist drei und wurde auch schon mit dem Thema Tod konfrontiert, als im letzten Jahr unser Hund, der schon alt und krank war, gestorben ist. Sie weiß, daß mein Vater ebenfalls schon tot ist, weil er sehr krank war. Ich nehme sie mit auf den Friedhof und wir bringen Blumen hin, auf das Tiergrab im Garten pflanzen wir ebenfalls immer ein Blümchen.

Ich habe ihr gesagt, daß es den beiden jetzt im Himmel wieder gut geht, weil sie wieder jung und gesund sind. Sie weiß, daß wir alle irgendwann einmal sterben, aber daß es nicht schlimm ist, weil alle anderen, die schon vor uns gegangen sind, dann auf uns warten. Sie stellt sich vor, daß ihr Opa jetzt immer mit unserer Biene (dem Hund) da oben spazieren gehen kann.

Ich halte es vor allem für wichtig, den Kindern die Wahrheit zu sagen, daß nämlich der Tod etwas endgültiges ist, und der Mensch oder das Tier nie mehr hierher zurückkommt. Im Bekanntenkreis habe ich erlebt, daß ein verstorbener Opa auf eine lange Reise geschickt wurde. Finder ich persönlich sinnlos, denn irgendwann wird der Kleine merken, daß es nicht stimmt und doch nachfragen.

VG
Susi

Beitrag von bigbossjj01 22.02.06 - 21:47 Uhr

hallo,

vielen dank für deinen tipp.
hab das buch bei weltbild gefunden und gleich bestellt.

grüße bea

Beitrag von kat30 23.02.06 - 10:31 Uhr

In der aktuellen Ausgabe von "Familie & Co" ist auch ein Bericht zu dem Thema (auch mit Buchtipps)

Katrin

Beitrag von saphira_2004 28.02.06 - 23:11 Uhr

hey.... ich hab 2 kids im alter von 3 und 8... und voriges jahr im mai ist meine mutter mit 58 jahren verstorben....
meine kids und mein vater haben sie schlafend gefunden.. wir haben ihnen dann gesagt das sie nur schläft......

naja ich habe es dann meiner 8-jährigen tochter versucht zuerklären das jeder mensch ein herz hat.. und wenn es schläg das man lebt... aber wenn es aufhört mit schlagen das sie dann in himmel kommen.... sie weinte kurz und darauf meinte sie dann kann ich spielen gehen...
naja und als dann öfters nach ihr fragten sagten wir das die oma jetzt ein engel ist... und das sie vom himmel aus auf die beiden aufpaßt....
wenn die sonne scheint ist sie glücklich und wenn es mal regnet ist sie halt traurig....manchmal stehen sie einfach nur da.. und winken einfach zum himmel hoch....und geben handkuss

ich kann einfach nur dazu sagen... das man sich darüber keine großen gedanken machen muß da sie es entweder nicht wirklich verstehen... oder es einfach besser wegstecken als wir erwachsenen.. wenn man ihnen sagt das sie immer noch im herzen sind...


viele grüße saphira:-)