Gedanken - Partnerschaft heute

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von altmodisch 20.02.06 - 19:52 Uhr

Ich frage mich, wie eine Partnerschaft heutzutage überlebt/überleben kann.

Es wird einem leicht gemacht: Bei Unzufriedenheit macht man einen Klick ins Internet, landet auf einer Kontaktbörse und kann Kontakte zu neuen Männern/Frauen knüpfen. Vielleicht ist ja was besseres dabei, als der Partner, den ich jetzt habe.
Flirten leicht gemacht!

Da werden Frauen niedergemacht, weil sie in des Mannes Handy gucken und ominöse Namen und Nachrichten entdecken. Wenn sie nicht geluschert hätten, wären sie wahrscheinlich noch länger belogen/betrogen worden.
Wer mißbraucht hier nun wessen Vertrauen?

Toleranz aufzubringen für den "besten Kumpel" der Frau und die "beste Freundin" des Mannes scheint heute ein Muss zu sein. Obwohl es dem Partner vielleicht weh tut, wenn Frau oder Mann engen Kontakt zum andersgeschlechtlichen Teil hält.
Es gibt nur in äußerst seltenen Fällen eine 100 %ige platonische Freundschaft. In den meisten Fällen ist irgendein sexistisches Verhalten/Verlangen des ein oder anderen einhergegangen!
Aber "Privatsphäre" wird in der heutigen Zeit groß geschrieben!

Es werden Kinder dazu mißbraucht, getrennte Eltern gegeneinander aufzuhetzen, muss der Vater Unterhalt zahlen, zahlt er es oft an die "geldgeile Ex". Dass diese Ex das Geld zum Überleben braucht und auch ihren Obulus (finanziell, psychisch, körperlich) zum Großziehen des Kindes beiträgt, wird oftmals übersehen.

Männer treiben sich heutzutage nächtelang in Discos und Kneipen herum, während Frauen in vielen Fällen häuslicher veranlagt sind bzw. beim Kind bleiben und sich eigentlich einen harmonischen Abend mit ihrem Mann herbeisehnen. Aber auch "Freiraum" braucht man heutzutage im Überfluss!

Früher haben die Paare fast alles gemeinsam gemacht, Familienausflüge tagsüber, samstag abends saß die gesamte Familie bei Dieter Thomas Hecks Hitparade vor dem Fernseher. Danach ging man schlafen, um am nächsten Tag den nächsten Familienauszuflug wahrzunehmen.

Freunde besucht hat man zusammen, ebenso empfangen. Wo blieb da der "Freiraum"? Es gab kein Handy und Internet, wie haben die Menschen ihre "Privatsphäre" ausgelebt? Wohl kaum über den Briefkasten, denn den "Ausrutscher" hätte die Hausfrau vom Postboten in die Hand bekommen, während der treusorgende Ehemann seiner Arbeit nachgegangen ist.

Und das Resultat? Die Ehen haben damals meistens ein Leben lang gehalten! Diese Leute sitzen heute mit Heizdecke immer noch gemeinsam vor dem Fernseher!

*Kopfschüttel* - wer heute noch "vertraut", ist einfach nur naiv!

Beitrag von Mittelalterdame 20.02.06 - 21:03 Uhr

Hallo Altmodisch,

wow, es gibt ja doch noch welche ausser Bibeltreue Christen, die mit mir einer Meinung sind .

Mein Mann und ich denken uns das gleiche. Mann trifft sich mit weiblichen Kumpels - Eifersucht ist spießig?, In meiner Clique sind Männer mit denen man natürlich am Wochenende feiern und saufen muss - Eifersucht ist spießig? Jeder Mann schaut sich im Internet nackte Damen an? - Muss man akzeptieren? Alles für mich Chaos. Scheidungen werden einem so einfach gemacht, dass man nicht mal mehr mit seinem Partner eine "intime Verbale Fähigkeit" erlernen muss, um zusammen Hürden zu überwinden?. Wer noch nicht in Swingerclubs war, mit seinem Partner jemand "drittem" zum Sex dazugeholt hat, wird komisch angesehen.

Was ist mit der Heiratsbedeutung geworden? Es ist einfach nur toll, eine Zeremonie, eine Feier, und dann stolz erzählen zu können, wo man sich auf die Hochzeitsreise begeben hat. Aber was ist mit dem Ja-Wort? Das Versprechen, sich zu ehren, zu lieben, treu zu sein, durch gute und schlechte Zeiten zu gehen bis an sein Lebensende??? Schlechte Zeiten heißt seinen Partner zu pflegen, wenn er mal im Rollstuhl sitzt, zu lieben, wenn er 20 Kilo mehr hat, auch zu vergeben. Die Biblische Bezeichnung dafür ist : Sie werden EINS (Ein Fleisch). Ich bin ich froh einen Partner zu haben, dem ich blind vertrauen kann und der die gleiche Meinung hat wie ich.#liebe

Die Liebe

die Liebe ist langmütig und gütig,
sie beneidet nicht,
die Liebe prahlt nicht,
sie bläht sich nicht auf,
sie ist nicht unanständig
sie sucht nicht das Ihre,
sie läßt sich nicht erbittern,
sie rechnet das Böse nicht zu,
sie freut sich nicht an
der Ungerechtigkeit,
sie freut sich aber an der Wahrheit,
sie erträgt alles, sie glaubt alles,
sie hofft alles, sie erduldet alles.
Die Liebe hört niemals auf.#liebe

Beitrag von neumodisch?? 20.02.06 - 20:52 Uhr

Na ja wenigstens hast Du Dir Gedanken gemacht. Aber dieses "Früher war alles besser" Gerede bringt doch gar nichts und die Vergleiche hinken doch ab und an. Früher gab es auch kein fliessend Wasser und draussen vor der Tür stand das Plumpsklo... früher immer noch besser???

Mal im Ernst: So wie Du das schreibst kann ich mir eine Partnerschaft doch eigentlich gleich sparen oder? Nur ein KLick ins INternet? Na ja so leicht findet man vielleicht jemanden zum ficken aber einen wirklichn Partner wohl eher in Ausnahmefällen!

Vertrauen ist nie leicht und muss sich verdient werden! Aber ich muss meinem Partner auch die Chance dazu geben! Und meinst Du wirklich früher wurde nicht genauso betrogen?? Klar doch!! Nur ware es früher nicht so das gleich Trennung, Krieg und Scheidung gebrüllt wurde! Von Frauenseite her sowieso nicht! Mein Opa hat zwei uneheliche Kinder und hat meine Oma oft betrogen, das war eben so, Klappe halten und Feierabend! Was war daran besser? Wo war da das Vertrauen??

Was die familiäre Seite angeht hast Du teilweise aber recht. heute denkt jeder nur noch an sich, Haiptsache das grösste Stück vom Kuchen abkriegen!! Wieviel Familien sind Zerstritten, Eltern mit Kinder, Geschwister untereinander... da rennen Kinder zum jugenamt um sich per Gericht den Auszug mit 16 genehmigen zu lassen, Geschwister streiten sich schon zu Lebzeiten der Eltern um das verdammte Erbe usw usw
Aber früher gab es auch viel häufiger Grossfamilien, da war immer jemand da, generationen unter einem Dach.

Aber die Gesellschaft hat sich geändert, jeder Hund ist angenehmer als ein Paar mit einem Kind, man wird benachteiligt ohen Ende, Unterstützung oft Null... na ja typische Ellenbogen Gesellschaft halt...

Aber um auf die Partnerschaft zurückzukommen: es liegt doch an jedem selber, das beste daraus zu machen!! Sich jeden Tag aufs neue zu bemühen, sich Vertrauen zu verdienen und den Partner nicht wie selbstverständlich hinzunehmen!

Und selbst dann kann man auf die Fresse fallen und beschissen werde... so ist das halt... aber wer nicht wagt der nicht gewinnt.... und es gibt doch auch soviel dabei zu gewinnen... ich würde es wagen...

Beitrag von maukal 21.02.06 - 08:02 Uhr

Hallo Ihr,

ich hab mir jetzt mal Eure Diskussion durchgelesen. Finde ich übrigens sehr interessant. Jeder von Euch hat in irgendeiner Weise recht und das macht es eben so spannend. Aber ich denke Ihr habt da was wichtiges außen vor gelassen und das zeigt sich schon in Eurem Auftreten. Wie steht es denn mit der Offenheit? Entweder Ihr seid Euch nicht sicher über das was Ihr da schreibt, oder Ihr habt Angst zu Eurer "angeblichen Wahrheit" zu stehen, sonst würdet Ihr nicht in SCHWARZ schreiben. Wenn ich eine Meinung vertrete, dann kann ich auch sagen wer ich bin, sonst ist meine Meinung - wenn ich mir selbst gegenüber ehrlich bin - nur eine Feststellung, die ich immer dann ändern kann, wenn ich jemandem begegne, der anderer Meinung ist und ich dadurch dann wieder gut dastehe.

Seine Meinung ehrlich und offen kundzutun erfordert Mut, sehr viel Mut und ist nichts anderes als ehrlich zu sich selbst zu stehen. Und jetzt sind wir wieder beim Thema. Das ist meiner Meinung nach das größte Defizit unserer heutigen Gesellschaft. Der Mut zur Wahrheit, zur Ehrlichkeit und Offenheit. Auf dieser Basis, wenn beide Partner so denken, kann kommen was will, es wird sich immer eine Lösung finden. Nur auf dieser Grundlage können Partnerschaften wirklich bestehen. Auch wenn sich der Zeitgeist noch so oft ändert.

Liebe Grüße an Euch
Maukal

Beitrag von manavgat 21.02.06 - 08:09 Uhr

Ich habe Großeltern, die demnächst eiserne (glaub ich, also 65 Jahre!) Hochzeit "feiern". Und? Glücklich waren sie nicht. Sie haben es ausgehalten. Mehr nicht.

Was soll Dein Pamphlet uns sagen?

Gruß

Manavgat

Beitrag von knoepfchen77 21.02.06 - 08:59 Uhr

Zuallererst mal finde ich Dein Posting sehr kopflastig, da es mal wieder hauptsächlich auf die "grausame Männerwelt" abzielt! Ein objektives Posting hätte deutlich anders ausgesehen! Denn Du vergleichst aus der heutigen Zeit, in der sich Männer und Frauen nun wirklich nichts mehr nehmen!

Zweitens (ausnahmsweise) muß ich hier Recht geben:

"Ich habe Großeltern, die demnächst eiserne (glaub ich, also 65 Jahre!) Hochzeit "feiern". Und? Glücklich waren sie nicht. Sie haben es ausgehalten. Mehr nicht."

Den Fall kenne ich nämlich auch so! DAS Leben (rein partnerschaftlich) wünsche ich mir nicht!

Und das ist der Knackpunkt! Früher hat man es eben ausgehalten, heute bricht man aus!

Gruß, Knopf

Beitrag von andrea_right_back 21.02.06 - 09:44 Uhr

in gewisser weise gebe ich dir recht, es ist heute verdammt leicht sich über internet und handy ablenkung vom beziehungsfrust zu verschaffen... das war früher nicht so!

dennoch bin ich der meinung, das es immer an der partnerschaft liegt, denn ist es nicht so das sich oft menschen verlieben die verschiedene vorstellungen und ansichten haben?

-der eine geht gerne aus, der andere nicht
-der eine möchte familie und heiraten, der andere nicht
-der eine ist absolut treu, dem anderen ist das unwichtig
-der eine zeigt gefühle, der andere nicht

und so kann man die liste weiterführen...

ich hatte oft den falschen partner, weil wir einfach zu verschieden waren, und das dann über kurz oder lang zu konflikten führen MUSS...

gegensätze ziehen sich an? das mag sein, aber für wie lange?

wenn das grunddenken und die zukunftswünsche passen, dann hat man meiner meinung nach die besten vorraussetzungen dafür, das es lange klappen könnte!!

ich für meinen teil habe nach sehr langer suche einen partner gefunden, der in den wichtigesten punkten genauso denkt wie ich, und das schätze ich sehr!!

wie gesagt., meiner meinung nach liegt es daran, ob die innere einstellung passt!!!

gruß

andrea

Beitrag von anyca 21.02.06 - 10:04 Uhr

"Männer treiben sich heutzutage nächtelang in Discos und Kneipen herum, während Frauen in vielen Fällen häuslicher veranlagt sind bzw. beim Kind bleiben und sich eigentlich einen harmonischen Abend mit ihrem Mann herbeisehnen. Aber auch "Freiraum" braucht man heutzutage im Überfluss! "

Du glaubst doch nicht ernsthaft, daß das "früher" anders war?#kratz Früher war es selbstverständlich, daß der Mann Erfahrungen mit dem Dienstmädchen oder im Bordell machte, während die Frau als Jungfrau in die Ehe zu gehen hatte ... na toll.

"Freiraum" heißt für mich nicht gleich "Fremdgehen"! Stell Dir vor, ich (als Frau) gehe noch mit Kollegen in die Kneipe oder habe eigene Hobbys, ohne daß ich gleich fremdgehe! Du tust ja so, als ob es nur die Alternativen "immer als Paar zusammen vor dem Fernseher hocken" oder fremdgehen gäbe ...

Ich glaube eher, daß die gemeinsamen Langeweile vor dem Fernseher das Fremdgehen fördert. Wie soll ich mich denn noch für einen Partner interessieren, mit dem ich seit 10 Jahren nur ferngucke? Wenn mein Mann und ich auch außerhalb des Ehelebens Hobbys und Kontakte haben, haben wir uns an den gemeinsamen Abenden doch viel mehr zu erzählen und sind viel aufregender füreinander, als wenn wir uns wie siamesische Zwillige verhalten!