Nackenfaltenmessung! Habe Angst und bedenken...

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von jynx 21.02.06 - 23:49 Uhr

Hallo an alle,

ich bin 32 Jahre und in der 11 SSW, es ist mein erstes. Meine FA meinte kürzlich, es gäbe eine Untersuchung, wobei man die dicke der Nackenfalte untersucht und eine Risikoeinschätzung machen kann ob das Baby zum B. am Trisomeri21 erkrankt ist.
Nun stehe ich vor einem Dilema, bin ich schon sooo alt das ich es auf jeden fall machen lassen sollte?
Hat einer von euch schon mal so eine Untersuchung machen lassen und was hattet ihr für ein Gefühl danach und hat es euch geholfen? Ich bin total verwiirt und weiß nicht mehr so recht.

LG

Jynx & Glühwürmchen#huepf

Beitrag von bine3002 22.02.06 - 00:00 Uhr

Ich bin 30... und wir haben uns gegen diese Untersuchung entschlossen (heißt übrigens First-Trimester-Screening). Sie liefert lediglich einen statistischen Wert, z.B. die Wahrscheinlichkeit eines Down-Syndrom (oder einiger Herzfehler) liegt bei 1:300. Bringt dich das weiter? Mich nicht!

Danach könntest Du dich dann entscheiden, ob Du eine Fruchtwasseruntersuchung oder eine Chorininzottenbeiopsie machen lässt und diese Untersuchungen bringen dann erst Sicherheit. Aber auch da gab es etliche Irrtümer und das Risiko für eine FG oder Komplikationen, z. B. Hämatom ist recht hoch.

Du solltest dich also fragen, ob Du eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen würdest. Wenn nicht, dann brauchst Du auch diese Nackenfaltenmessung nicht.

Die Feindiagnostik in der 22. SSW ist sehr viel genauer und liefert wenigsten eindeutige Werte ohne Risiko.

Beitrag von kirschcola 22.02.06 - 00:08 Uhr

Hallo,

ich habe mich letztes Jahr auch gegen die Untersuchung entschlossen.
Ich habe mich für mein Baby entschieden, es zu lieben, egal ob krank oder gesund.
Hab jetzt einen gesunden Wonneproppen und bin glücklich mit meiner Maus.
Ich würde es an deiner Stelle nicht machen, außer du willst dir unnötige Sorgen während der Schwangerschaft machen, falls der Arzt sagt es stimmt was nicht.

Gruß
kirschcola

Beitrag von jacki1203 22.02.06 - 07:42 Uhr

Hallo.
Ich bin 25, mit Baby Nr2 schwanger und meine Gyn meinte beim nächsten Termin (dann 11+0SSW) macht sie auch die NFM! Also hab dann das erste Screening und NFM macht sie mit. Aber soweit ich weiß ist die Untersuchung ja nicht schlimm! Da wird nur per US geschaut! Daher lasse ich sie das ruhig machen!
LG

Beitrag von engelchen127 22.02.06 - 07:59 Uhr

Guten Morgen,

ich habe die Nackenfaltenmessung machen lassen - obwohl ich auch lange hin und her überlegt habe !
Ich bin jetzt 25 (im Moment in der 19 SSW), habe die Untersuchung in der 13. SSW bekommen!

Die Untersuchung ist nicht schimm, es wird per Ultraschall gemacht und ich habe auch den Bluttest machen lassen ! Das ganze hat aber 200 EUR gekostet. Das war schon happig !

Es war alles in Ordnung und ich bin nun schon sehr beruhigt!

Ich habe aber auch von vielen gehört, dass es in unserem Alter eigentlich nicht nötig ist !

Ich habe auch mit meinem Mann darüber gesprochen und letztendlich haben wir uns für die Untersuchung entschieden !

Wie gesagt es tut nicht weh! Ich weiß nicht ob ich es beim 2. Kind wieder machen würde !

Man ist beim 1. Kind ja eh immer so unsicher - ich habe auch sehr viele Unterschungen machen lassen - die lt. älteren Freundinnen unnötig waren !

Ist halt immer so eine Sache!

Viele Grüße
Engelchen127

Beitrag von luna_28 22.02.06 - 08:39 Uhr

Meine Süssen !!

diese Untersuchungen sind ja nur Zusatzleistungen, die man machen kann aber nicht machen muß !
Früher gab es sowas auch nicht und die meisten Kinder kamen gesund auf die Welt !

ich finde es ist auch nur geld macherrei !
denn wenn diese Untersuchunen wirklich so notwendig wären, dann wären sie in den gsetzlichen leistungen mit inbegriffen !

Mein Gyn sagte mal, viele die es machen wollen sicher gehen ob das Kind gesund ist, weil sie ""kein"" behindertes kind haben wollen !

und im ernst, was bringt euch das ?
ihr macht diese Untersuchungen, wisst das euer Kind krank wird / werden könnte..

wollt ihr es desswegen dann abtreiben ?

ich habe es nicht machen lassen, ich habe gesagt ich nehme das Kind so an wie es ist,
alleine das Untersuchungsergebniss kann einen shcon aus der Bahn werfen...


euch allen eine super gesunde SS unddas es den kleinen babys gut geht !

Luna 28 mit ssw 37 ( 2 kind)

Beitrag von s_a_m 22.02.06 - 10:00 Uhr

Es kommt bei dieser Untersuchung ganz stark auch darauf an, was du dir davon versprichst. Es ist KEINE diagnostische Untersuchung, sondern nur eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Du musst mit dem Ergebnis gucken, ob dir das genügt oder ob du größtmögliche Sicherheit willst. Dann müsstest du weiterführende Untersuchungen (z.B. Amniozentese ) in Anspruch nehmen, die teils nicht risikolos sind.

Ich persönlich bin nicht so ein großer Freund des First-Trimester-Screenings (Bluttest + Nackentransparenzmessung), denn zu oft werden werdende Eltern tief verunsichert durch vermeintlich schlechte Ergebnisse, lassen weitere Untersuchungen machen (auch oft mit viel Angst) und nach einigen stressreichen Wochen, in denen sich manche werdende Mami die Freude an der Schwangerschaft und die Vorfreude auf das Baby ziemlich verleidet durch die Angst, stellt sich die ganze Aufregung als falscher Alarm heraus. Viele schwören sich dann, diese Untersuchung in einer Folgeschwangerschaft nicht nochmal machen zu lassen, denn sie haben letztlich nur viel Geld für Sorge, Verunsicherung und Stress bezahlt ;-)

Dann gibt es diejenigen werdenden Mütter, die gute, unauffällige Werte bescheinigt bekommen, keine weiteren Untersuchungen machen lassen und ein Regelkind bekommen.

Bei anderen kommen ähnlich tolle Ergebnisse dabei heraus, aber ihr Kind ist dennoch kein Regelkind. Ein Beispiel ist Eric:

Die Nackentransparenz von Eric, dem Sohn einer Freundin, war vorbildlich im Normbereich, ebenso wie die Blutwerte seiner Mama. Im Sommer 2004 kam der kleine Fratz #liebe mit Freier Trisomie 21, einer der vier Formen von Down-Syndrom, zur Welt ( http://www.ericmagnus.de / bis zum 22.02.06 schon mehr als 10.500 Mal besucht #blume). Soviel zur Zuverlässigkeit; die ist nicht absolut, denn Eric ist nicht die eine große Ausnahme ;-) Zur anderen Seite hin ist es wie gesagt ebenso möglich, dass die Falte auffällige Werte zeigt und das Kind trotzdem ein Regelkind ist ;-).

Wer größtmögliche Sicherheit möchte über bestimmte körperliche Besonderheiten sollte sich meiner Meinung nach besser für den Feinultraschall entscheiden, wer größtmögliche Sicherheit bezüglich bestimmter Chromosomenbesonderheiten will, muss sich wohl oder übel in den Bauch pieksen lassen und die damit verbundenen Risiken (u.a. eventuell das einer Fehlgeburt) in Kauf nehmen. Auch weil es ohne eine anständige Diagnose, deren individuelle Tragweite es dann abzuwägen gilt, nicht erlaubt ist, eine Schwangerschaft abzubrechen. Und eine Diagnose bekommt man bei der Nackenfaltenmessung (auch in Verbindung mit der Blutuntersuchung / = First-Trimester-Screening) nicht, sondern insbesondere was Chromosomenbesonderheiten angeht eben nur eine statistische Wahrscheinlichkeitsangabe. Sonst nichts.

Alles, was dabei herausgefunden wird, müsste im Grunde durch weitere Untersuchungen auf seine Richtigkeit hin überprüft werden. Und – wie das Beispiel von Eric zeigt – eben eigentlich auch, wenn die Werte unauffällig sind. Denn es sind halt nur Wahrscheinlichkeiten und keine Diagnosen oder Ausschlüsse von möglichen Diagnosen ;-) Mehr dazu kann man z.B. hier nachlesen: http://www.regenbogenzeiten.de/nt.html

Meinungen / Erfahrungen von werdenden Müttern:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=310137

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=305758

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=312786

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=331476


Auf meiner Website (erreichbar über meine Visitenkarte / Klick auf den Nicknamen s_a_m) habe ich u.a. ausführliche Texte zum Thema Pränataldiagnostik zusammengestellt. Eingegangen wird unter anderem auf einige de gängigsten derzeit möglichen Untersuchungen (Was wird gemacht? Was sind die Vorteile, wo liegen Risiken? Welche Konsequenzen könnten sich durch das Ergebnis ergeben?), die Untersuchungszeitpunkte sowie auf die Erkennbarkeit verschiedener Formen von Behinderung und Fehlbildungen. Die Texte sind auch für medizinische Laien gut verständlich; schwierige Begriffe werden z.B. erläutert. Die Texte geben nicht meine persönliche Meinung wieder, sondern es sind Sachinfos, die allgemeine Informationen bieten, nach denen man selbst entscheiden kann, was für einen persönlich sinnvoll und langfristig tragfähig erscheint.

Liebe Grüße
Sabine (Mail- & Homepage-Kontakt über die Visitenkarte)


Noch ein kleines P.S. zu der Frage "Bin ich schon sooo alt das ich es auf jeden Fall machen lassen sollte?"

http://www.down-syndrom.org/inf/wahrsch.shtml
Statistik zur Wahrscheinlichkeit, in einer bestimmten Altersstufe K-E-I-N Kind mit Down-Syndrom (Trisomie 21) zu erwarten. Die Wahrscheinlichkeit für andere Chromosomenbesonderheiten wie z.B. Trisomie 8, 9, 12, 13, 18, 20, X ist deutlich geringer als die Wahrscheinlichkeit für ein Kind mit Down-Syndrom, denn die Trisomie 21 kommt weltweit am häufigsten vor (durchschnittlich 1x bei 700 bis 800 Geburten).

...und das es auch kein Weltuntergang ist, ein Kind mit Down-Syndrom anzunehmen, großzuziehen und einfach zu lieben, weil es in erster Linie "Kind" ist und nicht "Kind mit Down-Syndrom", zeigen ebenso eindrucksvoll wie ehrlich die unter diesem Link aufrufbaren Erfahrungsberichte: http://www.regenbogenzeiten.de/LinksErfahrungsberichte.html

Beitrag von ally1978 22.02.06 - 18:55 Uhr

wichtig ist, was du mit dem ergebnis anfangen würdest:
meine gyn hat die nackenfaltenmessung automatisch bei einer der üblichen vu-ultraschalls gemacht und wir waren grenzwertig. jetzt war die frage, ob wir per feinultraschall nochmal genau nachschauen lassen wollen. wir haben uns dagegen entschieden, weil trisomie21, also mongoloismus, die einzige fehlbildung ist, die man so evtl erkennen kann. und damit können wir gut leben.
die dicke der nackenfalte ist auch nur ein vager hinweis auf trisomie21, letztendlich kann darüber nur eine fruchtwasseruntersuchung aufschluss geben. wir haben uns auch deswegen dagegen entschieden, weil wir das risiko einer fruchtwasseruntersuchung höher eingeschätzt haben, als die wahrscheinlichkeit einer fehlbildung.
die frage ist also allein: würdest du das kind abtreiben lassen, wenn du wüsstest, dass es eine fehlbildung hat? wenn ja, dann lass es machen, wenn nein, dann brauchst du auch keine untersuchungen dazu. aber das muss letztendlich jeder selbst entscheiden.
mach dir keine sorgen,
gruß, ally