FG / 35 J / Fruchtwasseruntersuchung

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von kugelchen71 22.02.06 - 14:14 Uhr

Hallo,

hatte gerade eine Fehlgburt und sobald ich das verdaut habe, starten wir einen neuen Versuch schwanger zu werden.

Da eine FG in der 7./8.Wo auf Chromosomenanomalie zurück geführt wird und ich im Sommer 35 Jahre werde, schießen mir jetzt schon ängstliche Gedanken, wegen
Fruchtwasseruntersuchung und den damit verbundenen Konsequenzen durch den Kopf. Mit 35 ist das Risiko 3 kranke zu 1000 gesunden Babys.
Habt Ihr solche Untersuchungen machen lassen? Was ist dabei rausgekommen?
Vielen Dank für Eure Antworten
Tanja

Beitrag von silvia_1 22.02.06 - 14:21 Uhr

Hallo Tanja,

erst einmal möchte ich Dir sagen, dass es mir mit Deiner FG sehr, sehr leid tut. Ich habe auch zwei hinter mir, ich weiß, wie schlimm das ist. Lass Dich mal ganz fest #liebdrueck.

Ich bin 36 Jahre, bei mir stellte sich auch die Frage einer Fruchtwasseruntersuchung (wobei bei mir bei den 2 FG keine Untersuchung gemacht wurde, worauf sie zurückzuführen waren). Ich habe mich dagegen entschieden, weil für mich eh feststeht: Egal, was bei der Untersuchung rauskommt - ich lasse nicht abtreiben. Zumal bei der Untersuchung eh "nur" eine Behinderung von vielen festgestellt werden kann. Da war mir das Risiko einer weiteren Fehlgeburt einfach zu hoch.

Ich wünsch Dir alles, alles gute, drück Dir alle Daumen die ich hab, dass es bald wieder klappt.

Ganz, ganz liebe Grüße
Silvia (12 + 5)

Beitrag von pauli72 22.02.06 - 14:42 Uhr

Hallo Tanja,

obwohl ich nicht zu einer Risikogruppe gehöre habe ich trotzdem eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen. Ich wollte einfach wissen, ob mein Kind gesund ist.
Natürlich kann durch diese Untersuchung nicht jede Krankheit festgestellt werden, aber (schwere) Herzfehler und chromosomale Defekte können 100%ig erkannt werden. Und das war mir persönlich sehr wichtig.
Weitere Schädigungen können ja durch diese Doppler-Untersuchung etc. feststellen lassen, hier habe ich auch alles 'mitgenommen' was ging.

Die FWU an sich war absolut unspektakulär, danach zwei Tage liegen. Auch hier hatte nicht mal den Ansatz eines Problems.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass es für mich genau die richtige Entscheidung war. Das Ergebnis war in jeglicher Weise zufriedenstellend und seitdem sind meine Ängste und Sorgen wirklich wie weggeblasen.

Aber das muss wirklich jede(r) für sich selbst entscheiden, zumal Du ja leider auch eine 'Vorgeschichte'mit den zwei FG hattest.

Drücke Dir auf jeden Fall die Daumen!

LG
Pauli

Beitrag von lalelu68 22.02.06 - 14:39 Uhr

Hallo Tanja,
kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen. Bin 37 Jahre alt, hatte vor 7 Jahren auch eine FG in der 8. Woche und bin nun wieder SS. Ich hab zwar eine NFM machen lassen (mit Blutuntersuchung). Das Ergebnis war beruhigend, aber eine Fruchtwasseruntersuchung wäre bei mir nicht in Frage gekommen, weil ich einfach "nehme was kommt". Eine Abtreibung, die eigentlich die Konsequenz aus so einem Eingriff wäre, würd ich eh nie machen lassen und die NFM hab ich mir hauptsächlich deshalb gegönnt, um zumindest mal ne statistische Wahrscheinlichkeit zu bekommen und um in Genuss dieser schön langen US-Untersuchung zu kommen ;-). Auch mein FA hat mir nicht zur Fruchtwasseruntersuchung geraten, wenn ich mir eh sicher bin, dass ich keine Abtreibung machen lassen würde.
Tja.... aber wenn es Dich beruhigt: bin ja älter als Du und zumindest die stat. Wahrscheinlichkeit für ein krankes Kind lag bei mir nach der Untersuchung bei 1:2864 - ein Wert wie bei ner 15-jährigen, meinte der Arzt.... Letztendlich muss man aber doch selbst entscheiden, womit man sich gut fühlt.... Wünsche Dir alles Gute!
Gruß,
Lalelu68 mit #ei 14+3

Beitrag von halloweenchen 22.02.06 - 15:12 Uhr

hallo tanja!

ich bin noch älter als du - 37, hab' allerdings keine fehlgeburtenvorgeschichte.

meine FÄ riet mir zur nackentransparenzmessung inkl. blutuntersuchung. für den fall der fälle, dass wir mit daraus resultierenden ergebnis sehr verunsichert gewesen wären, hätten wir auch eine fruchtwasser untersuchung machen lassen.
der wahrscheinlichkeitswert, der beim combind-test herauskam hat uns allerdings sehr beruhigt und somit entfiel die (von mir durchaus gefürchtete) fruchtwasseruntersuchung.
das organscreening in der 23SSW hat auch keinerlei auffälligkeiten gezeigt.

und so sehen wir auch recht beruhigt unserem ET entgegen.

lg
ingrid

Beitrag von elation 22.02.06 - 16:36 Uhr

Hallo Tanja,

auch von mir viel Mitgefühl für deine FG. Ich habe auch bereits eine FG hinter mir und werde in September 34.
Ich bin jetzt schwanger und habe keine Untersuchung machen lassen, weil auch wir nehmen würden, was kommt. Spätestens nach meiner esrten FG habe ich gemerkt, wie bedingungslos ich mein Kind lieben würde.
Darüber hinaus ha eich Pärchen in unserem Alter erlebt, die alle Untersuchungen ahbenmachen lasse, sich während den Wartzezeiten sich viele Sorgen gemacht habe - vergeblich. das Kind ist gesund zur Welt gekommen. Dieser Stress möchte ich mir und das Kind nicht antun.

Liebe Tanja, verdau erst mal, und du wirst wenn es soweit ist, schon die richtige Entscheidungen treffen.

Viel Glück un Stärke
Elina

Beitrag von tina10 22.02.06 - 18:07 Uhr

Hallo Tanja,hatte 03 und 04 FG.Wollte danach nie wieder schwanger werden. Hab 3 Kids,17,15,13 Jahre.Bin jetzt 43 und in der 25 SS.Habe nur Nackentransparenz mit Blutunt.machen lassen .Keine Fruchtwasseruntersuchung weil Risiko zur FG mir zu hoch. Nehme es so wie es kommt!Hätte es wenn n
negtives Ergebnis,nie abtreiben können.
Muss jeder selbst entscheiden.Meinem Mädchen gehts gut und alles ist ok!
LG Tina

Beitrag von s_a_m 22.02.06 - 18:38 Uhr

Vielleicht interessant?

ÄrztInnen haben bei Schwangeren ab 35 die Pflicht, sie über die Möglichkeit der Inanspruchnahme der Amniozentese zu informieren, aber gemacht wird sie nur, wenn die Schwangere damit einverstanden ist. Denn die Entscheidung ist nicht die des Arztes, sondern eine ganz individuelle. Man muss sich sicher sein, mit den möglichen Konsequenzen langfristig leben zu können - und das kann kein Arzt für einen entscheiden und da ist es eigentlich unerheblich, was andere Frauen gemacht haben und welche Ergebnisse sie bekommen haben ;-) Du musst es wissen. Es ist dein Leben und dein Kind.

Amniozentese - Wie und wann? http://www.regenbogenzeiten.de/amnio.html

Diskussion zur Amniozentese:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=350346

http://www.down-syndrom.org/inf/wahrsch.shtml
Statistik zur Wahrscheinlichkeit, in einer bestimmten Altersstufe K-E-I-N Kind mit Down-Syndrom (Trisomie 21) zu erwarten. Die Wahrscheinlichkeit für andere Chromosomenbesonderheiten wie z.B. Trisomie 8, 9, 12, 13, 18, 20, X ist deutlich geringer als die Wahrscheinlichkeit für ein Kind mit Down-Syndrom, denn die Trisomie 21 kommt weltweit am häufigsten vor (durchschnittlich 1x bei 700 bis 800 Geburten).

Liebe Grüße
Sabine

Beitrag von nordlos 22.02.06 - 20:03 Uhr

Hallo Kugelchen71,
ich bin jetzt 35 und erwarte im September mein 3. Kind. Meine kleine Tochter ist jetzt 6 Monate alt und auch bei ihr wurde ich schon vom FA mit der FW-Untersuchung konfrontiert. Ich habe sie nicht vornehmen lassen und werde sie auch in dieser SS nicht vornehmen lassen, da eine Behinderung ja nie ausgeschlossen werden kann. Allein bei der Geburt kann ja schon so viel passieren, dann nützt einem der Schein, dass bei der FW-Untersuchung alles in Ordnung war auch nicht viel. Und die Zeit, die man ängstlich auf das Ergebnis warten muss. Sollte man die Wochen nicht lieber mit Baby im Bauch geniessen, als sich (und dem Baby) noch extra Stress zu machen? Ich weiss, das ist meine Meinung, mein FA war auch sehr erzürnt darüber, meinte ich sei verantwortungslos, wenn ich keine FW-Untersuchung vornehmenn lasse, aber für mich kann ich gut damit leben.
Dir viel Kraft und Glück#klee
nordlos mit #ei13.w

Beitrag von s_a_m 22.02.06 - 23:51 Uhr

Also wenn ich lese, dass manche Ärzte den Vorwurf machen, man sei verantwortungslos, wenn man die Amniozentese ablehnt, vergeht mir alles.

Als ob es eine Vorsorgeuntersuchung wäre, die sonstwas tolles für Mutter und Kind gesundheitlich reißen könnte!!!! Das ist nicht so!!!

Was damit wohl eigentlich gemeint ist mit Verantwortungslosigkeit ist, dass man sich die Möglichkeit nimmt, in der Konsequenz ein behindertes Kind nicht auszutragen.

Und das finde ich wirklich schlimm, dass ein Arzt dann nicht auch gleich alle Karten auf den Tisch legt und klar macht: Wer die Fruchtwaseruntersuchung ablehnt, lehnt damit nicht eine Vorsorgeuntersuchung ab, sondern im Erstfall ist es die Ablehnung, eine Entscheidung für oder gegen sein Kind treffen zu müssen.

Das hört sich gleich ganz anders an und das Gefühl ist sicher besser bei Ablehung der Untersuchung, wenn man kein schlechtes Gewissen haben muss. Sondern es einem im Gegenteil bewusst werden kann, dass man zu seinem Kind steht und es nicht erst durch die übliche Anzahl von Chromosomen zu einem Wunschkind werden lässt - nach knapp der Halbzeit der Schwangerschaft... Oder es aussortiert als Fehler, der jedoch nicht korrigiert, sondern nur ganz weggemacht werden kann....

nordlos, schön hast du geschrieben, dass du trotz der Aussage deines Arztes gut mit deiner Entscheidung gegen die Amniozentese leben kannst. Wer das nicht kann - auch ok, der muss sie machen lassen. Aber es sollte schon klar sein, dass man nicht verantwortunglos ist, wenn man gar nicht erst vor die Wahl gestellt werden will, sein Kind anzunehmen, wie es ist.

Liebe Grüße
Sabine