Barvorschuß beim Jugendamt??

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von scullyagent 21.02.06 - 17:13 Uhr

Ich frage für eine Freundin von mir, alleinerzeihend 2 Kinder!

Sie hat bislang gearbeitet und 900€ netto verdient. Ich weiß, daß sie Anspruch auf ergänzendes ALG II hätte, aber sie hat das nie beantragt. Wollte ohne staatl. Unterstützung durchkommen. Gut, seit Anfang Februar ist sie jetzt selbst arbeitslos und hat ALGII beantragt.

Der KV erhält auch ALGII und daher zahlt er seit Jan.06 auch keinen Unterhalt mehr. Also hat UVG beantragt. Der KV wurde angeschrieben, dieser hat bestätigt das er seit Jan. keinen Unterhalt leisten kann und den ALGII - Bescheid ans Jugendamt geschickt.

Jetzt steht meine Freundin da und hat aktuell noch 10€ in der Tasche. Bis zum ersten ist es noch lang. Da sie von mir kein Geld nehmen will ( was ich auch verstehen kann ) frage ich mich, ob Sie nicht einen Barvorschuß auf den UVG erhalten kann?
Bitte nach Möglichkeit auch unter der Angabe auf welchen Paragraphen sie sich berufen kann.

Vielen Dank für Antworten, denn mir geht ihre Geschichte sehr nah

Scully

Beitrag von simone_2403 21.02.06 - 17:35 Uhr

Hallo Scully

Ich weiß es noch von mir.Ich bin damals von meinem Mann weg und aus reiner Boshaftigkeit hat er mir sämtliche Konten gesperrt.Ich stand auch ohne Geld da.

Sie soll auf die Stelle die ihr den ALGII Antrag bearbeitet.Dort soll sie ihre Situaion erklären und die geben ihr dann einen Barscheck(war zumindest so,als es noch Sozialhilfe gab und ich in diesem Dilema steckte).Bis das mit dem UVG geregelt ist,übernimmt die ALG II Stelle soweit ich weiß sowiso den Betrag der als UVG gilt(war bei mir so,als es bewilligt war,zahlte das JA quasi ans Sozialamt und ab da dann erst auf mein Konto was dann bei der Sozialhilfe aber angerechnet wurde,is ja klar).

Ich kann deine Freundin verstehn,ich war damals auch zu stolz um mir Hilfe zu holen,aber mir blieb in dem Moment nichts anderes übrig.Ich kann nur von mir reden,aber irgendwann wird es wieder bessere Zeiten geben,ging mir auch so.Ich fand Arbeit,nen neuen Partner und es lief wieder.Ich drück deiner Freundin die Daumen das sich alles regelt.

lg

Beitrag von manavgat 21.02.06 - 19:19 Uhr

Sie hat Anspruch darauf, dass die ALG2 Stelle umgehend einspringt und ihr zumindest soviel in bar gibt, dass sie was zu essen kaufen kann!

Ich habe mal 14!!!! Monate auf UVG gewartet.

Gruß

Manavgat

Beitrag von galeia 21.02.06 - 21:41 Uhr

1. Schwachsinn und
2. selbst schuld!

Die Argen/Optionskommunen sind nicht Ausfallbürge für andere Sozialleistungsträger, dafür gibt es:

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_1/BJNR030150975BJNE005802308.html

Im Moment stößt du mir mit deinen Postings des öfteren ziemlich sauer auf... sorry!

LG H. #klee

Beitrag von junimond.1969 21.02.06 - 22:19 Uhr

Ich muss manavgat allerdings insofern Recht geben, als das - der ALG II-Antrag ist gestellt - wir schon bar in Vorleistung treten können. Eben genau auch auf Grundlage des 42 SGB I. Wenn die Frau dem Grunde nach Anspruch auf ALG II hat und alle Nachweise vorliegen bzw. sie alle erforderlichen Schritte zur Erlangung vorrangiger Leistungen eingeleitet hat, sehe ich da kein Problem. Es ist doch abzusehen, dass die beantragte Leistung (UV) den Lebensunterhalt der Familie nicht decken wird, ALG II-Anspruch wird vorliegen, ob mit oder ohne UV.

Und im Übrigen mehr Erfolgsaussicht, bei der ARGE einen Barabschlag zu bekommen, als bei der Unterhaltsvorschusskasse. Und ich sehe es schon so, dass das Prinzip von früher gilt "wenn jemand glaubhaft mittellos ist, (etwa, weil andere Leistungen auf sich warten lassen) MÜSSEN wir helfen und zwar unmittelbar". Bringt zwar im ungünstigen Fall zumindest einen Erstattungsanspruch mit sich, aber hier in diesem Fall ist meines Erachtens alles so sonnenklar, dass der Antrag auch ohne Vorliegen eines Bescheides über UV bereits entschieden werden kann: UV wird sicherheitshalber schon als Einkommen angerechnet und die Frau kann einen Abschlag auf das ALG II/Sozialgeld bekommen.

Gruß
Christine

Beitrag von manavgat 22.02.06 - 08:52 Uhr

weiß nicht warum ich Dir sauer aufstoße...

... bin doch immer nett!

Mal im Ernst: ich weiß es, weil es bei mir damals mit der (ergänzenden Sozialhilfe 50 Mark!) so war. Sonst wäre ich nämlich mit meinem Kind verhungert.

Ich habe damals unterschrieben, dass der Erstattungsanspruch des UVG an das Sozialamt übergeht und die haben dann, nachdem sie in ihrem Behörden-Bermuda-Schreibtisch-Dreieck dann doch noch die Akte gefunden haben, direkt dorthin bezahlt.

Ich lebe im HTK und was da abgeht! kannst Du ja mal Juni fragen...

Ich habe noch Einblick, weil ich öfter als Beistand mitgehe.

Gruß

Manavgat

Beitrag von galeia 21.02.06 - 21:39 Uhr

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_1/BJNR030150975BJNE005802308.html

Hallo,

da hast Du Deine Grundlage. Ich nehme an, deine Freundin hat bereits vor über einem Monat den Antrag gestellt? Selbst wenn nicht, sollte sie es damit versuchen.

LG H. #klee

Beitrag von ela.schneider 22.02.06 - 07:52 Uhr

Ich habe vor 3 1/2 Jahren Unterhaltsvorschuss für meine Tochter beantragt. Da sie nun bald 12 wird läuft dieser ja auch ab.

Den Bescheid habe ich nach 4 Tagen im Briefkasten gehabt!!!!! 3 Tage später war das Geld für den laufenden Monat schon auf dem Konto!

Geheimrezept für die überaus schnelle Bearbeitung war: Ich hatte alle notwendigen Unterlagen bereits dabei! Was ja eigentlich auch kein Problem sein dürfte, wenn man mit seinem Papierkram gewissenhaft umgeht und beisammen hält!

Hinzu muss man noch fügen, dass unser Jugendamt (Strausberg) alles andere als einen guten Ruf hat! Als schusselig und faul verpöhnt ist!

Beitrag von scullyagent 22.02.06 - 10:36 Uhr

Vielen Dank an alle!!!

ich habe die Infos schon an meine Freundin weitergegeben und ( weil ich arbeiten muß ) auch einen guten Bekannten geschick, der Sie als Zeuge auf die Arge begleitet.

Bin mal gespannt, was Sie berichtet. Das letzte Mal hatte man Sie von der ARGE weggeschickt mit dem Argument Vorschuß gibts nur, wenn der Bescheid da ist.

Danke nochmal

Scully

Beitrag von junimond.1969 22.02.06 - 12:38 Uhr

Sie sollte sich nach Möglichkeit vom Jugendamt eine Bestätigung geben lassen, dass sie bzgl. UV tätig geworden ist.

Gruß
Christine