Regelblutung und Tampons

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von gabyk74 23.02.06 - 09:31 Uhr

wenn ich meine Periode habe schließ ich immer die Badezimmertüre zu wenn ich mal den Tampon wechseln muß. Eigentlich bin ich nicht verklemmt, aber meine beiden Kids sind halt eben sehr neugierig und kommen auch mal so ins Bad wenn man gerade auf dem Klo sitz (was ich auch nicht weiter schlimm finde)
Letztens hatte meine Tochter (3 1/2J) plötzlich die Tampondose in der Hand und grübelte was das genau ist. Ich bin aber ausgewichen und hab ihr das nicht erklärt.

Ich möchte ungern meiner Tochter erklären das man den Tampon in die Scheide einführen muß weil man blutet. Nicht das sie auf die Idee kommt, evtl was anderes einzuführen. Meine Mutter hat mal erzählt das wir das als Kleinkinder wohl mal probiert haben. So Erbsen in die Ohren und in die Nase oder eben auch was in die Scheide....
deswegen würde ich das gern vermeiden...

Nun frage ich euch mal: wissen eutre Kids bescheid?

Gruß Gaby

Beitrag von anja676 23.02.06 - 09:38 Uhr

Hallo Gaby,

ja, meine Tochter hat mit ca. drei Jahren Tampons entdeckt und gefragt, was das ist. Ich habe es ihr damals kurz erklärt und ihr aber auch gleichzeitig gesagt, dass man sie nicht einfach so benutzen darf. Das war damals das, was ihr als Antwort gereicht hat. Inzwischen ist sie sechs und hat mich darüber ausgefragt, warum wieso und weshalb Mama dann blutet und ob es weh tut. Die Fragen waren ein guter Anlass, ihr alles zu erklären.

LG Anja

Beitrag von donnerknispel 23.02.06 - 10:38 Uhr

...ich hatte ähnliches bei meinem Sohnemann (jetzt 5 Jahre)
damals war er 3,5, da kam die Frage:
"Mama, sind das Zäpchen???" #hicks
"Jepp.....!"
Ich finde es zu früh, einem 3jährigem die Regelblutung zu erklären, in dem Alter fehlt einfach noch das Verständnis!!!
Ich denke, man bekommt als Mutter bei seinem Kind mit, wann der richtige Zeitpunkt ist!
Grüße
#wolkeknispel

Beitrag von sun.dra 23.02.06 - 17:11 Uhr

Wir sind in dieser Beziehung sehr locker, meine beiden (3J und 15M) dürfen auch mit ins Bad, wenn ich Tampons wechsle. Für Meinen großen ist das was ganz natürliches, er weiß, dass Frauen manchmal Bluten und dass das nicht weh tut. Ich wüsste auch nicht, warum ich ein Geheimniss daraus machen sollte. Wenn ich es ihm erst später irgendwie erklären müsste, wäre ihm das ganze doch nur peinlich und es würde unglaublich und unnatürlich wirken.

Grüße,
Sandra

Beitrag von bine3002 23.02.06 - 22:16 Uhr

Ich war neulich in einer ähnlichen Situation beim Babysitten. Die 4jährige Tochter meiner Freundin kramte in meiner Handtasche und holte einen Tampon hervor: "Was iss'n das?" Ich sage: "Das ist sowas wie ein Taschentuch, nur nicht für die Nase sondern für die Mumu." "Wieso, hast Du da Schnupfen?" "Ja, sowas ähnliches, Schatz!"

Tut mir leid, aber ich war am Ende. Ich habe Tränen gelacht, aber ihr hat die Antwort erstmal ausgereicht. Soll die Mama doch zusehen, wie sie das wieder gerade biegt. Da fällt mir ein, ich habe ihr das gar nicht erzählt. Gibt sicher mal eine lustige Verwirrung. Aber ich denke, es dauert eine Weile bis sie wieder fragt und dann ist sie älter und man kann es ihr besser erklären.

Beitrag von mamamal3 24.02.06 - 19:52 Uhr

Hallo Gaby,

ich schätze, ob Du es Ihr mit 3,5 Jahren erklärst oder ausweichst, sie wird es nicht unterscheiden können. Wichtiger ist, Du hast ihr das Gefühl gegeben sie wird mit ihrer Frage ernst genommen.

Interessant wird das für sie erst, wenn sie älter ist. Und dann ist das Auffinden der Tampondose eine gute Gelegeneheit ihr das zu erklären.

Liebe Grüße

Nicola