Umzug in eine andere stadt als ALG2 empfängerin

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von nala666 23.02.06 - 21:14 Uhr

Halli hallo.. Ich weiss, ich habe diese Frage schon mal gestellt, aber ich glaube ich wurde falsch verstanden.. zumindest habe ich immer noch fargen offen..
Ich möchte umziehen in eine Stadt ind er ich mich Beworben habe. Einerseits, weil es hier leider nicht viele chance gibt und sie dort einfach höher sind eine Ausbildung zu finden, zum anderen möchte ich mir in dieser Stadt ein neues Leben beruflich wie Privat beginnen. Das liegt zum Teil an meinen Freund der aus dieser Stadt kommt und zum Teil daran, dass ich einfach distanz von meiner Familie brauche.. alles was ich machen will wird schlecht geredet und mir wurde mein leben lang eingeredet das sowieso nie etwas aus mir werden würde. Bin auch ein ehemaliges heimkind und es gibt halt genugend Gründe für eine größere Distanz zu meiner Familie.
Aber habe halt nicht vor mit meinem Partner zusammenzuziehen, denn wie gesagt ich will mir erst mal mein Leben aufbauen...
Nun lebe ich aber hier alsalleinerziehende Mutter von 2 Kindern von Hartz4... Darf ich denn nun umziehen oder nicht??? Mir wurde hier gesagt, das ich es nicht dürfte solange ich kein Arbeitsvertrag habe...
Aber ich finde diese Wohnung hier auch viel zu eng für drei Personen... Ich bin hier mit 17 eingezogen alleine und nun ind noch zwei kinder dabei... dann kommt noch hinzu dass hier marode wände sind und er vermieter nichts unternimmt. Die kacheln im bad platzen bald ab , weil die fugen schon so alt sind und sich dahinter wegen der maroden wände hohlräume bilden.
Nuja ich will ja nicht mal das das Amt mir neue möbel oder die Renovierung zahlt, denn ich kann selbst renovieren und so teuer ist das dann nicht... Und ein bissi geld hab ich mir schon auf die seite gelegt für den notfall.
Ich möchte einfach nur wissen ob das amt mir tatsächlich den umzug verweigern kann... I
Ich möchte nur halt die Gewissheit, dass wenn ich umziehe weiter vom amt versorgt werde bis ich meine ausbildung anfange. und an welches amt ich mich primär wenden sollte. das in der stadt ind er ich wohne oder halt das in die ich ziehn möchte...

Genauere Informationen sind sehr gerne erwünscht. Gibt ja immer was woran man nicht mal gedacht hat u fragen und was dann doch wichtig ist dies zu erledigen..

Vielen dank schon mal

Beitrag von charleen820 23.02.06 - 21:28 Uhr

Hallo,

also erstmal: Sie können es Dir verweigern, aus dem ganz einfachen Grund: Du kannst KEINE ARBEIT vorweisen, die Du antreten wirst!

Die denken sich doch, wofür Umzug bezahlen, wenn keine Arbeit, ect... in Aussicht,nee nee...

Und wegen Deinem Freund, od. Deiner Familie umzuziehen, ist für das Amt kein Grund zu Sagen, das Du umziehen darfst!!!

Bemühe Dich dort um einen Job und Kita-Plätze und dann denk ans umziehen, bevor das nicht passiert ist, musst Du wohl oder übel mit dem Vermieter sprechen, das Er Sanierungsarbeiten durchführen lassen soll......


Wenn Er dies nicht macht, dann ab zum Anwalt....(Du bekommst Prozesskostenbeihilfe,ect...Kann sein, das Du eventuell einmalig 10,00€ bezahlen musst, den Rest aber übernimmt der Staat!)

Sry, aber Ich denke mit diesen Gründen kommt man nicht weit........#augen#augen


Gruss,



Charleen820#stern#sonne

Beitrag von nala666 23.02.06 - 21:52 Uhr

Danke für deine Antwort, aber ich verlange nicht das der Umzug finanziert wird. Darum gehts ja.. Die Kaution die ich hier zurückbekomme, kann ich da für die neue einsetzten , möbel habe ich, renovieren kann ich auch selber und für Teppiche tapeten und so etwas habe ich halt mir ein wenig geld zur seite gelegt... Es würde die ja nichts kosten.. Miete muss ich auch hier zahlen.

Beitrag von nala666 23.02.06 - 21:54 Uhr

Wäre ein bisschen blöd vom staat wenn er mir nen umzug verweigert für den ich nichts verlange mir dann aber die Kosten für das Gericht zahlen...

Beitrag von sittichgirl 23.02.06 - 22:22 Uhr

Hallo Nala

Kann deinen Frust verstehen, aber die Gesetze sind nun einmal so, dass sie es dir verbieten können.

Können bedeutet aber nicht automatisch müssen. Das Problem liegt wahrscheinlich eher in der neuen Gemeinde. Denn die müssen ja dann für dich zahlen.

Die alte Stadt wird dich sicher gerne gehen lassen, da dann ein Fall weniger zu ihren Lasten geht.

Versuch doch einfach mit deinem Sachbeabeiter zu reden und schildere deine Lage und deine Beweggründe. Vielleicht kann er sich ja für dich bei der anderen Stadt einsetzen.

Ansonsten versuche möglichst auf eigene Beine zu kommen, auch wenn es nicht sofort klappt. Bewerbungen und Kitaanfragen belegen zumindest, dass du dich bemühst. Wenn bei euch wirklich keine Arbeit zu finden ist und in der neuen Stadt die Chancen besser stehen wirst du wohl über kurz oder lang dort Arbeit finden.

Drücke dir die Daumen und alles Liebe

sittichgirl

Beitrag von junimond.1969 23.02.06 - 23:41 Uhr

Wenn für die ARGE keine Umzugskosten entstehen und die neue Wohnung von Miete (und Größe) her angemessen ist, dann kann man Dir den Umzug nicht verwehren. Höchstens aus allzu heftiger §§-Reiterei und das wäre dann absolut nicht pflichtgemäße Anwendung des Ermessens.

Nicht zu fassen, dass man Dich mit solchen Infos abgespeißt hat! Vorgehensweise: ARGE in der Stadt anrufen, in die Du ziehen willst, nach Mietobergrenze für eine Familie Deiner Größe fragen. Wohnung suchen. VOR (!!! wichtig) Unterzeichnung des Mietvertrages eine Kostenzusicherung für die Miete bei der ARGE geben lassen (damit bestätigt diese ARGE Dir "OK, die Miete ist im Rahmen und wird von uns im Falle ALG II-Bezug so anerkannt). Dann bei der Wegzugsarge zum Tag X abmelden und eine Bestätigung hierüber geben lassen. Mit der zur neuen ARGE tapsen und einen ALG II-Antrag stellen.

Die ARGE kann Dir einen Umzug (besser: die Übernahme der Kosten für Kaution und Renovierung) nur dann nicht verweigern, wenn sie selbst zum Umzug aufgefordert hat oder wenn sie den Umzug als notwendig ansehen. In Deinem Fall werden sie ihn nicht als notwendig ansehen, daher keine Umzugskosten und keine Kaution. Aber das hast Du ja schon selbst geregelt, so dass in meinen Augen einem Umzug nichts im Wege steht.

Gruß
Christine

P.S. Im Grunde sollten sie froh sein, dass Du für sie kostenfrei umziehst, denn der örtliche kommunale Träger, der für Deinen Mietanteil aufkommt, verliert so eine ALG II-Bezieherin an eine andere Kommune. ;-)

Achja: Maßgeblich ist § 22 SGB II:

http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/02/index.php?norm_ID=0202200

Da steht zwar in Abs. 2 "Der kommunale Träger ist nur Zusicherung verpflichtet...", das heißt allerdings NICHT, wie viele meiner Kollegen meinen, "Solange WIR der Ansicht sind, das ist nicht nötig, spielen wir mal Gottkönig und beschneiden die Menschen in ihrer grundgesetzlich garantierten Freizügigkeit und lehen erst mal JEDEN Umzug, der nicht auf unserem Mist gewachsen ist ab."

Das heißt nur, sie MÜSSEN nicht jeden Umzug gewähren. Von der Anwendung pflichtgemäßen Ermessens befreit der Passus die Mitarbeiter m.E. nicht - d.h. sie müssen im Einzelfall eine angemessene (!) Entscheidung treffen und nicht ratzfatz einfach mal ablehen. Wir bei uns verfahren jedenfalls so, wie ich es Dir oben geschildert habe: "Umzug "einfach so" aber klar doch, wenn die Miete OK ist, aber Umzugskosten und Kaution dann bitte selber regeln."

Nochmal Gruß
Christine

Beitrag von kati543 24.02.06 - 09:19 Uhr

OK, dann hatte ich dich damals auch falsch verstanden. Wenn du den Umzug selber bezahlst, wer soll dich dann daran hindern? Ich hatte dich so verstanden, dass du den Umzug bezahlt haben möchtest.