sie schreit und schreit und schreit und schreit

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von marcieloo 23.02.06 - 07:50 Uhr

Unsere Tochter Fiona ist 13 Monate alt. Sie war noch nie ein super Schläfer und auch immer schon ein Mama Kind.
Seit Wochen haben wir keine ruhige Nacht mehr, ich bin nächtlich Stunden lang auf und versuche, sie zu beruhigen, denn sie ist nur am Schreien.
Sie bekommt Zähne, ja. Oft schmerzt das auch, sicher! Wir haben alles zur Verfügung, Globulis, Zahn-Schmerzgels, Paracetamol für den Notfall... Ich versuche stets, liebevoll zu bleiben, obwohl es mir oft echt schwer fällt. Ich hab einfach das Gefühl, sie schreit aus Berechnung. Man kennt den Unterschied, wie sie weint, ob aus Schmerz oder aus Wut! Sie steigert sich so hinein, dass sie kaum mehr zu beruhigen ist.
Natürlich kann sie mir noch nicht sagen, was ihr fehlt, aber es entwickelt sich allmählich ein Muster, aus dem wir nicht mehr rauskommen. Lege ich sie dann zu mir ins Bett, ist auch keine Ruhe, erst nachdem ich sie immer wieder auf dem Arm herumtrage, wird sie allmählich ruhiger. Leg ich sie dann wieder ins Bett geht das Theater von vorne los. Dann sitze ich eine Stunde lang an ihrem Bett und wenn ich Glück habe, schläft sie vielleicht mal ein!
Mir ist bewusst, sie ist noch sehr klein, braucht Körpernähe, hat evtl schlecht geträumt, kriegt Zähne, hat Schmerzen ... sie ist auch schon unser zweites Kind, ich bin mit dem Thema vertraut.
Ich wundere mich nur immer, wo ist denn die Grenze? Wann sage ich, jetzt ist Schluss, ich lasse sie schreien? Das ist glaube ich die Ferber Methode, sehr umstritten, nicht wahr? Trotzdem interessiert mich, wie und bei wem hat das funktioniert?? Oder was hat bei euch ausserdem funktioniert? Hilft überhaupt was ausser Geduld haben und alles so hinnehmen?
Werd noch wahnsinnig, bin jeden Tag total gerädert, habe nur Streit mit meinem Mann, der das Ganze ja total locker sieht und meint, <sie wird sich schon wieder beruhigen ....>
Wie sind euere Erfahrungen mit nächtlichen Schreiattacken?

Viele Grüße,
Verena

Beitrag von melli0327 23.02.06 - 08:41 Uhr

Hallo,

hat sie ein kleines Licht an in ihrem Zimmer?? Vieleicht hat sie angst?
Wenn Fabienne so ausser sich war habe ich sie mit einem Lied versucht zu beruhigen ( ich habe sie aber ncith aus ihrem Bett genommen)
u. wenn sie sich dann beruhigt hat habe ich mich immer weiter von ihrem Bett entfernt ( richtung Tür) wenn sie gerufen hat habe ich gesagt Mama ist da u. auch vieleicht noch gesungen.
Also jetzt klappt das immer super. Mitlerweile hat sie auch ein bisschen musik oder auch Geschichten in ihrem Zimmer die mache ich dann auch mal an.

lg

Melanie

Beitrag von steff78 23.02.06 - 10:10 Uhr

Hallo!

Du schreibst, "sie hat noch nie gut geschlafen" - vielleicht auch viel geweint, wenn du sie in ihr Bett gelegt hast?

Es muß nicht sein - kann aber: Hast du deinen Kinderarzt schon einmal auf KISS angesprochen? Bei uns war es anfänglich auch ziemlich stressig - unser kleiner Mann hat nur geschrien, man bekam "tolle" Ratschläge von wegen Drei-Monats-Koliken usw. , von einem guten Freund bekamen wir den Rat zu einem Ostheopaten zu gehen - dafür bin ich heute noch dankbar!!!
Das haben wir auch gleich getan und nach einer Sitzung war alles in Ordnung, er hat geschlafen, ist ohne Murren & Knurren von meinem Arm gegangen, hat ordentlich gegessen....

Der Ostheopat hat eine Blockade im Nacken festgestellt, durch die es dem Kleinen nicht möglich war ohne Schmerzen zu liegen... daher auch die Schreierei im Bett...

Ich hoffe, dass bei euch bald alles wieser "im Lot" ist und du deine - wohlverdienten - Nächte wieder geniessen kannst!

Liebe Grüße, Steffi & Laurenz (*28.04.04)

Beitrag von jani_1904 23.02.06 - 10:58 Uhr

Hallo Ihr beiden,

wir hatten das gleiche am Anfang mit Tim nachts auch (und auch tagsüber beim Schlafen). Wir sind dann auch zum Osteopathen. Der hat uns sehr gut geholfen. Dann haben wir noch das Buch "Schlaf gut, mein kleiner Schatz" gekauft. Ich bin mit dem Buch nicht 100 % einverstanden. Trotzdem habe ich gelernt, dass manche Kinder das Schreien zum Einschlafen brauchen. So ist das auch bei Tim. Tim schreit meist ein paar Minuten und dann schläft er ein. Am Anfang war es die Hölle. Wir haben meistens so 1,5 Stunden zum ins Bett bringen gebraucht. Ich bin dann immer wieder rein, hab ihn gestreichelt, wieder raus. Die Abstände dazwischen immer länger. Dein Kind darf nicht denken, dass es alleine ist. Die Mama ist da, wenn auch nicht im selben Zimmer. Wir haben 1 Woche gebraucht und seitdem schläft Tim super. Selbst wenn er krank ist oder Zähne bekommt kann er wieder von alleine einschlafen, wenn er mal wach ist. Klar, wenn er länger schreit, dann gehe ich schon rein, aber meist möchte er das nicht und dreht dann erst richtig auf. Vielleicht versucht Ihr es mal. Schaden kann es ja nichts und Ihr könnt jederzeit wieder aufhören, wenn Ihr oder Euer Kind nicht mit klar kommt.

Alles Liebe und bald wieder durchschlafene Nächte.
Jani