Schwanger und traurig

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von maximumorange 24.02.06 - 10:25 Uhr

Ich brauche mal Eure Hilfe.

Bin zur Zeit total durch den Wind.
Wir haben im Dezember angefangen zu Üben und schon im zweiten Zyklus hats geklappt. Bin jetzt in der 7.Woche schwanger!
Aber plötzlich sehe ich das ganze nur mehr als Fehler!:-(

Wir haben weder Beziehungsprobleme, noch Finanzielle Probleme.

Die Probleme mit meinem Stiefsohn werden auch besser und wir haben Beide einen ganz guten Job.
Aber je mehr ich über das Ganze nachdenke, desto unsicherer werde ich. Ich seh mich überhaupt nicht mehr raus. Hab Angst, dann nur mehr als Hausmütterchen daheim zu sitzen und nichts anderes mehr zu haben, als die Kinder.

Gestern Abend hatte ich eine richtie Panikattacke.
mein Partner versteht das alles nicht.
Und ich bin nur mehr fertig, und freu mich gar nicht richtig schwanger zu sein!#heul

Wie soll das nur noch werden??

Beitrag von oldma 24.02.06 - 10:34 Uhr

......... wieso?? du musst doch nicht hausmütterchen bleiben!! es steht dir doch frei, nach der geburt deines kindes wieder zu arbeiten und ich werde dies auch tun. also geniesse deine ss und verschwende höchstens ein paar gedanken an die haushaltsorganisation für danach!!gönn dir ein paar beautys viell. frisör oder kaffeeklatsch mit freundinnen usw. das muntert auf und gibt gleich eine andere sicht auf die dinge.nicht zu vergessen, bisschen shoppen gehen, was frau so mit bäuchlein tragen will!! :-D l.g.c.

Beitrag von 19jasmin80 24.02.06 - 10:32 Uhr

Hi Du!

Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft.

Du machst Dir unnötig sorgen. Ob Du letztendlich als Hausmütterchen endest ist rein Deine Entscheidung. Also ich sehe mich so gar nicht denn man kann mit Baby auch viel unternehmen.

Du hast die optimale Basis für ein Baby, was willst Du denn mehr? Weder Beziehungs- noch Geldprobleme. Solche Voraussetzungen hat heutzutage nicht jeder.

Komm etwas zur Ruhe, gönn Dir mehr Zeit für Dich und leg mal häufiger die Füße hoch.

Du wirst sehen, eine Schwangerschaft kann wirklich schön sein. ;-)

Ich drück Dir die Daumen. Lieber Gruß
Jasmin + #baby (27. SSW) u. Stiefsohn (13 Jahre).

Beitrag von lonedies 24.02.06 - 10:35 Uhr

Hallo,

oh man, du sprichst mir da aus der Seele. Hab auch ab und an solche Panikattacken, bei denen mir dann 1000 Fragen durch den Kopf gehen, z.B.

Werde ich eine gute Mutter sein?
Werde ich Job und Kind gut unter einen Hut kriegen?
Bekommen wir finanziell alles hin?
Werde ich mit der Mehrbelastung und mit dem Stress zurechtkommen?
Ist mit dem Baby auch wirklich alles i.O.?
und, und, und

Muss dazu sagen, auch wir haben es geplant und erwaten nun endlich unser Wunschkind.

Und trotzdem zweifelt man manchmal an sich und seinen Fähigkeiten. Fast jede hier tut das manchmal und es ist wohl auch normal in der Schwangerschaft.

Aber glaub mir: Wir werden das schaffen!!! Wir werden das Kind schon schaukeln!!!

Ich glaub auch nicht, dass du als Hausmütterchen enden wirst nur weil da jetzt ein Kind da ist. Bei mir war es eher so, dass sich durch die SS ganz andere, neue Freundschaften ergeben haben.

Wie gesagt, du bist mit diesen Problemen nicht allein, aber wer weiß: morgen denkst du vielleicht schon ganz anders darüber.

#liebdrueck

Wünsch dir alles, alles Liebe und eine wunderschöne Kugelzeit.

LG Loni + Höhli 35.SSW

Beitrag von kruemling 24.02.06 - 10:31 Uhr

Guten Morgen,

ich bin auch in der 7SSW , bei mir ist es nicht so wie bei Dir, ich freu mich total.
Aber ich habe gelesen, dass es ganz normal ist das man in solche Gefühlslöcher fällt und das man sich der Sache nicht mehr gewachsen fühlt.

Stell Dir einfach immer wieder vor wir schön das Leben mit einem kleinen Wurm wird.
Und wenn Du jetzt kein Stubenhocker bist, warum solltest Du dann einer werden? Es gibt Kinderwagen.

Mach Dir bloß nicht so einen Kopf. Freu Dich lieber das es geklappt hat.

Beitrag von becca04 24.02.06 - 10:39 Uhr

Hallo maximumorange,

das ist total normal, das sind einerseits die Hormone und andererseits das Wissen um die komplette Umwälzung Deines Lebens durch das Wesen, das sich gerade "parasitär" in Dir breit macht.

Das hatte ich in meiner ersten SS auch und - nie hätte ich es gedacht - jetzt auch und zwar noch viel, viel stärker, denn alle sagen Dir: "Hey mit zwei Kindern, da ist es endgültig vorbei mit Arbeiten, mit Freizeit!"

Ich würde Dir aus meiner Erfahrung raten, möglichst frühzeitig mit den Planungen für die Zeit danach anzufangen. Es ist absolut legitim (Nein, Du bist KEINE Rabenmutter), wenn Du arbeiten möchtest trotz (wegen??) des Kindes. Du solltest Dir in unserem "fortschrittlichen" (also, tendenziell familienfeindlichen) Land nur Gedanken machen, wie Dein Kind dann versorgt wird. Also, schon mal vorsichtig die Fühler zu Krippen, Tagesmutter-Initiativen, Babysitter-Vermittlungen ausstrecken. Du könntest Dich auch für irgendwelchen Sport anmelden (jetzt schon, damit Du nach der Geburt in der Gewohnheit drin bist), damit Du dann später mindestens einen Abend pro Woche für Dich und Deinen Körper hast. Und - vielleicht das Wichtigste - den Papa schon jetzt darauf hinweisen, dass nur, weil Du das Kind bekommst, Du längst nicht alleinverantwortlich für Versorgung und Pflege bist. Ein Tipp von mir: Damit sich die Väter auch trauen und - genau wie die Mütter ja auch - sich früh an die ganzen Handgriffe gewöhnen, musst Du Deinen Mann FRÜH an das Kind lassen, also am besten gleich, wenn ihr aus dem Krankenhaus etc. zurück seid. Ganz wichtig, denn Du solltest Dich und Deinen Beckenboden ja eh schonen in der ersten Zeit.

So, ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen helfen - ich bin mir ganz sicher, dass fast alle Frauen hier bei Urbia genau dieses Gefühlschaos kennen, gerade auch in der Frühschwangerschaft. Das ändert sich auch wieder, vor allem dann, wenn der Bauch wächst und man sich so richtig kugelig und nach "Ich schenke Leben" fühlt.

Sei ganz lieb gegrüßt,
Sabi.

Beitrag von belli2 24.02.06 - 10:39 Uhr

Hallo Du,

lass mal den Kopf nicht so hängen...! Wir müssen uns wohl gegenseitig die Angst nehmen.

Ich bin auch in der 7. Woche und bei mir ist die Freude über das Baby auch wie verflogen! Anfangs habe ich mich sehr gefreut und nun kommen mir Zweifel!

Bei mir hat es im ersten ÜZ sofort geklappt und wahrscheinlich hatte ich einfach damit gerechnet, dass es mindestens ein paar Monate dauert, bis es wirklich funktioniert.

Mir macht mein Job derzeit auch sehr viel Spaß und jetzt wo ich weiß, dass "das Ende naht", bin ich auch gar nicht mehr so froh darüber.

Außerdem sind mein Freund und ich noch nicht so lange zusammen und ich denke auch seinetwegen darüber nach, ob wohl alles so richtig war. Er freut sich aber riesig und es ist auch soweit alles in Ordnung bei uns.

Ich denke mir, dass es vielleicht einfach dazu gehört, dass man Zweifel hat und sich Gedanken über die Zukunft macht, schließlich wird das Leben mit einem Baby total anders als vorher.

Von daher, lass uns versuchen, positiver zu denken.

Aber ich kann Dich sehr gut verstehen. Mit meinem Freund möchte ich darüber auch gar nicht sprechen, er würde mich mit Sicherheit auch nicht verstehen.

Liebe Grüße
von belli

Beitrag von sumsumbiene 24.02.06 - 10:40 Uhr

Halli Hallo

lass dich mal #liebdrueck und herzlichen glückwunsch zur SS denke das ist nichts ungewöhnliches das man sich über sowas gedanken macht wenn es geklappt hat ,was ist mit mir? was wird aus unserer partnerschaft? bin ich wirklich bereit für ein baby? wird es dem Krümmel gut gehen? usw. nur ist das problem das solche fragen wenn sie später noch vorhanden sind nur die zeit beantworten kann.
und das das glücksgefühl das du Schwanger bist wieder kommt da bin ich mir 100% sicher spätestens beim nächsten US #freu

LG Sabine Julia fast 3 #baby17SSW

Beitrag von mara299 24.02.06 - 10:48 Uhr

Keine Sorge, das sind die Hormone !

Bei meiner ersten Schwangerschaft fiel ich in ein totales Loch. Unsere Maus war geplant und trotzdem brauchte ich dann doch erst einmal eine Woche um mich an den Gedanken zu gewöhnen und richtig zu freuen.
#huepf Gab dann auch kein Halten mehr vor lauter Glück #huepf !
Leider hatte ich eine Fehlgeburt, fühlte mich danach, wegen des anfänglichen Unmuts natürlich noch schlimmer.

Bei meiner Schwangerschaft mit meinem Mäusemann Til war es ganz anders. Klar hatte ich Angst vor allem und jedem, aber die Freude war von Anfang an riesig und unbändig.

Es gibt nie den optimalen Zeitpunkt für ein Baby und so ein kleiner Mensch macht große Veränderungen, aber es sind die schönsten Veränderungen die man sich vorstellen kann.

Und zum thema Beziehungsprobleme ... ich glaub mit einer Schwangeren zu leben ist einfach nicht leicht ... bei uns war auch alles immer super harmonisch und als ich schwanger war fingen wir an uns ständig zu zoffen. Nichts ernsthaftes und aus den dümmsten Gründen. Bei einer Frau spielen die Hormone verrückt und der Mann muss wirklich hüpfen und springen lernen um mitzubekommen wie die Stimmung ist. An manchen Tagen hab eich mich über eine so kleine Aufmerksamkeit gefreut wie wenn er mir etwas vom einkaufen mitgebracht hat und an anderen Tagen habe ich ihn dafür zusmmangestaucht.

So sind schwangere Frauen nun mal ... aber es lohnt sich !

Wünsch eeuch alles Liebe und Gute, Mara + Til

Beitrag von maximumorange 24.02.06 - 11:14 Uhr

Vielen Dank für die vielen Antworten!

Es ist schön zu sehen, daß das normal ist. Und, daß es viele gibt, denen es ähnlich geht.

Liegt vielleicht auch daran, daß ich zur Zeit aufgrund der Betreuung des 6 jährigen Stiefsohnes überhaupt keine zeit mehr für mich hab. Bin abends nur mehr geschafft.

Hechte von Arbeit, über Pferdestall, zum Einkaufen, in die Kinderbetreuung usw. Und meine Wünsche bleiben irgendwie auf der Strecke.
Ich hab nicht mal mehr Zeit für mein Pferd.
Glücklicherweise hat es dzt. absolutes arbeitsverbot. Deshalb bin ich nicht gezwunden was damit zu machen.

Obwohl mit mein Partner sehr im haushalt hilft, hab ich das Gefühl, nicht eine Minute für mich zu haben. Mein Stiefsohn hängt ständig an mir, und lässt für meine Wünsche einfach keine Zeit. #heul

Alle um mich herum freuen sich .... nur ich bin eher im zweifel, ob das gescheit war.

Aber es tut gut, zu sehen, daß das anscheinend normal ist.
Allerdings muss ich mir mehr Freiraum schaffen. Sonst bekomm ich sicher über Kurz oder Lang einen Kollaps!!

Vielen Dank für die vielen stärkenden Antworten.

LG
VERi

Beitrag von jolinakuecken 24.02.06 - 14:19 Uhr

Hallo,

mach dir da mal nicht so viele Sorgen!!! Das wird schon wieder. Es ist zum Teil wirklich normal, dass man sich gerade am Anfang der SS nicht mehr sicher ist, ob die Entscheidung für ein Kind richtig war. Es ist halt komisch - die ganze Zeit fiebert man dem Moment entgegen, dass man endlich #schwanger wird und dann... Mir ging es genauso! Fand es auch total bescheuert, dass immer alle von einem verlangen überglücklich zu sein! Versuch doch einfach mit deinem Partner zu reden und sage ihm konkret, was dich zweifeln lässt - Männer verstehen das nicht so ganz die Aufregung.
Aber, es wird bestimmt besser und du wirst dich noch auf dein Baby freuen!!!

LG,
Jolina, 10. SSW

Beitrag von sonnenlicht 24.02.06 - 15:34 Uhr

Hallo ihr Lieben,

hat mir jetzt gut getan eure Berichte zu lesen :-)
Ich bin in der 14 SSW und freu mich ansich sehr auf unser kleines Sonnenscheinchen, aber manchmal gibt es Phasen, da tue ich mir schwer mit meiner Mutterrolle. Ich mochte mein Leben wie es war, meinen Beruf, meine Hobbies, mich selber...
Zwar war ich mir immer sicher, Kinder haben zu wollen, doch jetzt wo ich tatsächlich schwanger bin, zeigt sich was das bedeutet.
Und im Forum liest man meistens von Schwangeren, die überglücklich sind, sich ausschließlich um Umstandsmode, Frauenarzttermine und Babynahrung drehen und sich um das Wohl des Kindes kümmern...
Da bekomme ich fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich es echt schade finde, dass ich alle meine Radrennen für dieses Jahr absagen musste, obwohl ich doch weiß für was ich das tue...
Mein Mann tut sich verständlicherweise schwer mit meinen Stimmungsschwankungen. Doch es ist eben so, dass er sich auf das Kind freuen kann, aber sein bisheriges Leben (Beruf,Sport...) trotzdem weiter läuft wie bisher.
Wie geht ihr damit um? Habt ihr auch manchmal Sorge, dass ihr immer mehr Mutter werdet und die eigene Person immer mehr in den Hintergrund tritt?
Ich hoffe, die Phase geht auch wieder vorbei und finde MICH auch als Mama wieder...

Liebe Grüße
GABI