mein papa...etwas länger...

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von jeamy 23.02.06 - 12:47 Uhr

Hallo...
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.Mein vater hatte vor 4 jahren einen doppelten herzinfarkt und ich habe ihn gefunden...gott sei dank noch rechtzeitig!Er hat sich super davon erholt und eigentlich gings ihm soweit gut die letzten 3,5 jahre.Er mußte zwar tabletten gegen bluthochdruck und zur blutverdünnung nehmen aber ansonsten war alles ok!Das problem war das er gern und viel alkohol getrunken hat was er natürlich nicht sollte...aber welcher mann von 52 lässt sich da von seinen kindern was sagen ;)...Jetzt hatte er letzten sonntag einen mehrfachen schlaganfall....und wie soll es anders sein...ich hab ihn gefunden...er ist linksseitig gelähmt,kann nicht sprechen,sein rechter fuss muß zur hälfte abgenommen werden weil 2 zehen abgestorben sind und die anderen verfärben sich auch schon...der arzt hat uns gestern gesagt das unser vater nie wieder laufen kann,nie wieder sprechen,nie wieder alleine essen,duschen zur toilette gehen kann...er bekommt noch viel mit von dem was wir sagen...die frage ist wie lange noch...und dann meinte der arzt das es für unseren dad besser wäre wenn er einschläft und nicht mehr wach wird,weil jeder weitere tag den er leben muß eine qual für ihn ist!!!Ich weiß nicht mehr weiter...

danke fürs zuhören

Jeamy

Beitrag von pupsy 23.02.06 - 13:45 Uhr

Hallo Jeamy

das tut mir sehr leid für Deinen Vater und eurer Familie.

Eine #kerze für Deinen Dad, mit der Hoffnung, das er nicht allzu sehr leiden muss.

Ich wünsche euch alles #klee der Welt.

LG

Nicole #blume

Beitrag von crying_angel 23.02.06 - 14:34 Uhr

Hallo Jeamy

Von meiner besten Freundin der Opa hatte das auch nur er konnte noch seine hand bewegen.

Er schrieb seiner frau jeden Tag einen Zettel : Lass mich sterben

Ich weiss das ihr das nicht wollt und ich würde es auch nicht machen wenn es mein dad wäre

Ich wünsche dir und deiner ganzen Familie alle Kraft auf dieser Welt und bleibt stark

Lg Caro

Beitrag von kerstinhb 23.02.06 - 19:33 Uhr

Liebe Jeamy!
Es tut mir sehr leid!
Ich denke ein Arzt kann nicht wirklich beurteilen was das beste für deinen Dad wäre. Das kann wohl nur "Gott" bemessen und alles hat seine Sinnigkeit auch wenn es so schwer ist auszuhalten. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und vielleicht wird sich der Zustand doch noch verbessern..... Ich wünsche es euch ganz herzlich!
Gruß Kerstin

Beitrag von bichi1103 24.02.06 - 16:13 Uhr

Hallo,
das mit deinem Dad tut mir leid.
Vielleicht kann ich dir was Mut machen

Meine Oma hat schon 4 Schlaganfälle hinter sich.
Beim 2 konnte sie nicht mehr sprechen,gehen,nichts mehr.
sie ist dann in Reha gebracht worden und siehe da ,sie hat alles wieder gelernt.
Sie kann wieder lachen.
Die 2 danach waren nicht so schwer gewesen.
Die Ärzte haben uns damals auch gesagt es wäre besser wenn sie einschlafen würde.
Ich bin Altenpflegerin und habe viele Solcher Fälle in Altenheim gehabt.
Und wenn ich den Menschen dort das lachen nach einem Schlaganfall wieder beibringen kann ,dann dachte ich kannst du das erst recht bei deiner Oma.

Sie wird im Okt.70 Jahre und ist wieder Quitsch fedel.
Man sollte die Hoffnung nie Aufgeben.
Denk nur an das Beste,und wenn du fest an deinen Dad glaubst kann er es bestimmt schaffen.

Wünsche dir noch alles Gute und deinem Dad alles Gute.
Gruß
Bianca

Beitrag von binca25 25.02.06 - 07:17 Uhr

Hi Jeamy!

Toller Arzt...
Liegt Dein Dad im Wachkoma?
Nach ärztl. Aussage hört es sich so an.
Ich darf von mir behaupten, daß ich mich damit sehr, sehr gut
auskenne. Ich arbeite seit 6 Jahren auf einer sogenannten Neurologischen Frühreha- da müsste Dein Dad hin!!!
Frag mal gleich den Arzt im KH.
Es ist eine Station für alle Patienten mit neurologischen Ausfällen, besonders nach Schlaganfall, wo mit verschiedenen Methoden und Therapien mit dem Patienten gearbeitet wird. Es wird nach Voranmeldung geguckt, ob der Patient aufgenommen wird. Das hängt ggf. von Klinik zu Klinik davon ab, wie das sogenannte REHA Potential ist ( nach Tabellen u.a. )
Wir können keine Wunder vollbringen, aber können uns ersmal sehr intensiv um solche Menschen kümmern. Manche versauern ja auf einer Inneren, sind nicht mal auf einer Neurologischen Station!
Wir können meist schon Verbesserungen des " Zustandes" erzielen. Ich kann Dir jetzt natürlich nicht versprechen, in wie weit Dein Pa wieder fit werden kann.
Es kommt auch auf die Schwere des Infarktes an, d. h. wie
weit das Hirn geschädigt ist.
Unsere Patienten sind nicht selten 6 Monate und ggf. noch länger bei uns. Manche können leider nur " Pflegbarer"
gemacht werden, viele können kleine Dinge wieder selbst,
z.B. Anziehen oder Essen oder oder...
Einige entlassen wir auch laufend in die normale REHA.
Puh, lang.
Such mal im Netz nach unserer Klinik. Müßte
www.Asklepios-Kliniken-Schildautal.de
sein. und dann Neurologische Frühreha.
Gib nicht auf! und halte mich auf dem Laufenden!

NFR´s gibt es leider nicht überall...
Vielleicht ist ja eine in der Nähe.

VLG Binca +#stern im#liebe