"Nicht normal???"

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von sonic1976 21.02.06 - 09:22 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich bin mal wieder am Brummeln!!!

Davon abgesehen, dass es mit Maike eigentlich momentan recht leicht ist (viel reden, das hilft ;-)), habe ich mich gestern mal wieder mit anderen Müttern getroffen für eine Buchbesprechung eines Verlags.

Die Bücher waren sehr schön, die Runde war recht nett.

Soweit so gut.

Ich muss noch sagen, dass ich schon länger nicht mehr in unsere Krabbelgruppe gehe, nachdem da einige Dinge vorgefallen sind, die mir so sauer hoch gekommen sind, dass ich da einfach keine Lust mehr zu hatte.

Kurzum, ich werde schon wieder zu ausführend.

Maike ist eigentlich sehr ruhig, kann sich mittlerweile auch mal eine Zeit lang mit sich selbst beschäftigen ohne groß Chaos zu verbreiten.

Allerdings hat sie "gravierende" Schwierigkeiten mit Fremden. Eigentlich schon immer gehabt. Auch mit fremden Kindern. Sie mag es halt nicht, wenn ihr jemand zu nahe kommt. In der Krabbelgruppe ging sie auch nicht in die Mitte um mit den Spielsachen und/oder den Kinder zu spielen.

Auch geht sie nicht mal allein in unser Wohnzimmer bzw. bleibt wie angewurzelt stehen, wenn da jemand ist, den sie nicht kennt bzw. länger nicht gesehen hat. Es braucht ein bißchen, bis sie sich wieder "frei" bewegt.

Jetzt hab ich das gestern erzählt und schon bekomm ich zu hören, dass das ja nicht normal sei. Was bitte ist daran nicht normal. Sie ist halt anders. Sie ist zurückhaltend und vorsichtig. Eigentlich find ich das gar nicht so schlimm, so rennt sie mir wenigstens nicht auf jeden zu.

Wir haben auch nie etwas getan, das ihr Vertrauen verletzt haben könnte. Sie darf viel, ich schreie kaum, wenn sie nachts weint, darf sie zu uns ins Bett etc.

Natürlich frage ich mich manchmal, woran das liegen könnte. Sie ist auch eine, die nicht gern zu mir kommt, wenn ich was von ihr will (Wickeln, Anziehen, etc.). Aber ich dachte eigentlich, dass das auch normal ist.

Sicher, manchmal bin ich davon schon genervt, wenn ich z. B. einen Pullover nur mal "anhalten" will, ob er zu groß ist oder so und sie nicht herkommen will. Sie lässt sich auch nur ungern an den Händen anfassen, nimmt aber unsere Hand, wenn wir spazieren gehen (und "reißt" sich auch wieder los).

Wenn der KiA sie im Gesicht streicheln will, zieht sie gleich zurück. Gut, der ist ja auch "fremd". Und ich würde es auch nicht wollen, das mir jemand ins Gesicht langt, den ich nicht kenne.

Aber dieses "das ist nicht normal" kotzt mich (entschuldigung) schon an!!!!!!!!!!!!!! Welches Kind ist denn gleich????

Was meint ihr so dazu?

Liebe Grüße
sonic mit Maike (*1.10.2004)

Beitrag von lady_chainsaw 21.02.06 - 09:30 Uhr

Hallo Sonic,

dann ist Luna auch nicht "normal" (wie ist denn eigentlich die Definition für "Normal"?? #gruebel)

Fremden gegenüber ist Luna auch sehr skeptisch, egal ob Kind oder Erwachsener. Mir ist das eigentlich lieber, als dass sie mit jedem mitgehen würde!

Auch bei Fremden in einer ihr bekannten Umgebung ist sie vorsichtig. Wie bei Euch dauerts ein wenig und sie ist wieder ein Action-Kind ;-)

Jedes Kind ist anders!

Mein Bruder war (bzw. ist es zum Teil sogar heute noch mit fast 30!) genau so - immer skeptisch, schön die vertraute Umgebung, bitte nichts Unbekanntes #schwitz

Ich dagegen war das Gegenteil - Hans Dampf in allen Gassen! Meine Mutter war ständig auf der Suche nach mir! Meist war ich in irgendeiner Menschenmenge im Mittelpunkt zu finden :-p

Keine Sorge, Ihr seid nicht allein #liebdrueck

Gruß

Karen + Luna (2,5 Jahre)

Beitrag von kaeseschnitte 21.02.06 - 09:31 Uhr

hallo sonic
mein kind ist zwar das pure gegenteil, aber es scheint mir alles normal zu sein. sie ist eben zurückhaltend und schüchtern, was aber in dem alter völlig normal ist. tobias ist es eigentlich gar nicht, aber in letzter zeit verkriecht sogar er sich manchmal hinter meinem bein. und anziehen, wickeln etc: das macht kein kind gern, da laufen sie doch alle (oder fast alle) weg.
aufgrund deiner beschreibung finde ich ihr verhalten überhaupt nicht auffällig.
grüsse
kaeseschnitte

Beitrag von vonni1974 21.02.06 - 09:47 Uhr

Das Problem kenne ich auch. Selbst wenn meine Tochter auf meine Eltern trifft schreit sie wie am Spieß. Es gibt Menschen (z.b. meine Schwiegerelter), da freut sie sich riesig wenn sie sie sieht.
Aber es wird irgendwann besser. Jedenfalls war es bei meiner Tochter so. Früher wenn wir spazieren waren und ein fremder sie angesprochen hat sie sofort losgeschrien. Das ist jetzt nicht mehr so.
Also sei guter Hoffnung. Ich finde es auch nicht verkehrt wenn Kinder nicht auf jeden zurennen. Das machen wir ja selbst auch nicht. Wir schecken auch erst einmal ab, mit wem wir es zu tun haben.

Beitrag von magda6 21.02.06 - 10:03 Uhr

Ach, mach dir da nichts draus. Unser Mittlerer (3 Jahre alt) ist auch so, und ich find es alles andere als schlimm. Gut, vielleicht, weil ich auch so war. Mein großer ist da ganz anders, der ist jedem gegenüber offen und freundlich.

Und, liebe sonis, es ist DOCH normal! Jedes Kind ist anders. Naja, vom Kinderarzt will ich mal garnicht sprechen. Mein Süßer setzt dann ein Gesicht auf, nach dem Motto: "Kuck mich nicht an!!!" Naja und von "Mach mal den Mund auf!" Will ich erst recht nicht reden...

Hauptsache ist, daß du Deine Tochter so nimmst, wie sie ist. Das gibt ihr Vertrauen in Deine Person und das ist für Kinder ganz wichtig!

Ganz liebe Grüße

Magda

Beitrag von bade_fee 21.02.06 - 10:19 Uhr

Hallo Sonic,

Finn wäre dann auf ganz andere Art "nicht normal": Er ist Frauen gegenüber äußerst zurückhaltend und eher so wie Maike, manche Männer allerdings ziehen ihn auf den ersten Blick an! Es kam schon vor, dass er einem für ihn fremden Nachbarn die Ärmchen entgegengestreckt hat und nicht mehr zu mir zurück wollte #schock. An Heiligabend klebte er geradezu an meinem Schwager, den er sehr selten sieht, und nannte ihn "Mama" #augen.

Wir haben lange gerätselt und diverse Theorien aufgestellt...er liebt seinen Papa sehr, hat also hier kein Defizit...und ich denke eigentlich auch, dass ich eine nette Mutti bin ;-).

Du siehst, die Zwerge verhalten sich einfach so, wie es ihnen momentan am besten gefällt...und wir Erwachsene sind wohl einfach schon zu "erwachsen", um es nachvollziehen zu können.
Aber Du hast vollkommen recht: Manche Leute nerven extrem mit Ihren Vorstellung von "Normalität" und mich verfolgt so etwas auch immer lange...z.B. sagen mir meine Vernunft und mein Wissen, dass es noch völlig okay ist, dass Finn mit 14 Monaten noch nicht richtig frei läuft...aber dennoch nerven mich die ständigen Fragen "Na, läuft er denn jetzt endlich?", "In DEM Alter laufen die doch schon längst!", "Sein Papa konnte schon mit 10 Monaten laufen!" :-[.

Liebe Grüße

Badefee und Finn (*12.12.04)

Beitrag von wolkenwesen. 21.02.06 - 10:21 Uhr

Hallo sonic,

Kinder sind nun mal verschieden, und ich glaube, das sind Charakterzüge, die bereits angeboren sind.
Ich war auch mal so ein zurückhaltendes Kind - ganz anders als mein Sohn. Der hat schon als kleines Baby alle Leute angestrahlt. Er hat wenig Berührungsängste, dafür schlägt er jetzt auch mal gern zu, wenn andere Kinder sein Spielzeug wegnehmen oder ihn irgendwie nerven. Das kommt dann auch wieder nicht so toll an und wird bestimmt auch von manchen für "nicht normal" gehalten. Übrigens lässt sich mein Sohn auch nicht so gern wickeln und anziehen.
Also lass die anderen #bla - als ob die wüssten, was "normal" ist!

LG Henny + Kiran (28 Monate)

Beitrag von ayshe 21.02.06 - 10:53 Uhr

hallo sonic,

nicht normal???

dann reihe ich mich auch gleich ein ;-)

also ich finde das völlig normal!


janina siehtz sich auch fremde erstmal eine weile an, rennt nicht sofort los, wenn sie sich nicht kennt.

heute morgen in der kita war beim hinbringen ein handwerker da, da hat sie gleich geweint und wollte auf den arm, ist doch normal.
die ganzen anderen eltern kennt sie inzwischen, ist auch kein problem, aber fremde, sind eben fremd.
ich habe als kind extrem gefremdelt und bin noch heute recht zurückhaltend und evtl. mißtrauisch fremde gegeüber (hat sich auh bewährt!).

ich bin ganz froh, daß janina sich nicht von hinz und kunz mitschnacken läßt.


auch zuhause geht sie nicht gleich auf "fremde" zu, erstmal abwarten und beobachten, ich finde das normal!



##
Sie ist auch eine, die nicht gern zu mir kommt, wenn ich was von ihr will (Wickeln, Anziehen, etc.). Aber ich dachte eigentlich, dass das auch normal ist.
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was meinst du, was los ist, wenn ich mit der zahnbürtse komme #augen
janina zahnt gerade, ich bin ja vorsichtig, aber deshalb will sie absolut nicht,
raus will sie, aber keine hose anziehen #augen
wickeln will sie nur bei kacka, bei ganz nasser windel sieht sie keinen grund und ist "stocktaub"

ES IST NORMAL!



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Wenn der KiA sie im Gesicht streicheln will, zieht sie gleich zurück. Gut, der ist ja auch "fremd". Und ich würde es auch nicht wollen, das mir jemand ins Gesicht langt, den ich nicht kenne.
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eben, ich auch nicht, warum sollen die kleinen das also toll finden, wenn fremde sie anfassen?


also für mich klingt das wie bei uns :-)


lg
ayshe

Beitrag von stehvieh 21.02.06 - 11:25 Uhr

Hallo!

Caroline hat zwar nie ernsthaft gefremdelt, aber immer schon selber ausgesucht, wer sich ihr nähern darf und wer nicht. In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass sie Leute, die sie wie ein Tier im Zoo begaffen oder aber gleich anfassen wollen, nicht mag. Da ist sie plötzlich ganz still und gehemmt. Bei anderen Kindern oder Erwachsenen, die auf sie zugehen und spielen oder sie ansprechen, ist sie total aufgeschlossen! Danach haben wir auch die Tagesmutter ausgesucht - bei der hat sie sich ohne jede Anlaufzeit verhalten wie zu Hause.

Fremde sollen sie auch nicht anfassen. Sie weint dann nicht, aber zieht sich deutlich zurück und schaut sie böse an. Das finde ich an ihr sogar sehr gut! Leider bezieht sie das auch auf die Kinderärztin, aber mit der sind wir auch nicht glücklich, also vielleicht wird das bei einem Wechsel dann besser. Und wer sie von der Seite anquatscht, erntet auch nur vernichtende "wie kannst du es wagen"-Blicke. #:-p

Möchte dann mal wissen, ob die Eltern es normaler finden, wenn ihr Kind jedem in den Arm springt und Süßigkeiten annimmt. Persönlich hab ich lieber ein Kind, das nicht so leicht auf einen Kinderschänder reinfallen würde (hoffe ich doch, dass es so bleibt!).

LG
Steffi + Caroline Johanna (22 Monate) + #baby inside (19. SSW)

Beitrag von plauze 21.02.06 - 13:15 Uhr

Hallo sonic,

na, da bin ich aber froh, dass ich nicht die Einzige mit "unnormalem" Kind bin;-) Ich habe auch schon paar mal hier gefragt, weil einen die Kommentare der leute halt doch immer wieder verunsichern und letztlich sitzt man gefrustet da und glaubt tatsächlich, man habe ein unnormales Kind. #schmoll Ich finde das auch ganz schlimm. Lina war von Anfang an sehr!!!!!!!! anhänglich. Sie weint, wenn der Opa sie anguckt, sie mag den KIA mittlerweile überhaupt nicht mehr und weint schon im Wartezimmer, sie weint, wenn Fremde sie angrapschen, was ich aber auch nicht toll finde. Ich geh ja auch nicht durch die Stadt und streichle irgendwelche gutaussehenden Leute, könnt ich mal probieren, mal sehen, wie oft ich eine gepfeffert kriege;-)#freu
Na, jedenfalls wenn Lina kränkelt oder eben nicht gut drauf ist, dann ist es so, dass sie nur noch bei mir auf dem Arm sein will. Erst letzte Woche wieder und prompt kommt mein Mann nach Hause und sagt, seine Eltern finden das "Verhalten unnormal" :-[
Also, Du siehst, es ist nicht nur bei Euch so. Eines habe ich als Mutter ganz schnell begreifen und lernen müssen: Man muss sich ein dickes Fell zulegen und die Anderen wissen sowieso immer über DEIN Kind Bescheid!!!!!!!!!!! Jedenfalls kann ich Dir nur "raten" zu versuchen, diese dooofen Sprüche zu ignorieren und Deinem Kind die Nähe zu geben, die es eben braucht. Irgendwann werden unsere Kinder aus dem Haus sein und dann fragt niemand mehr danach, ob er oder sie noch auf Deinem Schoß hockt;-)
Also, viele liebe Grüße und ein DICKES Fell
Maja mit Lina, 13 Monate

Beitrag von smr 21.02.06 - 13:25 Uhr

Hallo Sonic!
Na, da reihe ich mich mit meinem unnormalem Kind auch mal gleich ein...
Gideon weint manchmal sogar, wenn wir mal Besuch hatten, den er nicht kannte; während der Besuch da ist, guckt er, spielt auch damit, aber hinterher haben wir manchmal 3 Stunden Weinerei, weil er erstmal alles verarbeiten muss, wie es mir scheint.
Neuen Situationen gegenüber ist er auch nicht so aufgeschlossen und wir müssen ihn vorsichtig und behutsam an manche Sachen heranführen.
Aber was solls? Es ist manchmal nicht einfach, weil man doch nicht ganz so spontan alles machen kann; grosse Menschenaufläufe wie Tauft etc. findet er gar nicht prickelnd, aber man muss doch diese kleinen Persönlichkeiten so akzeptieren wie sie sind, oder?
Ich habe allerdings manchmal das Gefühl, dass Kinder heutzutage oder war das immer schon so? nur " liebe " Kinder sind, wenn sie so " funktionieren", wie sie sollen, schlafen, essen, stillsitzen, tun, was man sagt...
#kratz
Dazu sage ich NEIN DANKE
LG Sandra und Gideon 15 Monate