Mutter sein und Teilzeitarbeit - passt nicht zusammen??

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von wolkenwesen. 21.02.06 - 10:33 Uhr

Hallo,

bin gerade etwas frustriert -
nach zwei Jahren Hausfrauen- und Mutterdasein wollte ich gern wieder arbeiten.
Mein Sohn geht vormittags in die Kita - so weit, so gut.
Mein Chef wollte mir keine Teilzeitstelle geben, also fing ich wieder an, selbständig (als Übersetzerin) zu arbeiten. Nun muss ich feststellen, dass man von Freiberuflern allgemein erwartet, übers Wochenende zu arbeiten #:-[. Von meinen Bedürfnissen mal abgesehen, ist es für meinen kleinen Sohn total wichtig, am Wochenende mal BEIDE Eltern um sich zu haben. Ich brauche auch keinen Kita-Platz, um in der Zeit herumzusitzen und dann das Wochenende durchzuarbeiten!
Wie läuft das bei euch so? Gibt es überhaupt Teilzeitstellen für Mütter oder muss man sein Kind den ganzen Tag abgeben, zusätzlich zur Kita noch Babysitter einspannen etc., um arbeiten zu können?

LG Henny mit Kiran (28 Monate)

Beitrag von manavgat 21.02.06 - 10:42 Uhr

Du machst hier in der Planung Deiner Selbständigkeit was falsch!

Wenn ich zu bestimmten Zeiten nicht arbeiten will/kann, dann mache ich meine Preise so, dass es für den Kunden billiger wird zu den Zeiten, die bei mir vorrangig frei sind.

oder ich behaupte, ein anderer Kunde habe für den Zeitraum bereits vorgebucht und ich könnte noch dann und dann. Oder: ich kann leider da nicht, ich bin auf einer Fortbildung.

Selbstständig heißt auch: selbst organisiert.

Gruß

Manavgat

Beitrag von wolkenwesen. 21.02.06 - 10:49 Uhr

Hallo Manavgat,

ich sage den Kunden natürlich nicht, das ich keine Lust hätte am WE zu arbeiten oder so!
Aber was nützt das günstigste Angebot, wenn die die Übersetzung nun mal übers Wochenende brauchen - und es genügend Kollegen gibt, die das auch machen?

LG Henny

Beitrag von rosaundblau 21.02.06 - 12:37 Uhr

Hallo Henny,

das nennt man dann Wettbewerb, da muß man sich halt flexibel zeigen! Als Mutter heißt das allerdings, daß sich die GESAMTE Familie flexibel zeigen muß! So ist es halt. Du würdest Dich doch auch immer für den Anbieter entscheiden, der deine Bedürfnisse erfüllt, oder?

Bist Du dazu nicht bereit, mußt Du auf den ein oder anderen Kunden verzichten. Entscheide von Fall zu Fall ob die Freizeit mit der Familie dir dann mehr wert ist, oder eben der Auftrag (das Einkommen) Vorrang hat.

viel Erfolg
rosaundblau

Beitrag von tiffysb 21.02.06 - 10:50 Uhr

Hallo Henny,

ich arbeite auch Teilzeit ( 20 h / Woche). Ich habe allerdings Gleitzeit, muß also nur meine 20h irgendwie in einer Woche arbeiten.

Anastasia ist dann in der Zeit auch in der Kita. Dort bringe ich sie morgens um halb acht hin. Um acht bin ich dann in aller Regel im Büro ( wenn ich auf der Straße keine Schnarchnasen vor mir hatte). Ich arbeite dann bis 12 Uhr, esse noch in der Kantine. Die kleine kann in der Kita essen und um eins hole ich sie dann wieder ab.

Klappt fast immer. Gestern mußte ich halt auch länger arbeiten, da ist dann mein Mann früher nach Hause. Er hat gottseidank auch Gleitzeit.

Grüße
Tiffy & Anastasia ( 3,5 Jahre)

Beitrag von traumwolke 21.02.06 - 14:31 Uhr

Da bin ich besser dran als Du. Ich hatte das Glück nach über 5-jähriger Familienpause nach der Geburt meines 2. Kindes wieder halbtags in meinen Job zurückkehren zu können. Ich bin im öffentlichen Dienst und arbeite 19,25 Stunden/Woche.
Ich bringe meinen Kleinen morgens um halb 8 in den Kindergarten und bin dann um spätestens viertel nach 8 im Büro (ich fahre mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da bin ich etwas länger unterwegs, als mit dem Auto). Ich habe auch Gleitzeit und richte mir meine Zeit so ein, dass ich auf jeden Fall um 13.00 Uhr wieder beim Kiga bin, denn dann muss mein Kleiner spätestens abgeholt werden. Gegessen hat dann noch keiner von uns beiden, bzw. uns dreien, denn ich habe noch einen großen Sohn, der schon in der 6. Klasse ist.
Nachmittags mache ich natürlich meine Hausarbeit so gut es geht, aber vieles bleibt doch liegen und muss dann auch am Wochenende erledigt werden. Die Kinder haben nachmittags ihre Hobbies und müssen gefahren, bzw. begleitet werden oder mein Kleiner hat Freunde zum Spielen hier, die ich noch nicht alleine draußen spielen lassen kann und beaufsichtigen muss. Als ich noch Hausfrau war, habe ich die komplette Hausarbeit am Vormittag erledigt und hatte dann nachmittags Zeit für die Kinder - am Wochenende habe ich nur das Nötigste erledigt. Das hat sich nun verändert.
Du siehst also, selbst wenn man das Glück hat, ausschließlich vormittags arbeiten zu können, hat man trotzdem nicht unbedingt das komplette Wochenende über Zeit für seine Kinder. Allerdings muss ich nicht das ganze Wochenende über schuften, insofern habe ich es natürlich besser als Du.

Liebe Gruße,
Alexandra

Beitrag von kathleen79 21.02.06 - 16:21 Uhr

Hallo,

also bei mir hat das zum Glück auch sehr gut geklappt. Ich wollte nach 1 Jahr wieder arbeiten gehen, allerdings hatte die Firma da keine freie Stelle da sowieso gerade Kündigungen liefen. Ich bin dann erst nach 2 Jahren in die Firma zurück und arbeite dort in 27/Std.-Woche. Das klappt ganz prima. (Bin Teamassistentin in einem IT-Unternehen) Ich habe auch Gleitzeit und arbeite meist von 8/9 Uhr - 13.30 Uhr. 14 Uhr hole ich die Kleine aus der Kiga und genieße den Nachmittag mit ihr. Sie wird nun im April 4 Jahre alt. Nun bin ich in der 29. Woche schwanger. Nach der Geburt werde ich ca. 1,5 Jahre zu Hause bleiben und dann wieder in Teilzeit in der Firma arbeiten. Zusätzlich habe ich ein Notebook zu Hause so dass ich vertretungsmäßig auch schon eher aushelfen kann. Ich hoffe das bringt Pluspunkte. ;-)
An Wochenenden arbeiten wäre für mich auch eher die Ausnahme. Hin und wieder tue ich das, aber es sollte nicht die Regel sein.

Alles Gute wünsche ich Dir.
Kathleen 29.SSW

Beitrag von mamamal3 21.02.06 - 18:00 Uhr

Hallo Henny,

ich glaube, Du verwechselst da was.

Teilzeit-Angestellt ist nicht das gleiche wie selbständig. Als Teilzeit-Angestellte habe ich mit meinem Chef einen Vertrag über meine Arbeitszeit. Als Selbständige muss ich meine Arbeit und meine Arbeitszeit je nach Prioritäten selbst organisieren.

Wenn Dir das Einkommen wichtiger ist, dann muss sich halt die Familie flexibel drauf einstellen. Sind Dir die Wochenenden wichtiger, dann musst Du halt Kundenaufträge absagen und mit weniger zufrieden sein.

Ich bin im Angestellten-Verhältnis, ca. 40-50 Std/Woche, tätig. Das hat den Vorteil, dass mein Wochenende, zumindest weitestgehend, mir und der Familie gehört.

LG - Nicola
mit
#sonneRahel *27.12.1997, #blumeRebecca *21.06.2002, #babyRabea *22.09.2004 und #eiRicarda ET 19.05.2006