Hiiiilfe,mein Sohn will nicht alleine schlafen

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von michi0000 21.02.06 - 15:47 Uhr

Hallo,
mein Sohn ist 4 Jahre alt und will partout nicht allein in seinem Bett schlafen.Hab schon alles probiert,von Belohnung bis kleine "Bestrafung",alle möglichen Erziehungsbücher gelesen,Schlafplan erstellt mit anschließender Extrabelohnung...nix nix und wieder nix!!
Ich muß,nach halb- bis dreiviertelstündigen Abendritual (vorlesen,kuscheln..) immer bei ihm bleiben bis er einschläft. Aber jedesmal wenn er Nachts aufwacht ruft er mich. Das kann bis zu 6-7 mal sein,bis ich dann so ca um 5Uhr,entgültig genervt und übermüdet bei ihm im Bett liegen bleibe bis der Wecker läutet .Ich weiß daß das genau das falsche ist,denn so hat er "gewonnen" und das weiß er auch.Lasse ich das Licht an,kann er nicht schlafen.Im Dunkeln hat er Angst..
Ich kanns´s irgendwie auch verstehen,denn wir haben bis vor 7 Monate bei meinen Großeltern gewohnt(nach Trennung von meinem Exmann) und aus Platzgründen mußten wir in einem Bett schlafen.Er war das seit seinem 1. Lebensjahr gewohnt.Aber seit wir die Wohnung haben hat er sein eigenes Zimmer.Mußte ihm auch den Mittagsschlaf abgewöhnen,sonst schlief er vor 22Uhr meistens nicht ein.Jetzt bring ich ihn wenigstens dazu daß er "schon" um 20 - 20.15 Uhr meistens ohne großen Tam Tam schläft.
Er war schon als Baby ein schlechter Schläfer und brauchte auch damals nicht so wirklich viel Schlaf.
#bla#bla#bla (könnte noch viiiiel erzählen)
Nun ja, wollte einfach nur mal fragen ob irgendjemand das gleiche Problem hat bzw. mir eine Rat geben kann.
Bin einfach mit den Nerven am Ende,bin übermüdet und teilweise zickig.Samuel,mein Sohn natürlich auch,denn es ist auch für ihn ungemein anstrengend nicht gescheit durchzuschlafen..
Sorry,daß es so lang geworden ist und ich hoffe daß ich mich verständlich ausgedrückt habe.

Vielen
#danke#danke#danke#danke im Vorraus
LG Michi

Beitrag von fiona2003 21.02.06 - 18:43 Uhr

Hallo,

kann Dich da verstehen! Meine Tochter ist 2,5 Jahre alt. Sie schläft seit Ihrer Geburt bei uns. Am Anfang bei mir im Bett und nun neben dem Bett in einem Juniorbett. Habe auch schon alles versucht. Auch alle Maßnahmen lt. Super-nanny! Aber es hat nix gebracht! Ich weiß auch, dass lt. Büchern und sogenannten Spezialisten kein Kind bei den Eltern schlafen sollte! #bla

Immer wieder hört man, dass in Büchern steht, dass die Kinder unselbstständig werden usw. #kratz

ABER:

Ich finde, dass man nicht Mutter nach einem Buch sein sollte. Ich lasse meine Tochter mittlerweile aus Überezugung bei uns schlafen. Sie soll keine Angst haben müssen, weil wir nicht da sind. Ich will, dass mein Kind glücklich und entspannt ist. Unsere Tochter kann nur gut und ohne stundenlanges Geschrei schlafen wenn sie bei uns ist... also.... darf sie bei uns schlafen!

Und zum Thema: #sex

Ich denke nicht, dass das Kind im Zimmer das Problem ist. Man kann da auch ausweichen und andere Zeiten nutzen usw.... Außer das Paar kommt damit nicht klar. Dann würde ich verstehen, dass es ein Problem gibt.

Wir kommen damit klar und ich habe von unserem Kinderarzt den Rat bekommen:

Die Eltern müssen entscheiden wie sie es wollen. Nicht ein Buch!

In Deinem Fall geht es ja wohl nur um Dich und wenn Du damit klar kommst, dann laß ihn doch.

Und wegen dem späten Einschlafen... das kenne ich auch! Unsere Tochter geht auch erst gegen 22h schlafen. Sie schläft dann allerdings auch bis 10 oder 11h morgens! Wenn ich sie früher wecke, dann hat sie nur schlechte Laune, auch wenn sie früher im Bett war!
Auch da hat unser Kinderarzt gesagt, dass das egal ist! Hauptsache die Kinder schlafen genug. Wann ist egal!
In anderen Ländern läuft vieles eh entspannter als bei uns in Deutschland!

Geht Dein Sohn denn in den Kindergarten? Dann kann er ja nicht ausschlafen! Aber er muss doch auch mit 4 Jahren keinen Mittagsschlaf mehr machen, oder?

Naja, nun hab ich wohl genug geschrieben!

Wünsche Dir, dass Du das Problem in den Griff bekommst... oder, dass Du Dich entscheidest damit zu leben! Wie Du willst!

Wünsche Dir alles Liebe!

Gruß

Tina









Beitrag von anja1968bonn 21.02.06 - 20:55 Uhr

Bei uns ist es auch so, dass mein Sohn (3 1/4) abends meistens nur einschläft, wenn man bei ihm bleibt. Das ist so, seit er in den Kindergarten geht und keinen Mittagsschlaf mehr hält. Vorher hatten auch wir das Vergnügen, bis um 22:00 Uhr mit einem putzmunteren Kerlchen den Abend zu verbringen, das morgens dann nicht eben gut aus dem Bett zu bekommen war ...

Meine Erfahrung: Je mehr ich mit Erklärungen, Verlockungen etc. versucht habe, dass er alleine einschläft, um so weniger ging es. Inzwischen haben wir ein ausgedehntes Abendritual, dann bleibe ich noch ca. 10 Minuten auf der Couch in seinem Zimmer liegen, und er schläft dann. Nachts wird er fast jede Nacht wach und kommt dann zu uns ins Bett - inzwischen haben wir uns daran gewöhnt. Wenn ich ihn zurückbringe, schläft er zwar nach einiger Zeit wieder in seinem Bett ein, steht aber eine halbe Stunde später wieder bei uns - da wir alle morgens früh raus müssen, ist es mir den "Triumph" nicht wert, sagen zu können, dass mein Sohn in seinem Bett schläft. (Natürlich freue ich mich auch, wenn er mal in seinem Bett durchschläft, keine Frage.)

Wäre es für Dich so schlimm, wenn er irgendwann nachts einfach bei Dir weiter schläft? Letztlich muss wirklich jede/jeder für sich selbst entscheiden, wie er am besten fährt, kluge Bücher hin oder her. Und gerade wenn Eure Bindung - auch durch die Trennung und die räumliche Enge bedingt - vorher so eng war, braucht er vielleicht die Nähe in der Nacht.

LG

Anja

Beitrag von alfamama33 21.02.06 - 21:42 Uhr

Liebe Michi,

Ich kann Deinen Sohn verstehen. Ich bin schon viel älter als er und schlafe auch nicht gern alleine.

Unsere Kinder schlafen auch bei uns im Zimmer und ich finde das sehr schön. Als Kind hatte ich ein Zimmer mit meiner großen Schwester und bin ganz oft bei ihr im Bett eingeschlafen und wenn ich das Bedürfnis hatte durfte ich auch immer zu meinen Eltern kommen.

Ich glaube alleine zu schlafen ist unnatürlich und entspricht nicht den menschlichen Bedürfnissen.
Viele Kinder sind eben sehr anpassungsfähig und können dennoch relativ problemlos an das ALleine-Schlafen gewöhnt werden.
Es gibt aber auch Kinder, die sich damit nicht so leicht abfinden und stärkere Bedürfnisse haben. Dazu gehört Dein Sohn vermutlich auch.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe bist Du alleinerziehend. Dann ist es natürlich besonders anstrengend, wenn Du Dich jeden Abend mit ihm hinlegen mußt. Dann hast Du ja nie Zeit für Dich.
Versprich ihm doch einfach, daß Du Dich später zu ihm legst und laß die Türen auf, damit er Dich hören kann.
Vielleicht fällt ihm die Trennung leichter,wenn er weiß, daß Du wiederkommst und die Nacht bei ihm bist.



Liebe Grüße
Annika+Jule+Anton

Beitrag von michi0000 22.02.06 - 11:22 Uhr

Hallo,
ich bedanke mich herzlich für Eure Antworten.
Nun ja...ich bin zwar alleinerziehend,habe aber seit 1 Jahr einen Freund der nun auch seit Juni mit uns zusammengezogen ist.Wir/ich lieben ihn sehr und auch er hat Samuel von Anfang an akzeptiert und liebgewonnen.Das einzige womit er noch ein Problem hat,ist das Schlafen von Samuel im "Ehe"bett.Damit kann er noch nicht richtig umgehen,was ich auch verstehe.Außerdem möchte das mein Sohn auch nicht unbedingt.Nachts ruft er mich auch und hat sich noch nie zu uns geschlichen (wenn ich noch mit seinem Vater zusammen wär, wär das auch kein Problem wenn er bei uns schläft).
Bei uns in Südtirol ist das eher normal daß die Kinder im eigenen Bett und im eigenen Zimmer schlafen,werde auch ziemlich von meinen Freundinnen (mit Kindern) schief angeschaut wenn ich mit meinem "kleinen" Problem ankomm #augen#augen..
Vielleicht hört sich das ein bischen egoistisch an,aber es wäre halt auch mein Wunsch wenn das endlich klappen würde.Auch deshalb weil wir Kinderwunsch haben und ich denke daß wenn mal ein Baby da ist,es für ihn sicherlich noch schwieriger sein wird,auch wenn wir uns da von vornherein klar sind,daß Samuel nie und nimmer darunter leiden soll von wegen Zurückstellen,anderes Kind besser behandeln od bevorzugen od ähnliches.Was leider bei vielen oft vorkommt.
Ich denke nur daß wenn er sieht daß das Baby am Anfang in der Nähe der Eltern schläft,sich zurückgestellt fühlt.Das möchte ich auf keinen Fall. Von wegen das Baby schon und ich nicht...Wenn er sich aber jetzt vielleicht schon ans alleinschlafen gewöhnt,ist das dann später auch verständlicher für ihn?!
Vielleicht bild ich mir das ja alles nur ein und sollten ihn weniger stressen.

Ich danke Euch trotzedem für die Antworten

und #liebe Grüße

Michi

Beitrag von lady_chainsaw 22.02.06 - 11:32 Uhr

Hallo Michi,

also Familienbett und KiWu (= später dann Baby) schließen sich doch aber nicht aus.

Luna schläft auch bei uns mit im Bett, d.h. ihr Bett steht direkt neben unserem. Auch wir sind in Planung für ein Geschwisterchen.

Wenn dann das neue Baby irgendwann mal da sein sollte und Luna immer noch bei uns schläft, dann wird einfach ein großes Bett gekauft, in dem wir ALLE schlafen können #freu

Ich musste auch schon feststellen, das (gerade) Männer doch einen Unterschied machen, wenn es das eigene Kind ist, dass mit im Bett schläft.

Mein Mann hatte vor vielen Jahren eine Freundin mit Kind (nicht seinem) - und dort hatte er auch ein Problem mit dem "Besucher im Bett". Jetzt, bei seiner eigenen Tochter, ist es für ihn völlig selbstverständlich, dass sie bei uns schläft und findet es sogar richtig schön.#liebdrueck

Gruß

Karen + Luna (2,5 Jahre)

Beitrag von otti30 22.02.06 - 18:14 Uhr

Hallo Michi,

also Dein Problem kenne und teile ich auch! Unsere Tochter ist allerdings 5 1/2 und kommt auch permanent jede Nacht zu uns ins Bett, obwohl sie abends zu normalen Zeiten in ihrem eigenen Bett einschläft.
Auch sie war schon seit Babyalter eine schlechte Schläferin und braucht auch nicht sooo viel Schlaf, daher hab ich auch einige Bücher zum Thema "Schlafen lernen". Ich habe auch schon eindringlich mit ihr geredet und versucht klarzumachen, dass wir das nicht möchten und am Morgen immer alle ziemlich unausgeschlafen und gerädert sind. #gaehn
Ein akutes Problem kann ich eigentlich auch ausschliessen, sie sagt, sie will einfach nicht allein sein und könne auch allein nicht schlafen (obwohl das die letzten 5 1/4 Jahre auch kein Problem war). Nachdem ich auch schon alles mögliche probiert hab, finde ich mich so langsam aber sicher mit dem Gedanken ab, dass auch das (hoffentlich!) nur eine Phase ist, die irgendwann wieder vorbei geht, auch wenn`s grad nervt. #augen
Bei Deinem Sohn ist es sicher auch "nur" die Gewohnheit, die sich so eingeschlichen hat und die er wenn er bzw. die Zeit reif ist, auch wieder ablegt. Ich habe auch den Eindruck bei uns gewonnen, dass man eher das Gegenteil erreicht, je mehr man auf dem Thema rumreitet. Und bis wirklich Nachwuchs da ist, dauert`s ja mindestens auch noch 9 Monate - da kann die Sache schon ganz anders aussehen.
Ich versuche es jetzt wirklich mit (mühsamer) Gelassenheit, aber allerdings versuche ich doch auch durch eine Beratung bei einer Heilpraktikerin Erfolge in dieser Hinsicht zu erzielen. Vielleicht wäre das ja mal etwas, das Du auch in Betracht ziehen kannst? Ich denke, schaden kann es ja nicht, die Homöopathie, gell?
Ich wünsche Dir jedenfalls noch viel Kraft und Gelassenheit!
LG, Andrea

Beitrag von motherboard 22.02.06 - 18:39 Uhr

hi michi,
ich seh das nicht so problematisch.
mein sohn u. ich schlafen auch in einem bett.
ist für uns eine schöne lösung, ich hab mit einer ganz alten kinderärztin mal drüber gesprochen weil meine umwelt negativ drauf reagierte und sie meinte:" ja und, wo ist das problem? ich habe drei erwachsene kinder, aus allen sind selbständige menschen geworden, u. alle sind in meinem bett gross geworden."
als sie dann noch erzählte, das es ganz früher völlig normal war, das eltern u. kinder in einem bett geschlafen haben weil die Armenl nur ein zimmer hatten war ich beruhigt. sie sagte, das das spätestens von alleine aufhört, wenn die kinder in die schule kommen, so what?
geniess es doch einfach, ich find es schön, u. mir wird diese
innige kuschelzeit fehlen, wenn mein sohn mich aus seinem bett schmeisst.
allerdigs ist dieses bett 2x2m gross, im sommer bekommt mein sohn ein 1,40er hochbett, wir werden sehn.
so long
motherboard

Beitrag von daisy2575 23.02.06 - 09:55 Uhr

Hallo Michi,
auch ich kenne das Problem Kind im Bett. Mein Sohn ist auch 4 Jahre. Einschlafen ohne Händchenhalten ist nicht möglich. Aber das ist ja noch i.O., dann bleiben wir eben neben seinem Bett sitzen bis er schläft und das geht meist recht schnell. Bis vor 4 Wochen wollte er auch fast jede Nacht bei uns schlafen mit der Begründung er habe Angst. Ich hab dann mit ihm einen "Traumfänger" in Form eines Männchens aus Klopapierrollen und Alufolie gebastelt. Und seitdem hat er keine Angst mehr vor dem Schlafen, denn der Traumfänger fängt ja alle schlechten Träume und sperrt sie ein.
Wäre ja mal ein Versuch wert, oder?
Drück Dir die Daumen!
LG Dani