Arbeitsbefreiung bei Schwangerschaftsvorsorge

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von renes.engelchen1 21.02.06 - 11:12 Uhr

Hallo zusammen.

hatte ja gestern schonmal gepostet bezüglich dieser Frage..

Nun ja auch der Link mit dem Paragraphen im Mutterschutzgesetz meinen AG nicht umgestimmt.

Er verweißt darauf das ich im öffentlichen Dienst ja flexible AZ habe und meine Termine bitte so lege das ich dafür keine AZ Einschränkungen machen muss.

Auf Deutsch setze deine ganzen hart erarbeiteten Überstunden dafür ein um zum Doc zu gehen.

Finde ich echt klasse... Somit gehen mir immer 2 Stunden flöten wenn ich zum Doc muss.

Wie regelt ihr das? Flexible AZ gibt es ja auch in der freien Wirtschaft.

Vielen Dank für eure Hilfe.

lg renes.engelchen1+ #baby 12 SSW

Beitrag von dirty29 21.02.06 - 11:19 Uhr

Hallo!

Also ich arbeite auch im öffentlichen Dienst und bei mir war das nie ein Problem. Ich habe die Arztbesuche für die Schwangerschaftsvorsorge zeitlich IMMER gut geschrieben bekommen. Hast du mit der Personalabteilung gesprochen oder mit deinem Vorgesetzten? Wenn auch das Gespräch mit der Personalabteilung nix bringt, würde ich mich an deiner Stelle an den Personalrat wenden!

Viel Glück beim Durchsetzen!!! #klee

Beitrag von renes.engelchen1 21.02.06 - 11:26 Uhr

Hallo,

meine Chefin sagte auch das die mich freistellen müssen und meine Personalverwaltung sagt nö mach das mit deinen Überstunden aus.

Ich sehe das absolut nicht ein, auch wenn die Termine nur alle vier Wochen sind habe ich die Überstunden nicht erarbeitet um diese zu nehmen wenn ich mal schwanger bin.

Und wie andere hier einen Tag frei nehmen, ist mir mein Urlaub etwas zu schade dafür da ich ihn später mehr brauche wenn ich mal die richtige Kugel vor mir her schiebe.

Außerdem steht es so im Gesetz und da kann sich mein AG nicht einfach mal anders verhalten.

Sollten alle sagen nö nimm deine Überstunden frag ich mal den PR ob das bei 90000 Beschäftigten wo garantiert 70000 Frauen sind immer so gehandhabt wird oder ich die erste bin die mal danach fragt.

lg

Beitrag von schnuffelschnute 21.02.06 - 11:17 Uhr

Hallo,

ich hatte dir gestern geantwortet bei dem Thema.
Es ist wirklich so, dass du, wenn es deine Arbeitszeiten zulassen, die Termine ausserhalb der AZ zu legen hast. Dein AG MUSS dich freistellen, wenn es nicht anders möglich ist. Sollte es jedoch anders möglich sein, hast du alles zu tun, damit die Termine nicht in der AZ sind.

Liebe GRüße,

ariane + Natascha + Maya 28.SSW

Beitrag von anna112 21.02.06 - 11:18 Uhr

Hallo...

ich hatte mir immer den ganzen Tag freigenommen wenn ich VU hatte.
War ja nur einmal in 4 Wochen.
Ich konnte damit gut leben.


Lg. Anna 37 ssw

Beitrag von noni1975 21.02.06 - 11:19 Uhr

Das ist totaler blödsinn was dein AG sagt.
Dir steht das zu, und darauf würde ich auch bestehen, für die Zeit muss er dich freistellen und dir die Zeit wieder gutschreiben.

Wende dich mal an einen Anwalt oder habt ihr sowas wie einen Betriebsrat?

Beitrag von stehvieh 21.02.06 - 11:19 Uhr

Hallo!

Ganz viele FA-Praxen bieten Samstag auf Absprache Termine für berufstätige Frauen an. Frag mal bei deinem Arzt. Meine Termine sind fast alle bis jetzt auf Samstag gelegt worden.

LG
Steffi + Caroline Johanna (22 Monate) + #baby inside (19. SSW)

Beitrag von sternchen7778 21.02.06 - 11:25 Uhr

Hallöchen,

ich bin auch im Öffentlichen Dienst mit flexibler AZ tätig. Ich hatte immer mittwochs morgens meine VU-Termine. Ich hab' sie versucht, so früh wie möglich zu legen. Es blieb aber nicht aus, dass ich später als sonst ins Geschäft gekommen bin.

Mein AG hat das Gott sei Dank recht locker gesehen. Ich hab' jedes Mal eine Bescheinigung vom Arzt in unsere Personalabt. gegeben. Und die haben mir problemlos den Zeitausgleich erledigt.

Wenn einer von mir verlangt hätte, abends zum Arzt zu gehen, wäre ich auf die Barrikaden gegangen. Schließlich will ich frisch geduscht zum FA. Morgens duschen und erst Stunden später zum Arzt wäre für mich persönlich eklig. Und um nachmittags/ abends erst noch duschen zu können, hätte ich auch früher vom Geschäft weggehen müssen. Der AG hätte somit auch keinen Vorteil gehabt...

Habt Ihr denn keinen Personalrat/ Betriebsrat, bei dem Du Dich mal erkundigen kannst? Oder wie war das denn bisher bei anderen schwangeren Kolleginnen?

Ich drück' Dir alle vorhandenen #pro, dass Dein AG doch noch einsichtig wird...

LG, Sandra.

Beitrag von renes.engelchen1 21.02.06 - 11:47 Uhr

Hallöschen.

so langsam schrei ich echt bei dem Saftladen...

Jetzt meinen die doch echt das dies noch keine Schwangere bisher gefordert hat, die hatten alle Ihre Termine immer so gelegt das der § 16 nicht in Anspruch genommen werden musste.

Tja nur wohne ich 40 km von meinen Arbeitsort entfernt und mein Doc ist an meinen Wohnort, ist ja auch logisch. Somit muss ich immer egal ob Nachmittag oder früh meine Überstunden angreifen. Und das ist mir echt zu dumm.

Gaben mir sogar den Tipp den Doc zu wechseln an meinem Beschäftigungsort, klar prima wenn ich mal im Mutterschutz oder Elternzeit bin.

Personalrat einschalten, werd ich in Erwägung ziehen und wenn ich die erste Schwangere bin die auf den § 16 besteht.

Komme mir grad vor wie im Kindergarten bei den Aussagen meines AG.

lg renes.engelchen1

Beitrag von simbarnie 21.02.06 - 11:23 Uhr

hi,

also ich bin auch im öffentlichen dienst in der verwaltung und ich habe meine zeit immer gut geschrieben bekommen, das steht dir auch zu und ist gesetzlich festgelegt. du musst vom dienst für die zeit der vorsorgeuntersuchung freigestellt werden. rede auf jeden fall mit dem personalrat!!!!

lg sylvia 39 ssw.

Beitrag von noni1975 21.02.06 - 11:29 Uhr

Hier ließ mal und druck es aus und zeig denen das.

Mutterschutzgesetzt § 16

§ 16 Freistellung für Untersuchungen
Der Arbeitgeber hat die Frau für die Zeit freizustellen, die zur Durchführung der Untersuchungen im Rahmen der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung bei Schwangerschaft und Mutterschaft erforderlich ist. Entsprechendes gilt zugunsten der Frau, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist. Ein Entgeltausfall darf hierdurch nicht eintreten.

Beitrag von karinbrigitta 21.02.06 - 14:08 Uhr

Hallo,

also, ich muss sagen, ich verstehe deinen AG auch ein bisschen. Ich würde mich auch ärgern, wenn ich eine MA bei jedem FA-Termin freistellen müsste.

Ich glaube, der Großteil der Frauen macht es so, dass sie an einem Vormittag oder Nachmittag, wenn sie später anfangen oder früher aufhören, den FA-Termin legen. Oder musst du von 8-17 Uhr fest arbeiten? Ich lass mir immer den 1. Termin geben und komme dann halt ne Stunde später... find ich jetzt auch nicht so tragisch.

Im Öffentlichen Dienst hast du doch eh soviel Vergünstigungen, davon können andere echt nur träumen. Da finde ich es nicht so tragisch, alle vier Wochen einmal ein oder zwei ÜS zu opfern. Ich z. B. bin freie Mitarbeiterin - mir zahlt keiner irgendwas, und Überstunden krieg ich auch nicht bezahlt!!

Sorry, aber das ist meine Meinung.

LG

Karin+#ei 13. SSW

Beitrag von renes.engelchen1 21.02.06 - 14:14 Uhr

Hallo Karin,

also welche Vergünstigungen habe ich denn im öffentlichen Dienst? Musst mich mal aufklären bin noch nicht dahinter gestiegen.

Meine Überstunden werden nicht bezahlt!!!! Diese Überstunden können nur als freizeitausgleich genommen werden und dafür sind Sie auch erarbeitet wurden und nicht dafür das ich Sie nehme wenn ich schwanger bin und zum Doc muss!

Was ist denn wenn ich keine Überstunden hätte dann komme ich in den Minusstundenbereich und die kürzen mir das Gehalt, toll und das alles weil ich zum Doc muss!

Es geht mir ums Prinzip das sich mein AG nicht gegen ein Gesetz wehren kann was es nunmal gibt.

Zumal der Doc an meinen Wohnort ist und dieser ist 40 km weg von meinen Büro also ist das nicht mit mal kurz zum Doc getan. Ich muss egal wann ich den Termin habe ob vormittag oder am nachmittag entweder später ins Büro oder eher gehen.

Also was bitte verstehst du an meinen AG?

LG renes.engelchen1