Abstillen - kind schläft nur an der Brust ein! Was tun?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von stephja 22.02.06 - 22:23 Uhr

Hallo,

ich möchte jetzt langsam abstillen, meine Tochter ist jetzt 10 monate und beisst schon ganz schön. Das Problem ist sie trinkt nicht aus der Flasche nur aus der Schnabeltasse und sie will auch keinen Schnulli - also hat sie nur die Brust zum nuckeln. Sie schläft auch nur an der Brust ein, vorallem was soll ich tun wenn sie nachts wieder wach wird und die Brust will? Wir haben nämlich noch eine Tochter 2 J. und die will ich ja nicht mit dem Gebrüll wecken sonst ist richtig was los! #schwitz
Habt ihr vielleicht ein paar tipps?

DAnke
Stephie mit Roxana und Giulia

Beitrag von zara79 22.02.06 - 22:52 Uhr

Hallo Stephie,

ich stille zwar immer noch aber meine Tochter nimmt auch weder Schnulli noch Fläschchen (is ja auch gut so).
Nuckeln will sie aber trotzdem. Wenn sie nicht mehr an die Brust will und dennoch nuckeln möchte, gebe ich ihr immer meinen kleinen Finger zum Nuckeln. Sie hält dann meine Hand gaaanz fest und schläft im Nu ein.
Versuchs doch mal - allerdings habe ich am Finger auch schon Bißwunden, tun aber nicht so weh wie an der Brust.#schwitz
Ich habe mal den Kinderarzt gefragt ob das irgendwie schädlich sei. Er meinte, es sei absolut unbedenklich und gesünder wie ein Schnuller. Man soll nur drauf achten dass die Finger sauber (Seife reicht) und die Nägel kurz sind.
Viel Glück
#freu

Beitrag von spatzel23 23.02.06 - 09:13 Uhr

Hallo Stephie!

Hast du es schon mal mit Stillhütchen probiert? So kann sich deine Kleine erstmal an die andere Form gewöhnen.
Colin schläft auch noch an der Brust ein. Tagsüber geht es. Da halte ich den Nuckel,den er sonst auch nicht nimmt, vor die Brustwarze und er nimmt dann diesen. Aber nachts endet es nur mit Gebrühl und er schmeißt den Nuni weg. Er trinkt dann im Bett nochmal und dreht sich irgendwann auf die Seite.
Wenn Colin nachts munter wird, nehme ich ihn mit zu mir ins Bett und lasse ich ihn trinken. Mir hat mal eine Stilberaterin geschrieben..........Im Alter zwischen vier und sechs Monaten fangen unzählige Babys, die bisher lange Schlafphasen hatten, an, wieder mehrfach nachts aufzuwachen. Andere haben über einen längeren Zeitraum eher kurze Schlafintervalle.Das liegt jedoch nicht daran, dass die Milch nicht mehr ausreicht, sondern ist entwicklungsbedingt. Die Kinder beginnen um diesen Zeitraum die Welt sehr konkret zu erleben, sie müssen das am Tag Erlebte in der Nacht verarbeiten, sie lernen neue Fähigkeiten (umdrehen, robben, krabbeln, gezieltes Greifen ...), sie beginnen den Unterschied zwischen fremd und bekannt zu erkennen. All dies ist ungeheuer aufregend und auch anstrengend. Dazu kommt, dass sich die Zähne verstärkt bemerkbar machen, dass vielleicht die erste Erkältung kommt und, und, und ... Es gibt jedenfalls genügend Gründe dafür, dass das Kind unausgeglichen ist und nachts häufiger aufwacht.Für die Mütter ist es meist schwer, diesen "Rückschritt" zu akzeptieren. Doch in Wirklichkeit ist es ein Fortschritt, denn Colin hat wichtige neue Entwicklungsschritte gemeistert und ist dabei noch weitere anzugehen. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass ein Baby am Abend nur ausreichend "abgefüllt" werden müsse, um ruhigere Nächte zu erreichen. Wer auch immer das Gerücht in die Welt gesetzt hat, dass Beikost oder künstliche Säuglingsnahrung besonders lange "vorhalten" und Kinder dann länger schlafen, der hat vielleicht ein Ausnahmekind gehabt oder eventuell sogar gar keines. Ich will nicht behaupten, dass es nicht manchmal tatsächlich so ist, dass ein Baby länger schläft, wenn es am Abend einen Brei oder eine Flasche mit künstlicher Säuglingsnahrung bekommt, aber es ist keinesfalls die Regel (und vielleicht sogar einfach nur Zufall) und nicht wenige Kinder schlafen nach einer "reichhaltigen Abendmahlzeit" sogar noch schlechter. Das heißt nicht, dass dem Kind die Beikost vorenthalten werden sollte, aber dass keine großartigen Erwartungen in Bezug auf das Schlafverhalten mit der Gabe von zusätzlicher Nahrung verbunden werden sollten............



Liebe Grüße Doreen mit Colin (17.04.2005)