Schwächen in Deutsch und Mathe

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von maria.patrick.thomas 21.02.06 - 15:59 Uhr

Hallo,

ich schreib mal gleich den nächsten Beitrag hinterher: diesmal geht es aber um eine Freundin, deren Tochter Probleme in der Schule hat:

Die Tochter ist jetzt 7 und geht in die zweite Klasse. Sie ist schon seit dem Kindergarten zur Logopädin gegangen und hatte auch im ersten Schuljahr Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben. Das hat sich aber gegeben; sie liest mittlerweile selber richtige Bücher (das macht mein Sohn noch lange nicht #kratz).

Jetzt ist allerdings ein echtes Problem mit Mathe dazugekommen. Der Lehrer hat meine Freundin schon angerufen; ihre Tochter kommt einfach nicht mehr mit. Nun möchte meine Freundin ihre Tochter aber nicht auf eine Rechenschwäche testen lassen, weil ihr jemand gesagt hat, daß Kinder, die in zwei Fächern Probleme haben, ganz schnell auf eine Sonderschule abgeschoben werden.

Ist ihre Angst berechtigt? Man kann das Kind doch aber nicht einfach hängen lassen... und daß sie das Schuljahr wiederholt ist doch auch nicht Sinn der Sache; ich denke, das verschiebt das Problem doch nur, oder?

Hat jemand von Euch Erfahrung damit, evtl. auch Tipps, was man bei Rechenschwäche tun kann?

LG, Maria

Beitrag von sternchent 21.02.06 - 16:11 Uhr

Hallo Maria,

ich finde, man sollte allen Kindern das Recht zugestehen, in ihrem Tempo zu lernen. Manche entwickeln sich eben langsamer als andere und müssen sich erst an den Schulalltag gewöhnen.

Die Angst deiner Freundin kann ich verstehen, aber sie ist defenitiv nicht berechtigt. Jedenfalls bei uns in Bayern nicht. Egal wie viel Schwächen ein Kind hat, die Eltern entscheiden im Zweifelsfall, welche Schule das Kind besucht. ( Außer bei Weiterführenden Schulen, wo die Noten ausschlaggebend sind!) So mir nichts dir nichts kommt kein Kind auf die Förderschule bzw. kann den Sprung in die Regelklasse jederzeit wieder schaffen.

Sie soll ihre Tochter in jedem Fall testen lassen. Früh erkannt: Gefahr gebahnt. Dann weiß man wo man ansetzten muss, um sie genügend zu fördern. Das sollte das primäre Ziel sein!

Und das sie in Mathe nicht mehr mit kommt muss nicht unbedingt an einer Rechenschwäche liegen. Das kann viele Ursachen haben, eine habe ich ja bereits oben erwähnt: jedes Kind ist anders und das ist gut so!

Ich hoffe, ich konnte helfen! Wenn noch Fragen bestehen, einfach melden!

LG und #pro
Tanja

Beitrag von manavgat 21.02.06 - 19:14 Uhr

Die zuständige Schulpsychologin testet das Kind auf Dyskalkulie und macht bei der Gelegenheit auch noch andere Tests.

Wichtig: es ist kostenlos!, ergebnisoffen und vertraulich - also eine echte Hilfe für das betroffene Kind.

Gruß

Manavgat

Beitrag von maria.patrick.thomas 22.02.06 - 14:38 Uhr

Ja, das hab ich auch gehört, allerdings wartet man hier bei uns mindestens ein halbes Jahr auf einen Termin beim schulpsychologischen Dienst. Bis dahin ist sie dann soweit, daß sie die Klasse doch wiederholen muß...

Wir haben bei unserem Sohn nicht darauf gewartet, müssen allerdings die Kosten für die Schreib- und Leseförderung selber tragen...

Ich muß meine Freundin mal fragen, was genau denn der Lehrer gesagt hat. Wir hatten noch keine Gelegenheit, das ausführlich zu bequatschen...

Gruß, Maria