Spielzeugwaffen

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Beitrag von michele120377 23.02.06 - 15:02 Uhr

Hallo!

Ich bin heute noch immer sowas von geladen. Gestern haben wir meine Schwiegi's besucht, wo unser Neffe (4J) dann gestern auch war.

Ich glaube das immer noch nicht, da sassen Schwiegi's plus Neffe plus Schwägerin allesamt zusammen da und haben gegenseitig aufeinander mit Spielzeugwaffen "geschossen". Einer lauter und blöder als der andere und immer mit dem gleichen Text "peng peng, jetzt bis du tot" #:-[

Da frag' ich mich doch wirklich :Muss das sein??? Müssen wir unseren Kiddies schon mit 4 Jahren Waffenkultur beibringen und sich gegenseitig "tot-schiessen". Ich hab selbst noch keine Kids aber mir kommen sicher keine Waffen in die Bude, keine echten keine Spielzeuge.

Es gibt genug Krieg und Tote so dass ich finde dass das nicht auch noch zum Spiel umgewandelt werden muss.

So jetzt geht's mir a bisschen besser.

LG michi mit #hund Shrek

Beitrag von raphael1966 23.02.06 - 15:06 Uhr

als ich klein war wurden ich und meine Freunde dermassen von meiner Oma zusammengestaucht weil sie gedacht hat wir spielen Soldaten.
Sie hat uns erklärt wie schlimm Krieg ist usw.
Habe ich bis heute nicht vergessen !!

Allerdings habe ich es an Fastnacht doch genossen als Cowboy bzw. Indianer mit der Knallpistole zu schiessen....#kratz#kratz

Beitrag von michele120377 23.02.06 - 15:38 Uhr

Wir hatten als Kinder keine Waffen. Mein Vater war und ist streng dagegen.

Auch zur Fastnacht muss man doch nicht auf sich schiessen oder??

Beitrag von raphael1966 23.02.06 - 17:04 Uhr

Hey Du hast vollkommen recht !

Ich finde es schon schlecht wenn Erwachsene damit spielen Peng du bist tot...
Ist ja echt schwachsinnig...

Bei Kindern selber würde ich das ein wenig toleranter sehen (ok nicht mit 4)

Aber als Jungs (so mit 8...) haben wir uns ständig Schwerter gebaut, geheime Banden gegründet, Hütten im Wald gebaut, und mit "feindlichen" Banden gekämpft (gegenseitig faule Äpfel usw. an den Kopf geschmissen)

Pfeil und Bogen hatten wir natürlich auch.
Und später kam auch ein Luftgewehr dazu.....
Ich habe aber z.B nie auf Tiere geschossen (wie manch andere)
Aber ich weiß nicht das war vielleicht auch eine andere Zeit. (wer würde heute noch einem 10 jährigen ein Luftgewehr geben?)

Bin aber trotzdem nie zur Bundeswehr und war immer friedlich.
;-)

Beitrag von eastwood 24.02.06 - 23:03 Uhr

Ist also der Bundeswehrsoldat unfriedlich?

Beitrag von bezzi 23.02.06 - 15:34 Uhr

Gerade jetzt zur Faschingszeit ist das doch ganz normal. Ich habe als Kind auch gern rumgeballert und mein Sohn hat auch mittlerweile ein ganz ansehnliches Waffenarsenal zuhause (nicht von mir geschenkt), na und ? Damit spielen doch alle Jungs gerne.
Deswegen wird man später nicht automatisch zum Massenmörder oder Kriegsbefürworter.

Take it easy !
Für Pazifismus haben die Knirpse noch keine Gehirnzelle übrig.

Gruß

Martin

Beitrag von michele120377 23.02.06 - 15:41 Uhr

Wenn ich es easy nehmen könnte, würd ich mich darüber aufregen oder?

Es gibt soviele tolle Spielsachen, warum müssen es Waffen sein?? Was ist schön daran wenn man auf den anderen zielt und zu dem sagt "nun biste tot"??

Ich hab' auch nicht gesagt dass man damit zum Massenmörder wird. Ich verstehe nur diese Gewaltverherrlichung gegenübern Kindern nicht.

LG Michi

Beitrag von anja26w 23.02.06 - 15:48 Uhr

nur mal eine kleine frage am rande,die uralten märchen von den gebrüder grimm,erzählst du die auch nicht deinen kindern?
oder halt von anderen märchenerzählern???

lg anja

Beitrag von bezzi 23.02.06 - 15:58 Uhr

Hi Anja,

mal im Ernst: "Daumenlutscher", "Max und Moritz" oder "Suppenkasper" gehören zwar zur Allgemeinbildung, eignen sich nicht unbedingt als Gute-Nacht-Lektüre für Kinder.
Naja, damals waren die Zeiten noch etwas rauher und man setzte bei der Erziehung mehr auf Abschreckung als auf Einsicht.

Gruß

Martin

Beitrag von anja26w 23.02.06 - 16:06 Uhr

hallo martin
ja genau da wollte ich drauf hinaus,
mach ein märchen ist wirklich schon mehr ein horrorroman,
lg anja

Beitrag von michele120377 24.02.06 - 13:54 Uhr

Hallo!

da geb' ich dir ja sogar Recht und auch wenn ich persönlich ganz alleine in meiner Welt gegen Waffen bin, bin ich doch nicht auf eine Hexenjagd aus.

Ich finde und fand es nur schlimm dass Erwachsene sowie das Kind es einfach nur "gut" fanden sich gegenseitig abzuballern.

Mfg

Beitrag von michele120377 24.02.06 - 13:50 Uhr

Mal abgesehen davon dass ich in meinem Ausgangsposting geschrieben habe, dass ich selber noch keine Kids habe, kenn ich mich in der Märchenwelt leider nicht so gut aus.

Das werde ich mir dann überlegen wenn es einmal soweit ist.

Beitrag von aggie69 24.02.06 - 14:33 Uhr

Du kennst Dich in der Märchenwelt nicht aus und hast als Kind nicht "richtig" gespielt??? Möchtest Du wirklich Kinder?

Märchen - so brutal wie sie für uns Erwachnene auch manchmal rüberkommen, vermitteln viele Regeln z.B. :
+nicht allein durch den Wald alufen - Rotkäppchen,
+nicht lügen - Pinoccio,
+hören was die Mutter sagt - Die 7 Geislein,
+sich um Tiere zu kümmern - das Waldhaus,
+Fleiß wird belohnt - Frau Holle
+Versprechen muß man halten - Der Froschkönig
u.s.w.

Märchen beflügeln die Phantasie und das ist für Kinder wichtig! Ich selbst habe keine Kinder - könnte aber so aus dem Ärmel locker 10 Märchen hintereinander erzählen.

Du willst Deinen Kindern Waffen verbieten? Sie müssen doch irgendwo lernen, daß Waffen gefährlich sind und das geht am besten im Spiel. Wir haben früher als Kinder auch ständig Cowboy und Indianer gepielt, haben uns beschossen, mit Dreck beschmissen und in Zelten gehaust. War auf jeden Fall gesunder und lerreicher als heutzutage, wo die Kinder ständig am Fernseher bzw. PC hängen. Wenn man nämlich spielerisch merkt, daß man sich mit Waffen weh tun kann, bring das viel mehr als wenn Du versuchst Deinem Kind zu erklären, warum Waffen schlecht sind.

Beitrag von bezzi 23.02.06 - 15:52 Uhr

Aufregen ist ungesund. Was andere mit ihren Kindern spielen ist deren Sache.
Die kannst später Deinen eigenen Kinder ja Deine Werte vermitteln.

Gruß

Martin

Beitrag von ma7schi 23.02.06 - 16:21 Uhr

Du hast keine Jungs, oder?

Bei meinem 1. Kind habe ich diese Wafffen erfolgreich verhindert, er hatte lediglich einmal ein Holzgewehr zum Fasching, was ich danach schnell wieder versteckte.

Sein Interesse daran war auch nicht sonderlich.

Bei meinem Kleinen sieht die Sache schon ganz anders aus.

Mal abgesehen davon, dass schon in einer Mickey Mouse Zeitschrift Spielzeugwaffen sind, er ständig von entfernten Bekannten solche Dinge geschenkt bekommt, konnte ich den Einzug solcher Waffen in unserm Haushalt nicht mehr verhindern.

Es herrschen aber klare Regeln, er weiß, dass ich Waffen hasse und warum.

Er darf die Dinge ausschließlich in seinem Zimmer bespielen und dass auch nur, wenn ich nicht gerade bei ihm bin.

Dieser Kompromiss funktioniert.

Vielleicht sehe ich das als "alte Pazifistin" aber auch zu eng.

M.

Beitrag von michele120377 24.02.06 - 13:58 Uhr

Ich habe überhaut keine Kids!

Mit deinem Kompromiss könnte ich mich auch anfreunden.

Ich steh dazu dass ich Spielzeugwaffen überflüssig finde obwohl ich zum Beispiel auch sehr oft die Micky Mouse lese #;-)

Wer weiss wie es einmal wird wenn ich Kids habe, aber mein Vater war streng dagegen und wir hatten keine Waffen also denke ich mich wenn ich das überlebt habe, dann werden es meine zukünftigen Kinder auch

LG Michi

Beitrag von trompetenkaefer 23.02.06 - 16:40 Uhr

Verzeihung, aber darf ich dich fragen, ob du Gummikeulen oder ähnliches gestatten würdest?



#blume

Beitrag von michele120377 24.02.06 - 13:59 Uhr

Hmm interessante Frage,

nee wahrscheinlich eher nicht

#sonne

Beitrag von trompetenkaefer 24.02.06 - 15:30 Uhr

Das Problem ist folgendes:Auch Eltern müssen mit der Zeit gehen.
Gut das die Dinger nicht schön sind-lassen wir dahin gestellt.
Leider kann man aber den Kindern nicht alles verbieten.
Sei es Pfeil und Bogen, Gummikeulen, Pusterohr oder sogar ein Bummerang.
Diese Dinge werden über Zeiten als Waffe genutzt.
Ob zu Jagen, Verteidigen oder in Plastikausführung zum Spielen.
Dann dürfte ein kind zu Fasching nicht als :Indianer, Cowboy oder gar Robin Hood gehen.
Die Pistole ist nun mal eine Waffe die es schon mehr als 400 Jahre gibt.
Mit dem Bummerang jagen/töten die Australier heute noch.
Das ist das Zeitalter.
Das einzige was man machen kann, ein klärendes Gespräch auch mit Hinweisen und wofür sowas gebraucht wird.





#blume

Beitrag von donravello 23.02.06 - 17:57 Uhr

sag mal wie alt bist du denn michelle?

jedes kind macht diese phase der spielzeugwaffen durch.

gehörst du dieser generation an, "panzer zu pfugscharen?"

du hast recht, in den nachrichten sieht man sehr viel leid, was durch waffengewalt geschehen kann.

wenn du so gegen spielzeugwaffen bist, sorry, solltest du dein TV gerät auf den müll werfen, keine DVD filme wie krieg der sterne, herr der ringe usw. anschauen.

ich will dich keineswegs angreifen, doch gewalt ist ein teil des lebens.

grüßle
wolf



Beitrag von marion2908 23.02.06 - 20:28 Uhr


Uff, bin ich froh über Deinen Beitrag. :-)

Meine Jungs spielen auch mit Kinderpistolen zur Faschingszeit, weil es halt so schön knallt. Ich habe als Kind auch Cowboy und Indianer gespielt mit Kinderpistolen sowie Pfeil und Bogen. Wir wußten ja, dass da nix passieren kann. Es war halt ein Spiel. Dies zu unterscheiden, dass gerade lernen unsere Kinder. Wenn sie es im Spiel ausleben düfen ohne jedwede Gewaltanwendung - unter Verzicht auf Computerspiele und Fernsehesendungen, wo die Gewalt eben nicht spielerisch, sondern real dargestellt wird bzw. in Nachrichten real ist - ist dies m. E. eher positiv für ihre Entwicklung als negativ.

Alle meine Mitspieler von damals sind friedliche Mitmenschen (geworden). :-)


Liebe Grüsse
Marion

Beitrag von donravello 23.02.06 - 22:48 Uhr

hi marion,

als alter schwarzpulverschütze kann ich nur soviel dazu schreiben.

der älteste hatte überhaupt nichts mit spielzeugwaffen am hut. töchterchen war eher an der perlenstickerei interessiert und junior war der geboren sprengmeister.;-)
er und sein kumpel waren bundeswehrnarren wenn du verstehst was ich meine, die haben immer als soldaten gespielt.

sie haben sich holzgewehre gebaut, dazu eine wäscheklammer, einen gummizug und mit steinen auf eine zielscheibe geschoßen. als stahlhelme wurden alte kochtöpfe benutzt.

später haben sie sich so softpistolen/gewehre von ihrem taschengeld gekauft.

für mich war schon immer wichtig, den kids beizubringen, wie man mit einer waffe umgeht ohne sich selbst oder einen spielkameraden(menschnen) zu verletzen.
erinnerst du dich an diese wassersooker(?), dies fand ich gefährlicher, denn der wasserdruck war so hoch, daß man wirklich damit jemander verletzen konnte.

auch mit legosteinen kann ich mitspieler verletzen.#schock

als kind war natürlich das indianer und cowboyspielen angesagt. es gab schon damals ältere menschen die sich darüber aufgeregt hatten mit den worten:
"ihr wisst doch überhaupt nicht was krieg bedeutet!"

woher denn auch?#kratz
bin doch erst nach dem krieg auf diese welt gekommen.
wir waren auch zwei verfeindete banden im dorf, die eine hatte sogar den namen "stalinbande" weil der vater des bandenführer eine blechfabrik hatte, die gesellen uns mit blechschilder ausgerüstet haben.

heute könnte man das überhaupt nicht mehr tun/machen, denn da hätten die jungs nur noch klagen von den eltern am hals (körperverletzung).

wir haben auch unsre kriege geführt, stellungen verteitigt, blessuren, beulen und blaue augen davon getragen, doch die hat man mit stolz ertragen und gezeigt.#freu
ok. damals gab es so gut wie kein fernseher, doch daß in ungarn der aufstand stattfand, daß in korea ein krieg war, hatte man schon in den radionachrichten mitbekommen, doch diese länder waren für uns kinder weit, sehr weit weg.
grüßle
wolf


Beitrag von marion2908 24.02.06 - 22:16 Uhr


Hallo "Schwarzpulverwolf", #freu

mein Kleiner hat auch nichts mit Spielzeugwaffen am Hut. Er ist Pilz- und Eisenbahnfan. Außerdem liebt er Musik über alles.

Mein Großer mag die Spielzeugpistolen nur wegen dem Lärm, sie knallen halt so schön, Silvesterknaller sind ihm aber noch lieber. Was er allerdings gerne mag, sind Pfeil und Bogen, die basteln wir selbst.

Als Kinder haben wir nie Krieg gespielt, dafür aber Indianer und Cowboys. Wasserspritzpistolen hatten wir nichts, wir hatten überhaupt kein Plastikzeug. Dafür gab es in unserem Ort einen alten Mann, der hat Ponys eingekauft und wieder verkauft. Wir haben sie als Kinder geputzt uns ausgeführt und natürlich mit Halfter und Strick geritten, so entstand auch das Indianer und Cowboy spielen. Blessuren hatten wir auch, aufgeschürfte Knie, riesige blaue Flecken, alles gut von Muttern versteckt.

Es gab auch einen alten Steinbruch mit kleinen Höhlen, die sich sehr gut als Verstecke eigneten, dort haben wir auch Lagerfeuer angezündet und gekocht. Das dürftest du heute gar nicht mehr.

Ich war übrigens das einzige Mädchen unter Jungs, später kam dann noch meine Spielkastenfreundin dazu. Es war eine geile Zeit!

Ach ja, Steinschleudern haben wir natürlich auch gebastelt. Nicht zum gegenseitigen beschießen, sondern damit haben wir Kirchen und Zwetschgen von den Bäumen geschossen.

Liebe Grüsse
Marion

Beitrag von donravello 25.02.06 - 09:48 Uhr

moin
marion,

ja ja, die kindheit, war sie doch früher um einiges anders.
keine high tech spielzeuge, seifenkisten selbst gebastelt um rennen zu fahren.
einige kamen sich dann vor wie rennfahrer bieberle.#freu

eine steinschleuder (katsche) hatte selbstverständlich jeder junge in der gesäßtasche.;-)

ach ja, mein ganzer stolz war damals ein spielzeug-coltrevolver. da konnte man die 6 patronen herausnehmen, die messinghülse abnehmen und ein knallplättchen einfügen, und wieder die sechs kammern laden, wie bei einem echten colt.
wir hatten uns schon damals die revolvergürtel/taschen selbst gemacht, gab es bei und doch zwei lederfarbiken.

ich erinner mich auch daran, daß bundeswehrsoldaten bei uns manöver hatten. nicht nur, das wir die leergeschossene übungsmunition einsammelten, um dann den waffengürtel damit zu bestücken, sondern wir bekamen von den soldaten volle übungsmunition.
da diese aus hartplastik war, hatte man die spitze abgeschnitten um an das schießpulver heranzukommen.
das wäre heute wirklich undenkbar.

bei uns im wald gab es einen großen fischweiher, haben mit selbstgebastelter angel immer mal nen fisch geangelt. war eugentlich fischwilderei.
klar erwischen durfte dich der besitzer nicht, denn dann hätte es wohl den hintern voll gegeben.#augen

nochmals zum eingangsposting, ich denke für michele war es eher unverständlich, weshalb erwachsene menschen mit einem 4 jährigen kind, peng peng du bist tod spielen.

es stimmt schon, daß erwachsene (?) sich oft nicht mehr in eine kinderwelt einfühlen können.

grüßle
wolf

Beitrag von anja26w 25.02.06 - 10:30 Uhr

irgendwie fällt mir bei der diskussion hier das lied
"abenteurland" von "pur" ein. ;-)
bin in bayern aufgewachsen aber das war schon in den 80ern. da war es auch toll für kinder.
wohne jetzt wieder seit dem ich acht bin in einer grossstadt in nrw.mir gefällt beides,nur habe schon oft überlegt wieder nach bayern zu ziehen schon allein wegen meinen söhnen,meine schwester wohnt auch noch da.

lg anja

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