Wie BAby für Beikost begeistern?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von lapula 20.02.06 - 19:12 Uhr

Liebe Alle,

Klein-Alexander hat vor knapp einer Woche nach 6 Monate vollstillen mit Beikost angefangen. Die Idee kam natürlich von mir :-)
Er verträgt Karotten sehr sehr gut und schreit den Löffel auch nicht an, sondern steckt ihn sogar selbst in den Mund und schluckt alles. Allerdings ist nach vielleicht 5-10 Löffelchen Schluss - er will nix mehr. Auch zwischendurch Milch aus der Brust trinken macht ihm nicht mehr Appetit.

In allen Empfehlungen zur Beikost-Einführung heißt es: mit ein paar Löffelchen anfangen und langsam auf 1 Gläschen steigern. DAvon sind wir aber meilenweit entfernt.

Wie macht ihr das? Oder bin ich zu ungeduldig?

DAnke + lg
Lapula

Beitrag von karin_73 20.02.06 - 19:23 Uhr

Jan kriegt in ca 1 Monat dann die erste Beikost, also ist es bei mir nur Theorie ;-)

Laut meiner Stillberaterin soll man in ca. 1 Monat die Mahlzeit ersetzen, also hat dein Kleiner wenn ich das richtig verstehe, 1 Monat Zeit, bis er ein ganzes Gläschen verputzt und nicht mehr gestillt wird bei dieser Mahlzeit.

Oder hab ich das System falsch verstanden #kratz #schwitz

LG, Karin mit Jan *22.9.2005*

Beitrag von lapula 20.02.06 - 19:28 Uhr

Danke Karin!
ich fürchte halt - so wie es jetzt aussieht - dass er NIE ein ganzes Gläschen verputzt. Warum sollte er später mehr davon haben wollen wenn er es jetzt nicht will und satt wird?#kratz

Bin gespannt, was noch kommt :-)
lapuloa

Beitrag von sunflower.1976 20.02.06 - 20:26 Uhr

Hallo!

Mit 6,5 Monaten habe ich bei meinem Sohn mit der Beikost begonnen. Er mochte den Brei, aber nach ein paar Löffeln war Schluss. André ist jetzt gut 8 Monate alt (Geb. 14.6.) und über ein knappes halbes Glas Brei kommt er nicht raus. Abends ist es genauso. Danach macht er dem Mund zu und das war´s. Meistens isst er ca. 50g. Also sind wir vom Ersetzen einer Mahlzeit sehr weit entfernt. Ich habe mir erst Gedanken darüber gemacht aber mittlerweile nicht mehr. Irgendwann wird er mehr essen wollen. In einem Buch über Babyernährung stand, dass viele Stillkinder erst wenig Brei essen, z.T. bis sie ein Jahr alt sind.

Ich war als Kind genauso und meine Eltern haben mich aus Unwissenheit bzw. auf Anraten des Kinderarztes dauernd überredet, mehr zu essen. Das ging als Säugling los und blieb über viele Jahre so. Das ist mir sehr gut in Erinnerung.
Ich habe keine Ess-Störung, mag es aber bis heute nicht, wenn mir jemand sagt, dass ich doch noch was nachnehmen solle. Das will ich bei meinem Sohn auf jeden Fall vermeiden. Er soll soviel Essen, wie ER mag. Von daher muss ich mich abfinden, dass nach ein paar Löffelchen Schluss ist...
Warte ab, irgendwann wird Dein Sohn mehr essen wollen!

LG Silvia

Beitrag von kristina1977 20.02.06 - 21:03 Uhr

Hallo Lapula,

also bei uns war es komplett anders. Till wurde auch 6 Monate voll gestillt, aber er hätte wohl am liebsten am 2. "Beikost-Tag" schon ein ganzes Gläschen verputzt. Ich musste ihn richtig bremsen... Aber das ist wohl von Baby zu Baby unterschiedlich, irgendwann wird er die Beikost auch annehmen. Glaube allerdings nicht, dass das ein Still-Baby-spezifisches Problem ist...

Liebste Grüße,
Kristina und Till (8 Monate)

Beitrag von lilas 21.02.06 - 07:10 Uhr

Hallo,

Du musst Dir keine Sorgen machen. Mit sechs Monaten sollte man den Kindern Beikost ANBIETEN. Ob sie davon auch etwas essen möchten bzw. wie viele Löffelchen sie akzeptieren, sollte man immer den Kleinen überlassen.

Manche Kinder brauchen einfach noch etwas länger, bis sie Beikost wirklich mögen bzw. bis sie mehr als ein halbes Gläschen essen. Das ist ganz normal. Ich kenne sogar Kinder, die jegliche Beikost noch bis zum Alter von 11-12 Monaten abgelehnt haben, und die sind dennoch "groß und stark" geworden und keineswegs unterentwickelt!

Mit Zwang, Druck, Ueberredungskünsten, Betteln ("bitte, bitte, nur noch ein kleiner Löffel...") erreicht man leider nicht, dass die Kinder mehr essen. Im Gegenteil - die Mahlzeiten werden dann zum Kampf ,und die Kinder verlieren ihre Freude und Neugier am Essen.

Am Besten ist es, wenn man die Mahlzeiten ganz unverkrampft angeht. Wenn das Kind etwas isst: prima. Und wenn es nichts mag oder nur sehr wenig: ist auch okay. Lass Dein Kind nicht spüren, dass Dich das irgendwie ärgert oder besorgt, denn das macht die Mahlzeiten wie gesagt zu einem unschönen Erlebnis.

LG
lilas (deren Tochter lange Zeit nur sehr, sehr wenig Brei essen wollte...)