Frage an alle Mamis, die lange und gerne stillen.... Was und wie ist richtig?

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Beitrag von annabar 22.02.06 - 15:12 Uhr

Hallo,
ich habe folgendes Problem (oder vielleicht doch keins?):
Meine Tochter wird am 6.März ein Jahr und ich stille sie immernoch.
Die ersten 6 Monate voll und danach haben wir mit der Beikost angefangen.
Naja, Fiona isst nicht gerne, sie probiert halt alles, aber so wirklich begeistert ist sie von wenigen Sachen. Obst isst sie relativ gerne, aber auch nicht immer.
Manchmal isst sie Karottenbrei, manchmal ist nach einem Löffel Ende. Manchmal isst sie ihren Abendbrei, manchmal will sie gar nicht.
Am liebsten hat sie IHRE LIEBE MUTTERMILCH.
Das Problem ist, sie trinkt mehrmals nachts, ich habe das Gefühl stündlich (bin zu faul um auf die Uhr zu gucken). Sie schläft mit uns im Bett (was mich nicht stört) und als sie noch klein war, sobald sie angefangen hat zu meckern, bekam sie ihre Milch und alle konnten ruhig weiter schlafen. Scheinbar hat sie sich dran gewöhnt und jetzt frage ich mich, wieso ich dumme Kuh, das so gemacht habe. Natürlich ist das so, sie wacht auf aber nicht so ganz und will ihre Milch, ich zögere um zu gucken, was sie macht und sie fängt an zu weinen. So, dann bekommt sie ihre Milch, weil das doch mein Fehler war, sie so dran zu gewöhnen.
Ich habe immer hier gelesen, Kinder nicht weinen lassen, wenn sie ihre Milch brauchen - dann geben. Eigentlich ist nichts verkehrtes dran, aber sie wird mittlerweile 1 Jahr.
Gestern hat mich eine Bekannte drauf angesprochen, wie lange ich noch stillen möchte und ich solle das nicht so lange tun, sie habe ein 3jähriges Kind gesehen, das an der Bluse der Mutter zerrte, weil es Milch wollte, und das wäre nicht richtig. Und seit gestern bin ich völlig verwirrt, ich frage mich, wann soll ich denn Schluß mit Stillen machen??
Ich muss sagen, dass ich der Meinung bin, dass Muttermilch nicht für so viele Stunden sättigt, wie die künstliche Milch, daher stille ich immer, wenn die Kleine es will - ist das richtig??
Wie soll das weitergehen?
Bis jetzt haben wir eigentlich keine Mahlzeit so richtig und dauerhaft ersetzen können. Im Moment interessiert sie sich am meisten für unser Essen und will nur das essen (bzw. probieren)
Ich danke Euch für Eure Meinung und Ratschläge. Bin gespannt, ob es Mütter gibt, denen es genauso geht.
LG
Anna mit Fiona Isabel *6.3.2005

Beitrag von stillmami110703 22.02.06 - 15:27 Uhr

Hallo Anna,

ich möchte Dir hier einmal von uns berichten:

Cedric ist 6 Monate lang vollgestillt worden und weitere 16 Monate nach Bedarf. Er hat in seinem Babybalkon neben meinem Bett geschlafen und ist auch nachts immer nach Bedarf gestillt worden.

Irgendwann habe ich aber auch mal wieder das Bedürfnis gehabt eine Nacht am Stück zu schlafen. Er war zu dem Zeitpunkt knapp 16 Monate alt (wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, müßte aber auch in meiner VK stehen). Ich habe es ihm kindgerecht erklärt, daß ich auch mal wieder durchschlafen müsse. Es gab ein paar Tage Protest, aber ich bin konsequent geblieben und er hat es dann auch verstanden. Die erste Zeit ist er dann abends etwas verstärkter gekommen. Es hat sich aber alles super gut eingespielt und es gab diesbezüglich keine weiteren Probleme.

>>...Gestern hat mich eine Bekannte drauf angesprochen, wie lange ich noch stillen möchte und ich solle das nicht so lange tun, sie habe ein 3jähriges Kind gesehen, das an der Bluse der Mutter zerrte, weil es Milch wollte, und das wäre nicht richtig. Und seit gestern bin ich völlig verwirrt, ich frage mich, wann soll ich denn Schluß mit Stillen machen??

Warum ist es in den Augen der meisten Aussenstehenden ok, wenn ein Kind 3 Jahre lang seine Flasche oder einen Schnuller bekommt, aber 3 Jahre stillen wird in unserer Gesellschaft leider immer noch als abartig angesehen?

Was ist daran schlimm, wenn ein Kind seine Bedürfnisse nach Nähe und Zuwendung auf diese Art befriedigen möchte. Nahrungsaufnahme durch Muttermilch steht mit 3 Jahren nicht mehr im Vordergrund. Es sind andere Bedürfnisse die hier in erster Linie gestillt werden. Ruhe, Streßabbau und auch Schmerzstillen um nur einige zu nennen.

>>...ich frage mich, wann soll ich denn Schluß mit Stillen machen??

Diese Frage läßt sich ganz einfach beantworten. Höre in Dich hinein. Wenn Du bereit bist, Dein Kind entscheiden zu lassen, wann es abstillen möchte, dann ist es ok. Wenn Du aber merkst, daß Du es nicht mehr willst, dann erkläre es Deinem Kind wieso, weshalb, warum es nicht mehr an die Brust darf.

Stillen ist die innigste Beziehung die 2 Menschen miteinander haben können. Laß Sie Dir bitte nicht durch dummes Gerede von Unbeteiligten kaputtmachen.

Und was die Beikost angeht..... das läuft irgendwann von ganz allein. Vertrau auf Dein Kind und es kann nichts schiefgehen.

LG und eine weiterhin angenehme Stillzeit
Heike

Beitrag von cathie_g 22.02.06 - 15:26 Uhr

wenn es Dich nicht stoert ist das voellig ok und Deiner Tochter erklaerst Du einfach dass Stillen was fuer zuhause ist, das klappt ;-) Lass Dir das Stillen nicht vermiesen - ich habe soooo viele bloede Kommentare gehoert aber ab und zu kam immer was Positives, das hat mich bestaetigt :-) Bis zum Abtanzball sind sie alle abgestillt #freu

LG

Catherina

Beitrag von jacqi 22.02.06 - 15:38 Uhr

Hallo Anna!

Ich kann mir vorstellen, das es bei meinem Sohn auch nicht anders wird ;-) #liebdrück

Lass Dich nicht verunsichern, sondern geh nach Deinem persönlichen Gefühl!
Willst Du abstillen, weil Aussenstehende es als unnormal empfinden das Du noch stillst oder weil es für Dich jetzt an der Zeit ist damit aufzuhören?
Ich verstehe immer nicht warum soviele Aussenstehende sich Gedanken machen, wenn eine Frau noch ein einjähriges Kind stillt? #kratz Aber es wird als das Normalste angesehen, wenn eine Mutter die Flasche und den Nuckel gibt.
Derweil ist doch das Stillen das Natürlichste der Welt!!!!

Wenn Dein Kind nachts noch die Brust braucht, warum nicht??? ;-)
Mein Sohn ist auch ein Busenkind und denkt garnicht sich abstillen zu lassen.
Auch nachts will er manchmal 2-3x trinken.
Ich gebe ihm das auch, habe es auch so gemacht, damit wir weiter schlafen können.
Klar läuft man dann Gefahr das sich eine gewisse Regelmässigkeit einstellt, aber ich denke mal das ist all zu natürlich.
Dein Kind wird doch erst 1 Jahr und wird jetzt erst richtig mobil, glaub mir nicht mehr lange dann interessiert sie sich nicht mehr für Mamas Brust sondern zunehmend für Familienessen.

Ich muss mir jetzt schon immer anhören, was Du stillst noch....ist das ekelhaft frage ich mich #kratz klar werde ich mein Kind nicht mehr stillen wenn es drei Jahre alt ist.
Aber wenn Dein Kind noch ein wenig Zeit braucht gib sie ihr!
Wenn Dich wieder Jemand fragt ob Du stillst sagst Du einfach Nein sie will nicht mehr oder gleich direkt, Ja ist das ein Problem für Dich?

Lass Dich lieb drücken, auch ich habe ein Busenkind der sich garnicht für Beikost interessiert....lass Deiner Fiona noch ein wenig Zeit.

LG Jacqi und #baby Hendrik *02.07.2005

Beitrag von oliivi 22.02.06 - 15:41 Uhr

Mein Tip: Gib ihr Nachst Wasser wenn sie trinken möchte, vielleicht gewöhnt sie sich dran dass es Nachst keine Milch gibt? Und am Tag kannst du sie stillen immer wenn sie möchte.
Also ich werde mindestens 2 Jahre stillen wenn meine süsse es auch will:-) Man kann ja schön Abends und Morgens stillen, klappt auch wenn man schon Arbeiten geht.
lg, oliivi

Beitrag von carla67 22.02.06 - 22:17 Uhr

Hallo Anna,

ich finde, du machst alles richtig.

Lass dich bloß nicht von anderen verunsichern.

LG

Carla

Beitrag von ayshe 23.02.06 - 13:19 Uhr

hallo anna,

ich finde, man muß eines bedenken:
es gibt einfach extreme stilljunkies!
meine tocter war auch vom ersten tag voll auf stillen aus,
hat niemals flaschen (auch nicht mit mumi) akzeptiert, keinen schnuller, keinen daumen, nichts, nur brust.
andere kinder nemhene auchproblemlos flaschen, wollen dann sogar die burst nicht mehr usw.
es ist verschieden

meine tochter ist 22 monate und stillt noch, weil sie es eben so liebt.
sie hatte auch nachts phasen, in denen sie mir überhaupt keine ruhe gönnte, nur stillen wollte,
die gingen vorbei.
ihr hilft es auch sehr beim zahnen, jetzt snd endlich die eckzähne durch und sie schläft wieder, stillt nur 1-2x, nicht dauernd.
aber sie brauchte es eben.


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und ich solle das nicht so lange tun, sie habe ein 3jähriges Kind gesehen, das an der Bluse der Mutter zerrte, weil es Milch wollte, und das wäre nicht richtig.
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warum bitte, ist das NICHT RICHTIG ????
also falsch ist es jedenfalls nicht.



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Ich muss sagen, dass ich der Meinung bin, dass Muttermilch nicht für so viele Stunden sättigt, wie die künstliche Milch, daher stille ich immer, wenn die Kleine es will - ist das richtig??
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ich finde es auch richtig so, habe ich auch immer gemacht.



als ich anfing zu arbeiten und meine kleine (damals knapp 5monate) die milch verweigerte,
nur abends bei mir stillen wollte,
habe ich mich dafür entschieden,
es ihr zu überlassen, sie soll sich mal selbst abstillen.

sie hat auch irgendwann gut gegessen, einiges mag sie, manches will sie gar nicht probieren, wie abgetsillte kinder auch.

jedenfalls mußte ich nir sorgen haben wegen der esserei, denn sie stillt ja noch, also egal, was und wieviel sie immer aß.
is ein vorteil, auch kuhmilch will sie nicht so, macht auch nichts.
hatte sie magen-darm mit :-%
hat sie gestillt und es blieb drin!


vllt solltest du dir einfach überlegen, was du dir so vorstellen kannst und willst.
man MUSS nicht abstillen.


lg
ayshe

Beitrag von annabar 23.02.06 - 16:33 Uhr

Herzlichen Dank für Eure Antworten,
Ihr habt mich beruhigt und in meinem Denken bestätigt.
Danke noch mal und wünsche Euch alles Liebe. Jetzt stille ich einfach ruhig weiter und warte, wie sich alles entwickelt :-) Ich mache es gerne...
LG
Anna