schwerbehinderung im vorstellungsgespräch verschweigen?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von superrini 25.02.06 - 17:03 Uhr

hallo,

mein mann ist aufgrund seiner diabetis zu 60 % schwerbehindert und bekommt so keinen grund. erst am donnerstag war das der absagegrund - und zu allem übel wurde auch noch gesagt, dass wenn die schwerbehindung nicht wäre er den job hätte....

soll man es verschweigen? gar nicht angeben?

Beitrag von scullyagent 25.02.06 - 17:14 Uhr

Du kannst es verschweigen, ja.

Aber: dein mann ist aufgrund seiner Schwerbehinderung nicht mehr zu 100% einsatzfähig.
Sollte der AG dies bei Vorlage der Papiere deines Mannes erfahren, kann dieser Deinem Mann wieder kündigen ( Verschweigen wichtiger Gründe ) und dein Mann kann für die erneuten Personalbeschaffungskosten zur Kasse gebeten werden. Wir reden hier durchaus von mehreren Tausend Euronen.

Scully

Beitrag von superrini 25.02.06 - 17:38 Uhr

habe gerade mit meiner mutter telefoniert, ihr wurde sogar vom arbeitsamt geraten, dass im gespräch zu verschweigen....

Beitrag von tummel 25.02.06 - 21:23 Uhr

hallo!

das kann ich mir gut vorstellen. die von der BA haben ohnenhin keine ahnung.
scully hat das richtige geschrieben. noch teurer wirds, wenn ein unfall auf eine behinderung zurückzuführen ist. da kommen schadensersatzklagen auf euch zu. von dem verlust des versicherungsschutzes ganz zu schweigem. auch kv.

nebenbei. eine behinderung wird nicht in prozent gemessen. es handelt sich hier um einen GRAD der behinderung. der grad der behinderung liegt bei 60. behindert ist man nicht um 60%.
erwerbsminderung wird in prozenten gemessen.

Beitrag von alexundlynn 19.03.06 - 16:06 Uhr

Also ich muss sagen...ich habe einen grad von 80% nach einer brustkrebserkrankung.

Ich erwähnte es in meinem Vorstellungsgespräch mit als erstes.....im gleichen Atemzug sagte ich aber auch das es für die Einstellung eines Schwerbehinderten eine gewisse Förderung von der Agentur für Abreit gibt (Integrationsstelle).

Hatte daher keine Probleme und wurde eingestellt.
Ausserdem weiß der Arbeitgeber was zu tun ist...zB Zuckerschock.
Würde solche Sachen nie verschweigen!!!