WIE LÄUFT EIN KAISERSCHNITT AB...

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von trixi821 27.02.06 - 20:52 Uhr

erstmal Hallo ich bin neu hier und wollte mal fragen ob mir jemand sagen kann wie ein Kaiserschnitt abläuft, hat man dann noch wehen oder wird man sofort unter nakose gesetzt wenn mir einer irgendwas dazu erzählen könnte wäre das echt lieb...


gruß trixi#schwitz

Beitrag von nalaa1978 27.02.06 - 21:00 Uhr

hallo trixi,

ähm...du meinst dann wohl sicher einen notkaiserschnitt?
also ungeplant??
denn bei einem geplanten wartet man nicht, bis du wehen bekommst...

wenn du noch die möglichkeit hast, dich zu entscheiden...dann wird man dich fragen ob du eine vollnarkose oder teilnarkose haben willst.

dann musst du erst einen wisch unterschreiben, wirst aus/umgezogen, ggf. rasiert und im op selbst wurde ich damals an den armen und beinen fixiert.
...und das alles unter wehen natürlich.

dann kam die vollnarkose und ich war weg.

2002 war es ein notkaiserschnitt bei mir.

lg
sandra + eileen *22.7.2002 und chiara *12.2.2006

Beitrag von binchen80 27.02.06 - 21:16 Uhr

Hallo Trixi,

also meine Kleine wurde am 30.11.05 per Kaiserschnitt geholt. Bei mir war es so, dass uns das KH am Tag vorher vor die Wahl gestellt haben, da sie mit Komplikationen rechneten. Wir haben uns dann für die sichere Seite entschieden und gleich für den nächsten Morgen einen Termin bekommen.

Ich erläutere es dir gerne, aber vorsicht ist lang... ;-)

Das heißt wir haben am Dienstag nachmittag die ganzen Formalitäten erledigt (man muß wegen der Narkose und der OP einen Haufen Sachen sich anhören und unterschreiben) und sind dann nach Hause gefahren. Zu Hause haben wir dann den Abend auf dem Sofa verbracht und noch ein bischen mit unserer Maus im Bauch geplaudert.
Am nächsten Morgen sind wir dann früh aufgestanden. Ich durfte nichts mehr essen und trinken ab zehn Uhr, was ein bischen schwierig war aber schon ging. Ich war zwar etwas nervös aber nicht so schlimm wie befürchtet. Wir sind dann um sieben ins KH gefahren, wo uns meine Hebamme (die zum Glück Dienst hatte) schon empfangen hat. Sie hat uns dann in einen Raum geführt, wo ich erst mal ein OP-Hemdchen und diese schicken Strümpfe anziehen musste. Mein Mann hat noch nen Kaffee bekommen, ich nat. nix. Dann haben wir uns noch ein bischen mit meiner Hebamme unterhalten, die uns nochmal alles erklärt hat und ich war wirklich nicht nervös sondern ganz ruhig. Irgendwann kam dann der Narkose-Arzt und seine Schwester und haben die PDA gesetzt. Ich habe mich für eine PDA (ab dem Bauch ist dann alles gelähmt) entschieden, da ich alles miterleben wollte und unsere Kleine gleich sehen. Außerdem bin ich an hundertausendverschiedene Geräte für Blutdruck, Sauerstoff und co. angeschlossen worden, da sie mich ständig unter Kontrolle haben wollten.
Die PDA hat dann bald zu wirken angefangen und um halb neun (oder so) kam das OK vom OP. Die Hebammen hatten inzwischen gewechselt, so dass eine andere mit in den OP gegangen ist. So haben sie mich dann im Bett liegend vom Kreissaal (wo ja alles vorbereitet wurde) in den OP geschoben. Mein Mann war immer an meiner Seite. Vom OP selbst habe ich eigentlich immer nur die Decke gesehen. Irgendwann im Gang musste mein Schatz abzweigen und hat OP-Kleidung verpasst bekommen, wir sind im OP selbst wieder zusammen gekommen, wo er übrigens neben mir sitzen durfte. Die Ärzte und Schwestern haben mich dann auf ein anderes Bett gehoben und in den OP geschoben. Dort wurde alles vorbereit und mit Tüchern abgehängt, so dass ich nichts sehen konnte (mein Mann übrigens auch nicht). Der Anästhesist und seine Schwester waren die ganze Zeit bei uns und hat uns alles erklärt, was gerade gemacht wird. Mir wurden die Arme in Schalen gelegt und durch die Narkose haben die ganz schön gezittert. War ganz schön komisch. ;-) Dann ging alles ganz schnell, hab eigentlich nicht viel mit bekommen. Auf einmal habe ich einen Schrei gehört und unsere kleine war um 9:10 geboren. Die Hebamme hat sie dann sofort zu uns gebracht und mir ans Gesicht gehalten, so dass ich sie küssen konnte. War wirklich ein wunderschöner Moment (auch wenn wir ihn uns immer ganz anders vorgestellt hatten). Danach musste sie sofort in den Kreissaal und mein Mann ist nat. mit. Sie hatte leider erst mal Anpassungsschwierigkeiten und konnte Temperatur und Sauerstoff nicht so gut halten, dass hat sich aber im Laufe des Tages dann normalisiert.
Mir wurde dann der Bauch wieder zugenäht. Die machen übrigens nur einen kurzen Schnitt, der Rest wird gerissen. Die Naht ist echt ok und verschwindet mit der Zeit wieder. Nach ungefähr 20 Minuten durfte ich dann endlich in den Kreissaal zu meinem Mann und meiner Tochter. Unsere Kleine musste erstmal noch im Wärmebettchen liegen. Aber nach einer Stunde haben sie sie mir auf die Brust gelegt und so sind wir dann auf Station gekommen. So haben wir eigentlich unseren ganzen ersten Tag verbracht (mit Kuscheln), da sie ja noch ein bischen kühl war.
Am nächsten Abend musste ich das erste mal aufstehen, hat wirklich weh getan, wurde aber von mal zu mal besser. Die ersten zwei Nächte war Emily noch bei den Schwester und wurde mir nur zum Stillen gebracht.

Sorry ist jetzt ein bischen lang geworden, aber du wolltest es ja wissen ;-) *grins*.
Warum denkst du über einen Kaiserschnitt nach, oder musst du??
Liebe Grüße
Dina + Emily (30.11.05)

Beitrag von tomkat 27.02.06 - 22:10 Uhr

Naja, die Naht verschwindet überhaupt nicht. Und die Schmerzen sind sehr viel gravierender und halten viel länger an, als hier auf sehr harmlose Weise beschrieben.

Beitrag von sohnemann_max 27.02.06 - 22:21 Uhr

Hi,

ok, die Naht wird nie wieder ganz verschwinden, aber auch kaum noch zu sehen sein - kommt halt auf die Wundheilung beim Menschen drauf an.

Das mit den Schmerzen danach, kann ich eigentlich nicht bestätigen. Ich hatte auch keinerlei Probleme danach - Schmerzmittel brauchte ich nicht, hat wirklich nicht weh getan. Das einzig richtig unangenehme war das erste mal Aufstehen. Das wird aber mit jedem mal besser. Aber da ist auch jeder anders - jede empfindet die Schmerzen anders...

Liebe Grüße
Caro mit Max

Beitrag von rozebo 27.02.06 - 23:53 Uhr

Hallo,
mein Sohn liegt BELmit Vorderwandplazenta(nicht drehbar) und ich studiere gerade die Kaiserschnittunterlagen,die ich von der Klinik schon mitbekommen habe.Möchte eine lokale Betäubung,sag mal legen die eigentlich immer einen Blasenkatheder liest sich recht unangenehm.Werden vor einem KS nicht nochmal Blut u. Urin kontrolliert sowie Us gemacht hab ich hier in den Berichten nirgends gelesen und wie muß ich mir den Schmerz danach vorstellen? Muskelkater oder brennend außerdem wann sind die Beine wieder beweglich ich hab mächtig Bammel vor der ganzen Sache.Vor allem ist man denen ja ausgeliefert und kann selber nix machen und ob unser Papi mir die Angst dann nehmen kann???Lieben Gruß Rozebo +Krümel 37+3

Beitrag von trixi821 27.02.06 - 23:49 Uhr

erstmal vorne weg mein sohn ist auch am 30.11.02 geboren, ich habe mich für einen kaiserschnitt entschieden da von meinem sohn und auch von meiner tochter die geburt echt die hölle war, meine tochte lag in der seitenlage und wurde ohne nakose von meiner hebamme im bauch gedreht, es waren schmerzen ohne ende und mein sohn war so ganz normal doch seine fruchtblase wollte nicht platzen und nach 23 stunden haben sie , sie endlich aufgemacht, und ich lag aber schon mindestens fast zehn stunden mit presswehen und durfte nicht pressen und diesmal habe ich desagt das ich einen kaiserschnitt machen möchte. ist das falsch von mir oder sollte ich doch lieber das baby normal zur welt bringen.

liebe grüße von Diana, Pauline, Julian und der noch nicht geborenen Leonie...

Beitrag von nalaa1978 28.02.06 - 00:11 Uhr

nein, dass ist nicht falsch von dir.
es ist deine eigene, freie entscheidung....

wenn du total verkrampfst und mit einer riesenangst an die sache gehst, dann tust du dir und deinem kind keinen gefallen denke ich.

andererseits hab ich persönlich auch wieder große angst gehabt dass es sich wiederholt...hätte es beinahe auch, ist aber gut gegangen und ich bin heilfroh mich für eine spontane geburt entschieden zu haben.

aber das musst du für dich selbst entscheiden....wie du dich am wohlsten und sichersten fühlst.

ich drück dir die daumen...egal wie du dich entscheidest #liebdrueck

lg
sandra

Beitrag von liebivieh 28.02.06 - 09:43 Uhr

Hallo...



ich kann dich verstehen, habe auch die Hölle bei meinem Sohn durch und habe mich dieses mal für KS entschieden, der in 14 Tagen stattfindet.

Ich denke, schlimmer kann es nicht kommen, als das was man erlebt hat. Mein Dammschnitt( bis weit hinter u. neben After) schmerzt heute nach elf Jahren noch und mein Zervix wurde damals auch kaputt gemacht.

So können nur Leute reden, die eine einfache Geburt hatten.

Ich habe seitdem auch nervliche Probleme, da man einen knacks wegbekommt, aber darüber redet keiner, keiner gibt zu was für ein schlimmes Erlebnis es meistens ist.

Ich wünsche dir Glück und lass dir nichts einreden, bei mir schreien auch alle um gottes willen, ist mir egal, ich muß das Kind bekommen.

Lg Ines

Beitrag von honig76 27.02.06 - 21:07 Uhr

Hallo Trixi,

bei mir war es auch mehr oder weniger ein "Not-Kaiserschnitt", weil Maurice zu groß und zu schwer für mich war,und die Ärzte und Hebammen es aber erst sooooooo spät gemerkt haben.
Ich lag 24 std in den Wehen. incl. Wehentropf, Fruchtblase musste zerstochen werden usw. ...
ich habe dann eine Spinalanästhesie bekommen und der Kaiserschnitt an sich dauerte vielleicht so 20 min! Habe leider hinterher Schmerzen gehabt!
Wenn du noch weitere Fragen hast, kannst du mich gern über meine VK anmailen!

Liebe Grüße Jaci

Beitrag von samina2277 08.03.06 - 18:43 Uhr

Hallo Trixi,

lies dir mal folgenden Tread durch,

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=2&id=358768.

Ich selber hab mir nur den Teil von Binchen80 druchgelesen, da er sehr objektiv den ganzen "Vorgang" schildert.

Ich habe bei der Kreissaalbesichtigung in meinem KKH nachgefragt und die machen dort einen Wunsch - KS.

Meine Beweggründe dafür sind eine schlechte Erfahrungen von meiner Cousine mit der natürlichen Geburt und gleichzeitig eine gute Erfahrung meiner Schwester mit einem Wunsch-KS.
Außerdem entstehen 98% der Behinderungen die während der Geburt entstehen bei der natürlichen Geburt und nur 2% beim KS und das inkl. den Not-KS.


LG
Samina (29.SSW)

Beitrag von samina2277 08.03.06 - 18:51 Uhr

Hallo Trixi,

lies dir mal den Tread von Binchen80 durch, da ist sehr objektiv geschrieben, wie das vor sich geht.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=2&id=358768

LG
Samina