Mama Du fehlst mir so sehr....

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von miamausi 26.02.06 - 00:13 Uhr

Hallo Ihr lieben!

Gestern Nacht ist meine Mutter verstorben im jungen Alter von 52...
...es ist unfassbar den vor 1,5 Wochen war noch alles so schön, ihr ging es gut, sie wollte sich noch ein Auto kaufen und machte noch so viele Pläne für die nächsten Monate!
Begonnen hat alles vor 6 Jahren mit Brustkrebs der schon sehr weit vortgeschritten war. Nach einer Op, Bestrahlung und einer Erfolgreichen Chemotherapie nach 3 Jahren ein Rückfall mit Metastasen in den Knochen und der Leber. Wieder Chemo,Erfolgreich, dann 6 Wochen später wieder ein Rückfall, Metastasen in der Leber wieder da. Bis dahin hat sie weiterhin gearbeite als Krankeschwester auf der Neugeborenen Frühstation, eine große Belastung, aber sie kämpfte. Darauf folgte eine Chemo für 1,5 Jahren immer mal wieder mit Pausen, doch geholfen hat es nie. Im November wurden Ihr Kräfte schwächer. Sie ist eine Begnadete Fahrradfahrerin gewesen, es wurmte sie das sie keine Wege mehr zurück legen konnte (deswegen auch jetzt das Auto). Dann mitte Dezember wurde Ihr Bauch dicker, mal mehr mal weniger und von da an wurden auch die Blutwerte immer schlechter und die Chemos schlauchten sie so sehr.
Letzte Woche war der Bauch dann so dick das sie ins Krankenhaus ging und abpunktiert wurde.Sie hatte eine Aszitis!Sie wurde Stationär aufgenommen und sagte noch sie kommt morgen wieder nach Hause, aber es wurde von Tag zu Tag schlimmer, ihr Kräfte waren weg und Hilfe wollte Sie nie von uns annehmen. Wenn Ihr meine Mutter gekannt hättet dann wüsste Ihr wie bescheiden sie immer war, nie Hilfe annehmen,bis zum Schluß kämpfen. Mittwoch ist sie dann ins Hospitz gekommen und die schlimmsten 48 Stunden begannen...
Der Anblick eines Toten ist für mich einer der schlimmsten Erfahrungen die ich je gemacht habe, mir gehen die Bilder nicht mehr aus dem Kopf, aber sie ist mit einem Lächeln auf den Lippen eingeschlafen, das war so schön...
Ich bin voller Dankbarkeit das sie nicht mehr so lange leiden mußte, doch der Schmerz ist so unendlich Groß, ich liebe meine Mutter so sehr.Sie war mein ein und alles.
Sie wird immer in meinem Herzen wohnen.

In ewiger Liebe Deine Tochter Maren#liebe

Beitrag von jonas300703 26.02.06 - 00:33 Uhr

Liebe Maren,

möchte dich mal vorsichtig in den Arm nehmen.
Ich kann sehr gut nachvollziehen, was du im Moment durchmachst.

Mein Vater ist Anfang des Jahres im Hospiz an dem sch...Krebs gestorben. Er war auch nur 24 Stunden dort.

Als er friedlich eingeschlafen ist, waren wir nicht dabei. Aber später haben auch wir Abschied genommen. Ich fand den Anblick auch erschreckend, aber je länger ich meinen Papa angeschaut habe um so mehr kehrte in mir Frieden ein.

Klingt zwar seltsam, aber ich bin froh, dass ich das gemacht habe.

Ich wünsche dir für die kommende Zeit alles Liebe.

Andrea

Beitrag von sparrow1967 26.02.06 - 11:12 Uhr

Mein aufrichtiges Beileid zum Tod deiner Mutter.


Das schönste, was DU für sie tun konntest: sie ins Hospiz bringen und dort einschlafen lassen!

Denke daran, dass es ihr jetzt gut geht und sie immer an Deiner Seite ist!


Ich bin nicht tot,
ich gehe nur auf der anderen Seite des Weges!




sparrow

Beitrag von katzeleonie 26.02.06 - 12:33 Uhr

Hallo Maren,

ich möchte Dir gerne mein Beileid aussprechen.

Es ist sehr schwer, einen geliebten Menschen herzugeben.
Ich war so alt wie Du, als mein über alles geliebter Papa gestorben ist, auch an Krebs, er ist allerdings zuhause gestorben, aber auch mit einem entspannten Gesicht. Das ist jetzt 10 Jahre her, ich gehe jeden 2. Tag auf den Friedhof, und erzähle ihm alles, was so passiert ist, dann geht es mir besser. Aber es vergeht kaum ein Tag an dem ich ihn nicht vermiße, wenn auch nur leise. Das hört nie auf, und wird nur ganz langsam besser.

"Und wenn Du des Nachts in den Himmel schaust, ist es Dir als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache, und wenn Du Dich getröstet hast, wirst Du froh sein mich gekannt zu haben......"

In diesem Sinne alles Liebe und viel Kraft für Dich

katzeleonie#kerze

Beitrag von rose12 26.02.06 - 17:56 Uhr

Liebe Maren,

mein aufrichtiges Beileid und ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft um das schrecklichste im Leben,einen lieben Menschen zu verlieren,zu verarbeiten.
Es folgen noch viele schlimme Tage und Stunden später sind es nur noch minuten,mit viel Tränen und Herzschmerzen an gedenken deiner MAMA#stern

Meine MAMA ist im September 05 überfahren wurden und lag noch 2 Tage im Koma bevor sie alles abgestellt haben#heul Sie wurde auch nur 57 Jahre und war gesund bis ein Arsch von LKW Fahrer sie angeblich nicht gesehen hatte:-[:-%
Auch ich hatte meine MAMA sooo lieb das ich nicht darüber hinweg komme...

Für unsere MAMA`s eine#kerze#kerze
lg sandra mit MAMA#stern

Beitrag von crying_angel 26.02.06 - 20:03 Uhr

Hallo Maren

Herzliches beileid, ich kann nur zu gut nachvollziehen wie es dir geht habe vor kurzen auch was reingeschrieben

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=18&pid=2331787

Meine Mama ist 46 gewesen und ich bin 19 und erwarte ihr enkelchen
Leider kann sie es nicht in den arm nehmen aber ich weiss sie steht mir bei und wird stolz auf mich sein

Unsre Mamas sind bei uns #liebdrueck

Lg Caro