Gibt es hier berufstätige Stillende?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von malisch 27.02.06 - 14:56 Uhr

Hallo.

Ich hab´ zwar noch vier Wochen bis zum ET, aber ich möchte (muss wg. Arbeitgeber) ab dem 4. Monat des Babys auf Teilzeitbasis arbeiten gehen. Wahrscheinlich werden es zwei Tage á 6 Stunden pro Woche werden (plus 0,5 Stunde für die einfache Fahrt).

Ich bin fest davon überzeugt, dass ich es mit dem Stillen versuche. Es wird überall empfohlen, sechs Monate vollzustillen - reicht also bei mir nicht ganz. Deswegen dachte ich mir, ich pumpe ab und lasse die Kleine von meiner Mutter mit Fläschchen füttern. Hat das bei jemandem hier auch geklappt?

Natürlich weiß ich, dass es unterschiedliche Kinder gibt, aber ich möchte wenigstens Hoffnung haben, dass es so klappt.

Vielen Dank,

Tatjana (37. SSW)

Beitrag von monique_15 27.02.06 - 15:30 Uhr

Hallo Tatjana,

bei mir hat das geklappt. Ich habe damals auch 2 Tage pro Woche gearbeitet und abgepumpt. Ich fand's zwar nicht so prickelnd, zweimal täglich mit meinem Avent-Täschchen auf der Büro-Toilette zu verschwinden #augen, aber rein technisch lief alles bestens.

Dir muss nur klar sein, dass es auch ein Zeitaufwand ist. Dir stehen als stillende Mutter zwar täglich 90 Minuten zu, um das Baby zu stillen oder Milch abzupumpen - aber das hört sich so easy an. Du musst ja deine Arbeit unterbrechen, verschwindest 20-30 Minuten zum Abpumpen, musst die Milch verstauen (Kühlschrank oder mit Kühlpacks in einer Tasche) usw. Dazu noch die reguläre Mittagspause - das sind viele Unterbrechungen. Je nach Art des Jobs kann das auch strapaziös sein. Ich war froh, als nach einer Weile meine Tochter nicht mehr voll gestillt wurde und ich nur noch einmal pro Arbeitstag abpumpen musste.

Aber ich will dich nicht bange machen: Es klappt wunderbar. Mach dir nur klar, dass es manchmal ein bisschen anstrengend oder nervig werden kann. Dann wird alles gut ;-).

Ich hab VOR dem Wiedereinstieg in den Beruf angefangen abzupumpen, um Routine zu bekommen und um schon einen kleinen Milchvorrat anzulegen. Wir hatten dann im Gefrierschrank eine extra Schublade nur mit den Milchtütchen in allen Portionsgrößen. Für kleinen Hunger (60 ml), für großen Hunger (100 bis 120 Milliliter) - so konnte mein Mann immer das auftauen, was er gerade brauchte und musste nichts von der kostbaren Milch wegschütten. Und wenn mir mal was aus der Pumpe auslief oder sonst irgendwie nicht geklappt hat, musste ich nicht gleich panisch werden, dass die Milch nicht reicht.

Zum Einfrieren waren übrigens diese Plastikbeutelchen sehr praktisch. So viele Fläschchen hat man ja doch nicht - und die Beutel sind auch flacher und nehmen nicht so viel Platz weg. Und sie sind vor-sterilisiert.

Lieben Gruß, Monique

Beitrag von kundera2009 27.02.06 - 15:35 Uhr

hallo!

seit dem ende des mutterschutzes arbeite ich auch wieder für 15 h in der woche. meine tochte wird zwar nicht mehr voll gestillt, aber bis jetzt stille ich wenigstens noch. das klappt auch schon seit fast 3 monaten sehr gut. ich pumpe so iel, wie es geht ab, da ich das an der arbeit nicht kann. und wenn das nicht reicht, bekommt rosa noch pre milch.


alles gute für die entbindung,
kundera

Beitrag von quack_tf 28.02.06 - 06:47 Uhr

Ich gehe auch seit mein kleiner 8 Wochen alt ist wieder halbtags arbeiten.
Ich habe das Glück das ich zwei Tage von zu Hause aus arbeiten darf und drei Tage im Büro bin.
Habe auch zwei Wochen vorher mit dem abpumpen begonnen. Bei mir hat das super gehklappt. Habe allerdings im Büro nicht abgepumpt, sondern immer abends wenn der kleine geschlafen hat ( hat zum Glück recht bald durchgeschlafen).
Meine Brust hatt sich an den langen Abstand wenn ich arbeiten war schnell gewöhnt.Stille Ihn dann halt sobald ich ihn abhole, dann is es auch dringend nötig :-p
Jetzt bekommt mein kleiner Mittags ein Gläschen#mampf und ich muss gar nicht mehr abpumpen.
Die Zeit ging schnell vorbei. Irgendwie kann man das trotz Beruf schaffen.
Ich wünsch dir alles Gute und eine schönen Geburt#freu

Grüße Tina und #baby

Beitrag von spaghetti26 01.03.06 - 21:24 Uhr

Hallo Tatjana,

ich bin nach dem Mutterschutz auch wieder arbeiten gegangen und habe weiter voll gestillt. Allerdings ist mein Arbeitsplatz im selben Dorf in dem ich wohne und meine Tagesmami ist die Oma im selben Haus. Deshalb mußte ich nicht abpumpen. Emilia hat sich daran gewöhnt Hunger zu haben sobald sie mich heimkommen sah.
Ich habe mich langsam mit der Arbeitszeit gesteigert. Die ersten Wochen waren es 4 Stunden über den Tag verteilt. Morgens ein bißchen und nachmittags ein bißchen. Und dann langsam immer mehr. Ich habe bevor meine Tochter zur Welt kam viele Überstunden gemacht, die ich dann nach und nach täglich abgefeiert habe.

Also es klappt auf jedenfall wenn man möchte. Ist allerdings tatsächlich nicht ohne. Bei mir war es so, das Emilia nicht mal annähernd durchgeschlafen hat. Spätestens alle 3 Stunden wollte sie trinken wenn ich zu Hause war, also auch nachts. Aber was tut man nicht alles!

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute für die Geburt!

Gruß
Tanja