Wieder zurück bei der Familie - nun müssen wir mit dem Großen zum Psychologen

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von jonas1965 23.02.06 - 14:15 Uhr

Hallo zusammen.
Ich weiß, für meine Geschichte hier werd ich viele Prügel einstecken müssen. Ich muss sie trotzdem erzählen, denn ich weiß nicht mehr weiter.
Ich habe mich vor sechs Jahren in meine Arbeitskollegin verliebt, mit ihr eine Affäre angefangen. Vor zwei Jahren flog die ganze Sache auf und ich entschloss mich, bei meiner Familie zu bleiben. Unser Sohn war damals fünf Jahre alt. Schnell war klar, dass meine Frau ein zweites Kind will, unser Sohn kam dann im Oktober 2004 zur Welt - doch da wohnte ich schon nicht mehr zuhause, denn mir war klar geworden, wie sehr ich noch an meiner "Liebe" hänge... seitdem schwanke ich ständig zwischen Familie und Liebe, doch mir ist klar geworden, dass ich mit meiner "Liebe" nicht glücklich werden kann, weil ich zu sehr an meinen Kindern hänge. Und irgendwas verbindet mich ja auch noch mit meiner Frau.
Nun bin ich vor 6 Wochen wieder zuhause eingezogen und wollte mich eigentlich mit meiner Partnerin auseinander setzen. Wir wollten zur Eheberatung, unsere Probleme anpacken. Nur ist es so, dass unser Großer immer schlimmer wird. Er ist jetzt 7 Jahre alt, das Zeugnis eine Katastrophe - die Lehrerin sagt, er ist nicht dumm, sogar sehr klug. Nur, er hat halt einfach keine Lust. Morgens ist schon Theater, wenn es ums aus dem Haus gehen geht. Er will keine Jeans anziehen und nur mit Jogginghose zur Schule gehen, er schreit so lange rum und ich bin am Ende mit den Nerven. Dann kommen wieder so Sätze wie "Geh weg, wir brauchen dich nicht" oder er schreit "Ihr mögt mich ja eh nicht, ihr mögt nur den anderen"... mit dem anderen, da meint er seinen Bruder, der jetzt 1 1/2 ist. Sicher widmet man so einem kleinen Kind mehr Aufmerksamkeit und ich versuche, den Großen gleichwertig zu behandeln und noch mehr auf ihn einzugehen, aber der Große will ALLE Aufmerksamkeit.
Nun sagte die Kinderärztin zu meiner Frau, dass wir mit dem Großen zum Psychologen gehen sollen. Denn er hat zwei Probleme: Seinen kleinen Bruder und seine Eltern, die nicht wissen, ob sie noch eine Zukunft haben.

Ich weiß, die Probleme meiner Kinder stehen für mich an erster Stelle, ich versuche, nach der Arbeit dem Großen viel Zeit zu widmen, wir gehen jetzt auch gemeinsam zu dieser Kinderpsychologin...

Nur....
Eigentlich wollte ich an meiner Ehe arbeiten.
Das bleibt momentan wieder total auf der Strecke.
Ich merke, wie mir im Vater-Sein, so sehr ich meine Kinder liebe, mein Mann-Sein abhanden kommt. Ich merke es deswegen, weil ich nun wieder fast jeden Tag mit meiner "Geliebten" telefoniere. Obwohl ich den Kontakt eigentlich abbrechen müsse. Doch es tut so gut, mit ihr zu reden. Zuhause, da drehen sich alle Gespräche nur um die Kinder, besonders den Großen. Freiräume kann ich mir schaffen, in dem ich sportle. Ich jogge, fahre Rad, gehe Skilanglaufen in meiner Freizeit. Und dann hab ich wieder ein schlechtes Gewissen weil meine Frau mit den Kindern allein zuhause hockt. Und nicht klar kommt.
Meine Frau, sie ahnt wohl dass ich noch Kontakt mit "ihr" habe. Sie spricht mich nicht darauf an, obwohl die Sache erst vor 6 Wochen "beendet" wurde. Sie weiß, sie muss mir vertrauen. Und sie hat Angst, dass ich irgendwann wieder zu "ihr" gehe, es daheim nicht mehr aushalte. Nur momentan ist die Gefahr relativ "gering", denn die Probleme unseres "Großen" schweißen uns als Familie dann doch zusammen...

Wenn da nicht ständig diese Sehnsucht nach "ihr" wäre...
Ich habe nicht viel freie Zeit, bin mit Familie, Beruf etc. recht eingespannt doch allein wenn ich morgens unter der Dusche stehe denke ich an SIE. Kürzlich waren wir bei Bekannten zur Wohnungseinweihung eingelade und ich stelle mir vor, wie es wäre, mit IHR eine Wohnung zu haben. Der neue Ikea-Katalog flattert ins Haus und ich blättere drin herum und überlege, was ich mir wohl für ein Bett kaufen würde, wenn WIR zusammen leben würden.
Ich gehe langlaufen und stelle mir vor wie es wäre, wenn SIE mit mir im Schnee sporteln würde.
Von der Tatsache, wie sehr mir der Sex mit IHR fehlt, ganz zu schweigen....

Ich weiß nicht.... ich bin mit meiner Familie nicht direkt unglücklich nur ich weiß nicht ob ich damit jemals wieder zurecht komme...
Ich habe auch das Gefühl, meiner Frau kommen die Probleme mit unserem Großen gerade recht, denn so haben wir beide wieder was zum "vorschieben", die Beziehungsanalyse zögert sich hinaus und die Gefahr, vor den "Trümmern unserer Ehe" zu stehen, ist vorerst gebannt.
Naja, vielleicht stellt sich auch heraus, dass wir unsere Liebe neu beleben können und es geht gut. Und ich weiß, ich muss irgendwann mal damit anfangen, mich mit meiner Frau zu "beschäftigen", unsere Beziehung zu analysieren...

Doch in der Familie bleibt dafür wenig Platz.
Und meine "Liebe"? Gestern haben wir uns getroffen und ich bin nur in ihren Armen gelegen. Habe ihr erzählt von den Problemen mit dem "Großen"... von meinen Problemen in der Arbeit. Wie es mir geht. Dass ich oft an sie denke....
Ich knicke schon wieder ein, ich beginne schon wieder mit diesen heimlichen Treffen und dabei habe ich noch gar nicht richtig angefangen mich mit meiner Frau auseinander zu setzen....

SIE hat mir gestern an den Kopf geworfen, die Probleme mit dem Großen zum Anlass zu nehmen, die privaten Probleme zu verdrängen. Sie meinte, es bringe nichts, wenn man jetzt mit dem Sohn zum Psychologen rennt, der die Probleme analysiert und wenn alles überstanden ist merkt der Vater, dass er es mit seiner Frau nicht mehr auf die Reihe kriegt und zieht aus und dann ist der Sohn wieder am Anfang angelangt.
SIE meint, eine Therapie für die gesamte Familie wäre sinnvoll.....

Ich weiß auch nicht... SIE unterstützt mich sehr, bringt Verständnis für mich auf denn sie sagt, wenn ich mich entgültig für meine Familie entscheide dann kann auch Sie mit einem neuen Leben beginnen und müsse nicht immer hoffen....

Eine Eheberatung kommt weder für meine Frau noch für mich in Frage, haben oft schon darüber gesprochen. Ich glaube, unser Problem liegt woanders. Ich war schon beim Psychologen und der meinte, ich würde mit der Zeit schon merken, wo mein Herz hängt. Mein Herz hängt an den Kindern, das habe ich jetzt erkannt. Ein Leben ohne meine Familie kann ich mir nicht vorstellen. Nur glaube ich muss ich damit leben, dass der Mann in mir dann wohl für immer auf der Strecke bleibt...

Beitrag von patricks_mama 23.02.06 - 14:32 Uhr

Hallo,

ich glaube weniger, dass euer Sohn das Problem ist sonder DU. Denn du kannst dich nicht entscheiden und hüpfst ständig zwischen der Geliebten und deiner Familie hin und her und bringst damit eine enorme Unruhe in die Familie. Kein Wunder, dass euer großer damit überhaupt nicht klar kommt und dir solche Dinge an den Kopf wirft. Wie soll er es denn sonst aufnehmen. Erst bist du zu Hause, paar Wochen später ziehst du wieder zu deiner Freundin, dann noch paar Wochen später kommst du wieder. Und da wunderst du dich, dass dein Sohnemann verwirrt ist und dir null vertraut ?

Also ich wunder mich da nicht - der arme Junge fällt mir dazu eigentlich nur ein, tut mir leid.

Am besten für euch alle wäre, du würdest dir eine eigene Wohnung suchen und von BEIDEN Frauen Abstand bekommen, die Kinder geregelt alle 14 Tage (oder öfter) zu dir nehmen damit alle erstmal zur Ruhe kommen - das ist doch kein Zustand. Dann wird sich euer großer auch wieder etwas sicherer fühlen und dir wieder mehr vertrauen können. Vielleicht kannst DU dich dann auch irgendwann mal entscheiden. Aber deine Kinder werden so zumindest nicht mir reingezogen. Ist ja echt furchtbar.

LG, p. m.

Beitrag von jonas1965 23.02.06 - 14:47 Uhr

Es gibt kein Hin- und Her mehr. Ich habe mich fest entschlossen, das mit meiner Familie durchzuziehen. Und ich glaube auch nicht, dass WIR das Problem für unseren Großen sind, sondern sein kleiner Bruder. Es ist nur schwierig für mich weil in den Problemen mit dem Großen die Beziehung zu meiner Frau wieder auf der Strecke bleibt und ich nicht weiß, ob ich das jemals schaffe....

Beitrag von kruemlschen 23.02.06 - 15:02 Uhr

man, wenn ich das lese, dann wird mir ganz schlecht :-%

Deine arme Familie! U auch Deine Freundin tut mir leid!

Weißt Du eigentlich was für ein Egoist Du bist?? :-[

"Es gibt kein Hin- und Her mehr. Ich habe mich fest entschlossen, das mit meiner Familie durchzuziehen."

Na wenn es kein Hin- und Her mehr gibt, warum warst Du dann gestern bei Deinder Freundin und nicht bei Deiner Familie?? Warum telefonierst Du dann regelmäßig mit Deiner Freundin??
Gibt es das Hin- und Her erst seit heute nicht mehr? #kratz

"Und ich glaube auch nicht, dass WIR das Problem für unseren Großen sind, sondern sein kleiner Bruder."

Du hast wohl überhaupt keine Ahnung von Kindern, oder??
Wer außer Euch soll denn sonst das Problem sein??
Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass Dein jüngerer Sohn an den Problem Deines älteren Sohnes schuld ist #schock

Ein Kind, dass solche Verhaltensmuster aufzeigt, fühlt sich nicht als fester und wichtiger Bestandteil einer Familie! Und die logische Reaktion darauf ist 1. dass er den kleinen Bruder als schludigen sieht, denn der bekommt ja viiiiiel mehr Aufmerksamkeit und 2. dass er Problem macht um AUFMERKSAMKEIT zu erregen. Damit er von Euch, von DIR beachtet wird!!

Wer außer DIR und Deiner Frau soll Eurem Sohn das Gefühl geben können genauso wichtig in Eurer Familie zu sein wie sein kleiner Bruder????
Nur Ihr könnt ihm das Gefühl geben geliebt zu werden!!

Deine Frau hat ganz recht, Ihr solltet alle gemeinsam eine Familientherapie machen! Denn nur dort werden ALLE Probleme gemeinsam angepackt! Und da wo es am meisten brennt, kann ein Therapeut als erstes helfen. Und wenn der Therapeut der Meinung ist, dass zusätzlich eine Einzeltherapie für Euren Sohn, oder eine Eheberatung notwendig ist, dann wird er Euch das sagen.

Dann wäre auch Dein vorgeschobenes Zeitproblem (Es ist nur schwierig für mich weil in den Problemen mit dem Großen die Beziehung zu meiner Frau wieder auf der Strecke bleibt und ich nicht weiß, ob ich das jemals schaffe.... ) gelöst. Denn wenn mir etwas wichtig ist, dann kann ich mir die Zeit nehmen!
Steck doch ein bisschen mit Deinem Sport und Deinen alleinigen Aktivitäten zurück. Die Zeit die Du gestern bei Deiner Affaire verbracht hast, hättest Du nutzen können um Dich um Eure Beziehung zu kümmern!

Wenn ich Deine Frau oder auch Deine Freundin wäre, würdest Du schon lange vor der Tür sitzen!

Orde endlich Dein Leben neu und Entscheide Dich, was Dir wichtiger ist!
Dein ganzes Umfeld muss unter DIR leiden, nur weil Du so ein Egoist und obendrein noch so ein Weichei bist!

Ich hoffe für Deine Familie, dass Du das bald geregelt kriegst!

Gruß Krüml #mampf

Beitrag von patricks_mama 23.02.06 - 14:59 Uhr

wenn ich aber lese, dass du deine Geliebte schon wieder anrufst und vermisst und wie schön es doch wäre mit ihr #bla dann hast du dich in meinen Augen noch nicht entschieden.

Such nicht die Schuld bei dem Kind - das schreit nur nach Liebe und Aufmerksamkeit und ihr hört es nicht.
Schade.

LG - p. m.

Beitrag von jonas1965 23.02.06 - 15:20 Uhr

Ich suche die Schuld nicht bei meinem Sohn. Er ist schwierig, war es von Geburt an, aber das ist nicht das Problem. Er braucht Aufmerksamkeit, mehr denn je, auch von meiner Seite. Was schwierig ist, mit einem 1 1/2-jährigen Kind und einer Frau, die ebenfalls nach Aufmerksamkeit ruft.
Ich habe mich entschieden - weil es für mich kein Leben ohne meine Familie gibt.

Beitrag von gh1954 23.02.06 - 17:47 Uhr

>>> Ich habe mich entschieden - weil es für mich kein Leben ohne meine Familie gibt. <<<

Für wie lange diesmal.?

Du denkst doch ständig an die andere. Du WILLST deine Frau doch gar nicht mehr, du willst Kontakt zu den Kindern, aber kein Familienleben, versteh ich ja :-[, ist ja auch anstrengender als eine Geliebte.

Schön ist, dass du wenigstens dran denkst, dass deine Frau alleine zu Hause sitzen muss, während du zu deiner Entspannung "sportelst"und dir dabei deine Geliebte herebeiwünschst, wie bei fast allem, was du tust.
Du bist echt ein Prachtexemplar von Mann....:-(

Beitrag von stiller leser 23.02.06 - 14:41 Uhr

Kann es sein das deine Frau auch hier im Forum schreibt? Habe diese Geschichte schon mal aus der Sicht der Frau hier gelesen!

Beitrag von jonas1965 23.02.06 - 14:45 Uhr

Nein, das glaube ich nicht. Habe selbst erst vor ein paar Wochen von meiner Freundin von dem Forum erfahren. Glaube ich nicht. Das wär kein guter Zufall ...

Beitrag von stiller leser 23.02.06 - 15:00 Uhr

habe eben ihr erstes Posting gefunden, kannst ja mal schauen:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=16&id=292655

Beitrag von gh1954 23.02.06 - 17:39 Uhr

Mir kommt diese Geschichte auch sehr bekannt vor.

Beitrag von kerstinmitlea 23.02.06 - 14:54 Uhr

Bist Du der Mann von "Nicole71" ???

Klingt nämlich verdächtig danach...

WIE egoistisch kann man denn eigentlich sein?? Dein Herz hägt an den Kindern... ja und? Wo liegt das Problem mit Deiner Liebschaft was auch immer zu machen und Dich trotzdem um die Kinder zu kümmern? schaffen tausend andere Männer auch, aber anscheinend immer noch viel zu wenige!!

Du machst seit Jahren dieses hin und her... und Dein letzter Satz ist:

Nur glaube ich muss ich damit leben, dass der Mann in mir dann wohl für immer auf der Strecke bleibt...

Jaaaa bemitleide Dich ruhig noch ein bisschen weiter!!!

Deine Kinder tun mir leid, wenn ich Deine Frau wäre hätte ich Dir lägst die Bratpfanne übern Schädel gezogen und Deine KLamotten vor die Tür geworfen!!

Was willst Du eigentlich von uns hören????

Beitrag von sweethart 23.02.06 - 15:00 Uhr

Oh mensch, das hört sich aber sehr sch... an. Du tust deinen Kindern auf jeden Fall keinen Gefallen, wenn du so unsicher im Sessel sitzt. Das merken die auch. Kinder sind nicht doof!!!! Ich denke, innerlich hast du dich schon entschieden, du bist nur (tschuldigung) zu feige es auszuführen. Trennt euch lieber und vereinbart ein gemeinsames Umgangsrecht mit den Kindern. So wird das auf jeden Fall nix mit eurer Familie. Hier sind alle unglücklich: Deine Frau: sie merkt, dass du fremd gehst, Deine Kinder: die bekommen das gefühlschaos auch mit und du: naja, wie du eben beschrieben hast. Du kannst gerne über meine Visitenkarte kontakt suchen, ich würd mich freuen. Ich kann deine innere Stimmung gut verstehen, aber ändern kannst nur du was an der Situation. Entweder Trennung (fände ich fast für alle Beteiligten das beste) oder du lässt das mit IHR und konzentrierst dich voll und ganz auf deine Familie. Vielleicht hab ihr noch ne Chance.;-)

Beitrag von jonas1965 23.02.06 - 15:21 Uhr

Danke.
Ich will ja meine ganze Kraft in meine Familie stecken denn meine Kinder bedeuten mir ALLES...

Aber es ist schwer, SIE zu vergessen. Verdammt schwer...

Beitrag von sweethart 23.02.06 - 15:26 Uhr

Wie sieht es denn gefühlsmäßig deiner Frau gegenüber aus? Bist du nur noch aus Mitleid mit ihr zusammen, oder sind da noch echte Gefühle. Das musst du halt erstmal wissen. Denn wenn gar keine Liebe mehr da is, dann bringts doch nicht mehr soooo viel#schmoll

Ist SIE es wirklich wert, die Familie aufs Spiel zu setzen?#schmoll

Beitrag von jonas1965 23.02.06 - 15:30 Uhr

Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, wie viel Gefühl für meine Frau noch da ist. Das will ich eben jetzt heraus finden... nur mit den ganzen Problemen mit dem Großen wird das "Vorhaben" jetzt wohl hinten angestellt.
Ein Beispiel: Letzte Woche wollte ich mit ihr etwas unternehmen, nur einen Einkaufsbummel machen, weil ich ja wissen muss, wie es mir mit "ihr alleine" geht. Alles war schon geplant aber dann machte der Große so Chaos weil er zur Oma musste dass wir es hinten anstellten.
Abends wenn die Kinder im Bett sind kommen wir zwar zum Reden aber alles dreht sich um die Kinder. Ist ja auch ganz normal....

Ob SIE es wert ist? Ich weiß es nicht. #schmoll
Ich liebe SIE, aber meine Kinder liebe ich mehr...

Beitrag von sweethart 23.02.06 - 15:40 Uhr

Mensch, dann mach doch mal abends n bißl was romantisches. Wenn die Kids im Bett sind, stellste n paar Kerzen auf den Tisch, holst ne Rose aus der Ecke (die du vorher gekauft und versteckt hast) und ihr trinkt n Gläslein Sekt miteinander. Mach ihr n süßes Geschenk und zeig ihr, dass du noch Interesse hast. Ihr dürft nicht die Kinder zum absoluten und einzigen Gesprächsthema haben. Ihr müsst auch andere gemeinsame Interessen für euch finden. Und auch mal abschalten können. Wenn die Kids im Bett sind, sind sie im Bett, dann könnt ihr euch eurer Beziehung widmen und da brauchst du das nicht hinten anstellen. Wie lange ist SIE nochmal in deinem Leben?

Beitrag von jonas1965 23.02.06 - 15:45 Uhr

Sorry, aber das kann ich nicht. Da ist meine Frau nicht der Typ für, der auf sowas abfährt. Und ich könnte das nicht. Müsste mich dazu zwingen, aber selbst dann könnte ich es nicht.

SIE? Fünf Jahre, Sieben Monate und drei Wochen ist es her, dass wir uns das erste Mal geküsst haben...
Das Problem ist, dass SIE Bedürfnisse in mir geweckt hat, die ich vorher nie kannte. Sex mit meiner Frau war nie "berauschend" und wird es auch nie, war nie leidenschaftlich und wird es auch nie. Es war Sex, mehr nicht.
Mit IHR ist alles anders. Ich sehne mich oft danach, IHR einfach nahe zu sein. Bei ÍHR fühle ich mich geborgen, sie weckte ganz neue Sehnsüchte, die ich nun vergessen muss. Für immer....

Wenn die Kids im Bett sind ist es 21 Uhr, dann reden wir noch ein bisschen und dann gehen wir ins Bett. Zu mehr bin ich momentan nicht in der Lage. Versuche ansatzweise, ein normales Familienleben hin zu kriegen, damit die Kinder nicht noch mehr darunter leiden. Ich habe in 6 Wochen erst einmal mit meine Frau geschlafen. Es war nicht wirklich schlimm, aber es wird wohl nie so wie mit IHR. Das ist schon ein komisches Gefühl. Und dieses eine Mal ging die Initiative auch voll von meiner Frau aus. DAZU kann ich mich wohl noch lange nicht aufraffen....

Beitrag von sweethart 23.02.06 - 15:56 Uhr

Du bist mir einer. Lies doch mal bitte deinen letzten Beitrag..:-p Du hast dich doch schon entschieden. Ich kann nur sagen: Zieh die Trennung durch, aber ohne Geschrei und Gezicke. Da kommt für die Kinder wieder Ruhe rein und der Große wird auch wieder besser in der Schule werden. Du machst mit deiner falschen Fürsorge nur noch mehr Fehler und es wird dadurch alles nur schlimmer#schmoll Deine Frau und die Kinder werden das verkraften. Du verlierst doch dadurch deine Kids nicht. Ganz im Gegenteil, vielleicht wirst du sogar mehr gewinnen dadurch. Wenn du ausgeglichener bist, wenn du dann bei IHR bist, dann sind sie es auch. Zumal deine Frau dann auch ausgeglichener sein wird, wenn der Schlussstrich gezogen ist. #schmoll So hart wie das klingt, beende die Sache mit deiner Frau. Kümmert euch um ein ordentliches Umgangsrecht mit den Jungs und du wirst sehen in einem Jahr sieht die Welt wieder anders aus... ;-) (Meine Meinung)

Beitrag von arktisa 23.02.06 - 16:02 Uhr

Ganz ehrlich: ich glaube nicht, dass deine Frau und du eine wirkliche Chance habt. Du bist in Gedanken und mit deinen Gefühlen ja komplett bei deiner Freundin. Du sehnst dich scheinbar mit jeder Faser nach ihr. Was könnte deine Frau tun, damit du dich ihr wieder zuwendest? Ich sehe da nicht viele Möglichkeiten.

Was dich bei deiner Frau hält sind scheinbar einzig und allein die Kinder. Sowas kann nicht wirklich gut funktionieren.
Du kannst auch anders für deine Kinder da sein. Glaube mir, zumindest dein großer Sohn merkt, dass da was nicht gut läuft. Sicher ist das nicht der einzige Grund für seine Schwierigkeiten, aber leichter macht es ihm die Stimmung zu Hause sicher auch nicht.

Mach erstmal keine Familien- oder Eheberatung sondern suche dir allein einen Therapeuten, der dir aus der emotionalen Zwickmühle einen Weg weisen kann. Paar- oder Familientherapien können folgen, wenn du eine endgültige und für dich umsetzbare Entscheidung getroffen hast.

Letztendlich kann man gemeinsam Eltern bleiben auch wenn man nicht mehr zusammen lebt und die Liebe zueinander gegangen ist.

Alles Gute

Beitrag von pauline_b 23.02.06 - 15:30 Uhr

Wenn man seine Kinder liebt und sie nicht verlieren will, dann muss man zu seinen Entscheidungen stehen. So oder so !

LG
Pauline

Beitrag von dersee 23.02.06 - 16:35 Uhr

...hallo Jonas, ich gucke hier mittlerweile selten, habe aber vor Zeiten schon alle mit meiner sehr ähnlichen Geschichte genervt. Als Mann zwischen Familie und anderer Frau, - habe es vor 2 Jahren beendet, (die Affäre gin ein apar Monate, abner die Anabhnung war über 2 jahre) und bin erst seit kurzem "clean" und zwar auch innerlich. Bin froh bei meiner Frau und den Kindern zu sein. Und doch: es war die schwerste Zeit meines Lebens. Und das ist zwar selbstmitleidig, und doch noch anders. Ich kann dich sehr gut verstehen. Es geht aber einigen Männern so.

Und hier gibt es schnell viele die sagen: "trenn dich, und tue dir und anderen den Gefallen, etc..." und die wissen auch immer ganz genau was man tun soll, und wie das geht. Und man "organisiert " dann so sauber eine Trennung redet mit einem Fachanwalt und Psycholeuten haufenweise über Umgangsrechte und Kinderfragen, und strukturiert so perfekt seine neue Lebensphase, - alle sind vernünftig , und alle reden miteinander und klären alle Fragen, und dann wird alles gut, - wie toll ist doch die Welt, wenn man nur will... und du, wenn du das liest, denkst, wie ich es dachte: bin ich ein Versager...?!

Nein, verdammt bist du nicht! Und was mich auch ankotzt sind manche Frauenmeinungen: da steht einer endlich mal zu seinen Kindern, und dann ist es auch nciht richtig, oder wie?!? Tausenden Männer rennen einfach weg, sobald "frischeres" Fleisch gewittert wird, und sobald Sexualhormone jede sachliche wie andere emotionale Grundlage übersteuern. Ist das etwa "besser"?! frage ich mich oft...

...und dann stehst du da, und quälst dich mit deiner Frage deiner Sorge, und kannst weder was dafür, daß du dich in eine andere Frau verliebt hast, noch daß dir deine Kinder unersetzlich sind. Und dann bist du einfach ein Schwächling, in den Augen mancher! Lass dir sagen: Du bist das nicht! Gewinne deine eigenen Aspekte, - es dauert länger aber gewinne sie selber, und dann ist es eben so, daß eine Entscheidung die fiel, einfach über längere Zeit wieder ein Fundament braucht, und das ist quälend, aber es geht. Ich war höchst verzweifelt, hatte depressionen, wusste nicht aus noch ein, - aber letztlich: es geht. Ich bin wieder ein mensch, und auch nicht mehr unzufrieden...

Du kannst mir gerne über die Visitenkarte schreiben, - aber eines vorweg, deine Ausselnliebe tut dir gut, - aber sie lebt nicht den Alltag den deien Frau mit dir teilt. Sie ist nicht verlgeichbar, nicht nur von ihrer Art her sondern von ihrem Umfeld, - du "besuchst" sie nur! Und das ist was ganz, gan anderes! Sie ist ne Insel, - aber das würde sie nie bleiben, denk dran!

Und darum: beende das, - sonst kannst du nichts klären. Wenn dir das mit den Kindern so weh tut, dann beende es. Ich verspreche dir: du findest zurück, und du erkennst auch die Seiten an deine Frau wieder, die dir wichtig sind! Es braucht nur Zeit, und deinen Willen, und Geduld, viele Kämpfe, aber das Pendel wird sich ausschwingen...

Gruß

dersee

Beitrag von sweethart 23.02.06 - 16:41 Uhr

Ich finds n bißl blöd von dir, dass du n bißl abwerten grad von Meinungen von uns redest. Ich zum Beispiel hab nur die Meinung dazu gesagt, der ich bin. Mit seiner anderen das geht nicht umsonst schon über mehrer Jahre und nicht wie bei dir die Affäre nur n paar monate. Außerdem wollt er das ja beenden und hat es nicht geschafft. Die Kinder leiden schon darunter. Ich bin auch ein Scheidungskind und Ruhe hatte ich endlich, als das Gefühlschaos beendet war. Sicher hast du da deine Erfahrung gemacht und ich finde es auch super toll, dass du den Weg zu deiner Familie zurückgefunden hast, aber manchmal geht das halt irgendwie nicht mehr. Ich würde es mir für die Familie dort wünschen, aber es spricht irgendwie sehr wenig dafür.

Beitrag von dersee 23.02.06 - 16:55 Uhr

..o.k., vielleicht hast du Recht. Aber die Frau die ich liebte war verdammt auch (m)eine große Liebe!! Wirklich. Und das beruhte auf Gegenseitigkeit. Alles in allem habe ich zuhause 2 Jahre innerlich rumgezappelt, und meine Frau hats gespürt, . allerdings, und da hast du recht: ich hatte wirklich Schluß gemacht mit der Geliebten.

Nur , heute muß ich sagen: Liebe ist auch ne Art Krankheit, die fängt dich über lange Zeit. Aber: jede Liebe vergeht einmal, jede!
Aber man muß schon auch mal gucken, was dann eigentlich passiert, wenn man die "Konsequenzen" zieht, verstehst du? Als Mann sich mal fragen: will die neue Frau auch Kinder? Schön, - aber will ich das? Will ich zu den Problemen die ich durch Trennung und die emotionalen Verletzungen erzueugt habe noch neue obendrauf? Wiederholung, vielelicht sogar??

Weißt du: der Jonas mag ebenfalls einfach nur etwas sensibler als der Durchsnitt sein, - und da fällt es sehr schwer, aus allen Herzenseinflüssen heraus "klar" und sauber, und für alle eindeutig eine Entscheidung zu treffen, über allem zu stehen, mit stolzer Brust zu sagen"so ist es nunmal, ich bin ein Mann, ich gehe, so ist es für alle besser!", - und dann finde die Kinder Mut etc...
Weißt du wie ich mich fühlte, als ich 2 mal eine kurze Zeit von zuhause weg war (nach über 18 jahren mit meiner Frau) ich sags dir: wie ein Baum dem, man lebendig die Wurzeln abgerissen hat. Und dann denkst du nicht mehr an deine "neue Liebe", sondern dann bleibt dir der Kloß im Hals und du merkst, was dir fehlte, an Vertrautheit, Geborgenheit und Wärme...Dann merkst du`s...

Allerdings hast du voll recht, das Jonas mit der anderen Frau einfach Feierabend machen muss und zwar endgültig, sonst muß er wirklich gehen... Der Zeitraum ist in der Tat sehr lang...

Gruß dersee

Beitrag von jonas1965 23.02.06 - 17:14 Uhr

Hallo Dersee,
ich dachte nicht dass es jemand ähnlich gehen könnte wie mir. Dein Bild vom Baum, dem man lebendig die Wurzeln abgerissen hat... ich könnte es nicht besser beschreiben...

Bei mir geht die Sache allerdings schon länger, meine Frau und ich sind ja jetzt offiziell getrennt seit Oktober 2005 (sie war beim Anwalt) und ich bin erst seit 6 Wochen wieder daheim eingezogen, sie will das mit der Trennung erst rückgängig machen wenn wir uns sicher sind.
Bist du sicher, dass Liebe einmal vergeht?
Was du schreibst, diese Wärme, diese Geborgenheit... die bekomme ich eigentlich von meiner Geliebten. Ja, von meinen Kindern auch. Aber es ist etwas ganz anderes...
Gerade eben haben wir wieder telefoniert weil ich einfach ihren Rat haben wollte in einer beruflichen Sache... sie ist immer noch mein erster Ansprechpartner und ich muss ehrlich sagen, dass ich mit ihr über alles reden kann.

Nein, ich bin kein Weichei, nur ich sehe nicht, wie ich Kinder und meine "Liebe" unter einen Hut bringen könnte. Das "Vater sein" hat sich für mich erledigt, wenn ich mich von meiner Frau trenne - soviel steht fest, sie wird weg ziehen und ich kann meine Kinder nicht sehen (zumindest bis es eine gerichtliche Regelung geben wird doch das kann dauern)....

Meine Frau sagt immer, es könne nicht so schnell gehen, schließlich hätte ich sechs Jahre lang ein paralleles Leben geführt - mit einer anderen Frau.
Nur... wie lange dauert es, bis der Schmerz nachlässt? Diese Sehnsucht nach der anderen Frau? Dieses Gefühl, am liebsten ins Auto steigen zu wollen und zu flüchten?

Oh Mann, wenn ich nur daran denke, wie sie einen anderen kenne lernen könnte und ihn küsst .... da dreh ich glatt durch. Andererseits verlange ich von IHR, Verständnis dafür aufzubringen dass ich wieder mit meiner Frau schlafe....
Ganz schön pervers, oder?

Den Kontakt ganz abbrechen... nein, ich glaube das kann ich nicht. Noch nicht. Vielleicht wird er mit der Zeit weniger, aber ... nein, das kann ich nicht....
Mich interessiert es ja trotzdem, wie es ihr geht, was sie macht....
:-(

Wie konntest du deine Liebe vergessen?

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