Wer hat noch Probleme mit dem Kaiserschnitt - in jeder Hinsicht?

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Beitrag von mamisteffi 23.02.06 - 14:52 Uhr

Hallo,

bei mir mußte leider ein KS gemacht werden, weil mein Becken zu eng ist und meine Kleine einen Dickschädel hat ;-)

Als ich das damals erfahren habe, war ich fix und fertig, ein KS war für mich nie ein Thema - im Gegenteil - bloß nicht. Ich hab´ tagelang nur geheult#heul

Der KS an sich war ganz easy. Der Momemt in dem ich meine Tochter sah war unvergeßlich, da war mir dann alles andere piepegal.

Ich hatte danach dann ziemliche Schmerzen, da die Narbe sich entzündet hat. Ich hatte auch einen Milchstau und Fieber und Schüttelfrost. War ziemlich ätzend - aber ich stille immer noch voll **stolz**

Alles in allem war der KS kein schönes Erlebnis und ich fühle mich immer noch ein wenig um eine "richtige" Geburt betrogen.

Ich hatte mir das alles so schön vorgestellt. Dieser Moment, wenn man die Kleine in die Arme bekommt, in dem die Schmerzen wie weggeblasen sind, das bekommt man doch immer in den schönsten Farben geschildert. #bla

Allerdings hatte ich auch total romantische Vorstellungen von einer SS, von wegen kleiner Kugelbauch und so.

Ich habe insgesamt 33 kg zugenommen, das meiste davon waren Wassereinlagerungen. Ich mußte dauernd zu meinem FA, weil der Angst hatte, ich könnte eine Schwangerschaftsvergiftung bekommen. Hab´ sogar fast zwei Wochen im KH gelegen - in der 23. Woche glaube ich.

Tja, da hatte ich mir wohl was vorgemacht. Eigentlich wollten wir noch ein Kind, will ich auch immer noch, so in zwei Jahren. Aber wenn ich denke, das alles noch mal mitzumachen #schock

Mein FA und die Hebi meinen auch, daß das nächste wohl auch per KS kommen müßte #heul#heul#heul

Davon abgesehen ist mein Bauch so um die Narbe rum noch total taub. Fühlt sich zum :-% an.

Naja, ist ganz schön lang geworden, sorry. Wem geht es ähnlich? Würde mich echt interessieren.

VLG Steffi + #baby Sara

PS Trotz allem würde ich alles wieder genauso machen, wenn ich meine Kleine nur ansehe.

Beitrag von money2901 23.02.06 - 15:08 Uhr

hallo steffi,

ich kann dich total verstehen...mir ging es fast genauso...

ich hatte auch 32 kg zugenommen....an dem tag des blasensprungs, ist meinem blöden FA aufgefallen das ich wohl eine s-vergiftung hatte...#augen (danke, das er vorher meine beschwerden über meine wassereinlagerungen ernst genommen hatte...)

nach 15 stunden wehen wurde auch ein not-KS gemacht, da wie sich DANACH rausstellte, mein becken auch zu schmal ist...#heul

ich hatte nie an einen KS gedacht und wollte auch nie einen, ich wollte unbedingt eine normale geburt erleben...

ich hatte es am anfang schwer eine verbindung zu meiner kleinen aufzubauen, da ich sie erst einen tag später zu sehen bekam, da sie sofort in ein anderes KH auf die kinder-intensiv verlegt wurde...(sie hatte eine infektion...#schmoll)

da ich aber unbedingt immer zu meiner kleinen wollte, bin ich relativ schnell aufgestanden und so hat sich meine narbe auch relativ gut entwickelt...

ich habe aber auch dieses taubheits-gefühl und sie ist auch sehr wulstig...


ich habe mich am anfang schon sehr als "looser" gefühlt..da ich es nicht geschafft habe, meinem baby einen normales start ins leben zu geben...


ich habe mir schon immer ein 2. kind gewünscht..aber da man mir gesagt hat, dass ich eine normale geburt nur erleben kann, wenn das kind sehr klein ist... (meine maus war bei der geburt 51 cm und 2790g...also ein noch kleineres baby??#kratz), werde ich wohl kein 2 kind mehr bekommen...da für mich die geburt, durch einen KS, einfach viel zu enttäuschend war und ich doch sehr seelisch damit zu kämpfen hatte...

LG money und #babytyra 26.08.05

Beitrag von mamisteffi 23.02.06 - 15:38 Uhr

Hallo,

danke für Deine Antwort. Geht mir ja wohl nicht alleine so #schmoll

Ich denke, wir sind aber keine Looser, sondern eher Gewinner, wenn man sich die kleinen Mäuse so anschaut. #huepf Dein #baby ist ja auch ´ne ganz süße.

Deine Geschichte ist ja noch ´nen Zahn schärfer als meine. Ich hatte ein paar Wochen Zeit mich an den Gedanken KS zu gewöhnen, das war Dir ja leider nicht vergönnt. Ich hatte auch eine Spinal, d. h. ich hab´ alles mitbekommen. In der Zeit in der ich zugenäht wurde, hat mein Mann die Kleine auf der Brust liegen (Haut an Haut). Als ich aus dem OP kam, hab´ ich sie dann bekommen.

Hat eine ganze Stunde gedauert bis ich fertig war, ich konnte es kaum aushalten. #augen Aber einen Tag später...... kann ich mir kaum vorstellen.

Meine Tochter hatte 51 cm, 3955 g und 38 Kopfumfang. Mein FA hat gemeint, also bei einem kleineren Baby wohl auch eher wieder KS.

#danke und #liebdrueck

Steffi + #baby Sara

Beitrag von anita24883 23.02.06 - 16:52 Uhr

Hey Steffi

Bei mir war es ziemlich genau gleich. Nach insgesammt 4 Tagen Wehen (mal mehr mal weniger aber die letzten 30 Stunden waren schon heftig) hat man festgestellt, dass mein Kleiner Mann wohl zu groß ist und ein KS gemacht werden muss.

Als er da war hatte er auch stolze 3915g und 55 cm.

Ich kann dir empfehlen das Buch von Theresia-Maria de Jong und Gabriele Kemmler zu kaufen. Heißt: KS, wie Narben an Bauch und Seele heilen können.

Das stand hier mal als Buchtip drin, bin aber noch nicht dazu gekommen mir das zu kaufen. #hicks

Ich hatte mir das alles irgendwie auch schöner vorgestellt aber nun ists halt so gekommen.

Ich denk immer, hauptsache mein Kleiner Mann ist gesund und munter. Um die Narbe an meinem Bauch ists auch noch etwas taub, aber das gibt sich mit den Monaten. (hört sich furchtbar lang an)

LG Anita + Elias *1.10.05

Beitrag von putzi2005 23.02.06 - 18:06 Uhr

Hallo,

mir gehts derzeit ähnlich.

Ich habe vor gut 3 Wochen meinen Sohn per ungeplantem Kaiserschnitt zur Welt gebracht.
Nach ca. 12 Stunden (wegen vorzeitigem Blasensprung eingeleiteten) Eröffungswehen durfte ich 2 mal pressen und dann war klar, dass er da so nicht rauskommen wird. Diagnose "Hoher Geradstand".
Als das Wort "Kaiserschnitt" viel, bin ich noch halbwegs cool geblieben. Ich bin dann in den OP gelaufen, wo man mir eine Spinalanästhesie machen wollte. Leider hat das nicht funktioniert. Als dann das Wort "Vollnarkose" viel, wurde ich doch (trotz div. Medikamente) leicht panisch.
Vor einer Vollnarkose hatte ich schon immer Angst und jetzt auch noch zur Geburt..?!

Naja, das nächste, woran ich mich erinnere, ist, dass ich von 2 netten Schwestern auf der Intensivstation gewaschen wurde (wofür ich sehr dankbar war).
Mein Mann kam dann kurz drauf mit einem Foto unseres Sohnes. Bald drauf wurde er mir auch gebracht und schlief erstmal mit mir zusammen den Narkoserausch aus.

Aus medizinischer Sicht ist alles in Ordnung. Die Wunde heilt super, man sieht nur noch einen roten Strich. Das Taubheitsgefühl hält sich auch in Grenzen. Nur die Rückbildung läßt etwas zu wünschen übrig.
Was mir zu schaffen macht, ist das fehlende Geburtserlebnis. Dieses: "... dann sind alle Schmerzen vergessen." fehlt halt. Außerdem fehlt mir der Bezug zwischen Schwangerschaft und meinem Sohn. Ich schaffe es einfach nicht, ihn als denjenigen zu sehen, der 9 Monate in meinem Bauch war. Nichmal mein Mann kann mir da weiterhelfen, der durfte nicht mit in den OP (wegen der Vollnarkose). Ich hab halt nicht mitbekommen, wie er "aus mir raus" kam. Nichtmal ein kleines bißchen. Das ist eigentlich das Schlimmste und macht mir am meisten zu schaffen.

Ich hoffe, das gibts sich bald...

GRuß, Andrea

Beitrag von mamisteffi 23.02.06 - 18:13 Uhr

Oh, mann, das sind ja alles Hammer-Berichte.

Ich kann mich eigentlich nicht beklagen, wenn ich es mal recht bedenke.

Mein Mann war dabei und wir haben jeden Moment bewußt erlebt. Den ersten Schrei und den ersten Blick auf sie.

Trotzdem habe ich sie nicht aus eigener Kraft geboren, es fehlt halt was.

Schön zu wissen, daß man nicht allein so fühlt.

Anita - Danke für den Buchtipp - Ich werde mich mal danach umschauen.

#liebdrueck an alle geplagten KS-Mamis

Steffi + #baby Sara

Beitrag von samweis 23.02.06 - 18:42 Uhr

Hallo,

Ich kann dich gut verstehen. Ich wollte auch immer mindestens 2 Kinder aber nach dem Kaiserschnitt den ich vor einem halbe Jahr hatte muss ich wohl vorher noch ne Therapie machen.

Gar nicht mal wg. dem verpassten Geburtserlebniss sondern weil bei mir die Spinalanästesie nicht richtig gewirkt hat und ich unendliche Schmerzen hatte während der Operation und ich mich deswegen in dem "Geburtsmoment" gar nicht über mein Kind gefreut habe, da ich solche Schmerzen hatte.

Naja und in der Schwangerschaft hatte ich einen Nierenstau dessen Schmerzen ich auch nicht zwingend wieder haben müsste ( aber immer noch lieber als noch mal so nen Kaiserschnitt). Und ich denke wg. dem traumatischem Kaiserschnitt und noch ner schlechten Nachsorge Hebamme hatte ich dann in 5Wochen ca. 11 Milchstaus und habe dann aus verzweiflung abgestillt. Daran hab ich auch noch zu knacken weil ich wirklich gerne lange stillen wollte.

Ich hoffe trotzdem irgendwann noch mal "psychisch" in der lage zu sein ein Kind zu bekommen, da es doch das schönste auf der Welt ist wenn sie erstmal da sind und die ersten "Komplikationen" langsam in der Hintergrund rücken.


Alles liebe
gruss Sam

Beitrag von lenic27 23.02.06 - 19:31 Uhr

Hallo Steffi,

bei mir war das ein bißchen anders.
Ich bin seit meinem 7. Lebensjahr zu einem kleinen Rest rechtsseitig gelähmt. D.h. ich hab' nicht soviel Kraft im rechten Arm wie im Linken und die Fingerfertigkeit lässt auch zu wünschen übrig. Aber ich kann was mit der Hand machen, also es ist schon Kraft da. Mit dem rechten Bein humple ich etwas, was ich selber aber nicht merke. Also, das ist die Vorgeschichte.
Mein FA hat mir etwas 3 Wochen vor dem Geburtsttermin gesagt, das es ein KS werden könnte, da meine Kleine noch sehr weit oben liegt und mein Becken vielleicht zu klein ist. Ich hätte nie einen Wunschkaiserschnitt gemacht, aber wenn's nicht anders geht, war es mir eigentlich egal wie Emilia auf die Welt kommt. Hauptsache gesund. Meine Hebamme hat meinen Bauch daraufhin abgetastet und mich gefragt, wo ich den die Tritte meiner Süßen spüre. Nämlich rechts oben unter der Brust wo normalerweise die Leber ist. So sind wir darauf gekommen, das sich durch meine Lähmung meine inneren Organe verschoben haben und sich meine Kleine halt so den besten Platz gesucht hat. Es aber dadurch nicht bis ganz unten schafft, weil da zuwenig Platz ist (wegen der Organe). Nun ich hab's auf natürlichem Weg versucht, aber leider nicht geschafft. Leider waren dann im OP die Wehen bereits so stark (es war nur noch "eine" Wehe, ich hab' am ganzen Körper gezittert), das der Anästhesist das Risiko einer Spinalbetäubung nicht eingehen wollte und ich eine Vollnarkose bekommen habe. So habe ich meine kleine Tochter erst etwa 1 Stunde nach der Geburt sehen können. Mein Mann und ich wollen auf alle Fälle noch ein Kind, zwar noch nicht so schnell, aber in 2 oder 3 Jahren auf jeden Fall. Und dann werd' ich wohl doch einen Wunschkaiserschnitt machen lassen, damit ich mein Kind gleich nach der Geburt sehen kann.

Emilia ist heute genau 8 Monate alt. Sie ist ein glückliches, sehr zufriedenes Kind das uns sehr viel Freude macht.
Es ist doch eigentlich sch...egal wie ein Kind zur Welt kommt. Ob man nun während der Geburt oder danach Schmerzen hat. Hauptsache das Kind ist gesund.

Nici

Beitrag von raffinessa1981 23.02.06 - 20:30 Uhr

Hallo Steffi und alle anderen KS-Mamas!

Mensch, wenn man eure Geschichten liest, kriegt man ja richtig Angst.

Ich hab meine kleine Wuchtbrumme :-p auch vor 6 Wochen per KS bekommen. Sie wurde vorher beim US auf 5000 bis 5500 gr. und 56 cm geschätzt. Hätte sie also im Leben nicht rausbekommen, oder wäre gerissen von vorne bis hinten. Also wurde sie genau am errechneten ET per KS geholt. War richtig down als ich erfuhr dass es KS wird. Hab so mit ner normalen spontanen Geburt gerechnet.

Der Anäthesist hat sich erst viermal beim Setzen der PDA verstochen, er holte dann seine Kollegin, die es zum Glück gleich beim ersten Stich schaffte. Sonst hätte es auch Vollnarkose gegeben. War so happy, da konnte wenigstens mein Mann dabei sein. Nach 5 Minuten war die Kleine schon draußen und wir durften sie kurz sehen. Das war das schönste Gefühl dass ich je hatte. Mein Mann und ich haben beide vor Freude geweint. Sie hatte dann übrigens 4750 gr., war 59 cm groß und Kopfumfang 37,5 cm.

Nach dem KS hatte ich zwar drei Tage lang mal Schmerzen wegen der Narbe, aber im Großen und Ganzen hab ich alles super überstanden. Wenn mein nächstes Kind auch wieder per KS geholt werden müsste, würde ich keine Angst mehr davor haben. Obwohl ich mir natürlich noch das Erlebnis der normalen Geburt wünsche. Aber jetzt nach dem KS fühle ich mich nicht als Versager oder so, weil ich weiß dass ich die Kleine wirklich nicht rausgekriegt hätte. Und so wars garantiert für mich und die kleine Maus angenehmer. :-D

Die Narbe ist supergut verheilt, hoffe es bleibt so. Manchmal hört man ja, dass sie nach drei, vier Monaten wulsig oder so wird. Aber hoffen wir das Beste!

Liebe Grüße

Jenny mit #baby Lena (19.01.2006)