Meine Eltern erpressen mich!?!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von winnirixi 27.02.06 - 14:43 Uhr

Hi Mädels,

ich muss euch mal nach eurer Meinung fragen.

Wir haben mit meinem Mann beschlossen, dass wir das Geschlecht des Babys bis zur Geburt für Familie und Freunde geheim halten. Wir haben die Namen für beide Geschlechter schon mitgeteilt, aber wir wollen, dass da noch ein bissi Überraschung für andere dabei ist.. und wer weiss, was tatsächlich am Ende rauskommt, vielleicht doch ein Junge.

Meine Eltern können es einfach nicht akzeptieren, sie fragen mich trotzdem jedes Mal, was es wird, trotz dass ich jedes Mal erkläre, dass es unser Geheimnis bleibt. Und sie können es auch nicht akzeptieren und darüber gibt es auch jedes Mal Diskussion, dass ich sie sofort nach der Geburt nicht zwei Wochen lang bei uns einquartieren will. Ich möchte, dass sie erst 3 Wochen nach der Geburt kommen (und dann wohnen sie bei uns 2 Wochen lang, weil sie aus Ungarn kommen und kein Geld für Hotel haben). Und heute erklärte mich deswegen mein Vater für undankbar, ich will das Kind vorenthalten, wieso will ich das Geschlecht nicht verraten, so können sie ihm nichts kaufen, sie dürfen nicht zu Besuch kommen und sie weinen nur die ganze Zeit deswegen und sind tot traurig und er verglich mich mit jemandem, die mit ihren Schwiegereltern ständig zurückweisend ist, wenn es um die Kinder geht.

Und ich finde es einfach nur egoistisch von ihnen, dass sie mich auf der Gefühlsebene erpressen wollen, nur um zu erfahren, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist und sich aufzwingen wollen, wenn ich mit Baby und Mann in der Eingewöhnungszeit meine Ruhe haben will. Dazu muss ich sagen, dass sie immer die ersten sind, die Bescheid kriegen, wenn etwas untersucht wird, wenn das Baby das erste mal tritt und überhaupt. Aber anscheinend reicht es nicht und wir dürfen keine Geheimnisse haben und nur so handeln, wie es ihnen passt.

Ich frage mich echt, wer hier ein Kind kriegt: ich oder sie?! Oder meint ihr, ich mache daraus eine zu grosse Sache?

Wie macht ihr das? Was meint ihr?

LG, Leonora
(26.SSW)

Beitrag von sanny22 27.02.06 - 14:57 Uhr

hallo leonora.

lass dich nicht ärgern.
ich weiss das die worte die aus der eigenen familie kommen am meisten weh tun!
aber wenn ihr das so für euch entschieden habt dann zieht es auch so durch.

unsere fam. wissen das es ein mädchen wird aber den namen verraten wir ihnen nicht!
aus dem grund weil jeder sein senf dazu geben muss.
wollten sie erst maja nennen, dann kamen die klugscheisser mit biene maja an und wie es dann darunter leiden wird.
das hat mich tierisch sauer gemacht.
jetzt wird es eben erst verraten wenn sie ihren nam,en trägt, dann können sie sagen was sie wollen.
und das das kind nicht den nachnamen vom papa bekommt. oh gott was für eine schande!!!!
warum mischen die sich denn überhaupt mit ein??:-[

und das mit dem besuchen ist ja auch so eine sache.
habe ehrlich gesagt keine lust das ständig die tür klingelt und mann selber fertig ist und die gleiche geschichte 100 mal erzählen darf!:-[

aber mach dir nicht solche gedanken und lass dir kein schlechtes gewissen machen.
irgendwann werden/müssen sie es kappieren.#augen

alles liebe sanny +#ei 29ssw#freu

Beitrag von mrs.ivanisevic 27.02.06 - 14:53 Uhr

Najaaaa
Also, wie alt sind die denn? Was soll denn dieses kindische Getue?

Wenn dein Baby da ist, brauchst du erstmals viiieeel Zeit und viiieeel Ruhe um dich an den neuen Alltag zu gewöhnen. Und dann noch Besuch dazu?! Auch wenn's deine Eltern sind; du hast das Bedürfnis es ihn irgendwie zurecht zu machen und die perfekte Hausfrau zu sein; also lass das lieber, es wird nur Streit und Stress geben.

Ich finde die Haltung deiner Eltern enorm Egoistisch!

Meine Eltern müssten auch aus Holland einreisen und evt. hier übernachten (2 Wochen Hotel ist 'ne Haufen Geld), und die sagen selber schon: wir kommen lieber nach 2-4 oder gar 6 Wochen wenn du etwas eingelebt bist in die neue Situation.
Das Geschlecht wissen sie schon, nur den Namen noch nicht, obwohl sie es richtig geraten haben, ich habe aber verneint. Die akzeptieren es, es ist unser Kind und nicht deren!

Hart bleiben, und mal fragen, was denen so eingefallen ist, dich so an zu gehen und ihr Besuch direkt nach der Geburt aufzuzwingen. Du bist hier diejenige, auf den man rücksicht nehmen sollte, nicht andersherum. Deine Eltern sollten mal von ihr egoismus Tripp runterkommen und akzeptieren, dass Grosseltern ach nur zum grössten Teil Zuschauer sind.

SO!

LG,

Margrieta + #ei 'Lil'P' (31.SSW)

Beitrag von mamivani1983 27.02.06 - 14:53 Uhr

Hallo Leonora!

Ja Eltern können manchmal sehr schwierig und nervig sein!
Ich denke mal dass sie sich einfach wahnsinnig für euch freun und an allem teilhaben möchten, vor allem wenn sie so weit weg wohnen fühlen sie sich vielleicht etwas ausgeschlossen? In Ungarn hat man diesbezüglich vielleicht eine andere Mentaliät (?). Ich kann aber auch dich gut verstehen. Rede doch einfach nochmal mit ihnen und erkläre ihnen das nochmal ruhig und sachlich und dass du es gar nicht böse meinst wenn sie erst eine woche später kommen und dass du dich freust wenn sie dich dann unterstützen können.
Was besseres fällt mir dazu leider auch nicht ein!
Alles Gute:-)
Vani

Beitrag von silke18 27.02.06 - 15:01 Uhr

Hallo Leonora,

(sehr schöner Name, übrigens). Also ich kann dich gut verstehen, dass du deine Eltern erst 3 Wochen nach der Geburt bei dir haben möchtest, zumal sie dann gleich bei dir wohnen müssen. Das wird bestimmt stressig genug, auch wenn man sich gut versteht, kostet das Nerven. Ich denke auch, das man in der Zeit nach der Geburt möglichst viel Ruhe braucht um sich an die neuen Umstände zu gewöhnen und damit es mit dem stillen klappt.
Zu dem Thema, dass du nicht sagen möchtest welches Geschlecht, kann ich nur sagen, das ich schon bereut habe, dass ich meiner Mutter gesagt habe, das wir ein Mädchen bekommen. Ich habe extra dazu gesagt, dass ich nicht alles in Rosa haben möchte. Ich finde es gibt auch so viele andere neutrale Farben, wie z.B. helles grün oder gelb. Aber nein, sie hat gleich einen ganzen Sack mit rosa Sachen gekauft. Mein Mann meinte schon, das wird dann nur angezogen wenn Oma zu Besuch kommt.
Also, mach es wie du es für richtig hälst und lass dich bloß nicht unter Druck setzen.
Noch eine schöne Schwangerschaft.

LG Silke (39.SSW)

Beitrag von denny79 27.02.06 - 15:01 Uhr

Hallo Leonora,

ich finde nicht, dass du daraus ein zu grosse Sache machst! Es ist EUER Kind und ihr könnt die Sache "so groß machen" wie ihr wollt! Ich finde das Verhalten deiner Eltern echt nicht ok! Hast du das den beiden jemals so gesagt? Ich meine, ist ja supi, dass sie sich so freuen - aber fakt ist: sie sind "nur" oma und opa. Alles das was du erlebst haben sie schon mit dir als Baby erlebt und nun bist numal DU dran!!!

Unser kleines Mäuschen hat sich bis jetzt noch nicht geoutet.
Aber wir haben es genau anders gemacht, wir haben auch für beides schon Namen, verraten diese aber keinem. Wir hatten schon soooo viele und immer war da jemand, der irgendwas dagegen hatte. Also haben wir beschlossen, das das Baby der erste Mensch sein wird, der seinen Namen hört (ist ja schließlich auch seiner!)

Also ich würde mir an deiner stelle echt keinen Stress machen lassen - gib ihnen die chance und erkläre ihnen nochmal ganz ruhig und genau, WARUM ihr so handelt. Wenn sie es wieder nicht verstehen (wollen) tritt ein bißchen kürzer - evtl. sehen sie dann, dass du sie so schon so sehr einbeziehst und der kleine REst dann eben alleine euch gehört!

Beitrag von nicki0506 27.02.06 - 14:59 Uhr

Hallo Leonora, #liebdrueck
wenn du meine Meinung wissen willst ich würde es ihnen auch nicht sagen .
Wenn ihr das nicht wollt und das müssen sie auch verstehen sag ihnen dass der Frauenarzt sich nicht mehr sicher ist . Und es könnte 50-50 sein vielleicht hast du dann deine ruhe wieder????
Viel Glück Nicki0506#klee

Beitrag von saltimbocca 27.02.06 - 15:54 Uhr

Liebe Leonora,
tja, diese Erfahrung ist bitter! Man meint es gut und die eigene Begeisterung über die Dinge die da passieren ist riesig und man will das teilen. Und dann kommt ein Anspruchsdenken auf, andere wollen mehr teilhaben als einem lieb ist und alles wird auf einmal zur Selbstverständlichkeit. Ich glaube so eine Erfahrung machen viele von uns!

Ich würde mich an Deiner Stelle auf keinen Fall beugen. Es ist sehr unsensibel wenn jemand so aufdringlich ist. DU bist die Hauptperson (und Dein Mann und Dein Kind), nicht Deine Eltern! Es ist schade wenn sie das nicht so anerkennen aber dann mußt Du umso stärker für Deine Situation eintreten. Auch wenn sie es nicht einsehen, bleib bei Deiner Überzeugung!
Es ist nicht Deine Aufgabe den Vorstellungen und Ansprüchen Deiner Eltern gerecht zu werden!
Diese Situation ist für Dich einmalig, genieße sie und laß es Dir nicht verderben.

Die Tage und Wochen nach der Geburt sind eine so besondere Zeit, laß Dich ja nicht unter Druck setzen und Dir davon etwas nehmen, nur damit andere Ihre Freude haben und ihre Wünsche erfüllt bekommen.

Bleib hart darin, Du wirst umso mehr froh sein wenn es soweit ist! Es ist Dein Leben und Deine Familie, setz Grenzen!
Es kommt nämlich noch viel schlimmer wenn das Kind erst mal da ist und die Großeltern immer mehr mitreden wollen! Und wenn sie es gewohnt sind sich durchzusetzen dann wird es wirklich schwierig!

Alles Liebe, viel Kraft und gute Nerven!

Saltimbocca

Beitrag von goldie_stmk 27.02.06 - 16:03 Uhr

Hi Leonora,

ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen. Ich finde nicht, daß Du übertreibst und finde den Psychodruck, den Deine Eltern ausüben, absolut nicht akzeptabel. Du solltest Dich jetzt hauptsächlich auf Dich und Dein Baby konzentrieren, Außenstehende solllten das eigentlich akzeptieren.

Ich frag mich ernsthaft, warum es der Umwelt immer so wichtig ist, was es wird? Hat man ja früher auch nicht vorher gewußt, warum machen sie bloß jetzt so ein Theater. Hauptsache gesund. Deine Eltern sollten Deine Privatsphäre akzeptieren, ohne sich gleich ausgeschlossen zu fühlen. Du beziehst sie ohnehin genug ein. Sollten sie sich weiter so verhalten, würde ich sie einmal eine zeitlang zappeln lassen, d. h. ihnen die neuesten Entwicklungen vorenthalten. Nach dem Motto "ich krieg eh nur Vorwürfe, keinen Dank".

Und gerade die erste Zeit wird hektisch genug. Da braucht die kleine Familie die ganze Energie für sich selber, da hat meiner Meinung nach wirklich niemand etwas dabei verloren, außer, man will das selber so. Manche finden es ja hilfreich, wenn anfangs die eigene Mama zur moralischen Unterstützung immer da ist - auf Nächtigungsgäste könnte ich allerdings verzichten.

Kopf hoch, bleib hart und laß Dir kein schlechtes Gewissen einreden.

Marion

Beitrag von mica2406 27.02.06 - 18:43 Uhr

Hallo!
Ich beneide Dich nicht. Hier mal meine grundsätzlichen Vorsichtsmaßnahmen, auch wenn es für einige davon bei Dir vielleicht schon zu spät ist:

1. ET 2 Wochen später angegeben
2. Geschlecht - kann kein Arzt mit 100 % Sicherheit sagen, es sei den mann macht Fruchtwasseruntersuchung (bei uns haben zwei Ärzte unterschiedliche Geschlechter gesagt - Tatsache)
3. Name - unser Kind soll die erste sein, die ihren Namen hört

und für die ganzen Ärgernisse die nach der Geburt aus Kompetenzgerangel zwischen Eltern und Großeltern entstehen können:
4. rumknuddeln, Arm nehmen, etc : Arzt hat gesagt, Infektionsgefahr größer, weil 2 Wochen zu früh geboren (s.u.1.), deswegen warten, bis Kind x Wochen alt ist
5. keine Süßigkeiten, da Gefahr von Diabetes

Über meine Einstellungen kann man sicher streiten - aber ich finde es einfach angenehmer meine Erziehungsvorstellungen durch zuhilfenahme von wissenschaftlich nicht völlig abwegigen Argumenten zu stützen ;-)
LG und starke Nerven

Beitrag von 01wba056 27.02.06 - 23:29 Uhr

Hi,
gebe Dir und Deinen Bedürfnissen recht, verstehe aber auch Deine Eltern, wenn sie sich ausgeschlossen fühlen. Ich denke es ist auch eine Frage der Art, wie man jemanden seinen Standpunkt vermittelt. Vielleicht warst Du da nicht sehr diplomatisch? Klingt zumindest so. Auch Dein Posting klingt sehr genervt. Diese Stimmung wirst Du deinen Eltern auch (wenn auch nicht gewollt) vermitteln haben und sie nehmen es klarerweise persönlich. Vielleicht kannst Du versuchen, ihre Gefühle nachzuvollziehen und dann nochmal mit Ihnen reden und ihnen glaubhaft machen, daß es nichts mit ihnen zu tun hat, sondern daß es dein Wunsch ist der auch von allen anderen respektiert werden muss.

Beitrag von winnirixi 28.02.06 - 09:46 Uhr

Ich danke euch herzlich für eure Antworten!

Es ist wirklich so, dass ich genervt bin. Wer wäre es nicht, wenn er jede Woche die gleichen Fragen gestellt bekommen würde und die gleichen Antworten geben müsste, trotzdem nicht wahrgenommen wird.. sonst alles alles mit den Eltern teilt, trotzdem als undankbar und böse bezeichnet wird.

Trotzdem werde ich versuchen, wieder alles in Ruhe zu erklären.. noch einmal. Ich kann es aber auch nicht bis zur Geburt jede Woche aushalten: entweder raste ich aus oder ich gebe nach :-(

Liebe Grüsse,
Leonora