Bitte helft mir!!! Geschwisterchen ist da und mein Sohn (2) ist vollkommen verändert! Wir streiten n

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von manudietzsch 23.02.06 - 19:58 Uhr

Hallo,

bitte helft mir!

Mein Sohn (2) ist ein echtes Traumkind. Zwar fech, aber süß. Er hört auf mich und es macht richtig Spaß Mama bei ihm zu sein.

Letzte Woche ist sein Bruder zur Welt gekommen. Während der ganzen Schwangerschaft habe ich ihn schon darauf vorbereitet. Er hat immer mit meinem Bauch erzählt, gekuschelt und Küsschen gegeben. Er wußte, dass da ein Baby drin ist.

Als wir aus dem Krankenhaus rausgekommen sind, hat er sich total gefreut!!!! Auch jetzt noch, muß das Baby immer mit überall hin. Er will ihn immer auf den Arm nehmen etc.

Doch unser Verhältnis hat sich trastisch verändert. Es mag daran liegen, dass ich im Moment durch die Doppelbelastung nicht so ausgeglichen bin und schnell explodiere, aber er ist so anstrengend.

Entweder ist er weinerlich.... oder er bekommt Wutanfälle und haut (hauptsächlich sich selbst)! Heute hat er angefangen seinen kleinen Bruder zu hauen, wenn ich nicht hinschaue!

Ich mache mir solche Vorwürfe, wenn ich ständig meckere und ausraste, aber meine Nerven machen das nicht mit!

Ich liebe beide so sehr, und es bricht mir das Herz ihn so leiden zu sehen....

Habt Ihr Erfahrung damit???

Bitte, bin für jeden Tip dankbar!!!!

Manu (27), Benito (2) und Carlos (11 Tage)

Beitrag von sweety03 23.02.06 - 20:14 Uhr

Hallo!

Erstmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem kleinen Sohn!
Ich kenne Deine Situation aus eigener Erfahrung. Meine grosse Tochter war 25 Monate, als die Kleine vor knapp 8 Monaten auf die Welt kam. In der ersten Woche war Alena so verändert, dass ich sie kaum wiedererkannt habe. Sie weinte sehr viel, klammerte sich an mich und hatte heftige Trotzanfälle vom feinsten. Bis zur Geburt von Luisa war sie immer sehr pflegeleicht und umgänglich, aber in der ersten Woche nach der Geburt war sie wie ausgewechselt.
Gott sei Dank hatte mein Mann 3 Wochen Urlaub, so dass er sich sehr viel um Alena gekümmert hat und mir viel Arbeit abgenommen hat.
Das besserte sich nach 3 Wochen aber merklich.
Ich habe sie dann in alles miteinbezogen und sie immer gelobt, wenn sie mir mit der Kleinen geholfen hat.
Und ich habe jede Minute, wenn die Kleine geschlafen hat, mit Alena verbracht und mit ihr gespielt.
Benito muss sich erstmal daran gewöhnen, dass er Dich teilen muss.
Unterstützt Dich Dein Mann oder Deine Mutter? Vielleicht kannst Du Carlos, wenn es machbar ist, mal einige Zeit bei Deinem Mann lassen und Dich nur mit dem Grossen beschäftigen, damit er weiss, dass für ihn noch alles beim alten ist.
Es wird bald besser, ganz sicher!
Heute ist Alena wieder sehr ausgeglichen und liebt ihre kleine Schwester sehr. Natürlich bekommt Luisa auch öfters mal einen mit, aber das passiert eher im Spiel und nicht aus Eifersucht!

Sweety

Beitrag von manudietzsch 23.02.06 - 20:24 Uhr

Vielen Dank!

Das gibt mir wirklich wieder Hoffnung!

Leider kann sich unser Papa gar nicht kümmern, er kommt immer erst sehr spät nach Hause! Ich bin im Moment damit ziehmlich allein! Aber ich möchte auch nicht eines der Kinder "abgeben", da ich Carlos stille, geht das auch nicht.

Ich mache das auch so, dass ich jede freie Minute mit Benito verbringe. Allerdings schläft Carlos zur Zeit durch den ständigen Trubbel sehr schlecht!

Wie hast Du es geschaft, ruhig zu bleiben? Hab mir heute schon Johanniskrautkapseln gekauft!

Beitrag von sweety03 23.02.06 - 20:45 Uhr

Hallo,

das mit dem Abgeben hast Du falsch verstanden. Ich stille Luisa immer noch, aber trotzdem war und ist sie in den Stillpausen auch bei meinem Mann, das hat nichts mit abgeben in dem Sinne zu tun, sondern war so gemeint, dass Du nur mal Zeit für Deinen Grossen hast.
Johanniskrautkapseln finde ich persönlich nicht gut, denn damit löst Du das Problem ja nicht!
Ich war auch nicht immer ruhig, habe oft geweint und alles verflucht, aber am nächsten Tag sah es oft schon besser aus.

Sweety

Beitrag von lilas 23.02.06 - 20:53 Uhr

Hallo,

ich bin gerade in einer ähnlichen Situation. Meine Tochter feiert nächste Woche ihren zweiten Geburtstag, und mein Sohn ist jetzt einen Monat alt. Man kanne es nicht anders sagen: Es ist ganz schön anstrengend!!#schwitz Auch bei meiner Tochter mehren sich seit der Geburt ihres Bruders die Trotzanfälle; oft ist sie sehr unausgeglichen und weinerlich.

Auch ich bin oft am Ende: ein Baby, das am Liebsten nonstop getragen und oft gestillt werden möchte...unruhige Nächte...und dann noch ein Kleinkind in der Trotzphase... Das kann einen schon fertig machen, und auch ich schaffe es nicht immer, meiner Tochter gegenüber gerecht zu sein und mich ihr so zu widmen, wie sie es verdient hätte. Aber ich bemühe mich. Schliesslich sind WIR die Erwachsenen und WIR müssen uns zusammenreissen.

Wenn Dein älterer Sohn abends im Bett ist, überlege doch nochmal in Ruhe, welche Situationen Dich zum Ausrasten bringen und finde einen Weg, wie Du das Problem anders lösen kannst. Ich hatte heute z.B. eine Situation, in der ich mit meiner Tochter ziemlich geschimpft habe, obwohl sie eigentlich gar nichts falsch gemacht hat (sie hat mit Wasser gespielt und dabei ihr Oberteil ziemlich nass gemacht, aber es war halt mein Fehler, weil ich nicht aufgepasst hatte...) So etwas tut mir dann hinterher leid und ich nehme mir fest vor, es am nächsten Tag besser zu machen.

Auch wenn alles drunter und drüber geht und man am liebsten schreien und um sich hauen möchte: Einfach dreimal tief durchatmen und den Kids gegenüber ruhig bleiben. Wenn mir dies gelingt, bin ich abends richtig stolz auf mich. (Man denke sich einen Auf-die-Schulter-klopf-Urbini)

LG
lilas

Beitrag von manudietzsch 23.02.06 - 22:29 Uhr

Vielen Dank, es tut echt gut zu hören, dass es anderen auch so geht. Ich habe schon voll an mir gezweifelt, ich dachte, ich bin die schlechteste Mutter von der Welt! #liebdrueck