endlich Arbeit-trotzdem nur Probleme!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von fruchtzwerg72 24.02.06 - 15:36 Uhr

Hi!
Menno,nimmt das denn nie ein Ende?Nachdem wir keine Möglichkeit mehr hatten in das Gewerbe meines Mannes zu investieren(obwohl es super lief-aber den Banken fehlten halt Sicherheiten!)konnten wir nicht weitermachen und mussten im Januar ALG II beantragen.Es hatten sich auch noch Miese angesammelt,da diverese Rechnungen nicht bezahlt werden konnten....also habe ich einen Termin bei der Schuldnerberatung gemacht,da wir da sonst nicht mehr rausfinden alleine-mit dem Erfolg,daß am Montag zu dem ausgemachten Termin,der seit Wochen stand keiner dort die Tür aufmachte!Na super!War zunächst froh,daß ich im März endlich wieder arbeiten gehen kann,auch wenn es viel Fahrerei bedeutet und die Arbeitszeiten alles andere als familienfreundlich sind und ich von morgens 7.30 Uhr bis abends frühestens 19 Uhr nur unterwegs bin,wenn nicht noch länger,dazu noch samstags und sonn-und feiertags ab und an mal.Ich dachte,wegen der Fahrtkosten würde mir zunächst das Amt auch weiterhelfen-jaaa,aber erst frühestens nach 2 Wochen nach Arbeitsantritt bekomme ich die Kosten teilweise erstattet.Zudem erfuhr ich,daß ich das ALG II für März in Raten zurückzalhen muß,da ich ja Ende März bereits das erste Gehalt bekomme.Ist das überhaupt so rechtens?Wir sind eh total verschuldet,ich habe keine Ahnung wie ich mich bei meinen Arbeitszeiten noch damit auseinandersetzen soll...zudem brauche ich das Geld für den Sprit und habe auch sonst noch so viele Zahlungsverpflichtungen...meine Kids müssen eh schon auf alles mögliche verzichten und haben gerade mal das Nötigste an Lebensmitteln.Der Kurze erzählte schon seinen Freunden davon,daß er nicht mal ein schönes Karnevalskostüm bekommt,weil wir ja nie Geld haben.Ein Freund von ihm hat ihm schon seine Spardose schenken wollen,damit unser Sohn sich was Schönes kaufen kann...ich könnte nur noch heulen.Ich war voller Hoffnung wegen dem Arbeitsplatz und dachte,es wird schon wieder-und nun habe ich Angst vor der Entscheidung zu stehen-entweder Sprit tanken oder die Kids haben nichts Gescheites zu essen.Öffentliche Verkehrsmittel sind hier auf dem Land fast garnicht möglich.Eventuell morgens kurz nach 6 Uhr...da kann ich mir ja gleich ein Zimmer in der Gegend mieten wo ich arbeite....warum wird man fürs Arbeiten noch bestraft?Es kann doch nicht die Lösung sein auf Dauer ALG II Empfänger zu bleiben-da hänge ich mich lieber auf!Mit meinem Mann kann ich über nichts vernünftig reden.Ich habe nun mal zuerst einen Arbeitsplatz gefunden-er muß zwangsläufig Hausmann spielen,da wir auch noch eine kleine Tochter haben,die noch nicht in den Kiga geht.Das kränkt wohl seine männliche Eitelkeit.Verwandte gucken mich blöde an,weil ich ja meine Kinder sooo alleine lasse-aber einer muß doch Geld verdienen!!!Die haben gut reden und alle einen Job,bei dem sie ordentlich verdienen,in Urlaub fahren können,shoppen gehen u.s.w.Das Meiste wird eh an mir hängen bleiben nach Feierabend!Und wofür?Was mir auch total peinlich ist-ich habe nichtmal gescheite Klamotten für die Arbeit.Dort im Büro laufen alle fein gekleidet rum.Ich habe nur noch abgetragene Sachen,dazu in letzter Zeit viel abgenommen und es sitzt alles vorne und hinten nicht mehr...aber ich habe natürlich kein Geld mich angemessen anzuziehen.Naja,zum Glück herrscht kein Kundenverkehr und ausser Kollegen sieht mich ja niemand.Ist das ein Sch...!!!Einerseits freue ich mich auf die Arbeit,habe aber Angst trotzdem unsere Situation in keinster Weise retten zu können.Ich dachte schon an Privatinsolvenz-nur damit gehen ja sicherlich solche Dinge wie Auto und unser Zuhause auch verloren.Wir haben viel Geld in unser Zuhause investiert und ich kriege das Grauen wenn ich daran denke mit 5 Personen in irgend eine schlechte Gegend zu ziehen...dabei wohnen wir schon günstig-aber wenn man verschuldet ist,dann wird sicher erwartet,daß man in die billigste Klitsche zieht,hauptsache man kann Geld abdrücken,oder?
Es ist einfach kein Leben mehr,keine Perspektive...und ich war soooo naiv zu denken,wenn man wiederarbeitet,dann wird man auch unterstützt-neee,das gilt wohl nur für Drückeberger,die keinen Bock haben zu arbeiten,aber ihre Rechte kenne und wissen was sie alles beantragen können!
Gibt es denn garkeinen Ausweg?Oder Schuldnerberatungsstellen,die einen nicht herablassend abkanzeln?Da wartet man wochenlang auf den Termin und dann hören die angeblich das Klingeln nicht-sehr witzig!Nun habe ich keine Zeit mehr für solche Termine!Mein Mann resigniert einfach-und ich könnte schreiend wegrenne,was ich nur nicht tue weil ich ja noch 3 Kinder habe!
Habe echt einen Hals!!!
Musste das mal loswerden!
fruchtzwerg

Beitrag von bibihexe 24.02.06 - 17:58 Uhr

Hallo,

ich würde sagen dein Mann muss den Haushalt allein erledigen.Wäre ein umzug möglich damit du nicht soviel fahren musst? Oder eine Fahrgemeinschaft?
Klamotten bekommst du günstig im Second Hand shop.
Wäre Wohngeld für euch drin?
Kindergeldzuschlag?
Die Kinder müssen Essen ganz klar.
Kann sich dein Mann keinen 400€ job suchen?

bibi