Juuhuuuu wir haben Recht bekomme zwecks eäG

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von nine2005 23.02.06 - 21:37 Uhr

Wollte nur mal meine Freude zum Ausdruck bringen, dass ich mit meinem Freund nicht mehr als eäG angerechnet werde.

Hat eine ganze Weile gedauert und starke Nerve gekostet. Juni hatten wir ohne Anwalt Widerspruch eingelegt bis Oktober keine Antwort bekommen. Im Oktober suchten wir uns einen Anwalt der uns bei dieser Sache unterstützte, doch auch auf seine 2 Fristsetzungen keine Reaktion. Dann kurz vor Weihnachten hat er eine Untätigkeitsklage erhoben. Kurz danach hat es bei uns immer geklingelt aber keiner hat auf gemacht und siehe da wollten die ein Hausbesuch machen. Aber unser Anwalt hat uns davon abgeraten und das mit den von der ARGE geklärt, dass das gegen das Gesetz verstößt irgendwelche §§ gibt es da.

Seit dem haben wir von denen nichts mehr gehört und siehe da vor 2Wochen wurde uns Recht gegeben und unsere Forderungen wurden komplett nachgezahlt insgesamt 1600Euro, da bei meinem Freund mein Kindergeld seit September angerechnet wurde, obwohl ich seit August keins mehr bekomme.

Es sieht zwar keiner bei der neuen Berechnung durch, eine Auflistung gibt es auch nicht, aber wir sind zufrieden damit, da wir mit soviel gar nicht gerechnet haben. Nach dem Bescheid her müsste es eigentlich noch mehr sein, aber nicht das vielleicht noch ein Fehler zu unseren Gunsten entdeckt wird, eine Neuberechnung würde ja auch wieder Monate dauern

Ich #freu#freu mich sooo.

Arbeit hat mein Freund auch noch bekommen und ich bekomme wenigstens mein ALG II weiter und hoffe natürlich auch bald wieder Arbeit zu haben.

Bin unserem Anwalt tausendmal dankbar das er uns so gut unterstützt und vertreten hat ohne ihn hätte es bestimmt nicht so schnell geklappt.

Beitrag von schnucki1101 24.02.06 - 13:32 Uhr

hallo,

wie ist die erklärung des amtes?

lebt man zusammen ist man ja gleich eheähnlich.

wie habt ihr das begründet das ihr dies nicht seit?

l.g.mandy

Beitrag von nine2005 24.02.06 - 19:15 Uhr

Es gab keine Erklärung nur das wir jetzt als Haushaltsgemeinschaft zählen und nicht mehr als eäG und wir das falsch angerechnete Geld zurück bekommen.


Ich habe mich auf etliche Urteile berufen, die in der gleichen Situation waren und Recht bekommen haben. Man ließt auch überall von diesen 3Jahren zusammenleben, das habe ich auch mit rein geschrieben und das wir in unserer kurzen Beziehung nicht für einander einstehen. Außerdem erfüllen wir nicht die Indizien (Kind, gemeinsamen Konto, aus einem Topf wirtschaften usw.) nachdem die Gerichte gehen.

Beitrag von schnucki1101 24.02.06 - 19:49 Uhr

danke!
unsere klage wird anfang märz verhandelt.

l.g.mandy

Beitrag von nine2005 24.02.06 - 19:56 Uhr

ich glaube wir hatten sogar hier schon mal miteinander geschrieben, dass ihr bald einen Gerichtstermin habt, kann das sein?

Bei uns ist es schneller gegangen als gedacht. Was habt ihr denn geschrieben und wieviel Zeit ist vergangen seit deinem Widerspruch?

Beitrag von schnucki1101 24.02.06 - 20:12 Uhr

hi,

ja, wir hatten schon einmal miteinander geschrieben.
der gerichtstermin beim sozialgericht steht schon etwas länger fest.

die arbeitsagentur hatt alle unsere widersprüche trotz schlüssiger argumente willkürlich abgelehnt.

ich hoffe sehr das das sozialgericht nicht genauso willkürlich handelt, denn wir sind keine eheähnliche gemeinschaft.

l.g.mandy

Beitrag von nine2005 24.02.06 - 20:19 Uhr

hi,

bei mir ist in den ganzen Monaten gar nichts passiert weder Ablehnung noch Stelungnahme. Komisch, wir mussten nicht persönlich vor Gericht einscheinen, es wurde anhand anderen Urteilen entschieden.

Was habt ihr denn für Gründe gegen eine eäG aufgezählt?

Ich drück euch die Daumen, leider urteilen die meisten Gerichte unterschiedlich

Beitrag von dolfan96 24.02.06 - 14:34 Uhr

Gratuliere,

da wohnst Du also mit deinem Freund zusammen und ihr seit keine eäG (Falls ich das jetzt richtig verstanden habe?) und bekommt Geld vom Staat deshalb? Toll !!!!

Falls dem wirklich so ist, hoffe ich, dass das Amt den Fall innerhalb der Verjährungfrist noch mal prüft und euch dranbekommt, denn so wie es sich anhört,ist es Betrug, denn ihr wohnt doch zusammen, oder?

Falls ich mich irren sollte - muss auch zugeben, dass ich vorherige Potstings von dir nicht gelesen habe - sorry.

Dolfan96

Beitrag von sonne_1975 24.02.06 - 15:24 Uhr

Bin auch deiner Meinung, Dolfan!
Es kann doch nicht sein, dass man zusammen wohnt, Hausbesuche verweigert und deswegen Geld vom Staat bekommt, was einem nicht zusteht! Und dann hier noch stolz rumerzählt...

:-[

Beitrag von nine2005 24.02.06 - 19:10 Uhr

Zusammenleben heißt nicht gleich eheähnlich. Was ist da Betrug?

Wenn es das Gericht so entscheidet wird es wohl kaum Betruf sein. weshalb gibt es tausende von Widersprüchen dagegen weil jede Partnerschaft gleich als eäG gezählt wird. Wir sind auch noch nicht lange zusammen aber soll gleich am 1.tag des zusammenwohnens für den anderen aufkommen....

Es urteilen nun mal die Gerichte und zum Glück nicht ihr

Sammelt erst einmal Argumente und informiert euch bevor ihr hier große Töne spuckt. :-%:-%

Beitrag von ormus 24.02.06 - 20:21 Uhr

Scherzkekse.

Wider Erwarten ist nicht das Rechtens, was bei RTL Explosiv u.ä. stattfindet, sondern das, was im Gesetztext steht.

Diese 'Sozialdetektive' in den einschlägigen Boulevardreportagen handeln allesamt rechtswidrig. Ohne Vorankündigung ist ein Hausbesuch schonmal gar nicht zulässig. Und zusammenwohnen ist aber mal ein ganz schwaches Kriterium für eheähnliche Gemeinschaft. Genauso wie das Doppelbett.

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten...

Lass dich nicht verrückt machen, nine2005. Natürlich habt ihr Recht gehabt und demzufolge auch Recht bekommen. Das Geld steht dir zu.

Genauso wie wir trotz gemeinsamen Kind keine eheähnliche Gemeinschaft sind und auch das in 2 Wochen vom Gericht bestätigt kriegen werden.

Beitrag von nine2005 24.02.06 - 20:33 Uhr

Danke für die Unterstützung ;-)

Wir haben uns ja hier auch schon einmal gelesen. Wie habt ihr denn euren Widerspruch begründet?? Denn mit Kind ist das so eine Sache. Mein Anwalt meinte auch zu mir, falls wir mal ein Kind haben würde keine Haushaltsgemeinschaft mehr gelten.

Ich bilde mir auch nichts auf das dumme Geschwätz ein, da ich weis das wir zurecht geklagt haben und das Gericht hat es mit diesem Urteil ja selbst bewiesen. Alles nur Neid

Beitrag von sonne_1975 24.02.06 - 21:29 Uhr

Neid? Ich soll neidisch sein, dass ihr das Geld, was wir zahlen, zu Unrecht bekommt, weil ihr ein Kind zusammenhabt und zusammenwohnt, aber trotzdem nicht als Zusammenwohnende gelten wollt?

Ich würde mich sehr schämen an deiner Stelle!

Beitrag von schnucki1101 24.02.06 - 22:13 Uhr

ersteinmal richtig lesen bevor du los polterst#augen

nine hat überhaupt kein kind;-)

l.g.mandy

Beitrag von nine2005 24.02.06 - 23:30 Uhr

Ich habe ein Kind?? Da wäre mir aber neu, habe ich etwas verpasst??

Wie schon gesagt, erst einmal richtig lesen. Ich bekomme kein Geld zu unrecht, es steht jedem Arbeitslosen zu.

Ich weis gar nicht warum du dich so künstlich aufregst, es hat ein Gericht entschieden weil es wohl so im Gesetz geregelt ist. Also beschwere dich bei denen,die das entschieden haben, ich habe kein schlechtes Gewissen.

Ich mich schämen, dass ich nicht lache, für was denn? Weil ich Leistungen in Anspruch nehme, die mir zustehen? Übrigens haben wir auch schon Geld eingezahlt. Erzähle das lieber denen die den Staat betrügen oder nicht arbeiten wollen, ich habe mir kein Betrug vorzuwerfen

Beitrag von ormus 24.02.06 - 23:35 Uhr

Du bist mir sympathisch, nine2005 ;-)

Beitrag von nine2005 24.02.06 - 23:47 Uhr

;-) ihr beide auch, ormus und schnukki, denn ihr wisst von was ihr redet

Beitrag von junimond.1969 25.02.06 - 02:02 Uhr

Ähm, verwechsele ich Dich gerade? Wolltest Du nicht zu Deiner Mutter ziehen? #gruebel

Beitrag von nine2005 25.02.06 - 12:36 Uhr

Ja das stimmt, aber seit dem sie von dem neuen Gesetz gehört hat (für die U25) wollte sie das auf einmal nicht mehr weil sie sehr verunsichert war und sie wahrscheinlich denächst sowieso umziehen möchte, weil ihre Wohnung für sie zu groß ist.

Beitrag von junimond.1969 25.02.06 - 12:54 Uhr

Na sauber. Da lässt eine Mutter die Tochter also lieber bei 'nem Typen bleiben, der sie vor die Tür setzen will, sobald sie in Not gerät. #augen

Beitrag von nine2005 25.02.06 - 13:03 Uhr

Jetzt ist es ja geklärt und ich bekomme mein ALG II weiter, hätte auch nie gedacht das es zum Schluß doch noch so schnell geht.

Jetzt brauche ich nur noch das #klee Arbeit zu bekommen.

Beitrag von ormus 24.02.06 - 23:34 Uhr

Erstens: Zusammenwohnen ist nicht eheähnlich.

Zweitens: Die beiden haben kein Kind.

Drittens: Hier geht es um Gesetze. Und ein Richter hat befunden, dass ihr das Geld zusteht. Was bildest du dir denn bitteschön ein, dass besser wissen zu wollen? (Wo du dich offensichtlich weder mit dem Fall noch mit den Gesetzen auskennst)

Viertens: Ich zahle zum Beispiel auch gut Steuern und so weiter. Und beschwere mich trotzdem nicht, weil es ihr zusteht.

Beitrag von jomii 24.02.06 - 21:22 Uhr

Nur mal so interessehalber: Wie lange seid ihr denn schon zusammen bzw. wohnt zusammen? Wie begründest du dem Gericht, dass ihr trotz Kind keine eheähnliche Gemeinschaft seid? Schließlich seid ihr dem Kind gegenüber beide versorgungs- und unterhaltsverpflichtet. Es ist etwas gemeinsames von Euch, was Euch verbindet. Wie wollt ihr das glaubhaft rüberbringen, dass ihr im Grunde nur ein WG-Leben führt und nicht füreinander einsteht?
LG Jomi

Beitrag von ormus 24.02.06 - 23:30 Uhr

Du verwechselst ein paar Dinge.

Wir behaupten nicht, keine Familie zu sein, wir behaupten nur, nicht eheähnlich zu sein. Ich zahle übrigends auch den Unterhalt für das Kind.

Wir haben getrennte Konten. Ich habe ein Auto, schnucki1101 steht das nicht zur Verfügung. Wir haben keine gemeinsamen Versicherungen. Wir haben keinen gemeinsamen Besitz, nichts in unserem Haushalt ist von gemeinsamen Geld angeschafft. Keiner hat Verfügung über Konto des anderen. Wir kennen uns noch nichtmal drei Jahre. Das Kind war ein 'Unfall' (ich war gegen Nachwuchs).

Also diverse Argumente gegen die eäG.

Und damit keine Aufschreie kommen: Nein, ich bin kein Arsch. Wir sind unter der Vorraussetzung zusammengezogen, dass jeder seinen Kram macht, halt nur in einem gemeinsamen Haushalt. Das ist beiderseitig so, ich erwarte auch nicht, dass sie meinen Ratenkredit zahlt.

Ich werd das dem Richter schon erklären, dass eine Einstufung als eheähnlich für mich nicht tolerierbar ist. Es gibt auch schon mehrer Urteile, dass eine eheähnliche Gemeinschaft nur dann vorliegt, wenn BEIDE Partner diese auch anerkennen. Das tun wir beide nicht.

Beitrag von junimond.1969 25.02.06 - 02:01 Uhr

Bis zum letzten Absatz gebe ich Dir Recht.

Allerdings hätte ich zu gern gewusst, ob ein Gericht in D ernsthaft bei gemeinsamem Kind den Statu "keine eäG" durchlässt.

Ich hatte zwar auch schon so einen Fall, bei dem wir gesagt haben, das ist trotz Kind keine eäG, aber die beiden sind definitiv getrennt, leben eben nur noch zusammen, weil er noch keine Wohnung gefunden hat. Ist aber wohnungssuchend gemeldet etc.

Ich sage bei gemeinsamem Kind UND Paarbeziehung in aller Regel aber schon "Wie viel eheähnlich geht denn noch, bitte schön?!"

Gruß
Christine

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