Besuchsrecht

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von caro265 24.02.06 - 14:47 Uhr

Hallo an alle!

Ich habe ein großes Problem. Als ich ungeplant schwanger wurde, hat mich mein Freund nicht nur verlassen, sondern auch mich und das Kind wüst beschimpft. Er meinte, er wolle "den scheiß Krüppel" nicht haben und ich solle mich oder wenigstens das Kind umbringen. Daraufhin beendete ich die Beziehung. Jetzt wo Flo auf der Welt ist, hat er ihn mit "Vollidiot" beschimpft und gemeint es wäre nicht sein Kind und er könne sich nicht mit ihm identifizieren und es wäre ihm peinlich sein Kind zu besuchen und dies seinen Kumpels zu erzählen. Weiterhin erkannte er die Vaterschaft nur nach einem Vaterschaftstest an. Die Sachlage ist aber durch seine Mutter komplizierter. Ich bin 19 und er 18 und seine Mutter versucht ihm unbedingt vorzuschreiben, dass er das Kind sehen muss, obwohl er keinen Kontakt will. Er hat aber keinen Arsch in der Hose das zu sagen und erzählt, wenn er Florian und mich besucht die lustigsten Märchen, dass er sich ja nie von der Verantwortung drücken wollte, etc. Jeden Donnerstag lasse ich ihn hier her kommen und Florian besuchen. Jedesmal redet er weder mit mir noch mit Flo und der Kleine (5 Monate) schreit die meiste Zeit. Letzten Donnerstag sagte er ab, weil er keine Zeit (wohl eher keine Lust hatte) und kurz vor der abgemachten Besuchszeit rief er nun doch wieder an und wollte doch kommen, was ich nicht zuließ. Er kann nicht erst absagen und dann fünf Minuten vor dem Besuch doch wieder zusagen. Ich hatte dann schon andere Pläne. Also erhielt ich einen Anruf seiner Mutter, sie würde nun aufs Jugendamt gehen und dann würde ich schon sehen, was ich davon hätte. Deshalb meine Frage: Wie sieht es mit dem Besuchsrecht genau aus, wenn wir nie verheiratet waren und bei der Geburt auch nicht mehr zusammmen. Und wenn er gar nicht will, sondern nur gezwungener Maßen kommt?

Ich freue mich auf eine schnelle Antwort.

Danke schonmal im Vorraus

MfG Caro

Beitrag von mikuhase 24.02.06 - 19:31 Uhr

Daß der Vater ein Umgangsrecht mit seinem Kind hat, ergibt sich aus § 1684 BGB. Allerdings gibt es keine gesetzlichen Regelungen, wie oft der Umgang stattzufinden hat oder stattfinden sollte. Das müssen die Eltern selbst regeln, gegebenenfalls unter Einschaltung des Jugendamtes. Auf den Jugendämtern hat es sich aufgrund ständiger Übung eingebürgert, daß der Vater, dessen Kind bei der Mutter lebt, alle 2 Wochen an den Wochenenden sein Umgangsrecht wahrnehmen kann. Daher die Bezeichnung "Wochenend-Daddy". Sofern der Umgang von Seiten der Mutter verweigert wird, kann er gerichtlich eingeklagt werden.

Beitrag von mumpelkopf 25.02.06 - 13:10 Uhr

Hi Du,

Du solltest unbedingt mit dem Jugendamt zusammen arbeiten und dort die Umstände schildern.

Ich könnte ausflippen wenn ich immer wieder lese, das Kinder einen Vater brauchen . Stimmt, Kinder brauchen eine Vaterfigur aber niemanden der nicht bereit ist Verantwortung zu übernehmen und sein Kind als Ballast sieht. Dies kann viel schwerwiegendere Folgen haben.

Beitrag von mikuhase 26.02.06 - 09:07 Uhr

mumpelkopf schrieb:
"Kinder brauchen eine Vaterfigur"

...und da Frauen ja so dermaßen viel emotionale Intelligenz besitzen, ist ein Vater schon gleich gar nicht mehr erforderlich. Wieso auch? Dann übernimmt Mutti eben kurzerhand die Vaterfigur. Wir leben ja schließlich im virtuellen Zeitalter - da kann Mutti ruhig schonmal den Vater simulieren.

Beitrag von manavgat 26.02.06 - 13:13 Uhr

Umgangsrecht bedeutet, dass Recht, das Kind zu sehen und nicht, bei Dir in der Wohnung im Weg zu sitzen.

Nimm Dir eine Anwältin, die Deine Rechte und die des Kindes vertritt. Keine Angst, die Anwältin zahlt der Staat über PHK, den Antrag füllt Deine Anwältin mit Dir aus.

Im übrigen hat Dein Kind seinen Eltern gegenüber einen Anspruch auf Unterhalt! Mach den geltend.

Alles Gute

Manavgat