Bäh der Müll stapelt sich

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Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von kaptainkaracho 24.02.06 - 15:46 Uhr

Hallo Zusammen

Der Ver.Di Streik macht unsere Stadt noch zu einem Müllhaufen.

Überall stapeln sich die Müllsäcke und es stinkt erbärmlich :-%
Überall liegen Müllsäcke.

Zum Glück ist es kalt, bei Wärme wäre es ja noch ekliger

Und in der Zeitung stand allenernstes: man könne doch den Müll solange im Keller lagern :-[ Klar voll gesch*** Windeln und Katzenklostreu macht sich supi im Keller, zumal unser glatte 6m² groß ist und Sommerreifen und ein Wäschetrockner drinne steht.

Sorry, musste mir einfach mal Luft machen

#liebdrueck Alexa

Beitrag von ummhilal 24.02.06 - 15:55 Uhr

hallo,

bei uns wird es auch immer heftiger, ich warte auf die ersten ratten #schock .
lg

ummhilal

Beitrag von kaptainkaracho 24.02.06 - 16:00 Uhr

Vorallem müssen wir, die nichts dafür können, darunter leiden

ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich wäre froh wenn ich Arbeit hätte, da wäre es ja schon fast egal wie lange
(und ehrlich wegen 18min mehr am Tag für das selbe Geld, kann ja wohl nicht schlechter sein als Arbeitslos zu sein und ich weiß wovon ich schreibe -> ALG2 Bezieherin) Ich wäre froh wenn ich arbeit hätte #kratz

Woanders müssen Leute 42Std und mehr die Woche arbeiten und bekommen noch weniger.... Aber da gehen die Meinungen sehr auseinander, darum lass ich es mal so dahin gestellt

Und es ist supi eklig mit dem Müll :-%

Beitrag von ummhilal 24.02.06 - 16:17 Uhr

weisst du wie lange noch gestreikt wird?? ich glaube wenn die den müll wieder abholen bewerf ich sie mit gefüllten windeln. #cool
bei uns knoten die nachbarn zum teil den müllbeutel nicht richtig zu, das gibts echt nicht.
lg

ummhilal

Beitrag von kaptainkaracho 24.02.06 - 16:20 Uhr

Da hab ich keine Ahnung wie lange der Streik noch gehen soll.
Ich Hoffe jeden Tag das die ollen Säcke verschwinden. Ich kann mir auch gut vorstellen, sowie die Tonnen geleert werden, sind die Ruck Zuck wieder voll
Mhhh eine vollgesch* Windel denen hinterher zu werfen, mit diesem Gedanken hab ich auch schon gespielt

Beitrag von ummhilal 24.02.06 - 16:34 Uhr

wenn ichs mir recht überlege:
EINE windel reicht nicht!!! HUNDERT mindestens!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
ha!

lg
ummhilal

Beitrag von kaptainkaracho 24.02.06 - 16:37 Uhr

Man könnte ja die Streikenden in der Stadt mit vollgemmachten Windeln bewerfen ;-)
Oder sammeln bis es sich richtig lohnt :-p

Beitrag von ma7schi 24.02.06 - 16:39 Uhr

Oder vor die dortige Gewerkschaftsbüros legen.

M.

Beitrag von ummhilal 24.02.06 - 18:10 Uhr

ja.
gute idee.

lg

ummhilal

Beitrag von bambolina 24.02.06 - 22:45 Uhr

oder vor die Arbeitgeberbüros ;-)

Beitrag von junimond.1969 25.02.06 - 13:57 Uhr

Genau: DAHIN!

Gruß
Christine

Beitrag von bambolina 26.02.06 - 00:44 Uhr

danke #blume

ich blick das gar nicht, warum hier die Verdi die Bösen sind.

Zugegeben, bin kein Freund von Gewerkschaften, aber in diesem Fall steh ich voll hinter ihnen.

lg bambolina

Beitrag von diefrauohnenamen 24.02.06 - 16:42 Uhr

Hallo!

ich arbeite auch im öffentlichen Dienst und finde es gut, dass gestreikt wird (das letzte Mal ist übrigens 14 Jahre her...

"und ehrlich wegen 18min mehr am Tag für das selbe Geld, kann ja wohl nicht schlechter sein als Arbeitslos zu sein "

Sorry, aber mit genau diesem Druckmittel arbeiten die Arbeitgeber und das ist ehrlich gesagt zum :-%; ich glaube kaum, dass du eine Arbeit toll fändest, wo du den Duckmäuser spielen musst und dir Alles gefallen lassen sollst, nur um nicht arbeitslos zu werden...

Es geht immer noch der Mythos um, im öffentlichen Dienst würde Nix gearbeitet, dafür aber viel Geld bezahlt...

Ich arbeite 27,5 Stunden in der Woche für 950 Euro netto, das ist wirklich kein königliches Gehalt...

Als ich vor Jahren mal ein Jahr lang Sozialhilfe + Erziehungsgeld bekommen habe, ging es mir wesentlich besser...

Ich hänge auch nicht rum auf der Arbeit (ich bin in einem städtischen Eigenbetrieb als Gärtnerin beschäftigt), wir müssen mit weniger Leuten mehr Aufträge als je zuvor erledigen...

Meinst du, es schafft mehr Arbeitsplätze, wenn die Leute die arbeiten immer länger arbeiten??? #kratz

Die Arbeitgeber wollen keine neuen Leute einstellen; warum auch, wenn es mit den "nur 18 Minuten" täglich auch mit weniger Personal geht...

Liebe Grüße
Belinda

Beitrag von ma7schi 24.02.06 - 16:47 Uhr

"Es geht immer noch der Mythos um, im öffentlichen Dienst würde Nix gearbeitet, dafür aber viel Geld bezahlt..."

Wohl kaum, aber auch ihr müßt mal langsam im Heute ankommen.

Mein GG ist im ÖD, einfacher Verwaltungsdienst in Berlin und daher kenne ich die Problematik nur zu gut.

Weihnachtsgeld wurde schon vor Jahren zusammengestrichen, Urlaubsgeld, was ist das, 42 Stunden Woche ist normal und die Arbeitbedingungen im Sozialmat sind natürlich auch nicht die Besten.

ABER, er hat einen relativ sicheren Arbeitsplatz und nimmt diese Kleinigkeiten, wegen denen ihr streikt gerne in Kauf, damit es so bleibt. In unserem Bekanntenkreis sind in den letzten 2 Jahren viele arbeitslos geworden, auch aus relativ sicheren Branchen.


Einen nackten Mann - sprich Staat - kann man nicht in die Tasche greifen und alle müssen sparen. Die eine, wie hier in Berlin, eher, die anderen wie ihr später.

M.

Beitrag von junimond.1969 25.02.06 - 13:58 Uhr

"ABER, er hat einen relativ sicheren Arbeitsplatz und nimmt diese Kleinigkeiten, wegen denen ihr streikt gerne in Kauf, damit es so bleibt."

Es wird nicht wegen "Kleinigkeiten" gestreikt, sondern DAMIT der Arbeitsplatz sicher BLEIBT. Und damit junge Menschen nach der Ausbildung übernommen werden. Ich denke nicht, dass es um einzelne Befindlichkeiten geht, sondern um das große Ganze.

Gruß
Christine

Beitrag von zoltan76 24.02.06 - 17:16 Uhr

Ich möchte Dir ja nicht zu Nahe treten, aber bei sowas:

>>Ich arbeite 27,5 Stunden in der Woche für 950 Euro netto, das ist wirklich kein königliches Gehalt...<<

geht mir echt die Hutschnur hoch!!!

Ich bin 41 Std/Woche für 800,00 €uro netto arbeiten gegangen und mein Schatz geht zwischen 50 und 60 Std./Woche für lächerliche 1000,00 €uro arbeiten.

Meinst Du allen Ernstes, da solltest Du Dich über Deinen Verdienst beschweren?!?

Im übrigen, sind wir beide keine Hilfskräfte oder sonstwas, bevor so ein Argument kommt!

Liebe Grüße #kratz

Angy

Beitrag von diefrauohnenamen 24.02.06 - 17:28 Uhr

Hallo,

ich wollte lediglich darstellen, dass auch im öffentlichen Dienst nicht "zu viel " verdient wird...
Dass es woanders nicht besser ist, weiss ich, aber ich finde, es sollte doch schon ein Anreiz da sein, arbeiten zu gehen...
Was meinst du, wie viel Leute Jobs ablehnen (ja, auch Heute noch), weil sie dort zu wenig verdienen würden...
(hast du z.B. schonmal einen Deutschen bei der Spargelernte gesehen?)

Mit der Sozialhilfe und dem Erziehungsgeld und Kindergeld hatte ich damals genauso viel zur Verfügung...

Und Fakt ist nunmal, dass durch die paar Minuten hier, paar Minuten da keine neuen Arbeitsplätze geschaffen werden, eher im Gegenteil...

Grüße
Belinda

Beitrag von junimond.1969 25.02.06 - 13:52 Uhr

"Und Fakt ist nunmal, dass durch die paar Minuten hier, paar Minuten da keine neuen Arbeitsplätze geschaffen werden, eher im Gegenteil... "

#pro#pro#pro

Beitrag von junimond.1969 25.02.06 - 13:56 Uhr

"Ich arbeite 27,5 Stunden in der Woche für 950 Euro netto, das ist wirklich kein königliches Gehalt..."

Und ich (nominal) 35 Std. (in echt mittlerweile mehr) für anfangs 850,- (i.W. achthundertfünfzig) € bei Kl. IV. Jetzt "immerhin" etwas über 1.000,-. Als reguläre Angestellte hatte ich gem. BAT seinerzeit an die 500,- € mehr bei 38,5 Std.

Der Witz ist: Die Arbeit IST da, die Stellen im Haushaltsplan auch. Sie werden nur nicht besetzt.

Gruß
Christine

Beitrag von junimond.1969 25.02.06 - 13:51 Uhr

Mein Gott! Es geht doch nicht drum, dass die Mitarbeiter zur faul oder sich zu fein wären, 18 min. am Tag länger zu arbeiten!

Es geht darum, dass mit der Steigerung der Arbeitszeit die AG wieder ein Argument haben, Stellen zu streichen! Im Übrigen arbeiten die meisten im ÖD schon die ganze Zeit länger, als es in den Verträgen steht, denn durch den massiven Stellenabbau, der seit Jahren vor sicht geht, müssen die anderen die Arbeit mit erledigen.
Oder es werden Zeitarbeitskräfte eingestellt (wie ich zum Beispiel), die kaum oder selten eine Chance auf Festeinstellung bekommen.

Arbeitszeitverlängerung schafft keine Arbeitsplätze! Im Gegenteil. Und genau darum geht es. Um das Ganze. Nicht um 18 min. am Tag. Die machen die meisten von uns so oder so schon.

Echt, ich werde richtig sauer, wenn ich so was lese!

Gruß
Christine

Beitrag von diefrauohnenamen 25.02.06 - 14:16 Uhr

Danke Junimond, noch Eine, die nicht nur der BLÖD-Zeitung nach dem Mund redet!!! :-)

Grüße
Belinda

Beitrag von junimond.1969 25.02.06 - 14:42 Uhr

Ich arbeite über Zeitarbeit für 9,- € brutto Grundvergütung für eine Stadtverwaltung bei einer ARGE.

Mein Teamleiter sowie mein Bereichsleiter wollen mich beide unbedingt fest einstellen, sind seit Wochen dran. Allein, sie dürfen (noch) nicht - die GmbH "Jobcenter" darf noch nicht selbst einstellen. Nominal sind die Stellen da - unser Team hat 2,25 Stellen nicht besetzt, da sind wir 3 35-Std.-Zeitkräfte schon eingerechnet. Fielen wir drei 35-Stunden-Kräfte weg, wären also noch mehr Stellen unbesetzt. Unsere städt. Beamten-Kollegen arbeiten 42 Std., die von der BA soweit ich weiß, bis jetzt 40, soll sich erhöhen auf 41 Std./Woche. Hier ein Stündchen, da ein Stündchen, schon hat man die Soll-Personalstundenzahl ein bisschen mehr abgedeckt. Einfachste Rechenaufgabe.

Ich finde es einfach so ärgerlich, wenn es in den Medien so dargestellt wird, als wäre man sich zu fein für "die paar Minuten". Darum geht es nicht, Jeder klar denkende Mensch macht Mehrarbeit, auch unbezahlte, wenn sie den eigenen Arbeitsplatz und andere sichert. Wenn.

Und: Ich bin seit einigen Tagen in der sog. "Vollsachbearbeitung". Es ist der Hammer. Man müsste viel mehr Zeit haben für die Kunden, müsste viel mehr Zeit haben, die Fälle abschließend zu bearbeiten. Vor allem: Man müsste mehr Kraft haben. Es geht einfach nicht, gerade diesen Job unter diesem Druck zu machen. Fallzahlen von 75 bis 100 waren vor Einführung von Hartz IV mal pro SB genannt. Ich lache. 200 bis 300 ist schon fast die Regel - und das nicht nur bei uns in der Leistungsabteilung. Es ist einfach zuviel um da noch die Übersicht über die Kunden zu behalten, gerade in diesem Bereich, in dem doch durch intensive Betreuung die Menschen wieder in Arbeit gebracht werden sollen.

Ich bin froh, dass die Kollegen auch für MICH auf die Straße gehen, damit auch Leute wie ich wieder einen gesicherten und festen Arbeitsplatz bekommen.

Der Monitorbericht von neulich hat mir die Augen geöffnet: Wir werden verarscht, alle miteinander, von vorne bis hinten. Verzicht, Verzicht, Verzicht und was bringt er? Nüscht, nur satte Gewinne für die Unternehmen, die mit EU-Subventionstourismus auch noch zusätzlich 'nen fetten Reibach machen.

Und das Volk plappert immer noch Unsin von "Gewerkschaften, die nicht im Heute angekommen sind" nach. #augen Oder dass man früher schließlich noch mehr gearbeitet hätte. Jau, früher, nach Weltkrieg II, als Millionen Tote zu beklagen waren und es einfach auch noch eine Menge für die, die lebten, zu tun gab.

Die Arbeitszeit heute gehört einfach gerecht verteilt, basta. Und nicht die einen Maloche bis an die Grenze der Belastbarkeit und die andern gucken in die Röhre.

Ach, es ist ein Kreuz.

Lieben Gruß
Christine

Beitrag von farideh 24.02.06 - 16:32 Uhr

Zumindest hab ich in den letzten Tagen gehört,dass das Geld für Streiks noch bis Ende März reichen soll....

Beitrag von ma7schi 24.02.06 - 16:37 Uhr

Der Streikgrund ansich ist sowieso völlig unverständlich.

Was die Arbeitgeber in diesen Regionen fordern, ist in vielen anderen Bundesländern, wie auch hier in Berlin schon längst Usus.

Da sind einige Gewerkschaftler nicht im Heute angekommen.

M.

Beitrag von diefrauohnenamen 24.02.06 - 16:50 Uhr

Hallo!

Sorry, aber "Usus" ist auch, dass es sicherlich keine neuen Arbeitsplätzte geben wird, wenn Jeder, der jetzt Arbeit hat länger arbeitet.... #augen

Wenn sich die Leute gegen solche in Euren Augen "Kleinigkeiten" nicht wehren, kann jeder Arbeitgeber bald machen, was er will, denn "die Leute können ja froh sein, überhaupt Arbeit zu haben" :-[

Deutschland wird dann wieder mal ein Volk von Duckmäusern, tolle Aussicht...

LG
Belinda