Darf er trotzdem Arbeitslosengeld beziehen?

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Beitrag von jennie1978 25.02.06 - 19:25 Uhr

Hallöchen an alle,

mein Problem ist folgendes. Ich bekomme Arbeitslosengeld II und da ich mit meinem Lebensgefährten und unserem 9 Monate alten Sohnemann zusammen lebe zählen wir als Bedarfsgemeinschaft, da mein Partner zu wenig verdient um uns zu versorgen.
Nun ist folgendes Problem aufgetreten. Mein Lebensgefährte ist nun seit kurzem arbeitslos, da sein Betrieb ihn trotz Krankmeldung kündigte.
Er hat sich dann arbeitslos gemeldet und hat dann vom Arbeitsamt einen Antrag auf Arbeitslosengeld I bekomme, sollte diesen ausfüllen und einreichen.
Nach ein paar Wochen kam der Bescheid das er wegen der Kündigung und der angeblich zu späten Arbeitslosmeldung eine Sperre bekommt und er nun nur knapp 140,-€ kriegt.
Heute kam ein Schreiben vom Arbeitsamt mit der Mitteilung das er doch überbezahlt wurde weil er unrechtmäßig Arbeitslosengeld I und II bezieht. Es wird ihm also vorgeworfen er hätte beides beantragt.
Das entspricht aber gar nicht der Wahrheit weil ich ja Arbeitslosengeld II beantragt habe.

Steht einem Arbeitslos gewordenen, der in einer Bedarfsgemeinschaft aufgeführt ist trotzdem Arbeitslosengeld I zu???

Sind total verwirrt und ratlos. Hoffen Ihr da draussen könnt und helfen.

Lieben Dank und viele Grüße
Jennie

Beitrag von junimond.1969 25.02.06 - 19:49 Uhr

Du machst einen Denkfehler und hast offenbar EUREN (!) Bescheid nicht richtig gelesen. Denn da müsste Dein Feund ganz genauso wie Du mit allem Pipapo drinstehen. Nicht "Ich bekomme Arbeitslosengeld II", sondern "Wir bekommen Arbeitslosengeld II". Deswegen heißt es doch BedarfsGEMEINSCHAFT.

DU hast zwar das ALG II beantragt, aber ER zählt mit zur Bedarfsgemeinschaft, Dein Antrag gilt für ALLE Mitglieder der BG. Was sagt uns das? Selbstverständlich hat er beides beantragt. Besser gesagt Du als Vertreterin der Bedarfsgemeinschaft.

Klar darf man beides bekommen, aber es sollte doch klar sein, dass das ALG I ganz genauso angerechnet wird wie anderes Einkommen. Und das muss man angeben. Hinzu kommt, dass man Ihm für die Zeit der Sperre ALG I das ALG II wahrscheinlich auch noch sanktionieren wird, denn sonst würde die "Straf" Sperrzeit ja mittels ALG II ausgeglichen, wenn einfach das wegen der Sperzeit geringere ALG I angerechnet würde. Sprich seine Regelleistung ALG II wird für diese Zeit um 30 % gekürzt.

Bitter, ich weiß, aber es sollte doch klar sein, dass man a) sich ratzfatz bei der Agentur arbeitslos meldet und b) sämtliche Änderungen in den persönlichen Verhältnissen anzugeben hat. Letzteres steht in allen Merkblättern und das hast Du sogar unterschrieben.

Gruß
Christine

P.S. Was mich allerdings wundert: Wie kann es zu einer ÜBERzahlung kommen, denn es müsste doch eigentlich die ganze Zeit sein Einkommen aus dem Job angerechnet worden sein? Und das ist höher als das ALG I. Oder habt Ihr das Einkommen etwa nicht angegeben? Ooooohweh.

Beitrag von tummel 25.02.06 - 21:17 Uhr

hallo!

ich würde mal überlegen bevor ich anträge ausfülle.
denn du hättest auch sagen können, ihr seid eine wohngemeinschaft und keine bedarfsgemeinschaft.
wenn die räumlichkeiten das erlauben, wärst du somit besser gefahren.

gruß

Beitrag von sunshine80404 26.02.06 - 11:53 Uhr

hallo!
abgesehen davon, dass es betrug wäre ist es sehr unglaubwürdig bei einem gemeinsamen kind...
gruß, charlene

Beitrag von tummel 26.02.06 - 13:28 Uhr

wenn getrennt gewirtschaftet wird ist es doch kein betrug.
da sex kein indiz für eine bedarfsgemeinschaft ist, kann hieraus selbstverständlich auch ein kind resultieren.