abort completus...?

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von schnufel 20.02.06 - 20:55 Uhr

Hallo ich bin heute das erste mal hier ich habe vor vier tagen(Donnerstag) mein baby in der 6ssw verloren als ich mal wieder tierischen streß und ärger mit meiner familie hatte hat bei mir eine blutung eingesetzt die immer stärker wurde bis ich in die klinik fuhr wo nich mich schon gar nicht mehr bewegen konnte.dort stellte man nur noch fest das ich einen kompletten abgang hatte(oder wie sie´s auch immer nannten).am freitag habe ich mich entlassen lassen auf eigenen wunsch weil mir meine arbeit sehr wichtig ist und ich sie auf keinen fall verlieren möchte.der vater ist ein arbeitskollege aus der geschäftsleitung der jedoch probleme mit der liebe hat er ist zwar verliebt aber all das aus seiner vergangenheit ...er hat angst vor nähe.daher wusste auch meine enge arbeitskollegin von meiner ss.als ich erfuhr das ich schwanger war dachte ich zuerst an einen abbruch aus angst denn ich verlor eines im 4monat was ich ihr auch erzählte(es ist eigentlich eine ganz liebe)nach meiner entlassung ca 12.30h fuhr ich zur arbeit da ich mich nicht gemeldet habe und um 6.30 dienstbeginn gehabt hätte und wollte normal arbeiten was ich jedoch nicht durchhielt.ich gebe mir die schuld daran weil ich zuerst an einen abbruch dachte und weiß nicht mehr weiter.ich bin ein mensch der nie gelernt hat gefühle zu zeigen denn ich wurde gelehrt das dies eine schwäche ist!nun habe ich das gefühl das mir niemand glaubt und sie über mich reden obwohl ich alles beweisen kann!!!ich würde normalerweise den weg wählen zu kündigen und zu gehen wenn meine situation es erlauben würde.wer hat ähnliches erlebt oder weis einen rat damit umzugehen zu mal der vater nicht mit mir spricht und ich außer meiner kollegin niemanden habe.bitte um rat!!!

Beitrag von afortunado 21.02.06 - 21:01 Uhr

Hallo du!

Es tut mir wirklich sehr leid, was dir da passiert ist. Ein Baby zu verlieren ist immer schlimm. Und wenn man dann niemenden hat, der hinter einem steht ist es noch schlimmer.

Was deine Arbeitskollegen angeht, kann ich dir leider auch keinen Rat geben, da ich selber nie Probleme mit Arbeitskollegen hatte. Aber ich hoffe, dass dir wenigstens deine enge Kollegin beisteht.

Und du brauchst dir sicher auch selber keine Vorwürfe zu machen und dir die Schuld zu geben. Schön wäre es, wenn du mit jemandem über deine Gefühle reden könntest. Das hat mir immer sehr geholfen. Was ist denn mit deiner Familie? Hast du da denn niemanden, mit dem du darüber sprechen kannst?

Ich wünsche dir jedenfalls ganz viel Kraft, mit der Situation klarzukommen.

Liebe Grüße von Silvia mit 2 #stern im #liebe

Beitrag von schnufel 24.02.06 - 14:49 Uhr

Hallo ich danke dir von ganzen herzen für deine antwort denn du bist die einzige die mir eine mail geschickt hat.leider habe ich niemanden außer dieser einen kollegin mit denen ich sprechen könnte.meine familie...benutzt mich nur für ihre eigenen interessen.ansonsten bin ich denen egal.ich muß sagen das ich einfach nicht mehr kann all das zwingt mich zur zeit maßlos in die knie!dazu kommt das der vater sich gestern versucht hat das leben zu nehmen,weil er sich die schuld gibt aufgrund seines benehmens mir gegenüber das er einfach nur angst hatte vor einer beziehung und sich dadurch zurückzog und nicht mehr mit mir sprechen wollte und gab zusätzlich mich als grund für sein handeln an!!!ich habe einfach keine kraft mehr mich über wasser zu halten!ich weiß nicht vor oder zurück die schuld an der sehnsucht nach dem tod zu sein kann ich nicht ertragen.aus liebe habe ich mein ganzes leben auf´s spiel gesetzt und nun zerfällt es stück für stück!es ist so verdammt schwer sich einzugestehen das man das was passiert nicht ändern kann.erst mein baby und dann das was muß man noch alles ertragen ???am liebsten würde ich einfach verschwinden und niemals wieder zurück schauen auch glaube ich das es gar nicht mehr möglich sein wird auch nur im geringsten es auszuhalten dem vater ubern weg zu laufen ohne das ich dann zusammenbreche.ich danke dir !!!

Beitrag von afortunado 25.02.06 - 14:57 Uhr

Du Arme!

Du machst im Moment ja wirklich ganz schön was mit. Aber lass' dir bloß nicht einreden, dass du Schuld an dem Selbstmordversuch deines Kollegen bist. Er kommt wohl selber nicht mit der Situation klar und bräuchte wohl selber auch Hilfe. Ich kann dich schon gut verstehen, dass du ihm am liebsten nicht mehr über den Weg laufen würdest. Aber gibt es nicht vielleicht doch irgendeine Möglichkeit, mit ihm über alles, was geschehen ist zu reden? Ich kann mir vorstellen, dass es vielleicht für euch beide gut wäre, für klare Verhältnisse zu sorgen. O.K., ich weiß, dass das nicht einfach ist, aber vielleicht wäre es auch eine Chance.

Es tut mir für dich wirklich sehr leid, dass deine Familie nicht hinter dir steht. Das muss für dich doppelt schwer sein. Du kannst mich gerne wieder anschreiben, wenn du mal jemanden zum Reden brauchst. Ich weiß zwar nicht, ob ich dir da wirklich weiterhelfen kann, aber sich alles manchmal von der Seele zu schreiben tut ja auch ganz gut.

Liebe Grüße von Silvia