Trotzanfall!!!????

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von petzi222 24.02.06 - 20:27 Uhr

Hallo

Ich wollt mal fragen wie Ihr mit euren Kids umgeht wenn
sie Trotzen.
Meine Tochter ist im Januar 2 Jahre geworden bisher war sie eigendlich Pflegeleicht das einzige '' negative'' an ihr ist das sie überhaupt keine Geduld hat wenns nicht gleich klappt gibt sie auf und weint oder schmeißts gleich weg. Ist ja noch zu ertragen.
Aber seit 2 Wochen hat sie immer wieder mal so extreme Trotzanfälle da schreit sie so viel das sie sich fast Übergeben muß. zum Beisp. Wir gehen mit unserer Tochter Spazieren sie will nicht in den Baggy also muß sie mir auf der Straße die Hand geben aber sie will nicht ich nehme immerwieder Ihre Hand und erkläre ihr warum sie mir die Hand geben muß aber nein sie weint und fängt an zu brüllen so arg das sie sich fast übergeben muß.
Und Gestern Abend will sie nicht schlafen gehen ich habe ihr eine halbe Stunde zuvor gesagt das wir dann Schlafen gehen sie nur ''NEIN''.
Als es dann ernst wurde gehen wir ins Bett und sie nimmt sich ein Buch mit ok wir schaun das Buch an dann gen wir Schlafen.'' Aber sie holt noch eins und fängt schon an zu weinen ich nähme Ihr das Buch aus der Hand und dreh das Licht ab aufeinmal fängt sie so laut an zu schreien läut aus dem Schlafzimmer zum Bücherregal und holt wieder ein Buch .
WAS SOLL ICH IN SOLCHEN SITUATIONEN NUR TUN???
IGNORRIEREN, SCHREIN
Bitte hälft mir weiter was macht ihr in solchen Situationen.
DANKE FÜR JEDE ANWORT!!!
Lg. Petzi und kleiner Giftzwerg schon im Bett!!!

Beitrag von ricasa21 25.02.06 - 15:14 Uhr

Hallo #liebdrueck

sag ihr ganz ruhig, dass ihr ein buch lesen werdet und dann lässt du ihr noch ein kleines lichtchen an und bleibst bei ihr bis sie schläft. irgendwann musst du nicht mehr bei ihr bleiben.
bleib konsequent und wenn sie brüllt, heult und sich wegschmeist, nimm sie in den arm und sag ihr, wie lieb du sie hast und das morgen früh wieder ein neuer tag ist.
immer ruhig bleiben, denn auch diese phase geht vorbei und ihr müsst eure kleine mit viel liebe unterstützen und mit ihr über ihre wut reden. wenn sie mal wieder kocht, nehmt euch doch mal jeder ein kissen und macht ne kissenschlacht oder haut aufs kissen ein ;-)
entladen ist besser als wegstecken und ausserdem ist wut genauso akzeptabel, wie freude, denn jede emotion sollte gezeigt werden dürfen...

gruß von der theoretikerin ;-)

Beitrag von chantal35_99 26.02.06 - 13:04 Uhr

Hallo,
ich kenne diese Trotzanfälle von meinem Sohn, als er so alt war sehr gut. Man ist mit seiner Kraft am Ende. Weiss sich nicht mehr zu helfen. Aber da hilft nur Konsequenz. Die Konsequenz bringt dir aber nur etwas, wenn du dazu stehst. Wenn du äußerlich konsequent bist, aber innerlich unsicher, spürt die kleine das, und schon hast du verloren. Du mußt für dich eine Entscheidung treffen, was willst du und was willst du nicht. Wo sind die Grenzen für dich. Wenn du das entschieden hast, kannst du die Sache auch überzeugend rüber bringen. Kinder brauchen klare Linien und was an das sie sich halten können. Gibt man ihnen immer wieder nach, reizen sie es auch bis zum bitteren Ende. Setz dir ein "stop bis hier her und nicht weiter", dann kannst du das auch überzeugend deinem Kind rüber bringen. Nur durch deine Unsicherheit kann sich dein Kind so benehmen. Ich weiss es hört sich leicht an, was ich da schreibe, aber ich weiss auch wie schwer es ist. Aber es funktioniert. Setze ihr Grenzen und stehe auch dazu. Häng einen Plan an den Kühlschrank oder wo auch immer hin und zeige ihr auf dem Plan, was Sache ist. An was sie sich halten kann. Das mußt du halt malen und nicht schreiben, da sie es noch nicht lesen kann. Aber ich habe damit die besten Erfahrungen gemacht. Mein Sohn brauchte immer alles schwarz auf weiss auf dem Papier und dann hielt er sich auch dran. Das ist bis heute (10Jahre) so geblieben. Ein Plan am Kühlschrank wirkt Wunder.
Ich wünsche dir viel Kraft und Nerven.
Liebe Grüße Bine

Beitrag von little_sophie 26.02.06 - 17:29 Uhr

Hallo,

oh, das kenne ich! Bei uns ist es aber so, daß sie richtig wütend wird und man sieht richtig, daß sie nicht weiß wohin mit der Wut. Oft steigert sie sich dann so rein, daß sie weint. Wir nehmen sie in den Arm oder suchen zumindest ihre Nähe (sie mag dann oft nicht angefaßt werden) und reden. Ich frage sie, ob sie sauer ist und wütend und warum. Sie erzählt dann auch und durch das überlegen wird sie schon abgelenkt. Meist geht sowas dann sehr schnell vorbei und ist nach 1-2 Min. vergessen.

Wenn das nix hilft, schaue ich mir ein Buch an und spreche zu mir selbst, wie toll das ist usw. Sie ist dann so neugierig und will mitsehen. Das klappt fast immer!

Vorbeugend hilft bei uns einfach alles ankündigen. So, wenn wir das gemacht haben, machen wir das usw. "Wenn du nicht in den Buggy willst, gehst du aber an der Hand." Seitdem sind die Wutanfälle viel weniger geworden. Sie weiß immer vorher schon, was kommt und kann sich drauf einstellen. So auch mit dem Buch anschauen abends. Sie weiß einfach, es gibt nur ein Buch!

Dabei ist, wie die anderen schon geschrieben haben, Konsequenz das A und O.

Viel Glück und Geduld wünscht
little_sophie