Unsere Ehe leidet seit unser Kind da ist

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von traurig 24.02.06 - 08:46 Uhr

Hallo!

Ich weiß nicht mehr weiter. Ich bin seit 3 Jahren verheiratet und habe ein Kind, das ein halbes Jahr alt ist. Seit der Geburt ist mein Mann irgentwie anders mir gegenüber und in letzter Zeit ist es ganz schlimm geworden. Ich muß dazu sagen, daß ich sehr viel durch die Schwangerschaft zugenommen habe, aber fett bin ich zum Glück nicht. Allerdings fast mich mein Mann nicht mehr freiwillig an, also ich muß ihn schon darum bitten, ich werde nicht mehr in den Arm genommen, es sei denn ich bitte darum, wenn ich etwas zu ihm sage wird er patzig oder ist beleidigt. Ich fühle mich so ungeliebt. Und heute morgen hatten wir wieder mal Streit, weil er wieder mal patzig geworden ist, also sagte ich ihm, wenn er mich nicht mehr leiden könnte sollte er es mir sagen, dann würde ich mir einen anderen suchen und unseren Sohn mitnehmen. Natürlich war das falsch und auch nicht wirklich so gemeint. Ich sagte ihm auch, daß ich das nicht so meinte, aber jetzt redet er nicht mehr mit mir. Er ist auf Arbeit gefahren und werde mir wohl den ganzen Tag den Kopf darüber zerbrechen, was hier schief läuft. Hat nicht jemand einen guten Tip für mich? Bitte nur antworten, wenn ihr mich nicht kritisieren wollt, das verkrafte ich jetzt nicht und ich weiß selbst, daß das scheiße war.

Schuldigung, ist lang geworden!

LG Bea

Beitrag von paulfort35 24.02.06 - 09:03 Uhr

Hallo,
ich würde mich heute abend dafür entschuldigen und ihm erklären, dass Du sehr verunsichert bist und Dich ungeliebt fühlst. Versucht, ganz ruhig und liebevoll darüber zu sprechen.

Paule

Beitrag von sweethart 24.02.06 - 09:10 Uhr

Koch ihm was schönes, schmeiß dich in Schale und drück ihm ne Rose in die Hand, mit der du dich bei ihm entschuldigen möchtest. Sag ihm, wie du dich fühlst. Woher soll ein Mann das bitte wissen, wenn es ihm nicht gesagt wird ;-)
Sag ihm, dass du ihn liebst und durch sein verhalten verletzt bist. Frag ihn, ob du vielleicht irgendetwas falsch gemacht haben könntest. Ich würd ihm jetzt noch ne süße SMS schreiben. Vielleicht kommt ja eine zurück. ;-)

Beitrag von chnime 24.02.06 - 09:19 Uhr

Danke für den Tip!
Also eine SMS habe ich schon geschrieben, in der ich mich auch Entschuldigt habe. Ich habe ihm heute morgen auch gesagt, daß er mich mit seinem Verhalten verletzt, er meinte das wäre ein Unterschied zwischen Sticheleien und einer solchen Antwort. Ja sich er ist es das, aber er macht das ständig und ich habs ihm schonmal gesagt, das ich das nicht ok finde.

LG Janine

Beitrag von sweethart 24.02.06 - 09:40 Uhr

Lustig, Janine schreibt Janine. 99... woher kommste da? ich bin ja gebürtig aus Suhl. Kennste bestimmt, oder?

Naja, war schon n starkes Stück, was de ihm da an den Kopf geworfen hast. Aber das kenn ich. Rutscht mir auch manchmal raus. Lass ma den Kopf nicht hängen, der wird wieder handzahm....;-) Du musst nur auch was dafür tun und nicht warten, dass er alleine was dafür macht. Beide müssen an der Beziehung arbeiten. Und mit so nem kleinen Wurm dürfte das doch kein Problem sein. So frisches Familienglück. Genießt es ...;-)

Beitrag von chnime 24.02.06 - 09:43 Uhr

klar ich war schonmal in Suhl. Was heißt gebürtig? Wo lebst du denn jetzt? Ich bin auch Nordhausen. Kennste garantiert.

LG Janine

Beitrag von sweethart 24.02.06 - 09:58 Uhr

Na klar, kenn ich Nordhausen. Jetzt hats mich nach Schweinfurt verschlagen.....

Beitrag von cako 24.02.06 - 11:23 Uhr

Hallo Bea,
ich finde das nicht scheisse, was du ihm gesagt hast. Du hattes sicherlich einen Grund und warst mit deinen (wahrscheinlich angestauten) Emotionen schon so belastet, dass du es aus purer Verzweiflung zu ihm gesagt hast. So sehe ich das. Sicherlich solltest du dich aber im nachhinein doch fuer entschuldigen, ..wuerde ich sicher auch so machen. Ich wuerde abwarten, bis er heute abend nach Hause kommt. Ich glaube naemlich du musst mal ein absolut klaerendes Gespraech mit ihm fuhren. Und jetzt kommts..., was ich naemlich scheisse finde ist, dass er dich, wie du schon geschrieben hast, nicht mehr freiwillig anfassen moechte und dass du ihn schon darum bitten musst, damit er es ueberhaupt macht. Ich finde das, um es mal milde auszudrucken nicht besonders nett von ihm und ich kann verstehen, dass du dich ungliebt fuehlst. Manche Maenner scheinen nach der Geburt in ihrer eigenen Frau nur noch die Mutter zu sehen und nicht mehr die eigene Frau, die genauso Fuersorge von ihrem Mann braucht, wie das Baby von ihrer Mutter...Oder ???:-)
Meine Tochter ist nun 2 Monate alt und bei mir war eine aehnliche Situation, wo ich mich ungeliebt fuehlen musste, obwohl ich weiss, dass er mich eigentlich abgoettisch liebt. Er kam abends nach Hause und ist nur noch freudestrahlend um das Baby rumgesprungen. Das er mich dabei oft vernachlaessigt hat, ist ihm nicht aufgefallen. Manchmal hat er mich sogar mit "Mama, komm mal her!" gerufen. Da musste ich ihn gleich anfauchen, weil ich doch nach wie vor wollte, dass er mich mit meinem eigenen Namen anspricht, wie fruher ja auch...Hat er dann aber kapiert (mit "Mama" darf mich mein Kind natuerlich mal rufen, aber doch nicht mein Mann??:-))
Dieses Verhaltensmuster von ihm hat mir aber auch gezeigt, dass er ein wenig vergessen hat, dass ich immer noch SEINE FRAU mit emotionalen Beduerfnissen bin und AUCH oft in den Arm genommen werden will. Gerade nach der Geburt haben die Frauen doch so ein Gefuehlschaos in sich und brauchen jegliche Unterstuetzung vom Mann. Ich meine natuerlich, durch ein Kind veraendert sich na klar die ganze Lebensituation. Man hat ein ganz neues Familienleben an das man sich auch erst gewoehnen muss. Ich glaube dennoch, dass es fuer die Frau am schwierigsten ist. Nach der Geburt wieder ins emotionale Gleichgewicht zu kommen, dauert bei mir auch noch an...Man ist naemlich Mutter geworden (thank god!) und gleichzeitig hat man noch nen Partner (gilt auch fuer den Ehemann), den man auch weiterhin als Partner mit all seinen Beduerfnissen verstehen und behandeln sollte.
War lang. Aber ich konnte mich leider nicht kuerzer fassen.
Bea, ich wuensche dir einen schoenen Abend mit deinem Mann. Es wird bestimmt alles gut. Mach dir keine Sorgen;-).
LG
#liebdrueckCako.

Beitrag von bluehorizon6 24.02.06 - 11:13 Uhr

Was willst du denn von uns? Streicheleinheit, die werden dir wohl nicht helfen. Also stelle ich Fragen die du dir beantworten kannst.

Hat er denn überhaupt eine Ahnung das du unter diesem Beziehungsstress leidest?

Hast du ihm deine Beobachtung einmal mitgeteilt das es seit der Geburt so ist?

Fühlt sich dein Mann zurückgesetzt, ist er gar eifersüchtig auf das Kleine?

Sieht er dich mit dem Kleine spielen, schmusen... Wie kann er sich einbringen? Darf oder tut er das?

Hast du ihn mal gefragt was ihn denn seit der Geburt stört?

Ist bei euch überhaupt der Versuch unternommen worden mal wie Erwachsene miteinander umzugehen?
Nämlich sich einzugestehen das bei euch zur Zeit der Wurm drin ist. Sich einmal mitzuteilen was ihr beide fühlt und befürchtet, und zwar ohne gleich patzig, beleidigt oder sauer zu werden. (jedes Kindsgebaren gehört hier nämlich nicht hin, und damit meine ich euch beide) Das gesagte dann mal analysieren und Schlüsse daraus zu ziehen, den Umgang mit einander auch ändern.

Man, ihr habt doch nur euch, warum macht ihr es euch so schwer. Manchmal gewinnt man den Eindruck Ehen sind dazu geschaffen sich zu quälen, über sein Partner herziehen zu können und alles so zu machen das nichts Gutes daraus erwachsen kann.

Ehe ist schwer zu leben. Ehe bedeutet sich des Partners und der Partnerschaft anzunehmen. Ehe hilft einander, Ehe verpflichtet, und Ehe spricht und lebt. Ehe hört nicht bei "Ja ich will" auf, sondern da fängt sie erst an.

Ich hoffe du konntest die Worte vertragen. Um dich ein bischen aufzurichten von mir noch ein #liebdrueck. Du bist nicht alleine mit diesem Problem. Aber es liegt nur an euch/an dir ob ihr aus dieser Krise als Gewinner raus geht, oder ihr euch selbst ergeben irgendwann anödet.

Also macht hin und versucht zu leben und zu lieben.

BlueH6

Beitrag von aggie69 24.02.06 - 12:35 Uhr

Hi!
Sag mal, war Dein Mann bei der Geburt dabei? Habe schon oft gehört, daß Männer, die die Geburt miterlebt haben später Probleme haben. Sie sehen ständig die Geburt mit all dem Blut vor sich und können in ihrer Frau nicht mehr die Geliebte sehen.

Beitrag von mareliru 24.02.06 - 16:23 Uhr

Mein Mann war bei der Geburt dabei und ich muss sagen, es hat unser intimes Leben eine Weile gestört. Vielleicht tut es das immernoch.
Will er seine vorherige Frau zurück, die es aber nicht mehr gibt? Ich meine nicht nur gewichtsmäßig. Ein Kind ist eine große Umstellung mit vielen Veränderungen. Das braucht alles seine Zeit.
Alles Gute,
Mare