1. Todestag wie habt ihr ihn überstanden??

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von sternenstaub_1234 24.02.06 - 08:14 Uhr

Hallo ihr Lieben,

meine Frage steht ja eigentlich schon im Betreff!!

Könnt ihr mir vielleicht sagen wie man den Schmerz an diesem Tag etwas erträglich machen kann #schmoll???

Über eure zuschriften wäre ich sehr froh, weiss nicht wie ich diesen Tag überstehen soll, das erste Weihnachten, sein erster Geburtstag ohne meinen Bruder waren schon die Hölle weiss nich wie ich es gemeistert habe.
Vor den 1. Todestag habe ich extrem Angst und ich weiss nicht warum#heul.

Vielleicht könnt ihr mir ein paar Tipps geben!!

Zünde für alle Engel eine #kerze!!

Liebe Grüße Sandra (die im mom sehr Ratlos und Ängstlich ist)

Beitrag von karo1207 24.02.06 - 09:46 Uhr

Liebe Sandra,
den 1. Todestag eines geliebten Menschen erlebt jeder völlig anders.
Eigentlich ist dies nun der Abschluss des gesamten ersten Jahres ohne Deinen Bruder. Es gab einen ersten Geburtstag ohne ihn, erste Weihnachten... Silvester usw. Alles die Tage, an denen ER in der "Runde" fehlt.
Vielleicht besuchst Du seine Ruhestätte, zündest dort eine Kerze für ihn an. Oder such Dir alte Bilder raus und erinner Dich an die lustigen Begebenheiten mit Deinem Bruder... auch an die Dinge, die Dich nervten und über die Du im Nachhinein lachen musst.
Denk daran, wie das letzte Jahr ohne ihn war. Was hat sich alles verändert?
Ich kann Dein innerliches Chaos sehr gut verstehen. Der 1. Todestag meines Papas war am 14./15.2.06 (eher eine "Todesnacht"). Ich habe oben beschrieben Dinge getan und es hat mir doch sehr geholfen.
Du kannst an der Situation nichts ändern, Du kannst nur versuchen, das Beste daraus zu machen - so blöd das auch klingt.
Hier ein schönes Gedicht:

Weint nicht an meinem Grab um mich;
Ich bin nicht dort. Ich schlafe nicht.
Ich bin die Winde, die da wehn,
Kristallglitzer auf dem Schnee.
Ich bin die Sonne auf Ährengold.
Ich bin der Regen, herbstlich hold...
Steht nicht am Grab, die Augen rot,
ich bin nicht dort. Ich bin nicht tot.

Liebe Grüße
karo1207

Beitrag von mellika 24.02.06 - 12:26 Uhr

Hallo Sandra,

mein Bruder ist am 20.12.2003 nach einer Weihnachtsfeier in der Weser ertrunken.
Ich weiss also nur zu gut, wie es dir geht und wie du dich fühlst.
An Sveni´s Geburtstag (11.11) und am Todestag treffen wir uns immer mit seinen besten Freunden bei meiner Mutter. Das ist immer sehr schön. Natürlich gehe ich an diesen Tagen auch immer auf den Friedhof.
Weihnachten fiel bis jetzt immer aus. Mein Mann und ich sowie meine Eltern und Larsi (kleiner Bruder) wollten einfach nie wieder Weihnachten ohne Sveni feiern.
Nun wurde am 19.12.2005 unsere kleine Tochter geboren und nun werden wieder Weihnachten feiern.

Ich kann sehr gut verstehen, dass du Angst vor dem ersten Todestag hast.
Es ist so schwer die richtigen Tipps zu geben, denn jedem hilft etwas anderes. Vielleicht hilft es dir ja auch sich mit seinen Freunden zusammen zu setzen und über lustige Anekdoten zu sprechen.

Hoffe, ein wenig geholfen zu haben.

Liebe Grüße
#liebdrueck




Melanie

P.S. Du kannst mir auch gerne eine eMail schreiben.

Beitrag von mona98 24.02.06 - 18:06 Uhr

Hallo Sandra!!Ich muß sagen ,der erste Todestag meiner Tochter ist mir sehr,sehr schwer gefallen!!! das hätte ich nicht gedacht!! Ist doch eigentlich "nur" ein Datum! Bei uns war es ja zwei Tage nach Weihnachten:-(.Vom zweiten Weihnachtstag an war es wahnsinnig schwer!!Ich konnte mich noch genau an diese Tage vor einem Jahr erinnern!! Unsere letztenGespräche,Heiligabend.....Das waren unsere letzten gemeinsamen Stunden#heul.Der 28.Dezembermorgen,ich sehe sie noch morgens in ihr Auto steigen....das letzte Mal ,dass ich sie lebend gesehen habe.Es war wirklich sehr schwer .Wir haben diesen Tag mit der Familie und mit Freunden verbracht ,sind zusammen zum Friedhof gegangen.Eine Freundin hat am ersten Todestag ihrer Tochter Luftballons steigen lassen mit Zetteln dran ,auf denen jeder der mochte etwas schreiben konnte.Das ist zwar furchtbar traurig,aber auch etwas Besonderes!! Wir haben das bei Marijkes Geburtstag gemacht ,weil der im Sommer ist.Ich finde das eine gute Idee!Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft für diesenTag!! Mona