Blutgruppe wichtig bei Zeugung???

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von schokostreuselkuchen 26.02.06 - 10:39 Uhr

Hallo liebe Urbanerinnen :-),

gestern Abend ist eine Frage aufgekommen. Vielleicht kann die mir hier jemand beantworten?!

Also, ich habe die Blutgruppe 0 positiv. Jetzt haben wir in Biologie doch mal gelernt, dass es bei einer bestimmten Blutgruppenkonstellation zu schweren Behinderungen des Kindes kommen kann. Jetzt die Frage: #kratz
1. Stimmt das?
2. Welche Blutgruppen betrifft das?

Wäre schön, wenn mir da jemand antworten könnte#freu

Schönen Sonntag noch...Naddel#huepf

Beitrag von bibi_3574 26.02.06 - 10:58 Uhr

Hallo Naddel!
Da kann ich Dir sogar mal ganz spontan eine Antwort drauf geben! Bei rh positiv brauchst Du Dir absolut keine Sorgen zu machen!
Bei rh Negativ ist es so das die Frau nach der ersten SS dringend eine bestimmte Spritze bekommen, muß um eine Blutgruppenunverträglichkeit für spätere SS zu vermeiden. Das gilt vor allem dann wenn das Baby rh positiv ist. Falls es versäumt wird diese Spritze zu geben, kann es in den folgenden SS zu abstoßreaktionen der Mutter kommen, da sie das evtl. rh positive Kind als "Feind" ansieht und Antikörper gegen rh positiv gebildet hat.

Ich hoffe ich hab das einigermaßen verständlich erklärt und nicht all zu viel Blödsinn nun geschrieben. Bei mir war das nach der ersten FG so (sogar da habe ich so eine Spritze bekommen) und wurde mir eben so erklärt. Ich hab fast vergessen: die Blutgruppe rh positiv ist eine dominante Blutgruppe und das Problem entstéht eben wenn Frau rh- hat und Mann rh+. Dann ist es schon vorprogrammiert das Baby auch rh+ haben wird ;-)
#kratz Ist doch ein bissel blöd nun geschrieben aber ich lass das jetzt einfach mal so... falls Du Fragen hast, schreib ruhig, bin noch nen Mom länger hier ;-)

LG dat Bibi

Beitrag von 19stern12 26.02.06 - 13:53 Uhr

Hallo,

du hast das echt super erklärt, vielleicht kann du mir auch zu meiner Frage eine Antwort geben.

Also ich habe 0 rhes. neg. und mein Mann A rhes. positiv. Hatte eine FG in der 13.SSW. Kann es sein, daß ich deshalb mein Baby verloren habe?

Ab der wievielten SSW bekommt man die Spritze, wenn man wieder schwanger ist?

Danke für deine Antwort

Beitrag von bibi_3574 26.02.06 - 19:57 Uhr

Hallo Naddel!
Tschuldige das ich erst so spät antworte, aber ich sehe schon, das Deine Frage eigentlich an anderer Stelle schon beantwortet worden ist. Ich kann mich dem eigentlich auch nur noch anschließen. Mich wundert es allerdings ein bischen wieso man bei Dir dann keine Untersuchungen in diese Richtung gemacht hat #kratz.
Meine FG war noch ne Ecke früher als bei Dir (9 SSW) und sogar da hat man mir zur Profelaxe (schreibt man das so?) so eine Spritze gegeben. Ich denke, grade wenn man wie Du in späteren SSW eine FG hat, ist so eine Vorsorge mehr als wichtig!
Aber lass Dich dadurch nun bloß nicht entmutigen! Das soll nun nicht bedeuten das Du nie wieder deswegen ein Kind kriegen kannst. Für zukünftige SS sieht die Behandlung dann eigentlich so aus, das man dann sehr streng überwacht wird und wenn ich es richtig in Erinnerung habe, drei oder vier Spritzen bekommt um eben eine Abstoßreaktion entgegen zu wirken. Es wird dann eben alles ein bischen strenger genommen und untersucht, aber ich denke mal für ein gesundes Baby nimmt man das gerne in kauf ;-)

LG und halt die Öhrchen steif
dat Bibi

(Die überigens auch den selben Quatsch mitmacht: Schatz ist B rh+ und ich A rh- , ich werde meine FA in zwei Wochen auf jeden Fall darauf hinweisen und sie anhalten dementsprechende Vorsorgen/Untersuchungen zu treffen da ich wieder in der 6.SSW bin )

Beitrag von dassams75 26.02.06 - 10:52 Uhr

Guten morgen nadine

Also ich kann nur aus eigener erfahrung sprechen....Ich habe die Blutgruppe 0 negativ und der Vater meines Kindes hatte eine andere...Um eine Behinderung des Kindes auszuschliessen würdest du im falle einer SS ne Spritze bekommen mit einem Wikstoff der dieses verhindert....
Du musst dir also keine Sorgen machen.....

Hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.

LG Tine.

Beitrag von lumpi76 26.02.06 - 11:11 Uhr

Hallo Naddel,

also wichtig ist nicht deine Blutgruppe an sich, sondern der Rhesusfaktor (das "positiv" oder "negativ" hinter der Blutgruppe). Und wichtig ist das eigentlich auch nur für eine zweite SS - aus folgenden Gründen:

Wenn eine Frau ein Kind bekommt, einen Abort hat oder einen Abbruch, kann es dabei immer vorkommen, daß sich kindliches Blut mit mütterlichem vermischt (Placentalösung,...). Ist die Frau nun Rhesus negativ und der Vater des Kindes Rhesus positiv, mischen sich ja auch diese beiden Faktoren. Daraufhin wird der mütterliche Organismus Antikörper bilden, um die "falsche" Rhesuseigenschaft wieder loszuwerden - wie bei einer Grippe die Vieren. Diese Antikörper bleiben ein Leben lang erhalten.

Wird die Frau nun wieder Schwanger von einem Mann mit positivem Rhesusfaktor, wird ihr Körper sich gegen die Schwangerschaft wehren und das Kind abstoßen. Das Kind wird nämlich sehr warscheinlich auch einen positiven Rhesusfaktor besitzen, da dieses Merkmal "dominant" vererbt wird. Und die einmal gebildeten Antikörper erkennen nicht, daß es sich um eine SS handelt. Sie bekämpfen einfach das von früher bekannte körperfremde Merkmal.

Um diesem Mechanismus vorzubeugen bekommt jede Rhesus negative Frau in der SS und nach der Geburt ein Medikament gespritzt. Auch nach einer Fruchtwasseruntersuchung, einer FG usw. Das passiert immer automatisch und du brauchst dir deshalb keine Sorgen zu machen.
Es kann durch eine Blutgruppenverschiedenheit auch nicht zu Fehlbildungen kommen. Es geht einzig darum, daß der Körper der Frau das Kind nicht "abstößt".

Hoffe, ich konnte dir helfen.
Dich betrifft das ja eh nicht, da du einen positiven Rhesusfaktor hast - schon zwei Spritzen umgangen ;-)

Liebe Grüße
Lumpi

Beitrag von bibi_3574 26.02.06 - 11:14 Uhr

Super spitzenmäßig erklärt!!! #hicks ich bin da echt ne null drin... #hicks

LG dat Bibi

Beitrag von lumpi76 26.02.06 - 12:42 Uhr

Hallo Bibi,

danke für das Kompliment #freu da werd ich ja ganz rot #hicks

Ich muß nur immer aufpassen, daß ich nicht zu medizinisch erkläre, dann verstehts am Ende ja auch keiner....

Schönen Fasching noch #fest

Lumpi - meineszeichens Faschingsmuffel

Beitrag von 19stern12 26.02.06 - 13:47 Uhr

Hallo,

du hast das echt super erklärt, vielleicht kann du mir auch zu meiner Frage eine Antwort geben.

Also ich habe 0 rhes. neg. und mein Mann A rhes. positiv. Hatte eine FG in der 13.SSW. Kann es sein, daß ich deshalb mein Baby verloren habe?

Ab der wievielten SSW bekommt man die Spritze, wenn man wieder schwanger ist?

Danke für deine Antwort

Beitrag von lumpi76 26.02.06 - 15:14 Uhr

Hallo,

also ich denke mal - ganz rein theoretisch gesehen - könnte es schon ein Grund sein. Allerdings nur, wenn du vorher schonmal unerkannt #schwanger warst und sich in der damaligen SS dein Blut mit dem des Kindes vermischt hat. Also sehr warscheinlich ist es eher nicht. Ich denke, daß die FG andere Ursachen hatte.

Bei jeder rh neg. Frau wird, sobald sie Schwanger ist und ihre Blutgruppe bekannt ist, ein Antikörpersuchtest gemacht. Dieser Test wird in der 24. - 27.SSW wiederholt.
Wenn dieser Test positiv ist, bedeutet das, daß du irgendwann mal Blutkontakt mit einer positiven BG hattest - auf welchem Weg auch immer. Du bekommst dann sofort Anti D gespritz - dies unterdrückt/hemmt/hindert die Antikörper an der Abstoßungsreaktion.

Ist der Antikörpersuchtest negativ bedeutet das, daß du noch nie Kontakt zu einer anderen BG hattest und alles ist in Butter.
Jede rh. negative Frau bekommt trotzdem vorbeugend in der 28. - 30. SSW eine Anti - D Spritze.

Hoffe, ich konnte dir helfen.
Schau doch mal in deinem MuPa, ob der Antikörpersuchtest schon gemacht wurde und ob er pos. oder neg. war.
Wenn noch keiner gemacht wurde, könntest du deinen Arzt ja mal fragen, ob es sinnvoll wäre, vor der nächsten SS einen solchen Test zu machen. Wenn er positiv ist, könnte man ja vorher schon Anti - D geben....#kratz
Ich weiß aber nicht, ob das vorher schon gemacht wird und ob das "unschwanger" sinnvoll ist. Frag einfach deinen Doc.

Liebe Grüße von Lumpi

Beitrag von 19stern12 26.02.06 - 20:46 Uhr


Hallo Lumpi,

du hast es ja wirklich drauf. Warst mir eine super große Hilfe.

Mein Antikörpersuchtest war negativ als ich schwanger war, von dem her kann ich nun durch deine Hilfe ausschließen, daß dies der Grund meiner FG war.

Nach der FG habe ich dann diese Spritze bekommen.

Du kannst dir gar nicht vorstellen wie glücklich ich nun bin. Ich habe mir immer vorgestellt, daß mein Baby womöglich kerngesund war und durch die Blutgruppenunverträglichkeit sterben mußte. Das würde mir noch mehr weh tun.

Ich habe einen Rundumcheck gemacht nach der FG, damit ich beruhigter den 2.Versuch starten kann. Blutwerte waren super. Keine organischen Erkrankungen wie zB. Schildrüsenunter-überfunktion und keine Blutgerinnungsstörung was Ursachen einer FG sein können.

Ich danke dir ganz herzlich und wünsche dir alles Gute

:-D

Beitrag von lumpi76 26.02.06 - 23:05 Uhr

Hallo Stern,

schön, daß ich dir helfen konnte #freu

Ich wünsche dir, daß du schnell wieder #schwanger wirst und daß dann alles gut läuft #pro #klee

Liebe Grüße
Lumpi

Beitrag von mutti06 26.02.06 - 13:57 Uhr

hi,
ich habe mal eine andere frage betrifft aber auch die blutgruppe.
ich würde gerne nach der geburt des kindes wissen wollen was unserer kleine für eine blutgruppe hat.
wäre das möglich?
weil soviel ich weiß bekommt man es in der regel ja nicht gesagt deswegen frage ich.
gruß
weil wir die gruppe von dem vater nciht wissen er weiß sie selber nicht und nur ich meine deswegen wäre es mir schon wichtig.

Beitrag von chini 26.02.06 - 14:05 Uhr

Hallo,

also mir hat man die Blutgruppe meines Kindes leider nicht gesagt, obwohl ich nachgefragt habe :-( Nur so rein interessehalber würde ich es schon gerne wissen. Auch wenn´s bei uns keine Komplikationen diesbezüglich gab. Um meine bzw. die Blutgruppe meines Mannes zu erfahren, sind wir vor ewigen Zeiten mal zum Blutspenden zum DRK gegangen. War kostenlos, sinnvoll und wir hatten bald die gewünschten Ergebnisse. Mittlweile gehen wir da regelmäßig hin - für den guten Zweck ;-)

Gruß
Chini

Beitrag von lumpi76 26.02.06 - 14:47 Uhr

Hallo,

also die kindliche Blutgruppe wird nach Geburt in der Klinik nur bei den Kindern bestimmt, deren Mütter Rhesus negativ sind - wegen o.g. Problematik.
Bei allen anderen Kindern wird die BG des Kindes überhaupt nicht bestimmt.

Du könntest allerdings vor Geburt in der Klinik nachfragen, ob sie das bei Geburt mit machen könnten -ihr könnt ja die Kosten privat übernehmen (ist nicht so viel). Es muß dann einfach ein Extraröhrchen Blut aus der Nabelschnur entnommen werden (gar nicht kompliziert - wird eh immer gemacht, um den Sauerstoffgehalt zu messen - da können sies gleich mit abnehmen).

Wenn du die Untersuchung irgendwann später machen läßt, muß das Kind extra gepiekst werden - muß ja nicht sein.

Man kann aber nicht unbedingt Rückschlüsse auf die BG deines Mannes ziehen....
Wenn der seine BG wissen will, sollte er wie o.g. Blutspenden gehen, oder einfach beim Hausarzt nachfragen. Kostet zwar - zahlt die Kasse nicht - man weiß es dann aber.

PS: ich weiß meine BG auch nicht ;-) war leider noch nie #schwanger

Grüße Lumpi

Beitrag von mutti06 26.02.06 - 14:57 Uhr

hm,
es geht ja nicht darum dass wir die gruppe voln ihm nicht wissen mich interessiert das allgemein vom kind einfach aus ruhigem gefühl wenn mal was ist oder so sollte man es doch schon wissen oder?
ich weiß meine auch von anfang an das wundert mich voll.
aber mir würde es ein ruhiges gefühl geben wenn ich weiß was das kind für eine hat.
was hat das denn ti der ebstimmung zu tun wenn die mutter negativ ist wieso machen sies nur dann?
aus der nabelschnur bekommt man die blutgruppe raus?
ist ja cool.
gruß

Beitrag von s6175 26.02.06 - 15:15 Uhr

Hallo,

nur wenn Du z.B. Negativ bist, dann wird auch vom FA die Blutgruppe des Mannes ermittelt.
Also, bei mir ist es so, ich bin AB- und mein Mann A+. Da hab ich eben diese Spritzen vor und nach der Geburt bekommen. Unser Kind ist AB+.

LG

Beitrag von lumpi76 26.02.06 - 15:23 Uhr

Hallo nochmal,

also die kindliche BG wird nur bei Rhesus neg. Müttern bestimmt, weil man denen eine Anti - D Spritze geben muß, falls ihr Kind Rhesus positiv ist. Dies geschieht, um o.g. Problematik bei einer Folgeschwangerschaft vorzubeugen. Das sie ihr Kind nicht "abstößt", falls es wieder Rhesus pos. ist.
Wenn das Neugeborene Rhesus neg. ist, braucht die Frau diese Spritze nicht. Negativ und negativ erzeugt keine Abwehrreaktion im mütterl. Organismus.
Rhesus pos. Frauen haben diese Problematik von vorne herein nicht und deshalb wird bei denen,aus Kostengründen, die Kindl. BG erst gar nicht bestimmt.

Nach jeder Geburt wird aus der Nabelschnur (da verlaufen drei Gefäße durch zur Versorgung im Mutterleib mit Sauerstoff und Nährstoffen aus der Plazenta) Blut entnommen, um zu bestimmen, wie die Sauerstoffversorgung des Kindes unter der Geburt war - also ob es ausreichend Sauerstoff abbekommen hat.
Oft wird auch noch der Bilirubinwert bestimmt, um einer Neugeborenengelbsucht vorbeugen zu können.
Und bei Rhesus neg. Frauen eben noch ein Röhrchen für die BG.

Ich finde es auch schön, wenn man seine BG weiß....Früher gab es schon Kliniken, die die BG immer mit bestimmt haben. Aber leider wird eben überall gespart #schmoll

Hoffe, ich konnte dir helfen - wenn du noch was wissen willst...frag ruhig, ich schau mal, ob ich dir weiterhelfen kann.

Liebe Grüße Lumpi