Schmerzen beim Stillen!!!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von yellow.sunny 27.02.06 - 20:56 Uhr

Hallo ihr Lieben,

hoffe es kann mir jemand helfen. Bin mittlerweile
total verzweifelt. Muß mal ganz von vorne anfangen und Euch alles erzählen. Ich hatte gleich nach
dem Milcheinschuß eine Brustentzündung, weil die Kleine
vielleicht falsch gesaugt hat und es deswegen zu einem
Milchstau kam. Mußte dann erstmal einige Tage abpumpen, weil die Brustwarzen zu entzündet waren. Nach einigen Quarkwickeln und dem ständigem Einnehmen von Globulis habe ich die Kleine dann nach ca. drei Tagen wieder an meine Brust angelegt.
Hat aber immernoch höllisch wehgetan. Meine Hebamme meinte, das kann am Anfang noch sein.
Also habe ich mit dauerneden Schmerzen weitergestillt. Nun sind schon fast vier Wochen vorbei und es hat sich nichts geändert.
Nicht nur die ersten paar Züge von ihr tut es sehr weh, sondern die ganze Zeit. Und meine Brustwarzen kommen auch ganz plattgedrückt aus ihrem Mund wieder raus. Nehme jetzt auch wieder andere Globulis (Silicea D12) und behandle meine Brustwarzen nach jedem Stillen auch mit Silicea-Gel.
Hat mir mittlerweile meine Hebamme empfohlen, da sie auch meint, jetzt dürfte es nicht mehr schmerzhaft sein. Es wird aber einfach nicht besser und meine Hebamme ist mit ihrem Latein auch am Ende. Sie hat mir nun empfohlen zu einer Therapeutin zu gehen.
Und hat gemeint, daß es bei mir auch psychisch sein kann oder daß die Kleine irgendwas hat. Daß sie sich verkrampft beim Trinken oder daß sie verspannt ist.
Bin echt total am Ende. Hab mir schon so viele Gedanken gemacht, ob es viel. an mir liegt. Aber mir fällt wirklich nichts ein. Ich möchte soooooo gerne schmerzfrei stillen können. Habe ja auch genug Milch.
War schon am Überlegen ob ich nun einfach dauernd abpumpe und es ihr mit dem Fläschchen gebe, damit sie die Mumi bekommt. Aber es ist natürlich sehr aufwendig.
Ich wäre sehr dankbar, wenn Ihr mir helfen oder ein paar Tips geben könnt.
Vielleicht war oder ist es ja bei jemandem genauso.

Ich bedanke mich schon im Voraus!
(Sorry für mein langes blabla!!!)

Liebe Grüße Yvonne und Milena (02.02.06)




Beitrag von monisonnenblume 27.02.06 - 21:29 Uhr

Hallo Yvonne,

o je, das hört sich ja nicht so gut an!

Du schreibst, Deine Brustwarzen sehen plattgedrückt aus, wenn Deine Tochter sie los lässt.
Das ist eigentlich ein Zeichen dafür, dass sie nicht richtig angedockt ist.
Die Brustwarzen werden wahrscheinlich zwischen ihren Kiefern so plattgedrückt. Und das tut natürlich weh!
Das Baby sollte den Mund ganz weit aufmachen, wie beim Gähnen, wenn es andockt. Es muss viel Brustgewebe außer der Brustwarze noch mit im Mund sein. Wenn das Baby dann saugt, dann sollte die Brustwarze ganz hinten im Mund sein, so kann sie nicht wund werden.

Vielleicht ist eine Stillgruppe in Deiner Nähe und Du kannst dort mal eine Stillberaterin gucken lassen wie Milena angelegt ist.
Du findest Stilltreffen unter www.afs-stillen.de oder www.lalecheliga.de.

Es gibt auch Laktationsberaterinnen die zu Dir nach Hause kommen, die nehmen allerdings eine Gebühr , Du findest sie unter www.bdl-stillen.de oder www.stillen.de.

Alles Gute, Monisonnenblume.

Beitrag von binchen80 27.02.06 - 21:42 Uhr

Hallo Yvonne,

hast du es schon mal mit Stillhütchen probiert?

Emily und ich hatten am Anfang auch Probleme, da sie noch nicht so kräftig saugen konnte. Im KH habe ich dann die Stillhütchen von Meleda bekommen (die Kleinen). Kann sie wirklich nur empfehlen. Ist zwar auch ein bischen aufwendiger wegen dem vaporisieren, geht aber echt gut. Und nach sechs Wochen hat sie wieder ganz normal getrunken.
Probiers doch einfach mal aus, vielleicht kann sie's ja dann besser wenn sie größer ist und deine Brustwarzen werden auf alle Fälle geschont (und such dir evtl. ne andere Hebamme...) ;-)

Liebe Grüße
Dina + Emily (*30.11.05)

Beitrag von yellow.sunny 27.02.06 - 22:59 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ist total lieb von Euch, daß ihr mir so schnell antwortet.
Vielen Dank! Habe sie gerade eben wieder mit höllischen Schmerzen angelegt. Werde heute Nacht
wahrscheinlich abpumpen, weil ich es fast nicht aushalte. Also, ich schaue wirklich extrem drauf,
daß sie den Mund richtig aufmacht. Hebamme hat mir auch schon zugeschaut und es ist laut ihr so ok.
Mit Stillhütchen habe ich es auch schon versucht.
Aber tut genauso weh. Also wie ihr seht habe ich schon
alles ausprobiert aber bis jetzt hat nichts geholfen.
Vielleicht muß ich doch mal zu dieser Therapeutin.
(Was ich eigentlich irgendwie umgehen wollte!)
Das mit ner anderen Hebamme, das hab ich mir auch schon überlegt. Ist einen Versuch wert.
Nach einer Stillgruppe werde ich mich auch umsehen.
Vielen Dank!

Liebe Grüße Yvonne

Beitrag von elijamou 28.02.06 - 11:21 Uhr

hi, ich habe gerade auch Probleme beim Stillen - Brustentzündung. Meine Hebi meint solange ich Schmerzen habe oder auch nur schmerzen beim Anlegen erwarte, soll ich nur abpumpen. Der Körper macht sonst dicht und die Kleinen können nicht trinken. Ich pumpe gerade noch alle vier Stunden ab, gebe nur die andere Brust und danach bekommt sie die abgepumpte Milch mit der Flasche. So funktioniert es wenigstens. Ansonsten mache ich Rotlicht auf die Brustwarzen und schmiere dann Wollwachs drauf. Das habe ich schon im Krankenhaus bekommen. ach ja, ich muß auch immer noch ein Stillhütchen nehmen, weil es ohne auch nicht an der gesunden Brust geht. Mal sehen, wann ich wieder normal stillen kann und ob die Milchmenge überhaupt ausreicht. Lara - Luise ist jetzt 12 Tage alt. Liebe Grüße, Anna