impfen

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mellymira 22.02.06 - 06:26 Uhr

hallo,

meine kleine ist jetzt 3 jahre alt geworden, sie wurde als baby und Kleinkind mit der 6-fachimpfung geimpft, hatte danach dann allerdings eine starke entzündung am oberschenkel und es ging ihr sehr sehr schlecht. damals haben wir es dann mit dem impfen gelassen und vereinbart, mit 3 jahren die nötigsten impfungen vorzunehmen. jetzt ist es soweit und ich muss sagen mir graust es wirklich schon, a, dass es wieder so sein könnte wie dmals und b, sie trotz "impfen spielen" und Bücher über Onkel Doktor sich wehement weigert, zum arzt zum impfen zu gehen. Ich möchte sie ja natürlich auf-, und erlären wie das so von sich geht ,aber ihre ablehndene haltung macht mir schon ein bisserl angst. klar, wer geht da schon gerne hin :-)
Aber wer kann mir helfen und tipps geben ?
danke
melle

Beitrag von tauchmaus01 22.02.06 - 07:53 Uhr

Das ist umso älter sie werden immer schwerer.
Sag ihr ein oder zwei Tage vorher Bescheid, überlege Dir eine tolle Überraschung für danach, nimm ihrern Lieblingsteddy /Puppe mit und sag ihr das Du bei ihr bist und sie keine Angst haben brauch, ein kleiner Picks und alles vorbei.
Nimm Schokolade mit, es ist bekannt das Schoki den Schmerz etwas dämpft. ALso Schoki in den Mund, Impfen und hoffen das es klappt.
Ich hab auch schon Bammel, da wir dieses Jahr oft in Bayern sind muß sie die Zeckenschutzimpfung bekommen.
Aber eines noch, wenn sie schreien sollte, sich wehrt oder sonstiges, halt sie fest im Arm. Denn bei mir war es z.B. so das mich so auf dieses "Theater" konzentriert hab das mich das ablenkte.

Alles Gute MOna

Beitrag von hefalump 22.02.06 - 08:09 Uhr

es gibt in der Apo. Pflaster
das wird eine Std. vorher auf die betreffende Stelle
geklebt um die Stelle zu beteuben.

wir hatten das auch mal und ich muss sagen das mit dem Impfen hat prima geklappt.

ok ist ansichtssache die einen meinen ein kleiner Picks da muss dier/die durch aber ich meine wenns auch so geht warum nicht?

eine Belohnung gabs anschließend trotzdem ;-)

Beitrag von hefalump 22.02.06 - 08:11 Uhr

es gibt in der Apo. Pflaster
das wird eine Std. vorher auf die betreffende Stelle
geklebt um die Stelle zu beteuben.

wir hatten das auch mal und ich muss sagen das mit dem Impfen hat prima geklappt.

ok ist ansichtssache die einen meinen ein kleiner Picks da muss dier/die durch aber ich meine wenns auch so geht warum nicht?

eine Belohnung gabs anschließend trotzdem :-)

sorry Doppelpost

Beitrag von heike74 22.02.06 - 13:16 Uhr

Hallo Melle,

ich glaube, deine Tochter spürt deine starke Skepsis, auch wenn du sie, so gut es geht, vor ihr verbirgst. Kinder spüren das einfach (manche Erwachsenen auch).
Für meine Große (3,8 Jahre) steht nun auch wieder eine Impfung an (Varizellen = Windpocken). Ich habe ihr genau erklärt, was da alles passiert, wofür die Impfung gut ist etc. Sie freut sich zwar nicht auf den Pieks, aber sie freut sich, dass wir sie vor unnötigen Krankheiten beschützen.
Sie hatte letztens eine Infektion mit dem Hib-Virus (in der 6-fach-Impfung mit drin), die bei ihr glücklicherweise nur leichte Halsbeschwerden auslöste, da sie ja geimpft war (wurde per Abstrich nachgewiesen, weil eben der Belag im Hals war). Dies habe ich gleich zum Anlass genommen, ihr zu erklären, dass sie jetzt schlimm krank wäre, wenn sie nicht geimpft worden wäre. Das steigerte die Akzeptanz der Spritzen enorm.
Vielleicht lässt du dir vom KA die Stelle zeigen, wo er spritzen will und klebst dann eben vorher so ein Pflaster auf, was den Schmerz kurzzeitig ausschaltet.
Erwähne noch mal, dass die Einstichstelle beim letzten mal so gerötet war. Kann es sein, dass sie das Desinfektionsspray nicht vertragen hat? Das ist häufiger als man glaubt. Bestimmte Sorten vertrag ich auch nicht, einer Bekannten geht es auch so.
Verträgt sie Hühnereier? Viele Impfstoffe werden aus Hühnereiern gemacht.
Ach ja, hinterher geht es bei uns zu Mc Donalds. Da wir das recht selten tun, hat es absoluten Belohnungscharakter bei uns.
Was willst du alles impfen lassen? Besprich mal mit eurem KA die Impfung gegen Meningokokken Typ C, die lege ich dir wirklich ans Herz. Die Erreger verursachen eine eitrige Hirnhaut- und Gehirnentzündung. Es beginnt wie eine Erkältung und wird dann rasch schlimmer. Wenn dann die Symptome dann eindeutig sind, ist die Erkrankung schon kaum mehr behandelbar. Es gibt sehr viele Fälle mit Langzeitschäden und sogar Todesfolge.
Ich möchte jetzt auch keine Diskussion über Pro und Kontra auslösen.
Impfspiele mit dem Arztkoffer haben wir auch schon gemacht. Hat etwas geholfen. In der Apotheke bekommt man auch echte Spritzen ohne Nadel (habe sie sogar geschenkt bekommen, weil sie nicht mehr steril waren). Die waren natürlich sehr hilfreich.

Viele Grüße, Heike

Beitrag von stefanie1972 22.02.06 - 20:27 Uhr

Hallo Heike,
will auch keine Diskussion anzetteln, aber warum gegen Windpocken?
Gruß
Steffi

Beitrag von heike74 23.02.06 - 08:45 Uhr

Hallo Steffi,

die Windpocken selbst sind ja relativ harmlos. Die Erreger lagern sich aber im Rückenmark ein und können später die - wesentlich unangenehmere - Gürtelrose auslösen. Das würde ich meinen Kindern doch gern ersparen.

LG, Heike

Beitrag von stefanie1972 23.02.06 - 11:42 Uhr

Hallo Heike,
das wußte ich nicht. Daß es sich um dieselben Errreger handelt schon, aber nicht den Zusammenhang. Kommt das oft vor?
Ansonsten denke ich daß Windpocken relativ harmlos sind und eigentlich nur bei Neurodermitis-Kindern eine Indikation besteht.
LG Steffi

Beitrag von heike74 23.02.06 - 12:46 Uhr

Hallo Steffi,

ich habe mal nachgeschlagen. Die Anzahl der Neuerkrankungen soll jährlich 400 Fälle pro 100.000 Einwohner betragen. Kein riesig großes Risiko, aber für die Leute, die es dann betrifft, nicht sonderlich lustig.
Die Gürtelrose schlägt meist dann zu, wenn der Körper allgemein geschwächt ist, von einer anderen Erkrankung beispielsweise (also grade dann, wenn man es am wenigsten brauchen kann).
Was die Windpocken anbelangt stimme ich dir zu. Ich hatte sie selbst als Kind und habe sie als nicht so schlimm empfunden (im Gegensatz zu Mumps und Röteln, die waren sehr unschön).
Ich habe die Varizellenimpfung nun zwar ins Auge gefasst, aber auf der Prioritätenliste nicht an oberste Stelle gerückt.

LG, Heike

Beitrag von heike74 23.02.06 - 19:13 Uhr

Hallo Steffi,

heute mittag hab ich was vergessen, was definitiv für die Windpockenimpfung spricht, genauer gesagt 2 Sachen:

1. Bei Jugendlichen und Erwachsenen verläuft die Erkrankung wesentlich extremer, daher sollte spätestens mit Eintritt der Pubertät die Impfung nachgeholt werden, wenn bis dahin keine Erkrankung vorlag (auch Aussage meiner KÄ).

2. Nicht immune Schwangere könnten durch erkrankte Kinder angesteckt werden, was eine Schädigung des Embryos nach sich ziehen kann (Windpocken sind schon ansteckend, bevor die Pusteln auftreten). Daher ist eine Impfung nicht nur Eigenschutz, sondern auch Schutz von anderen.

Entscheiden muss jeder selbst, ich wollte diese Aspekte nur noch nennen, da wir so schön am diskutieren waren. Ich danke dir übrigens noch mal ganz ausdrücklich für diese nette, friedliche Diskussion. War schön.#blume

LG, Heike

Beitrag von cathie_g 22.02.06 - 14:39 Uhr

Impfen geht in den Oberarm in dem Alter und tut ehrlich kaum weh - EMLA Pflaster vorher und hinterher McDonalds oder ein Eis wirken wunder ;-) Meist ist die Angst der Muetter schlimmer als die Leiden der Kinder. Und ich muss auch sagen, dass seit meine beiden (ungeimpft) Grippe hatten, die Akzeptanz fuer Impfungen sehr gestiegen sind.

LG

Catherina