ET 14.2. statt 10.2. nach Blasensprung: Und am Ende ging es rasend schnell

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Forum: Geburtsberichte

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Beitrag von wattewolke 23.02.06 - 19:11 Uhr

Vier Tage war ich schon über dem Termin, machte am 13.2. nachmittags noch einen langen Spaziergang und stellte mich bereits darauf ein, dass ich am nächsten Tag aufwachen würde und dass wieder nichts passiert wäre. Um 3 Uhr in der Nacht wachte ich auf und merkte, dass ich bei jeder Bewegung etwas Flüssigkeit verlor. Mir war schnell klar, dass es wegen des Geruchs (ganz leicht stechend), der Farbe (durchsichtig) und der Konsistenz (etwas schmierig wie verdünntes Eiweiß) Fruchtwasser sein musste. Ich rief im Kreißsaal in der Klinik an und die Hebamme sagte, ich hätte noch ca. 4 Stunden Zeit, um in die Klinik zu kommen. (Es handelte sich um einen hohen Blasensprung, wie sich später herausstellte, also die Fruchtblase war offenbar weiter oben gerissen). Ich konnte mich also noch ausruhen, duschen und in Ruhe das Restliche zusammenpacken. Die Untersuchung um 7 Uhr in der Klinik ergab einen "unreifen Befund", also Muttermund zwar weich, aber noch zu und das Kind nicht tief genug im Becken und keine Wehen. Um 10 Uhr wurde mir (ohne große Hoffnung) ein wehenförderndes Gel an den Muttermund gelegt, was 6 Stunden und einige CTGs später wiederholt wurde. Ich sollte vorsichtshalber auch nichts mehr essen, da die Möglichkeit eines Kaiserschnitts bestand, wenn das Kind nicht von selbst kommen würde. Ich war froh, dass mein Mann dabei war, der mit mir auf die Wehen gewartet hat. Diese Phase von sieben Uhr früh bis ca. 20 Uhr empfand ich einfach nur als langweilig. Dann aber machten sich erste stärkere Wehen bemerkbar. Um 20 Uhr 45 habe ich es im Zimmer nicht mehr ausgehalten und bin zum Kreißsaal, da mir schwindlig wurde und ich starke Schmerzen hatte. Dann ging alles rasend schnell: Plötzlich war der Muttermund bei 5 cm, kein Gebärmutterhals mehr und die Hebamme hoffte, dass der Arzt schnell genug dasein würde, da die Presswehen bereits einsetzten. Wehen veratmen hatten wir im Geburtsvorbereitungskurs gelernt; wie man richtig presst, musste sie mir aber erst sagen. Um 21 Uhr 50 war dann schon mein Mädchen auf der Welt. Der Dammschnitt wurde genäht und ich durfte mich mit ihr ausruhen. Es stimmt schon: Die Schmerzen sind unvergleichlich, aber es gibt für diese Schmerzen keine Erinnerung, finde ich; Es tut nachher nicht mehr weh, wenn man daran denkt. Jetzt fließe ich oft über vor Rührung über dieses Wunder, das ich erleben durfte.
Claudia mit Klara