Glutenfreie Ernährung nach dem 6. Monat

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von zwillinge2005 24.02.06 - 23:27 Uhr

Hallo Ihr,

welche Begründungen gibt es für eine Glutenfreie Ernährung nach dem 6. Monat?

Zöliakie ist eine angeborene Erkrankung für die es keine Prophylaxe gibt. In den ersten 6 Monaten soll kein Gluten gegeben werden, da bei einer bestehenden Zöliakie die Symptome sehr stark wären.

Bei einer schrittweisen Beikosteinführung nach dem 6. Monat kommt das Kind sowieso erst im 8. Monat mit Getreide in Kontakt. Kommt es dann zu einer Reaktion auf Gluten kann eine weiterführende Diagnostik eingeleitet werden.

Freue mich auf Eure Meinungen und Eure Gründe für eine glutenfreie Ernährung.

LG, Andrea

Beitrag von buzzelmaus 24.02.06 - 23:59 Uhr

Hallo Andrea,

ich mache es zumindest bis zum ersten Geburtstag - kann ja nicht schaden. Und es gibt ja auch genug Alternativen - es muss ja nicht zuviel durcheinander sein bzw. so viele Alternativen brauchen die Kleinen ja noch nicht.

Ich könnte jetzt theoretisch auch von HA Pre auf normale Pre wechseln. Aber ich denke mir, dass Emily nun schon genug mit der Beikost beschäftigt ist. Da muss ich jetzt nicht auch noch eine neue Milch einführen.

Aber jeder kann es ja selbst entscheiden und die ganze 'Hysterie' mit den Allergien finde ich ohnehin manchmal echt übertrieben - man wird teilweise total verunsichert.
Denn im endeffekt ist es ja so, dass die Kleinen die Anlage zu den Allergien ihrer Eltern schon haben. Man kann das Ausbrechen nur verzögern, aber wohl kaum verhindern - schön wär's!

Alles Gute

Susanne + Emily Fiona (29 Wochen alt)

Beitrag von zwillima 25.02.06 - 09:07 Uhr

Hallo,

Recht ahst Du. es handelt sich nicht um eine Allergie und es gibt auch keine Prophylaxe.

Warum auf einmal alle im ersten Jahr glutenfrei ernähren wollen ist mir schleierhaft. Hatte schon einige Male bei disk. darauf angesprochen, aber eignetlich nie eine Begründung bekommen.
Ich denke mal, die meisten wissen nicht, worum es sich dabei wirklich handelt.

Gruß
zwillima

Beitrag von ximaer 25.02.06 - 09:03 Uhr

Hallo,
soweit ich weiss, ist gegen glutenhaltige Ernährung nach dem 7. Lebensmonat nichts zu sagen.

Grüße
Suse

Beitrag von zenaluca 25.02.06 - 09:12 Uhr

Hallo Andrea!

Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an. Es gibt - meines Wissens - keine Gründe dafür, so lange auf glutenhaltiges zu verzichten.

Auch bei allergiegefährdeten Kindern kann man ab dem 7. Monate glutenhaltiges füttern. Ich habe in all meinen Allergie-Ratgebern nie gegenteiliges gelesen.

LG Larissa + Eliano (15.09.04)

Beitrag von sunflower.1976 25.02.06 - 11:31 Uhr

Hallo!

Mein Sohn ist zwar allgergiegefährdet und ich rühre ihm seinen Abendbrei mit HA-Milch an. Aber neben Hirseflocken (wegen des hohen Eisengehaltes) bekommt er auch "normales" Getreide.
Neulich habe ich mich mit einer Mutter aus der Krabbelgruppe unterhalten. Sie sagte, dass sie ihr Kind auf jeden Fall gluten-frei bis zum ersten Geburtstag ernähren möchte (also mit Reis- und Hirseflocken). Ein paar Tage später hatte die Kleine eine Dinkelstange in der Hand. Das zeigt, dass viele wirklich nicht wissen, was es mit Zöliakie/Sprue auf sich hat.

LG Silvia

Beitrag von bella5 25.02.06 - 12:09 Uhr

Hallo Andrea,

hast Du Zöliakie oder jemand in Deiner Familie?
Ich habe nämlich Zöliakie und werde meinen Tim bei der U5 mal darauf Testen lassen mit einer Blutuntersuchung. Will jetzt endlich wissen ob ich ihm es vererbt habe ( hoffendlich nicht).
Ich verstehe auch nicht warum manche so strikt 1 Jahr glutenfrei durchziehen wollen wenn sie keine Zöli haben. Aber das muss jeder für sich wissen.

LG
Nicole & Tim *8.9.05

Beitrag von sabine1462 25.02.06 - 13:31 Uhr

Hallo Andrea,

ja das ist ein Thema, das sehr verunsichert. Und wie schon jemand geschrieben hat, viele möchten im 1. Lebensjahr glutenfrei ernähren und wissen eigentlich nicht, welche Getreidesorten glutenfrei sind. Und warum überhaupt Glutenfrei.

Durch die vielen Berichte hier bin ich auch etwas durcheinander, aber wenn man mal überlegt, ist es doch überhaupt nicht notwendig bis nach dem 1. LJ zu warten. Es geht doch lediglich darum dem Säugling nicht zu früh (z.B. 4. Monat) Gluten zuzuführen, weil es zu bedrohlichen Reaktionen kommen könnte. Wie Du schon geschrieben hast, ist Zöliakie/Sprue angeboren und meist ist auch ein Elternteil (wenn auch manchmal unwissend) davon betroffen.
Zöli ist auch nicht heilbar. Also ist es im Endeffekt egal, ob ein Kind mit 9 ,oder 13 Monaten mit Gluten in Kontakt kommt.

Bin auch mal auf weitere Antworten gespannt.

VG
sabine

Beitrag von aemilia 25.02.06 - 15:33 Uhr

hi andrea,
in meiner familie haben alle frauen enweder zöli oder einfach eine glutenunverträglichkeit; deswegen meinte die kiä ich solle der kleinen im ersten lebensjahr kein gluten geben. klar wenn die maus zöli hat bringts nichts, aber wenn es "nur" eine unverträglichkeit ist kann es deswegen sein dass sie es nicht bekommt. einen versuch ist es mir auf jeden fall wert, ausserdem muss die dadurch ja auch auf nichts verzichten- brot, nudeln, kekse und mehl etc. gibt es ja auch glutenfrei zu kaufen.
lg, emilia