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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von ulli71 25.02.06 - 23:36 Uhr

Hallo,
vielleicht kennt sich ja hier jemand aus?Ich bin alleinerziehend,mein Sohn wird im Mai 3 Jahre alt. Ich arbeite halbstags und mit Kindergeld habe ich ca 900 Euro zur Verfügung. Der KV hat bis jetzt Unterhalt bezahlt.Nun ist er in U Haft.Meine Frage ist nun,wo ich unterstüzung bekommen kann?Ich weiss,dass ich Unterhalsvorschuss beantragen kann,aber wieviel ist das?Und muss ich bei ergänzenden ALG 2 aus meiner Wohnung ausziehen,da sie zu teuer ist,ich bezahle 530 Euro warm? Oder zählt das nur wenn man die volle Unterstützung bekommt?
Vielen Dank schon einmal für Eure Antworten,ich bin gerade wirklich etwas verzeifelt,da ich noch nicht weiss wie es weiter gehen soll.
Ulli.

Beitrag von tummel 26.02.06 - 00:02 Uhr

hallo!
bekommst du ALG II oder erbeitest du? oder wie meinst du die frage nach "ergänzendem ALGII"

es kommt auf die größe der wohnung an, den mietanteil und der nebenkosten zuzügliech der heizung.

Beitrag von junimond.1969 26.02.06 - 13:49 Uhr

Steht doch da, dass sie arbeitet, wie wird sie die Frage mit dem ergänzenden ALG II dann wohl meinen?

Beitrag von junimond.1969 26.02.06 - 14:02 Uhr

Unterhaltsvorschuss ist in den alten Bundesländern für ein Kind bis sieben 127,- €/Monat. Dieser Unterhaltsvorschuss wird wie das Kindergeld bei der ALG II-Berechnung als Einkommen gerechnet.

Hier findest Du einen Rechner zum ALG II, denn man müsste auch Dein Bruttoeinkommen wissen, um zu errechnen, wieviel Dir zustehen könnte.

http://www.geldsparen.de/content/finanzen/Soziales/ALG2rechner.php?openmenue=26&opensub=960

Zur Wohnung: Zunächst wird für mind. sechs Monate die volle Miete anerkannt. Dann kommt es darauf an, wie bei Euch der Mietspiegel ist, evtl. liegt sie sogar im Rahmen.

Ist sie zu teuer, dann wird Dir nach sechs Monaten nur die einer Familie Deiner Größe zustehende Höchstmiete anerkannt. Ist die Wohnung auch zu groß, dann erhältst Du die Nebenkosten anteilig nach den Euch eigentlich zustehenden m² anerkannt.

Du hättest allerdings aus Deinem Einkommen Freibeträge, also sowieso schon etwas mehr zur Verfügung, als jemand, der nur ALG II bezieht. Daher könntest Du ggf. eine etwas höhere Miete auffangen, aber das wird ohnehin erst in sechs Monaten relevant, wenn überhaupt. Denn einige kommunale Richtlinien sehen vor, dass da durchaus noch ein Spielraum von ein paar Prozent ist, so dass man bei bestimmten Fällen auch eine etwas zu teure Wohnung anerkennen kann. Da aber die jeweilige Kommune der Träger der Unterkunftskosten ist, ist das unterschiedliche geregelt. Raus musst Du aber m.E. auf keinen Fall aus Deiner Wohnung.

Tipp: Nächste Woche sobald es geht Unterhaltsvorschuss beantragen (ein Muss, denn diese Leistung geht dem ALG II vor), das vom Jugendamt bestätigen lassen und gleich zur Stelle tapern, die bei Euch das ALG II macht, denn ALG II wird erst ab Tag der Antragstellung gezahlt.

Gruß
Christine

Beitrag von ulli71 26.02.06 - 21:49 Uhr

Hallo,
Vielen Dank für Eure Antworten,dann werde ich mich nächste Woche auf den Weg machen,obwohl es mir schon ein wenig graut davor,denn ich wollt eigentlich nie dem Staat auf der Tasche liegen.Aber ich habe da wohl gerade keine andere Wahl,zumindest bis Mai,dann werde ich wieder voll arbeiten gehen,obwohl da die Betreunug für meinenSohn auch noch nicht abgesichert ist. Liebe Grüsse Ulli.