Aufforderung zur Eigenkündigung! Erpressung?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von rosaundblau 27.02.06 - 14:31 Uhr

Hallo Ihr lieben Urbianer,

heute habe ich eine Story gehört die mir echt spanisch vorgekommen ist.

Folgende Situation soll einer Freundin der Arbeitskollegin passiert sein:

Frau Müller arbeitet beim REWE (Supermarkt) an der Kasse. Die Kunden lassen an der Kasse hin und wieder ein paar Cent zurück, die von den Kassiererinnen neben der Kasse gesammelt werden. Am Ende des Tages hatt Frau Müller 20 Cent in zwei und fünf Centstücken neben der Kasse liegen und wechselt diese gegen ein 20 Centstück aus ihrer Kassenschublade. Die Geschäftsleitung hat das gesehen und sie des Diebstahls beschuldigt (bis hier her verstehe ich es!) Sie wurde damit konfrontiert, worauf hin Frau Müller den tatsächlichen Sachverhalt dargelegt hat (die Kassenabrechnung hat +/- Null ergeben). Der Geschäftsführer hat Frau Müller keinen Glauben geschenkt und #kratz aufgefordert selber zu Kündigen, #kratz da man ihr andernsfalls Unehrlichkeit im Zeugnis bescheinigen würde (ich denke als Verkäuferin also einfach den Zusatz "war jederzeit ehrlich bla bla" nicht einbringt).

Geht sowas? Mein erster Gedanken was "das ist Erpressung" #schock

An der Stelle von Frau Müller hätte ich mir das schriftlich geben lassen um es meinem Anwalt vorzulegen!

P.S. nach Ihrer Stellungnahmen wurde sie wohl noch aufgefordert preiszugeben wie sie bisher die Computer(scanner)kasse manipuliert hat um Geld ohne Kassendifferenz abzuzweigen?!?! #gruebel Dieser Geschäftsführer kann doch nicht ganz frisch gewesen sein, oder?

Beitrag von sittichgirl 27.02.06 - 15:03 Uhr

Hallo

Das hört sich für mich wirklich nach Schikane oder dem Versuch jemanden ohne Kündigung loszuwerden an.

Ich würde mich anstelle der Kollegin dringend an den Betriebsrat wenden und den Sachverhalt schildern. Unterschreiben oder zustimmen zur Kündigung auf keinen Fall.

Jedes weitere Gespräch mit der Leitung nur noch unter Zeugen führen.

Ich habe im Studium selbst an der Kasse gearbeitet und weis das man kein Geld(also Geldbörse oder Kleingeld in der Hosentasche) mit an die Kasse bringen darf. Aber Geld neben der Kasse mit dieser Begründung, vor allem weil die Kasse ja keine Differenz aufweist ist schon albern.

Würde einfach die Geschäftsleitung fragen wie sie sich in diesem Fall verhalten soll.

Ach ja das Geld als Trinkgeld sammeln darf sie natürlich nicht. Das ist meist verboten. Die einzige Frage, warum wollte sie die Münzen wechseln?

Blöde Situation, die wohl nur mit Betriebsrat zu klären ist.

Liebe Grüße

sittichgirl

Beitrag von mork 27.02.06 - 15:45 Uhr

Hallo,

was passierte denn mit dem 20 Cent-Stück? HAt sie es eingesteckt?

Welche Regelungen sind denn für den Umgang mit überzahltes Geld von Kunden vorgesehen?

mork

Beitrag von rosaundblau 27.02.06 - 15:59 Uhr

Hallo!

Welche Regelung bei REWE gilt weiß ich leider nicht. Angenommen, die Verkäuferinnen dürfen es NICHT behalten (da können 20 Cent pro Arbeitstag bei einer 6 Tage/Woche schon weit über 50 EUR sein), finde ich die Vorgehensweise -Eigenkündigung, sonst .....- sehr eigenartig!

Beitrag von charleen820 27.02.06 - 21:45 Uhr

Hallo,

so blöd wie das klingt, aber es ist verboten,in einigen Geschäften....!!!

Bin auch im Einzelhandel und bei uns in den Richtlinien steht: Es ist strengstens verboten, Tringeld NEBEN die Kasse zu legen.Wenn ein Kunde Trinkgeld gibt, muss es unverzüglich in die Kassenlade gelegt werden und anschliessend dieser Betrag in die Scanner-Kasse eingegeben werden...Macht man dies nicht und lässt es liegen, oder nimmt es sich selber, ist die fristlose Kündigung schon vorprogrammiert!

Vor allendingen wenn es Detektive sehen.Wenn bei uns dieser Betrag nicht eingegeben wird und bei der Abrechnung in dem bestimmten Fach liegt, kann es auch oft sein, das Chef sagt: Legts in die Kaffeekasse!

Aber wenn dies passiert muss immer eine "Autoritätsperson" anwesend sein.......Sprich Stellvertretung,Chef,od. der jeweilige Schliessdienst!

Also Ich denke, das Sie sich da schon selber ins Boxhorn gejagt hat, aus dem einfachen Grund, da Sie das Kleingeld in ein 0,20 € Stk. umgetauscht hat.Sprich, Sie hatte mit Sicherheit vor, es mitzunehmen,sonst hätte Sie das wahrscheinlich nicht getan.

Ohne jemanden was unterstellen zu Wollen, aber so siehts glaub aus!Bei Uns wäre das die Kündigung, wenn es so offensichtlich war, mit dem Umtausch des Geldes!Aber mit Selbstkündigung, ect... finde Ich allerhand, denn immerhin, kann Ihr nichts nachgewiesen werden.

Wenn nicht, dann lasst Euch mal vom Anwalt beraten, ob das rechtens ist!


Gruss u. viel #klee,

Charleen820#stern#sonne