Schadenersatzklage bei vorgetäuschtem Eigenbedarf?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von noflower 22.02.06 - 12:42 Uhr

Hallo,
uns wurde unser Miethäuschen wegen Eigenbedarf gekündigt. Im Juli 05 sind wir ausgezogen und seit dem steht das Haus einsam und verlassen da#heul Wir hatten schon eine Räumungsklage, es war den Vermietern (Erbengemeinschaft) unwahrscheinlich eilig und jetzt passiert dort nichts, auch keine Renovierung#gruebel
Hat jemand Erfahrung mit Schadenersatzklage in so einem Fall? Vor allem welche Kosten könnten wir geltend machen? Wir haben den Umzug mit 10 Freunden gemacht, also keine Rechnung über den Umzug. Außerdem haben wir jetzt ein Haus gekauft, also auch keine höhere Miete.
Meine Überlegung ist jetzt die Sache vergessen und abhaken oder evt. doch klagen#gruebel? Würde mich über Tipps freuen.

Viele Grüße,
Birgit

Beitrag von manavgat 22.02.06 - 13:36 Uhr

Ich würde klagen.

Bist Du rechtschutzversichert?

Gruß

Manavgat

Beitrag von noflower 22.02.06 - 14:22 Uhr

Ja, wir sind gott sei Dank rechtschutzversichert. Die haben wir schon bei der Räumungsklage in Anspruch genommen.
Ich glaube, wir werden klagen. Und wenn nur 100 € bei "rauskommen" und wir davon schön essen gehen.

Gruß
Birgit

Beitrag von bezzi 22.02.06 - 14:18 Uhr

Grundsätzlich könntest Du bei einer Klage Recht und die Erbengemeinschaft einen Denkzettel bekommen.

Nur: für eine Schadensersatzklage musst Du einen Schaden nachweisen. Daran könnte es bei Dir scheitern, denn einen in Euro und Cent ausrechenbaren Schaden hast Du ja nicht.

Ich würde mir den Ärger sparen. Im Endeffekt geht es Euch ja vielleicht jetzt besser als vorher. Die Kündigung war im Nachhinein ein wilkommener Anlass, Eure Wohnsituation zu ändern.

Gruß

Martin

Beitrag von starfish1 22.02.06 - 14:59 Uhr

Hallo,
es kommt darauf an weshalb gekündigt wurde und wann oder wieso der Eigenbedarf weggefallen ist. Das wäre alles von dir zu beweisen. Zudem kannst Du nicht wirklich einen Schaden beziffern. Insofern wird es bereits schwer werden einen Ersatz des Schadens, den ich hier auch nicht sehen kann, zu erstreiten. Zudem hat der BGH im letzten Jahr hierzu folgende Entscheidung veröffentlicht:

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=f3ce59863c6e1e3f83fda7e91196d9d7&client=3&nr=34246&linked=pm&Blank=1

(Ich hoffe der Link funktioniert).

Ich denke Ihr solltet Euch die Energie und Nerven eher sparen. Die Wut würde nämlich noch größer werden, wenn Ihr den Prozeß verliert.

Viele Grüße,
starfish