Depressionen (sehr lang!!)

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von lessierose 23.02.06 - 18:06 Uhr

Hallo,
ich brauch mal euern Rat, oder eure Erfahrung!! Aber am besten fang ich mal vorne an.
Seit meiner frühen Jugend leide ich unter Depressionen. War stark suizid gefährdet, und habe nie richtig Lebensfreude gekannt. Meinen Mann kenne ich schon seit dieser Zeit und er hat immer zu mir gestanden.
Ca. 2 Jahre bis zur SS mit meinem ersten Sohn (jetzt 6 Jahre alt), habe ich eine Therapie gemacht und mußte auch Anitdepressiva nehmen.
Als ich diesen kleinen Wurm dann damals in der Hand hatte ging es mir soooo gut, ich glaube ich war nie so glücklich zuvor. Zwei Jahre später kam Sohnemann Nr. 2 (jetzt fast 4 Jh.).
Mein Mann und ich wollten immer 4 Kinder haben, deshalb hatten wir letztes Jahr wieder mit der "Planung" angefangen. Im August hatte ich eine FG (6.SSW). Das hat mich wieder total aus der Bahn geworfen. Meine Depressionen kamen schlagartig wieder, und da ich nicht wieder so tief sinken wollte wie damals, bin ich gleich zum Arzt! Der stellte dann fest das mein Körper bzw. mein Gehirn zu wenig Serotonin (Glückshormon) herstellt, und ich das dringend medikamentös behandeln lassen muß damit mein Gehirn davon keine Schäden nimmt! Haben dann wieder ein Medikament bekommen, und mir ging es damit ziemlich gut. Dieses Medikament sollte ich minimum 6 Monate nehmen, um meinen Hormomhaushalt wieder zu stabilisieren.
Also haben mein Gatte und ich entschieden, erst nach der Medikamenten- Therapie wieder die Familienplanung aufzunehmen.
Was ich allerdings nicht wußte, das ich zu diesem Zeitpunkt schon schwanger war.( Bin jetzt, ab morgen 10. SSW.) Die Medis mußte ich sofort wieder absetzen, damit das Baby keinen Schaden davon nimmt.
Jetzt hat die Wirkung vom Medikament nach gelassen, und mir geht es richtig Sch.....!! Ich bin fast nur noch am heulen, kann mich selber nicht ausstehen. Mein ganzer Tagesablauf scheint mir momentan überhaupt nicht mehr überwindbar. Dazu kommt die Übelkeit, mit Brechreizen (leider ohne Inhalt).
Ich weiß echt nicht mehr was ich machen soll. Mir tun meine Jungs so leid, die müßen mich halt leider ertragen. Leider haben wir keine Verwandten in der Nähe, und mein Mann ist beruflich extrem viel unterwegs.
Ich weiß nicht wie ich das bis September aushalten soll. Ich will mich doch einfach nur auf mein Baby freuen. Medikamente will ich eigentlich nur ungern nehmen, und richtiges Vertrauen habe ich zu meinem FA leider auch nicht. Der nächste FA ist allerdings über eine Std. entfernt.

War jemand von euch schon mal in so einer Situation, oder hat einen Tipp für mich??
Danke für eure Geduld!

MfG Lessie +#ei

Beitrag von monsterkind 23.02.06 - 18:12 Uhr

Hallo!

Erfahrungen habe ich keine, die ich Dir mitteilen könnte...
Aber warum beantragst Du nicht eine Hilfe?
In Deiner Situation müsste Dir eigentlich was zustehen, z.B. eine Haushaltshilfe, so dass Du Dich bemühen kannst, Dein kleines Bisschen an zur Verfügung stehender Kraft auf Deine Jungs zu verwenden?! Und vielleicht ab und zu ein Babysitter oder eine Nachbarin/Freundin, die mal mit den beiden was unternimmt.
Bitte doch sonst Deinen Mann, sich zu erkundigen, wo Ihr was beantragen könnt / wo Ihr Unterstützung erhaltet.
Lass Dich auf jeden Fall in Deinem Alltag unterstützen!!!!!

Alles Gute!
monsterkind

Beitrag von 020503 23.02.06 - 18:13 Uhr

Lass dich erstmal #liebdrueck !!!

Hast Du Hobbies? Gehst Du arbeiten? Also machst Du auch was für DICH ... vielleicht würde es dir ja helfen zu Dir zu finden und dich auf dein Baby freuen. Kannst Du nicht auch eine Art Gesrpächstherapie machen ohne Medikamente, aber damit Du über dein Probleme sprechen kannst ....

Alles Gute für Dich!

LG Julia mit soeren(2) und nils (35SSW)

Beitrag von immelchen111 23.02.06 - 20:10 Uhr

Hallo Lessie,

kommt mir irgendwie bekannt vor.
Ich leide auch unter Depressionen,habe die aber gut im Griff.Habe über nen Jahr lang auch Antidepressiva genommen und mußte die von heute auf morgen weglassen wegen dem Kind.Habe ne zeitlang Johanniskrauttabletten genommen.Die haben den selben Effekt wie die Antidespressiva sind nur nicht so stark.Vielleicht helfen die dir.Frag aber vorher deinen FA.Mittlerweile komm ich ohne Tabletten aus.Habe meinen Freund der mir jede Menge Halt gibt und mir bei allem hilft.Er geht mit zum FA weil ich es mit Ärzten nicht so habe(schwerer Verkehrsunfall mit 7,deswegen auch die Depressionen weil das nie richtig behandelt wurde) und ich kann mit allem zu ihm kommen.Durch seine Hilfe und Unterstützung habe ich sehr viel geschafft.
Den ultimativen Tipp habe ich auch nicht.Viel reden hilft immer und nichts in sich reinfressen.Wenn dir nach weinen zu mute ist mach es einfach oder geh raus und schrei es raus.
Wenn magst kannst du mir ja schreiben(Kontakt aufnehmen über Visitenkarte)

Imme+Leanna

Beitrag von zara75 24.02.06 - 01:30 Uhr

liebe lessie,
ich würde dir raten eine verhaltenstherapie zur unterstützung zu machen. die medikamente sind ja nur ein pfeiler in der behandlung, wenn du merkst, dass es schlimmer wird würde ich nochmal zu einem facharzt für psychiatrie gehen, es gibt glaube ich auch antidepressiva, die man in der schwangerschaft nehmen darf.
sonst ist es wichtig, dass du dinge machst die dir gut tun, angenehme aktivitäten und die nicht ganz so dringenden dinge ruhig mal liegen läßt.
viel glück
zara