"Milchbaby" Tom - genau 14 Tage zu früh

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von leonie479 21.02.06 - 18:24 Uhr

Es war schon komisch. Tage vorher fühlte ich mich irgendwie ausgelaugt :-(, hatte Sodbrennen, schlechten Appetit und hatte Ausfluß + Schleim ohne Ende.
Am Abend des 05.10.05 glaubte ich, dass mir schon geringe Mengen an Fruchtwasser abgehen würden. Aber wirklich daran geglaubt, hatte ich dann doch nicht. Es waren ja noch 2 Wochen Zeit bis zum Termin. Am Tag zuvor hatte ich noch meine Kontrolle bei meiner Frauenärztin (Muttermund fingerdurchlässig geöffnet, keine Wehentätigkeit auf dem CTG).

Dann ging es doch ganz schnell. In den frühen Morgenstunden des 06.10.05 platzte mir plötzlich um 03:30 Uhr die Fruchtblase #schock #freu. Das war ein innerlicher Knall, der mich gleich geweckt hatte. Ich weckte sofort meinen Mann und er sprang aus dem Bett #schwitz und holte schnell Handtücher. Hatte sogleich auch leichte Wehen, wenn auch unregelmäßig. Wir riefen sofort in der Klinik an. Die Ärztin am Telefon meinte, ich solle mir noch Zeit lassen und noch etwas schlafen. (#schock – wer kann denn da wieder seelenruhig einschlafen???) Also hab ich danach noch mit meiner Mama telefoniert, sozusagen mitten in der Nacht.
Um 7:30 Uhr war ich immer noch zu Hause. Hatte mich in der Zwischenzeit von dem „ersten Schreck“ erholt, war deutlich ruhiger und auch gelassener, hatte erstaunlicherweise #kratz keine Angst. Ich frühstückte, machte mich frisch, packte noch einige Dinge in die Kliniktasche und… postete noch bei Urbia #pc: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=2&id=250553&pid=1663826 *grins* :-D

Gegen 10.30 Uhr fuhren wir dann in die Klinik. Sie hatten mich schon vermisst. Die Wehen waren schon kräftiger, so alle 3-5 Minuten. Es war aber noch auszuhalten! Ich kam an’s CTG und der MuMu wurde getastet: 1,5 cm. Mein Mann musste dann auf Arbeit und ich lief 2 Stunden die Gänge entlang. Und immer wieder Wehen. Um 13 Uhr wieder CTG. MuMu bei 2 cm. Ich dachte, es geht nie voran!!! #augen

Die Wehen wurden immer schlimmer, so auch mein HUNGER!!! #mampf (Hab in den Wehenpausen ganz gut Mittag gegessen #hicks– sogar heimlich das Brötchen vom Nachbarteller ;-)) :-p

Die Wehen wurden nun unerträglich! Johanna, die Hebammenschülerin, unterstützte mich fleißig. (Gut, dass sie da war bis zum Ende #blume!) Um 16 Uhr, da war der MuMu bei 3 cm, bat ich um die PDA! Lieber einen einzigen „Pieks“ in den Rücken, als weiter Wehenschmerzen zu haben! (Die PDA war echt nicht schlimm!) Juhu, von da an hatte ich keine Schmerzen mehr #huepf. Ich ruhte mich 2 wunderschöne Stunden aus. In dieser Zeit ist mein Baby im Bauch eingeschlafen und wir versuchten ihn zu wecken mit Glukosetee und Hüftkreisen.

Um 17 Uhr war der MuMu bei 5 cm und eine Stunde später wurde meine PDA erneuert, MuMu bei 8 cm! Es ging endlich voran –dank PDA– und das alles ohne Schmerzen #freu! Gegen 19:30 Uhr begannen leichte Presswehen, die sich plötzlich massiv aufbauten #schock. So eine urgewaltige Kraft hab ich noch nie erlebt, man denkt, es zerreißt einen völlig! Der MuMu war offen, der Kleine auf dem Weg durch’s Becken nach draußen. Es wurde alles für das Baby vorbereitet und dem Kleinen wurde eine CTG-Sonde ans Köpfchen geklebt. Nun musste ich öfter die Position wechseln während der Presswehen. Mit letzten Kräften schoben mein Körper und ich den Kleinen auf die Welt. Es war so schwer zu kontrollieren, als ich nicht mehr pressen durfte und dann gab es schon einen „Schwupps“ und da lag das Baby zwischen meinen Beinen. Ich durfte dann die Nabelschnur durchschneiden.

Es war 21.15 Uhr. #fest #glas

Ich konnte gar nicht so recht begreifen, dass da nun bei mir auf der Brust unser Sohn lag. Mein Mann kam sofort und da hab ich Tränen vergossen.
Wir bestaunten den Kleinen und dann durfte mein Mann den Kleinen baden, währenddessen wurde ich versorgt. Angezogen bekam ich ihn wieder. Er war sehr geschafft und schlief fest ein.
Ich hätte nie gedacht, wie viel Kraft der Körper bei einer Geburt aufbringen kann. Und das alles so schnell gehen kann… #schwitz

Leonie479 mit Milch-#baby Tom *06.10.2005 um 21:15 Uhr (der immer so niedlich geschafft war und fest schlief, nachdem er an der Brust getrunken hatte - die Milch schaute noch zu den Mundwinkeln heraus) #freu