Was passiert wenn der ET verstreicht?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von teufelchen0208 21.02.06 - 12:53 Uhr

Hallo

Ich frage mich die ganze Zeit was ist wenn man über den ET geht?
Wer entscheidet ab eingeleitet wird und aber wann wird so etwas gemacht?
Wenn die das einleiten der Wehen nicht klappt wer entscheidet über den KS?

Ich mach mir darüber ein wenig Sorgen.

Liebe Grüße
Teufelchen0208 ET 26.02.06

Beitrag von daddel79 21.02.06 - 13:10 Uhr

Hallo Teufelchen,

Ab Et mußt Du alle 1-2 TAge zum CTG und zu schaun ob es dem Baby gut geht. In der Regel wird den Kleinen noch 14 Tage bis nach ET Zeit gelassen. Es wird evl. ein sogenanter Wehenbelastungstest gemacht und zu schaun wie die Kleinen sich unter Stress verhalten, dazu mußt Du entweder Kniebeugen machen und dann ans CTG oder Du bekommst eine ganz geringe Menge eines Wehenfördernden Medikaments gespritzt. Sollte es dem Baby dann laut CTG gut gehen hats noch Zeit, wenn nicht wird über eine Einleitung entschieden. KS wird meißt nur gemacht wenn die Versorgung des Kindes unter den Wehen nicht ausreicht, die Plazenta nicht richtig arbeitet, oder halt die Einleitung nicht klapp.
Übrigens sollen die Kinder beim CTG wach sein und eine Herzfrequenz zwischen 120-160 haben, um zu schaun ob es fähig ist solche Schwankungen zu produzieren, das kann es nur wenns wach ist. Ist die Herzfrequenz permanent bei z.B. 140, kann es daruf hindeuten das die Plazenta nicht mehr richtig arbeitet. Deswegen weckt die Sprechstundenhilfe das Baby immer.

Hoffe ich konnte Dir helfen!!

LG

NAdine (ET-6)

Beitrag von monique_15 21.02.06 - 13:24 Uhr

Hallo Teufelchen,

DU ALLEIN entscheidest, was passiert, wenn der ET verstreicht! Es ist dein Bauch - die Ärzte geben dir Ratschläge, aber du musst dich nicht dran halten.

Hier in Deutschland wird man etwa ab 10 Tage nach ET nervös und will das Baby unbedingt "holen" - in Skandinavien zum Beispiel wird ohne mit der Wimper zu zucken drei Wochen gewartet. In Frankreich dagegen sind denen unsere zehn Tage schon zu lang.
In allen diesen Ländern aber kommen die Babys gleich oft gesund zur Welt -
Mein persönliches Fazit daraus: lass doch deinem Kind so viel Zeit wie es braucht #liebe.
(Vorausgesetzt natürlich, es ist alles in Ordnung, die Plazentaversorgung stimmt usw.)

Man darf nicht vergessen, dass nur 3 Prozent der Kinder tatsächlich am ET geboren werden (das heißt, fast gar kein Baby kommt "pünktlich" - nämlich 97 Prozent!). Auch dass eine SS 280 Tage zu dauern hat, ist doch nur ein Norm-Wert. Und wer von uns hält sich schon in allem an Norm-Werte??
Mein Zyklus zum Beispiel ist fast nie 28 Tage lang, damit bin ich also nicht in der Norm. Na und? Muss ich deswegen jetzt Medikamente nehmen? ;-)

Klar wirst du, wenn du den ET überschritten hast, besonders genau beobachtet, musst häufig zum CTG und nach einigen Tagen wird auch mal ein Wehen-Belastungstest gemacht. Das ist alles wichtig, um zu sehen, dass es dem Baby und dir weiterhin gut geht. Aber davon abgesehen solltest du dich zu nix überreden lassen. Hör auf dein Gefühl.

Lieben Gruß, Monique

Beitrag von teufelchen0208 21.02.06 - 13:35 Uhr

#danke für die schnelle Antwort!!

Mussen diese Untersucheungen von FA gemacht werden oder kann dies meine Hebamme übernehmen?

Liebe Grüße
Teufelchen

Beitrag von monique_15 21.02.06 - 13:57 Uhr

Hi Teufelchen,

ich denke mal, das Meiste kann die Hebi übernehmen. Ich war beim ersten Kind 10 Tage über ET, hatte zu hohen Blutdruck und Ödeme (also Gestose-Risiko). Der FA war aber einverstanden, dass ich die täglichen CTGs und Urinkontrollen bei der Hebi machte. Die war eigentlich sogar "strenger" als er und hätte mich beim geringsten Anlass in die Klinik geschleift ;-).

Der FA hatte selbst einge Jahre Klinikerfahrung und war in vielem recht gelassen.
So lange meine CTGs in Ordnung waren und ich auch immer wieder glaubhaft versichern konnte, dass ich mich wohl fühle, haben mir Hebi und FA auch vertraut. Das fand ich prima.
(Ich bin aber auch nie so als verunsichertes Mäuslein dort aufgetreten. Ich hab immer laut rausposaunt, wie ich mich fühle, habe Fragen gestellt und wollte alles genau erklärt haben usw.).

Ich denke, die Grenzen der Hebamme sind einfach die Grenzen der Technik. Wenn du bestimmte Untersuchungen brauchst, die sie nicht machen kann, wirst du wohl zum FA müssen. Ansonsten aber nicht.

Lieben Gruß, Monique

Beitrag von sisi29775 21.02.06 - 21:27 Uhr

Hallo Teufelchen:-),

mach dir erstmal keine Sorgen, du hast ja ohnehin noch ein paar Tage bis zum ET.:-)
Bei mir war es so:Jeffrey hatte am 11.11.03 ET.Ab dem Tag mußte ich täglich zum Doc, weil sich nix tat.Der Muttermund war auch bombenfest zu, keine Wehen, nix:-(!Aber ich persönlich hatte dann irgendwie absolut keine Lust mehr, mir wurde alles zuviel und so bat ich dann am 21.11.um die Einweisung ins KH.Das sah mein Doc auch als gerechtfertigt an#freu.So fuhr ich am selben Tag mit Mann in die Klinik#huepf.Aber die Geburt wurde erst am nächsten Tag eingeleitet#schmoll, da das Team eine Frau (die dann später meine Zimmernachbarin wurde:-p),im Kreissaal liegen hatten mit einer recht schwierigen Geburt.
Am 22.11. bekam ich morgens um 9Uhr das wehenauslösende Gel vor den Muttermund gelegt.Ab 13Uhr hatte ich die ersten Wehen#huepf und die alle 5Minuten.Aber da sich stundenlang nix tat, habe ich den Wehencocktail per Infusion erhalten.Jeffrey war aber ein gemütliches Baby und kam erst am 23.11 um 5.43Uhr zur Welt.Die Preßwehen und die eigentliche Geburt waren auch recht schnell vorbei.
Und egal, wie anstrengend es ist:das Schönste war für mich dann erstmal, alles überstanden zu haben und meinen kleinen Schreihals#schrei im Arm zu halten!!!Für mich war dies der schönste Moment in meinem Leben!#liebe#fest
Was den Kaiserschnitt betrifft:du entscheidest mit, ob ein Kaiserschnitt gemacht werden soll oder nicht.Außer natürlich, es mußte ein Not-KS gemacht werden.
Aber daran wollen wir nun gar nicht denken, sondern ganz #cool bleiben und dir alles Gute und eine schöne Geburt#klee wünschen!!!!

Liebe Grüße#blume
Sisi#hasi mit Jeffrey und #baby inside