Angst zu Versagen (sorry etwas länger)

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Forum: Baby

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Beitrag von juni78 22.02.06 - 10:13 Uhr

Hallo ihr lieben Mamis,

ich bin jetzt in der 29ssw. und habe eigentlich ein tolles Leben.
Unser Krümel ist ein absolutes Wunschkind, ich habe einen tollen Ehemann und eine super Familie die uns in allem unterstützt.
Die SS verlief bis jetzt perfekt alles i. O.
Keine Geldsorgen, feste Arbeitsstelle, nette Kollegen.
Bin eigentlich ein sehr realistischer Mensch der mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht.
Ich liebe Kinder, habe auch schon ein bißchen Erfahrung mit Kindern aller Altersstufen.
Und trotzdem habe ich manchmal totale Versagensängste was unser Kind angeht.
Im Moment ist es ja noch einfach: gesund ernähren nicht überanstrengen und den Rest macht die Natur.
Aber was ist wenn der Kleine erstmal da ist ???
Manchmal bekomme ich totale Panik ob ich das auch hinbekomme mit der Versorgung und so. (Stillen, betreuen, alles richtig zu machen)

Ging es vielleicht jemandem auch so ??

Grüße
juni78 + Niklas (29ssw.)

Beitrag von twins 22.02.06 - 10:19 Uhr

Hi,
mal im Ernst - keiner macht alles RICHTIG:-p dann hätten alle Mütter ja kleine Albert Einsteins zu Hause.

Du wirst es jetzt noch nicht glauben, aber uns Frauen ist das Müttersein sozusagen angeboren. Ich hatte null Komma null Erfahrung mit Babys - habe keine Familie oder Freunde die uns Unterstützen und einen Mann, der beruflich voll eingespannt ist. Und?!?!? Unsere Zwillinge wachsen und gedeihen.

Es ist uns so viel angeboren. Mach nur nicht den Fehler alles nachzulesen und alles anzuzweifeln. Stillen kann von ganz alleine gehen - wenn Du auf Deine innere Einstellung hörst. Liebe wirst Du in Überfluss haben und dann kann doch gar nichts mehr schief gehen.

Naja, außer das die Windeln durchgepsieselt werden, weil sie nicht straff genug gezogen worden ist - aber was solls - das haben wohl alle Mütter durchgemacht#liebdrueck

Freue Dich einfach!

Grüße
Lisa
21.11. Zwillinge

P.S. Mensch, was hatte ich mir im Vorfeld für Sorgen gemacht, ob ich die Kinder warm genug anziehe und was ich im Winter anziehen soll......der Instinkt hilft einen da unheimlich weiter.

Beitrag von buzzelmaus 22.02.06 - 10:24 Uhr

Hallo juni78,

ich würde sagen, dass geht allen Müttern so!

Ich habe mich von Beginn an vom Perfektionismus verabschiedet. Denn das Kind steht im Mittelpunkt und da bleiben Haushalt und teilweise auch man selbst auf der Strecke.

Und auch was die Versorgung des Kindes angeht. Es ist ja das erste Kind und man weiss so vieles noch nicht. Wenn Emily beispielsweise abends schreit und ich weiss nicht sofort was sie hat, dann komm ich mir auch manchmal doof vor. Denn man bekommt von der Umwelt ja immer suggeriert, dass eine Mutter nach der Geburt das alles automatisch kann.

Ich kann Dir nur raten, mach Dir keine Illusionen. Du wirst Fehler machen. Und das ist auch gut so! Wir müssen ja erst lernen, wie alles funktioniert (nicht nur wickeln, stillen usw.), sondern auch unser Baby. Und auch das Baby muss uns erst kennenlernen. Gib Euch Zeit und wie gesagt, verabschiede Dich von dem Gedanken, eine perfekte Mutter sein zu wollen. Das hat mir meine Nachsorgehebamme auch immer wieder gesagt. Es gibt keine perfekten Eltern und deshalb auch niemanden, mit dem man sich messen muss!

Du wirst es schaffen - wie wir alle! Und Du wirst es gut schaffen und ein zufriedenes Baby haben!

Lass es Dir gut gehen und noch eine schöne Kugelzeit!

Susanne + Emily Fiona (6 1/2 Monate)

Beitrag von camille04 22.02.06 - 10:23 Uhr

Hallo!

Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen und dir ganz dringend ans Herz legen: ließ bloß nicht zu viele Ratgeber! Ich besitze alle Ratgeber, die es gibt und es hat mich kein Stück weiter gebracht. Das verunsichert nur. Ich habe sie alle beiseite gepackt und verlasse mich jetzt auf meinen Instinkt. Der funktioniert nämlich wunderbar!

LG, Camille

Beitrag von archie1379 22.02.06 - 10:40 Uhr

Hallo!
Ja,ja diese Ängste, die hatte ich auch. Kleine Geschichte dazu: Ich hatte ab der 29. ssw vorzeitige Wehen, unter anderem durch Stress, mußte also nur liegen und bekomm täglich 4 Infusionen (1*Tokolyse, 3*Antibiose)
So, ich hatte ne ganz liebe Bettnachbarin, die gerade ihre Tochter zur Welt gebracht hatte (ich war auf der Wöchnerinnenstation), leider 3 Wochen zu früh. Ihre Tochter mußte noch 2 Wochen im KH bleiben, weil sie schwierigkeiten beim atmen hatte. Nach ca. 1 1/2 Wochen bekamm ich den Tropf ab und durfte wieder aufstehen. Bin dann sofort zu meiner ehem. Bettnachbarin auf die andere Station gelaufen um endlich mal ihre Tochter zu besuchen. Ne ganz süße, aber wirklich ein kleiner Muckel. Meine Bekannte meinte dann, nimm sie mal. Hab ich auch gemacht, aber total zitterig, wußte nicht so recht wie ich das machen sollte und hatte Angst das ich was kaputt mache.
Dann kam am 19.03. mein Sohn zur Welt 3 Tage über ET mit einem Gewicht von 2790 und größe 51 cm, also auch ein kleiner Muckel, aber bei ihm wußte ich sofort was ich machen muß und wie ich ihn halten soll etc.
Klar, ein Neugeborenes wickeln hatte ich noch nie gemacht und das mußten mir die Krankenschwestern ersteinmal zeigen, aber alles in allem kein Problem.
Einer Frau ist das fast in die Wiege gelegt worden. Klar, jeder macht Fehler, ich, Du und alle Mamas, aber das ist gut so. Man wächst mit der Zeit in seine Rolle als Mutter. Ich war früher total quirlig und ausgeflippt, aber mittlerweile bin ich ruhig und ausgeglichen (nicht spiessig)
Am Anfang wirst Du sicher mal am Ende Deiner Kräfte sein, aber das legt sich und Du weißt warum das so ist.