Brauche Rat bezüglich Sorgerecht/ Besucherrecht

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von ku4ka 26.02.06 - 11:49 Uhr

Guten morgen an alle!

Alsooooo:
Ein sehr guter Freund von mir hat sich von seiner Lebenspartnerin getrennt. Sie waren über drei Jahre zusammen und haben ein Kind( 2 Jahre alt) .Er hat die Vaterschaft anerkannt. Was der Grund für die Trennung ist, weiss er nicht. Es war so, dass die Frau angefangen hat durch die Gegend rumzupoppen und ihm gesagt hat, es sei Schluss und er soll ausziehen. Tja, wo die Männer zu ihr nach Hause gingen, konnte er auch nicht blöd rumstehen. Also ist er ausgezogen.
Da er Ausbildung macht, hat er wenig Geld, jetzt auch keine Wohnung und nichts. Aber das ist nicht das Problem.
Es war so, dass seine Eltern ein Kredit aufgenommen haben, um den jungen Eltern ein Auto zu finanzieren. Die monatliche Beiträge hat mein Bekannter gezahlt. Jetzt wollen die Eltern das Auto verkaufen, um den Kredit zu decken. Sie hat denen gedroht, dass wenn sie das tun würden, würden sie das Kind nie wieder sehen.Sie sollen es ihr schenken.
Soweit ich weiss, haben sie das Auto doch nicht geschenkt .
Bei uns hat sie mächtig gelogen und über den Ex solche Sachen erzählt, dass wenn ich sie jetzt sehe, auf sie nur noch spucken würde. Sie hat sich von uns Geld geliehen und nicht zurückgezahlt. Somit wollte sie sich an uns rächen, da wir Ausländer sind, wie ihr Mann auch( gebürtiger Russe/ Spätaussiedler), sie so. Und ich habe es ihr abgekauft, dass sie das Geld für Essen braucht. Sie hat ja ein Kind zu versorgen. Ich habe daran gedacht.
Bis jetzt wissen wir von sieben Partnern innerhalb von drei Wochen. Klar darf sie mit anderen Männern schlafen. Aber wie gut ist das für das Kind? Wenn abwechselnd verschiedene Männer bei Mama im Bett liegen?
Hat der Vater irgendeine Chance das Kind häufiger zu sehen? Ich muss sagen, dass er sich sehr gut um die Familie gekümmert hat. Er war oft mit dem Kind allein, da die Frau zu Freundinnen gefahren war. Gleichzeitig hat er auch die Wohnung so gut es geht aufgeräumt. Kochen hat sie auch nicht gemacht. Das kann sie nicht.
Was ist mit den Grosseltern? Darf sie denen verbieten das Kind zu sehen?

Die Frau ist ständig unterwegs, geht in die Disco, macht Party. In der Zeit ist das Kind bei ihrer Mutter, die alkoholsüchtig ist oder bei ihrer Freundin, wenn diese nicht grade auf dem Strich ist.

Ich weiss, dass mich das ganze nicht angeht, da es ehe ein Familienstreit ist. Das Kind sieht nicht verwahrlost aus, so dass man unbedingt handeln muss. Trotzdem finde ich, dass sie sich nicht optimal um das Kind kümmert.

Mein Bekannter ist fertig. Er geht zu Therapie und hat absolut keine Lust zum Rechtsanwalt zu gehen und etwas zu machen. Er hat Depressionen und kriegt nichts mehr in den Griff. Ich würde ihm so gern Hoffnung machen oder sogar irgendwie helfen. Hat er irgendeine Chance das Sorgerecht zu bekommen? Wovon hängt das ab?
Danke im voraus für aller Tipps
Gruss

Beitrag von manavgat 26.02.06 - 13:10 Uhr

Wenn der Vater anstatt sich um sein Kind zu kümmern und das bedeutet auch, notfalls mit einem Rechtsanwalt zu kämpfen, sich lieber nur um sich selbst dreht, dann kannst Du da gar nichts machen.

Sollte das Kindeswohl gefährdet sein, kannst Du das Jugendamt einschalten, was vermutlich nichts bringt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von donravello 26.02.06 - 21:28 Uhr

hi
ku4ka,

zitat:
"Die Frau ist ständig unterwegs, geht in die Disco, macht Party. In der Zeit ist das Kind bei ihrer Mutter, die alkoholsüchtig ist oder bei ihrer Freundin, wenn diese nicht grade auf dem Strich ist. "

habt ihr beweise dafür? würdet ihr diese aussage bestätigen?

der junge mann soll einen termin mit dem JA vereinbaren, die sachlage schildern, zeugen benennen.

grüßle
wolf


Beitrag von mikuhase 27.02.06 - 13:11 Uhr

ku4ka schrieb:
Es war so, dass seine Eltern ein Kredit aufgenommen haben, um den jungen Eltern ein Auto zu finanzieren. Die monatliche Beiträge hat mein Bekannter gezahlt. Jetzt wollen die Eltern das Auto verkaufen, um den Kredit zu decken. Sie hat denen gedroht, dass wenn sie das tun würden, würden sie das Kind nie wieder sehen.Sie sollen es ihr schenken.

mikuhase meint:
Das ist Erpressung. Die Dame scheint es auf Kosten des Mannes ziemlich bunt zu treiben, daher ist es sinnvoll, im Vorfeld einer gerichtlichen Auseinandersetzung (worauf es wohl über kurz oder lang hinauslaufen wird) und auch gegenüber dem Jugendamt Beweise zu sammeln und Zeugen zu haben. Zeugen zu haben, ist insbesondere dann wichtig, wenn der Mann sein Umgangsrecht wahrnehmen möchte (also sein Kind sehen und mit ihm etwas unternehmen will), aber die Mutter dies verweigert. Denn daß sie den Umgang verweigern will, hat sie ja scheinbar schon angedroht. Allerdings hängt das Umgangsrecht nicht von irgendwelchen Bedingungen wie dieser ominösen Schenkung ab, sondern es ist ein selbständiges Recht, was der Vater wahrnehmen kann und welches ihm nicht verweigert werden darf (abgesehen von dem Fall, daß durch die Wahrnehmung des Umgangsrecht das Kindeswohl gefährdet werden würde). Im Falle der Umgangsverweigerung gerichtlich gegen die Mutter vorgegangen werden.

ku4ka schrieb:
Sie hat sich von uns Geld geliehen und nicht zurückgezahlt. [...] Bis jetzt wissen wir von sieben Partnern innerhalb von drei Wochen.

mikuhase meint:
Auch darüber sollte man Beweis führen können.

ku4ka schrieb:
Aber wie gut ist das für das Kind? Wenn abwechselnd verschiedene Männer bei Mama im Bett liegen?

mikuhase meint:
Mit Sicherheit nicht.

ku4ka schrieb:
Ich muss sagen, dass er sich sehr gut um die Familie gekümmert hat. Er war oft mit dem Kind allein, da die Frau zu Freundinnen gefahren war. Gleichzeitig hat er auch die Wohnung so gut es geht aufgeräumt. Kochen hat sie auch nicht gemacht. Das kann sie nicht.
Was ist mit den Grosseltern? Darf sie denen verbieten das Kind zu sehen?

mikuhase meint:
Das ist eine gute Ausgangsposition. Auf diese Weise wird es ihr schwer fallen, ihm irgend etwas Schlechtes anzuhängen. Was das Umgangsrecht der Großeltern angeht, gilt dasselbe, was auch für den Vater gilt: Den Großeltern darf der Umgang nicht verweigert werden, siehe § 1685 des Bürgerlichen Gesetzbuches.

ku4ka schrieb:
Mein Bekannter ist fertig. Er geht zu Therapie und hat absolut keine Lust zum Rechtsanwalt zu gehen und etwas zu machen.

mikuhase meint:
Er sollte aber sich aber dringend professionellen Rat holen. Allerdings sollte er nicht zu irgend einem Anwalt gehen, sondern einen Fachanwalt für Familienrecht aufsuchen. Denn es darf sich nicht jeder Anwalt "Fachanwalt für Familienrecht" nennen, sondern nur solche, die eine besondere Qualifikation auf diesem Rechtsgebiet nachweisen können und aufgrund dessen die Bezeichnung "Fachanwalt" führen dürfen.

ku4ka schrieb:
Er hat Depressionen und kriegt nichts mehr in den Griff. Ich würde ihm so gern Hoffnung machen oder sogar irgendwie helfen.

mikuhase meint:
Er sollte zum Arzt gehen und diese Probleme besprechen. Die dunkle Jahreszeit trägt stark dazu bei, in Antriebslosigkeit zu verfallen.

ku4ka schrieb:
Hat er irgendeine Chance das Sorgerecht zu bekommen? Wovon hängt das ab?

mikuhase meint:
Vielleicht habe ich eine Kleinigkeit im Text nicht richtig verstanden. Waren die Eltern denn verheiratet oder nicht? Wenn sie verheiratet waren, besteht automatisch gemeinsames Sorgerecht. Wenn sie nicht verheiratet waren, hätte das gemeinsame Sorgerecht beantragt werden müssen. Sonst besteht das alleinige Sorgerecht bei der Mutter. Er kann die Übertragung des Sorgerechts bei Gericht beantragen. Allzu große Hoffnungen darf er sich darauf aber nicht machen, denn hier in Deutschland muß sich eine Mutter, die das alleinige Sorgerecht hat, schon in äußerst schwerem Maße daneben benehmen, damit das Sorgerecht auf den Vater übertragen wird.

Beitrag von binbereit 27.02.06 - 22:43 Uhr

ein nettes hallo

toll wie du geschrieben hast das muss doch mut machen......

also ich sehe das so das er ganz schnell zum anwalt gehen muss und das jugendamt auf dem laufenden hält......es stört doch keinen wenn alle zwei wochen ein einschreiben an das JA zugestellt wird...rein informativ....was die kindesmutter sooo macht...
das wichtigste er muss sich aufrappeln...egal wie..
(leichter geschrieben als umgesetzt)

gruss